kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die enge Pforte 6. März 2013

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 20:27

Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden„!

(Matthäus 7:13-14)

 

 

 

Die Verse von der breiten und der engen Pforte, vom breiten und vom schmalen Weg könnten das Vorurteil bestätigen, dass es im Glauben hauptsächlich um Verzicht geht. Während der „normale“ Mensch aus dem Vollen schöpfen und alles mitnehmen kann, was Spaß und Freude macht, muss sich der Gläubige, für das vage Versprechen, dafür irgendwann einmal vielleicht in den Himmel zu kommen, kasteien und einengen lassen. Sich also durch eine „schmale Pforte quälen“ und einen schmalen, unbequemen Weg gehen. Muss man sich da noch wundern, wenn die Leute, bei solchen Aussichten, massenweise vom Glauben abfallen, zumal die Bibel ja voll von solchen Aussagen ist, in denen es um Verzicht, Überwinden und andere anstrengende Dinge geht? Fürwas soll man sich das alles antun? Wer wirklich klug ist genießt deshalb sein Leben hier und jetzt und sofort! Was ist von solchen Ansichten, wie sie weit verbreitet sind, zu halten? Zunächst mal so viel, dass hier tatsächlich zwei Modelle angeboten werden, zwischen denen man entscheiden muss. Da ist zuerst das Angebot der Welt. Das muss nicht näher erläutert werden, weil es uns in den Medien und in der Werbung ständig präsentiert wird. Dabei geht es immer darum, aus der begrenzten Lebenszeit, soviel als möglich herauszuholen und dabei nichts zu verpassen, weil man das sonst nie mehr nachholen kann.

 

Das scheint vernünftig, führt aber zwangsläufig zu Stress, Unruhe und Unzufriedenheit, denn schon der Gedanke, das viele Dinge und das Leben insgesamt nicht so verlaufen, wie erhofft und erträumt, ist eine ständige Belastung. Und wenn dann, wie eigentlich nicht anders zu erwarten, vieles ganz anders kommt, scheint alles vollkommen sinnlos zu sein. Und ich kann mir vorstellen, dass es sehr viele Menschen gibt, die, in dieser Weise und ohne Hoffnung, ein gequältes Leben führen. Wer auf dieser Schiene des Weltmenschen fährt, dessen Leben wird nach Jesu Worten bis In alle Ewigkeit ohne Hoffnung und gequält sein und das selbst dann, wenn sich im irdischen Leben zwischendurch immer wieder Lichtblicke ergeben. Das andere Angebot ist das, was uns im Glauben an Jesus Christus gemacht wird, und das von denen, die darauf nicht eingehen wollen, als „Selbstbetrug“ und „Opium fürs Volk“ bezeichnet wird. Und tatsächlich lässt sich der Glaubende auf etwas ein, das weder beweis- noch sichtbar ist, womit ein Risiko eingegangen wird.

 

Aber sind denn die Weltmenschen und Skeptiker in dieser Hinsicht besser dran? Ich denke nicht! „Wer nichts wagt, der gewinnt nichts“ heißt es da, und wer zu etwas kommen will, muss bereit sein auch hohe Risiken einzugehen, bei denen man alles verlieren oder auch alles gewinnen kann. Und wer es weiterbringen will muss zudem bereit sein, Mühen, Anstrengungen und Verzicht auf sich zu nehmen. Er muss dabei auf noch in der Zukunft liegende Dinge vertrauen, die weder beweis- noch sichtbar sind. Was also auch hier nötig ist, ist der Glaube an die Sache und die Hoffnung dass es gelingt. Der Unterschied zwischen dem Weltmenschen und dem Gläubigen besteht darin, dass der Gläubige ein Ziel vor Augen, das weit über das des Weltmenschen hinausgeht. Und letztlich kommt auch der Weltmensch nicht ohne, im weitesten Sinne „religiöse Vorstellungen“ aus, und wenn es dabei nur um Aberglauben geht.

 

Auch der Weltmensch kommt, so gesehen nicht ohne „Opium“ aus und mancher wird direkt süchtig, nach irgendeiner Art von „Opium“. Entscheidend ist aber noch etwas anderes: Während der Weltmensch in der Gefahr ist ausgepowert zu werden, erlebt der Christ dass das folgende Angebot Jesu schon jetzt und hier erfahrbar ist: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht (Matthäus 11, 28-30). Ruhe für unsere Seelen bedeutet, Friede, Freude, Gewissheit, Lebensmut, Erfüllung, Gewissheit usw. Und nach Jesu Worten ist das der Zustand, der uns auch in der Ewigkeit umfangen wird.

Jörgen Bauer

 

25 Responses to “Die enge Pforte”

    • carma Says:

      extra für dich, werter emanuel: daraus kannst du frische energie für dein israel/zionisten-bashing beziehen und nebenbei befreundeten moslems imponieren…
      http://www.radioislam.org/historia/zion/sionism/17.htm

      • carma Says:

        wann kovertierst du endlich zum islam?

      • Emanuel Says:

        Carma , Carma … wo bleibt der Wille zur Einheit … ? In einer intakten Familie – darf man sich fetzen … nach dem Streit, kommt die Verbrüderung … Unter Kapputten und Toten ist ein „Streit“ nicht mehr möglich ….. Wie viele Katholiken und Evangelen ich kenne, die „ihrer “ Kirche den Rücken zugekehrt haben … und ich bin nur ein kleines Licht ….. Hier schließen Kirchen aus „finanziellen“ Gründen … Die Lage ist derart schlimm in unserer Gesellschaft … schlimmer als wir es uns vorstellen …. und Christen untereinander hassen sich … und Christen hassen Nicht-Christen …. heute hasst jeder jeden !!! DAS IST FAKT ! Und du weißt es auch ! Du willst es dir nur nicht eingestehen …. Warum sollte ich ausgerechnet zu den Teufeln „konvertieren“? Nur weil ich versuche – einen wahrhaft christlichen Standpunkt zu erkämpfen ????
        Meinst du, die Islamisten betreiben Nächstenliebe ????? Ismael als den Stammvater der Araber zu bezeichnen .. ist SCHWACHSINN HOCH UNENDLICH …

        …. und vieles andere mehr … in den pervertierten Köpfen unserer „Mitmenschen“ ….

  1. Emanuel Says:

    Der Schin Bet ist der Inlandsgeheimdienst Israels, zuständig für die innere Sicherheit Israels und der seit 1967 besetzten Gebiete, nämlich das Westjordanland und Gaza. Erstmals treten alle sechs ehemaligen Schin-Bet-Chefs vor die Kamera und berichten offen über ihre Arbeit. Über Erfolge und Niederlagen, darüber, wie sie den Sicherheitsapparat nach dem Sechstagekrieg aufbauten und zu einem der ausgeklügeltsten Überwachungssysteme der Welt machten. Sie sprechen über gezielte Tötungen von Palästinenserführern, über Bombenabwürfe auf Gaza, aber auch über den Terror ultraorthodoxer Juden, die den Tempelberg sprengen wollten.

    „Wenn einer kommt, Dich zu töten, dann steh auf und töte ihn zuerst“, so das Motto. Sie berichten über Zweifel an der politischen Führung Israels, darüber, dass ihrer Meinung nach Regierung nach Regierung ziellos und ohne klare Strategie agierte.

    Niemals erzählten sie so offen und unverblümt. Ihr Fazit: Israels Zukunft ist düster, Jerusalem gewinne zwar jede Schlacht, verliere aber den Krieg. Und die Israelis seien grausam geworden – nicht nur zu den Palästinensern, auch zu sich selbst.

    Derzeit läuft der Film in israelischen Kinos. Schockiert erleben viele Menschen in Israel, dass aus dem Zentrum der Macht harsche Kritik an der israelischen Politik laut wird, wie sie sonst nur von der linken Opposition kommt. „Diese Kritik an der israelischen Politik können die Leute nicht mehr ignorieren. Diese Worte kommen nicht von Amos Oz oder David Grossman, auf die die Konservativen eh nicht hören. Man mag diese Männer verehren oder verabscheuen – doch sie wissen auf jeden Fall mehr als jeder andere im Staat Israel, was wirklich vorgeht. Sie sind Pragmatiker und sie lieben ihr Land“, so Regisseur Dror Moreh.

    Der 51-jährige Moreh, selbst ehemaliger Soldat einer Geheimeinheit, beschäftigt sich schon lange in seinen Filmen mit israelischer Politik. Während der Dreharbeiten zu seinem Dokumentarfilm über Ariel Sharon (Das Erste, 2008) erklärte Sharon ihm, wie wichtig das Urteil des Schin-Bet-Chefs sei, obwohl dieser Sharons Politik sehr kritisch beurteilte. Sharon gab zu erkennen, dass diese Kritik ihn im Innersten traf, kam sie doch aus dem Herzen des Sicherheitsapparates – aus berufenem Munde.

    Da wusste Moreh, das er einen Film über diese Männer im Zentrum der israelischen Macht machen wollte, deren einzige Aufgabe die Palästinenser und die israelische Sicherheit sind. Der ehemalige Schin-Bet-Chef Ami Ayalon sagte Moreh sofort zu, bei einem solchen Projekt mitzuwirken. Nach und nach bekam Moreh auch Kontakt zu den anderen ehemaligen noch lebenden Schin-Bet-Chefs: Avraham Shalom, Carmi Gillon, Yaakov Peri und Avi Dichter. Zuletzt willigte auch der bis 2011 amtierende Chef Yuval Diskin ein, nach Ende seiner Amtszeit im März 2011 ein Interview zu geben. Yuval Diskin erklärte in einem weiteren Interview mit Moreh, warum er für den Film vor die Kamera ging: Die gegenwärtige israelische Regierung sei ängstlich, sprunghaft und entscheidungsscheu. „In Israel herrscht eine Führungskrise. Unter Missachtung sämtlicher Werte werde die Öffentlichkeit verachtet“, das habe er aus nächster Nähe erlebt.

    Der NDR war von Anfang an eng in das Projekt „Töte zuerst“ involviert. Aufgrund der ersten Interviews, die Moreh ohne Kamera, nur mit dem Bandgerät machte, beschloss der NDR, Koproduktionspartner in diesem Projekt zu werden. Gemeinsam mit Itay-Nevo Landsberg vom israelischen Fernsehen IBA und Marianne Levy-Leblanc von ARTE France hat NDR Redakteurin Barbara Biemann mit Regisseur Dror Moreh das komplette Rohmaterial gesichtet und eine Struktur für den Film erarbeitet. Der NDR war an allen Produktionsschritten maßgeblich redaktionell beteiligt. Die Zusammenarbeit mit Dror Moreh und Produzentin Philippa Kowarski war sehr kooperativ und vertrauensvoll. Das größte Problem war es, das umfangreiche Material zu ordnen, eine Erzählstruktur zu finden, die ein internationales Publikum nicht überfordert – und zu kürzen. Dror Moreh scherzt manchmal, er habe sein Herz, die Nieren, ein Arm und ein Bein im Schneideraum verloren. Inzwischen feiert der Dokumentarfilm Erfolge auf der ganzen Welt. Die National Society der Film Critics der Vereinigten Staaten verlieh ihm unlängst den Preis als bester Dokumentarfilm des Jahres. Die Acadamy of Motion Pictures nominierte „Töte zuerst“ für den Oscar in der Kategorie „Dokumentarfilm“. Die Verleihung der 85. Academy Awards findet am 24. Februar in Hollywood statt.

  2. Bazillus Says:

    Völlig richtig. Aber der Glaube allein ist nicht entscheidend. Entscheidend ist die Liebe, die dem Glauben erst Sinn gibt und ihn fruchtbar macht. Wenn ich aber liebe und somit das Du in den Vordergrund stelle, ist Verzicht, wenn dies die enge Pforte darstellen soll, eben kein „Opfer“, nichts, was einem „schwer“ fällt. Eine liebende Mutter verzichtet gern, wenn das Kind krank ist. Der Ehemann sorgt sich um seine Frau, wenn es ihr schlecht geht und umgekehrt. Die Liebe lässt die enge Pforte wie von selbst sich weiten, wenn es darauf ankommt. Das passiert auch Weltmenschen. Sie kennen das „Gefühl“ des Du genauso wie die Gläubigen.

    Aber der Glaube weist eben über den irdischen Tod hinaus. Jesus sagt, „Kommt zu mir, wenn ihr mühselig und beladen seid. Ich will Euch erquicken“. Selbstverständlich kann eine uneigennützige Liebe, die exzessiv gelebt wird, auch auspowern. Aber die Kraftquelle, nämlich Jesus, füllt die leeren Batterien. Diese Kraftquelle haben Atheisten oder Agnostiker nicht.

    Die Weltsicht zu diesem Thema ist von Herrn Bauer brilliant beschrieben worden. Dem ist nichts hinzuzufügen. Aber die Begriffe „weite“ und „enge“ Pforte verschwimmen, wenn die christliche Liebe aus der Kraft Gottes ins Spiel und zur Anwendung kommt. Wenn ich aus ganzem Herzen bete, wenn ich aus ganzem Herzen Gutes tue, tut der eigenen Seele ein solches Tun gut. Auf was verzichtet der Christ denn dann wirklich? Er verzichtet doch nur dann, wenn ihm etwas fehlt. Fehlt ihm dann wirklich etwas? Wenn ich liebe fehlt mir nichts, denn, wenn ich uneigennützig helfe, kommt die Freude in das eigene Herz zurück. Wer verzichtet, lebt bewusster. Er schätzt und bestaunt das Veilchen am Wegesrand. Er hält nichts für selbstverständlich. Die Freude am Leben steigert sich.

    Wer z. B. sexuell alles „mitnimmt“ was sich ihm bietet, verliert der Mensch sich selbst und vor allem lässt er sein Leben von seinem eigenen Trieb bestimmen. Er ist Sklave seiner Triebe. Ich nenne das „Abhängigkeitsverhältnis pur“. Da sehe ich nichts Weites oder Positives. Da sehe ich nur reinen Egoismus, der den anderen lediglich zur eigenen Treibabfuhr benutzt und letztlich allein bleibt mit seinem Trieb. Verzicht ist das nicht. Das nenne ich „Ausleben“ im Sinne von „End(t)leben“. Damit tötet der Mensch die eigene Seele, sein Sexualleben wird nicht reich, sondern verarmt, seine Seele verkümmmert und wird „schal“.

    Wer „frisst“ oder „säuft“, weil er diesen Verzicht nicht üben kann, schadet sich selbst am meisten. Seine Gesundheit geht auf Dauer baden. Die Genüsse, die ja nur kurze Momentaufnahmen seines irdischen Wohllebens sind, können auf Dauer in Sucht enden und der Fettleibige wird wie der Alkoholiker getrieben von seiner Sucht.

    Aber es gibt für das alltägliche Leben in Freiheit eben nicht nur ein „Ja“ oder „Nein“, eine „enge“ und eine „weite“ Pforte. Christliche Gemeinschaft darf sich im Hier und Jetzt selbstverständlich freuen, auch freuen an Feiern, die nicht ausufern. Alkohol oder ein gutes Essen gönnt uns Gott selbstverständlich. Es liegt aber immer an uns selbst das alles nicht ausufern zu lassen.

    Viele Atheisten handeln christlich im Sinne von Sinn in der Hilfe geben. Das dürfen wir nicht vergessen. Sie gehen, obwohl sie nicht an Gott und das Jenseits glauben, mitunter einen zwar glaubenslosen, aber durchaus „irdisch gesehen“ sinnvollen Weg der Hilfsgebung Anderer. Sind sie dann durch die enge Pforte gegangen?

    Die Polarisierung in dieser Frage sollte wohl uns Gläubige bewusst machen, dass wir eben das Salz der Erde sein sollen und keine Mitläufer in irdischen Lebensstilen.

    Aber auch in den hiesigen Breitengraden, in denen wir uns noch der Freiheit erfreuen dürfen hat diese Polarisierung Jesu selbstverständlich ihre konkrete Berechtigung, wenn der Christ in die Phase des gesundheitlichen unabwendbaren Leidens eintritt. Dann, in der Leidensphase kann der Christ, wenn der Glaube zu Lebzeiten eingeübt wurde, insbesondere in Liebe eingeübt wurde, in Jesus Kraft finden, dieses Leiden für andere aufzuopfern. Dann beginnt der Gang durch die „enge Pforte“ existenziell zu werden. Dann beginnt die Zeit der Entscheidung für die „enge“ oder die „weite“ Pforte. Dann kann der Christ beweisen, dass er nicht der aktiven Sterbehilfe bedarf und seinen Stolz unter den Arm nimmt und sich dankbar pflegen lässt und dies nicht als Belastung wahrnimmt und die unvermeidbaren Schmerzen als Aufopferung verstehen und insbesondere ertragen kann. Auch in diesen Situationen haben Menschen ihren Glauben verloren. Das müssen wir akzeptieren. Beten wir für diese Leidenden.

    Ganz anders sieht die Situation von Christen in den islamischen und kommunistischen Ländern aus, in denen Christen verfolgt werden, um ihres Glaubens willen verfolgt werden, wenn sie vital und gesund sind. Da wird dann der Verzicht extrem deutlich. Glaubensabfall würde ein unbeschwertes irdisches Leben bedeuten Da ist Jesus eindeutig, da er diese Verfolgung von Christen nicht nur prophezeit, sondern uns auch abverlangt. Sie sollen die Verfolgung nicht herbeiprovozieren und auch nicht suchen. Die Verfolgung ereilt sie, ob sie wollen oder nicht. Ja, und da ist dann die „enge“ Pforte der überdimensionalen Glaubensstärke gefragt. Da wird die enge Pforte zum Nadelöhr. Da ist die religiöse Existenzfrage des „Ja“ oder des „Nein“ in seine konkrete Phase getreten. Da wird Jesu Wort von den Pforten brutale Realität. Da ist Bekenntnis gefragt im Glauben und da kann die Liebe zeitweise ihre Wirkung verlieren. Da kann der Glaube direkt zur Liebe werden, wenn der Christ „ja“ sagen kann. Das ist aber übermenschlich schwer. Da befindet er sich in der Situation wie Jesus im Garten Gethsemane oder am Kreuz. Da kann nur noch die Solidarität Jesu am Kreuz dem einzelnen Christen Halt und Ehrfurcht vor der Größe Gottes im Leid geben. Viele haben da aber auch ihren Glauben verloren, im KZ, im GULAG, im Umerziehungslager jeglicher Couleur. Wir dürfen viele Märtyrer verehren. Diejenigen, die ihren Glauben haben nicht bewahren können, sollten wir im Gebet nicht vergessen. Wir selbst könnten in eine ebenso Menschen verachtende Opferrolle gedrängt werden. Beten wir für die Menschen, die in der Nachfolge Christi oder in der Nachfolge Gottes (Juden) oder auch anderer Glaubens- oder Ideologierichtungen den Quälereien nicht standhalten konnten.

    Verkennen wir die Worte Jesu nicht und interpretieren diese schwammig, wie dies heute immer so nett in der theologischen Sichtweise hier und da sichtbar wird, um den christlichen Glauben den mit Wattebausch und Putzigkeit ausgestatteten Ohren vieler Christen annehmbar und kompatibel gestalten zu können. Bloß nicht zu viel verlangen. Das könnte ja die Mündigkeit und die Freiheit von Christen einschränken und dann kann Jesus ja nicht mehr der pazifistische Kumpel von nebenan sein. Die Worte Jesu haben immer einen tiefen und weisheitlichen, mehrdimensionalen, aber auch wörtlich zu nehmenden Sinn, wenn Situationen im Leben von Christen dies erfordern.

    • Emanuel Says:

      „Aber der Glaube allein ist nicht entscheidend. Entscheidend ist die Liebe, die dem Glauben erst Sinn gibt und ihn fruchtbar macht. Wenn ich aber liebe und somit das Du in den Vordergrund stelle, ist Verzicht, wenn dies die enge Pforte darstellen soll, eben kein “Opfer”, nichts, was einem “schwer” fällt. Eine liebende Mutter verzichtet gern, wenn das Kind krank ist. Der Ehemann sorgt sich um seine Frau, wenn es ihr schlecht geht und umgekehrt. Die Liebe lässt die enge Pforte wie von selbst sich weiten, wenn es darauf ankommt. Das passiert auch Weltmenschen. Sie kennen das “Gefühl” des Du genauso wie die Gläubigen.“

      Besser, schöner und treffender kann man es kaum ausdrücken … jetzt auf in die Praxis mit dieser wahren christlichen Einstellung …..

    • carma Says:

      werter bazillus-
      letztens haben sie sehr überzeugend die wichtigkeit des dreifaltigkeitsglaubens dargelegt und nocheinmal die bedeutung (des katholischen verständnisses) der eucharistie vermittelt.
      dafür möchte ich an dieser stelle danken, zumal sie sehr umsichtig und einfühlend argumentiert haben. dennoch hätte ich gerne gewußt, auf welche weise sie die reale(?!) anwesenheit Jesu bei der abendmahlsfeier erspüren. da ich öfter katholischen Gottesdiensten beiwohne, konnte ich eine derartige realpräsenz weder beim pfarrer noch bei den wartenden gemeindemitgliedern beobachten.
      vielmehr habe ich den eindruck, dass man dieses ritual der oblatenreichung schnell hinter sich bringen möchte, um dann zügig aus der kirche zu entschwinden. soetwas wie eine „heilige“ atmosphäre, die man ja bei der realen anwesenheit christi wahrnehmen müsste, kann ich aus vielfachen eigenerfahrungen und selbstbekundungen anderer nicht bestätigen…
      überdies: erscheint Jesus rund um die welt bei abertausenden abendmahlsfeiern an verschiedenen orten gleichzeitig – real ?
      worin liegt der entscheidende unterschied, ob ich mir Jesus in erinnerung an seine abschiedshandlung u. worte an die zwölf apostel bewußt vergegenwärtige und somit symbolisch verinnerliche, oder ob ich „annehme“ bzw. fantasiere, dass er zwar nicht sichtbar, aber dennoch „real“ unter uns wäre ?
      ist er das nicht auch bei jedem gebet, das wir an Ihn richten? – was aber wäre dann das besondere an der eucharistie?
      und wenn diese feier schon so überaus wichtig ist – wieso bekommen wir nicht von Jesu blut zu trinken, wo wir doch seinen leib in den unseren überführen dürfen?
      was konkret soll ich mir unter der „person“ des Heiligen Geistes vorstellen. genau diese glaubte ja übrigens mohamed darzustellen, und hat damit nicht ohne ironie die unlogig dieser personalisierung auf die spitze getrieben. begriffe bedeuten nun einmal etwas bestimmtes!!
      mögen meine fragen ihrer beneidenswerten selbstgewissheit blasphemisch und kleingläubig erscheinen – meine intention ist aber keineswegs, leichtfertig alles in abrede zu stellen, wie das evangelischen meist pauschal vorgeworfen wird, sondern ein ehrlicheres und tieferes verständnis für die christlichen mysterien zu bekommen. aber was ich nicht verstehen kann, mag ich auch nicht glauben – das mysterium der unbefleckten geburt, der wiederauferstehung, die wundertätigkeiten und Gottessohnschaft Jesus zweifle ich nicht im geringsten an, wiewohl sie keiner menschenlogig entsprechen!! mit der (un)logig der dreifaltigkeitslehre und dem katholischen abendmahlsverständnis, welches mir doch ziemlich gewagt erscheint, habe ich hingegen genau die glaubensprobleme, die die meisten katholiken selbst bekunden (vielleicht nicht gerade auf dieser website, wo ja jeder gläubiger als der andere sein will…).
      wer dies zugibt, wird gemobbt und z.t. grob beleidigt, wie ich auch hier festgestellt habe. ich lehne zwar die überzogene dauerkritik an den katholiken ab, namentlich von lutheranern, muss aber feststellen, dass es kritiker oder fragesteller innerhalb der katholischen „community“ weitaus schwieriger haben, ihren unmut zu artikulieren und noch als gläubige respektiert zu werden.
      wer nicht auf punkt und komma der katholischen lehre folgt, wird „gedisst“, was das zeug hält…
      die katholische kirche hat immer noch nicht die reife der vorbehaltlosen überprüfung ihrer grundsätze erlangt, als dass es mich reizen könnte, ihr beizutreten – sie ist letztlich so rigeros geblieben wie das orthodoxe judentum, dem sie direkt entstammt!
      Jesus wollte aus der geistigen enge und ritualisierten zwangsfrömmigkeit des alten judentums befreien, aber schon die frühe kirche hat mit ihren selbstfabrizierten dogmen und theologischen spitzfindigkeiten eine neo-synagoge geschaffen, deren starre ansichten und regeln bis heute jede freiheit und lust am glauben erstickt. echte LIEBE, BRÜDERLICHKEIT und FREIHEIT sowie ein buntes und fröhliches, ja euphorisches gemeindeleben kenne ich nur aus amerikanischen freikirchen, sosehr sie bisweilen in diesem oder jenem übertreiben. unsere kirchen sind schlichtweg tot?!

      • carma Says:

        eine eventuelle antwort bitte nur von bazillus – auf beipflichtungen o. anfeindungen von anderer seite lege ich an dieser stelle wenig wert -sorry…

  3. melek Says:

    Es ist offensichtlich, dass nur eine freiere Welt eine schönere sein kann. Eine freiere Welt zu schaffen gelingt uns erst, wenn es uns gelingt unsere Tabus zu brechen. Alle Tabus gehören zerstört. Allen voran die, welche den Religionen und “religiösen Überzeugungen” entspringen.

    Dies waren die Worte von Turan Dursun im Vorwort seines ersten Buches. Drei Monate bevor er am 4. September 1990 durch sieben Kugeln der Scheria ermordet wurde, die ihn in den Rücken trafen… Turan Dursun wusste, er würde ermordet werden und hatte gesagt: Soll ich die Wahrheit eines Tages mit in mein Grab nehmen nur um in Frieden weiter Leben zu können, oder soll ich den Tod in Kauf nehmen um dem Volk die Wahrheit zu sagen?“ Als intellektueller und mutiger Mensch beschloss er den zweiten Weg zu gehen.

    Turan Dursun, sprach perfekt arabisch und widmete lange Jahre seines Lebens den Islamwissenschaften. Es gelang ihm als intellektueller Religionswissenschaftler auf *Kosten seines eigenen Lebens und im Bewusstsein darüber, dass er ermordet werden würde, die dunkle Seite der Religion zu beleuchten. Seine Bücher die durch den Verlag Kaynak Yayınları veröffentlicht wurden verkauften sich über 100.000 Mal. Die Turan Dursun Website bestehend seit 1997, *versucht trotz einigen Unterbrechungen von Zeit zu Zeit seine Veröffentlichungen in die Gegenwart zu tragen und hat bis jetzt auch ca. 100.000 Menschen erreicht.

    Wir erinnern uns an den großen Islamwissenschaftler und den mutigen Humanisten Turan Dursun. In aufrichtiger Dankbarkeit.

    http://turandursun.com/deutsch/

  4. Christina Says:

    Hallo, lieber Carma! Die Eucharistie (die Realpräsens Jesu in der Hostie) und die Kommunion sind zutiefst biblisch. Jesus sagt beim letzten Abendmahl: das ist mein Leib, das ist mein Blut, das für euch higegeben wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.
    Im Johannesevangelium sagt Jesus: wer mein Fleisch nicht isst und mein Blut nicht trinkt, ist nicht in mir und ich nicht in ihm.
    In unserer charismatisch-bibeltreuen Kirche wird die Oblate in Wein getaucht und es heisst: der Laib und das Blut Christi.
    Ich stimme zu,dass die Kommnuion in vielen Amtskirchen eher lieblos zelebriert wird, leider! Aber es gibt auch andere, Gott sei Dank 🙂

  5. Emanuel Says:

    Danke an Armeeverkauf

    Ein Anthropologe bot Kindern eines afrikanischen Stammes ein neues Spiel an. Er stellte einen Korb voller Obst in die Nähe eines Baumes und sagte ihnen, wer zuerst dort ist, gewinnt die süßen Früchte.
    Als er ihnen das Startsignal gab, liefen sie alle zusammen und nahmen sich gegenseitig an den Händen, setzte sich dann gemeinsam hin und genossen ihre Leckereien.
    Als er sie fragte, weshalb sie so zusammen gelaufen sind, wo doch jeder Einzelne die Chance hatte, die süßesten Früchte für sich selbst zu gewinnen, sagten sie:
    “Ubuntu – wie kann einer von uns froh sein, wenn all die anderen traurig sind?”
    Ubuntu in der Xhosa-Kultur bedeutet: “Ich bin, weil wir sind”.
    Allen noch eine sonnige Woche in LICHT und LIEBE

    carpe diem et vitem

    Thomas

  6. Bazillus Says:

    Werter Carma.
    recht herzlichen Dank für Ihre Fragen, die überhaupt nichts mit Kleingeistigkeit oder Blasphemie zu tun haben, sondern etwas mit dem Streben nach Klarsicht.
    Ich kann aber nur zunächst meine persönliche Sicht der Dinge darlegen, wie ich den kath. Glauben sehe. Da wird möglicherweise der Papst einiges Kritisches zu bemerken haben. Aber das ist mir jetzt egal.

    Zunächst einmal gebe ich Ihnen völlig recht, was ihre Eindrücke hier in der heutigen Kirche anbelangen. Die hl. Kommunion wird auch seitens vieler Priester nur noch als Symbolhandlung aufgefasst und somit habe auch ich genau den Eindruck, den Sie haben, nämlich den der Oberflächlichkeit. Deshalb muss ich ein wenig zurück gehen in meine Kindheit, also in die 60er Jahre. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, hole ich ein wenig aus. Das ist dann auch der Grund, warum die Priesterbruderschaft Pius X sich nach dem 2 Vaticanum abgespalten hat. Ich hole jetzt ein wenig aus:

    Da wurde uns dies so beigebracht, da wurde uns Kindern gesagt, dass Jesus selbst mit der Einnahme der Hostie in den eigenen Leib eintritt. Da wurde nicht von einem säkularisierten „heiligen Brot“ gesprochen und dieser Ritus profanisiert. Da lernten wir entsprechende Gebete, die die Ehrfurcht für dem allerheiligsten Altarssakrament förderten, wie Sie sich unschwer vorstellen können. Erst einmal zur äußeren Form: Zunächst einmal durfte 1 Stunde vor Beginn der hl. Messe schon einmal im Hinblck auf diese nichts gegessen werden. Mit dieser Regel wurde bezweckt, dass im Grunde sich zuhause schon, wenn auch nur profan, aber eben auch entweder aus routinemäßiger Tradition oder eben bestenfalls auch bewusst auf den Empfang Jesu „vorbereitet“ wurde und so Jesus auch im täglichen Leben, denn da war der Glaubige ja noch zu Haus und nicht in der Kirche. Nach dem Kommunionempfang wurde gekniet, die Hände vor das Gesicht gehalten und dann wurden Kommuniongebete oder freie Gebete gesprochen, deren Inhalt im Grunde die Lehre der kath. Kirche wiedergaben. Ich tue das im Gegensatz zu fast allen anderen noch heute. Ich habe dabei persönlich das Gefühl – und das ist auch nur mein Gefühl – dann besser und inniger beten zu können.

    Probieren Sie es einfach einmal zuhause. Dem einen sagt es zu, dem anderen nicht. Ich habe einen Priester vor kurzem sagen hören, dass diese äußere Form des Hände vors Gesicht halten ein falscher Ritus sei, weil da die Gemeinschaft nicht genug zum Ausdruck komme. Welch eine grobe Fehleinschätzung, jedenfalls für mich. Denn wir treten ja auch nicht in Gemeinschaft vor den Richterstuh Gottes, sondern wir müssen uns allein vor ihm verantworten. Wir sterben auch allein, selbst wenn die größtmögliche Hiflestellung uns zuteil wird.

    Weil dieser Glaube der Realpräsenz Jesu auch in den Herzen vieler, weiß Gott nicht aller Gläubigen so präsent war, war das Beichtsakrament im Hinblick auf den Kommunionempfang Pflicht oder zumindest empfohlen. Die Seele sollte für den Empfang Jesu rein von Sünden sein. Damals war dieser Kommunionempfang noch eine recht innerlicher und intensiver Ritus. Der Kommunionempfang fand im Knien statt in Form der Mundkommunion. Dafür gab es Kommunionbänke am Altar, die nach dem II. Vatikanum verschwanden. M. E. eine echte Verarmung. Der Priester legte die Hostie dem Gläubigen auf die Zunge wie es heute noch im Vatikan praktiziert wird. Unter der Hostie ging damals noch ein Messdiener mit, der selbst die Hostienkrümel auffangen sollte. Ich meine, diese Schale hieß „Patene“. Da bin ich mir aber jetzt nicht so sicher. Nur der Priester durfte damals den Leib Christi – also die Hostie – aufgrund seines Amtes anfassen. Mein Vater war Küster. Der durfte damals noch nicht einmal den Tabernakelschlüssel anfassen. Im Tabernakel sind noch heute die vom Gottesdienst übriggebliebenen Hostien untergebracht, praktisch die „Wohnung“ Jesu. Deshalb brennt in der Regel auch vor jedem Tabernakel das „ewige“ Licht, welches tatsächlich Tag und Nacht brennt zum Zeichen der Präsenz Jesu im Tabernakel. Deshalb machen Katholiken, die ihren Glaulben noch halbwegs kennen, immer eine Kniebeuge in Richtung Tabernakel. Während im evangelischen Bereich (Luther hat auch noch an die Realpräsenz Jesu geglaubt) nach Beendigung des Gottesdienstes die Hostien wieder zurück in die Dose kamen, wurden sie im kath. Bereich im Tabernakel, dem „heiligsten“ Ort in der Kirche außerhalb der hl. Messe deponiert. Die Kniebeuge ist ein Zeichen der Ehrfurcht, nicht der Untergebenheit oder der Knechtschaft, ebenso das Knien überhaupt. In vielen Kirchen wird noch heute während der Wandlung gekniet.

    Die Folge dieser Intensität des Glaubens sollte jedem Gläubigen die Kraft geben, sich jeder Sünde länger zu enthalten. Das Bewusstsein, Jesus selbst, wenn auch nur ein „Atom“ von ihm in sich aufgenommen zu haben, führte viele Gläubige dazu, ihren Glauben intensiver zu betrachten, sich selbst für Jesus mehr „rein“ zu halten. Damit wurde eine Volksfrömmigkeit erzeugt, die heute mit der Profanisierung leider verloren geganen ist. Damit war eine zusätzliche Sperre für die Begehung der Sünde eingebaut, wenn der Glaube ernst genommen und verinnerlicht wurde, etwas idealisierend ausgedrückt. Selbstverständlich gab es auch damals viele Katholiken, die möglicherweise nicht daran geglaubt haben udn schon damals die hl. Kommunion als Symbol empfunden haben.

    Der Empfang des Weins und des Brotes Fleisch und Blut Chisti ist m. E. letztlich aus dem Denken auf das Brot beschränkt worden aus Gründen der organisatorischen Vereinfachung. Es entspringt wohl dem Denken, dass die Einnahme der Hostie für die Realpräsenz Jesu in sich in Gänze ausreicht. Eine andere Erklärung habe ich im Moment nicht parat, klingt in sich plausibel, natürlich nur für mich. Hygiene mag auch eine Rolle gespielt haben. Damals Hunderte Münder an einem Kelch. Da die kath. Kirche ja damals eine hl. Messe nach der anderen feierte, an Sonntagen 3 – 4 und am Samstag Abend auch noch eine, alltags jeden Tag zwei (da war noch richtiggehend „was los“. Ich selbst durfte an der Orgel (als Laienorgelvergewaltiger des Vertreters des Hauptorganisten in Urlaubsvertretung sozusagen) diese Anzahl von hl. Messen begleiten, deshalb weiß ich dies so genau. Von Beerdigungen und Hochzeiten, die früher nie ohne hl. Messe vonstattengingen, einmal ganz zu schweigen.

    Aus diesem Denken heraus entstanden dann auch die Fronleichnamsprozessionen, die Jesus in Gestalt der Hostie sozusagen „in die Welt hinaus“ trugen und sperrten ihn nicht nur im Tabernakel ein. Der Tabernakel ist natürlich kein Gefängnis und so soll er auch nicht gedacht sein. Er ist – in manchen Kirchen sehr prunkvoll ausgestattet als Ehrerbietung für Jesus selbst (Ich weiß, dass Prunk niemals Jesu Sache gewesen ist) Aber wer glaubt, dass Jesus selbst sich als Gott (Gott befindet sich ja in seiner ganzen Schöpfung, so erst recht in der Hostie) in der Kirche befindet, spornt die Menschen an, sein Heim so schön wie möglich auszustatten, wenn dieses verehrungswürdige Subjekt Gott ist. Die Sehnsucht des Menschen, seinem Gott aus Verehrung heraus, einen Platz – so schön wie möglich – zu bereiten kommt im Prunk der kath. Kirche zum Ausdruck. Dies kann nur verstanden werden, wenn wir wirklich glauben, dass Jesus selbst praktisch in besonderer Weise in der Kirche wohnt und somit Gott selbst. Da will ich jetzt nicht profan den Prunk verteidigen. Ich will nur zum Ausdruck bringen, dass das Schönste für Gott eben nicht gut genug ist. Ich denke, diese Denken ist in allen Kulturen präsent Die Gläubigen haben zu allen Zeiten ihren Göttern besonders schöne Tempel gebaut und besonders schöne Riten eingeführt, bis auf kannibalische Riten von Urvölkern. Aber selbst da ging dann der Geist des Gegessenen auf den Glaubenden über. Kommt uns bekannt vor, nicht? Eine tolle Vorstellung, dass Jesus Geist in uns wirken kann und wenn geglaubt wird, kann er das auch.

    Da der Priester am Altar, der die Wandlungsworte spricht, natürlich nur in diesem Moment als Stellvertreter Christi am Altar angesehen wird (daher auch das unterschiedlcihe Amtsverständnis zwischen den Konfessionen), wurde sich während der Wandlung wie selbstverständlich hingekniet. Auf dem Altar findet bei der Wandlung nach glauben der kath. Kirche die Vergegenwärtigung des unblutigen Kreuzesopfers Christi statt und damit auch eine echte nicht sichtbare Verwandlung der Hostie.

    Jetzt weg von den Äußerlichkeiten: Wenn der Priester die Wandlungsworte spricht und in der Hl. Kommunion die Hostie austeilt, werden die Glaubigen überall auf der Welt durch die Kommunion in und durch Jesus direkt miteinander verbunden. Wenn Jesus in der konsekrierten Hostie (vorstellbar als kleinstes Atom seines Leibes) präsent ist, ist er in jedem Empfangenden präsent und verbindet die Gläubigen auf diese „Geheimnis des Glaubens-Weise“ direkt miteinander. Sie werden sozusagen durch Jesus selbst miteinander „blutsverwandt“. Allein diese Vorstellung ist für mich persönlich – und das muss niemand glauben oder verstehen – eine so großartige Sache, dass wir da schon von Kosmosdimensionen sprechen dürfen. Viele haben keine Scheu davon zu sprechen, dass Gott in jedem Atom im All gegenwärtig ist, ja, und dieser Auffassung schließe ich mich an, weil sein Geist, der hl. Geist, in jedem Atom steckt. Und auf Jesus bezogen soll das dann nicht der Fall sein?

    Und dieses VErständnis des Kommunionempfangs macht den deutlichen Unterschied zum Gebet aus. Es ist somit schon ein Unterschied, ob Jesus, wenn zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind oder eine einzelner betet, der mit Jesus unzweifelhaft individuell kommuniziert in geistiger Weise (was auch von Jesus anempfohlen ist) oder ob er eben nicht nur in geistiger Weise, sondern sich selbst mit Haut und Haar und darüber hinaus in geistiger Weise sich mit dem Empfangenden verbindet.

    Wer dieses Verständnis nicht hat, kann es auch nicht verstehen können. Man mag darüber lächeln und sich lustig machen. Man kann es als Kannibalismus der Neuzeit interpretieren. Mir ist das egal. Es kann nicht schädlich sein, daran zu glauben, im Gegenteil, ernst genommen, eröffnet dieses VErständnis ungeahnte Glaubensdimensionen für mich. Jesus hat sich nun einmal für „viele“, die an ihn glauben zum Opfer dargebracht. Er hat Wandlungsworte gesprochen, er hat von sich gesagt, das Brot des Lebens zu sein und derjenige, der ihn isst, wird leben in Ewigkeit.

    Ist es denn ein Wunder, dass sich solche Traditionen aus diesem Wort Jesu entwickeln? Ich behaupte einmal ganz keck, dass die kath. Kirche und die orthodoxen Kirchen Jesus einfach nur beim Wort nehmen, während die „Evangelikalen“ offensichtlich zwar den Worten Jesu größte Bedeutung beimessen, aber ihn aber eben nicht in realer Weise beim Wort nehmen. Bitte, ich will hier niemanden vor den Kopf stoßen. Selbstverständlich hat jeder Christ und auch jede christliche Denkweise aus Jesu heraus einen Weg zu Jesus zum Himmel in sich, aber warum nehmen sie dann jesus nicht wörtlich, so richtig beim Wort: Wer mich ist hat das ewige Leben. Hat Jesus das aus Spaß an der Freud gesagt oder dürfen wir ihn da wirklich wirklich wirklich wörtlich nehmen. Warum glauben wir ihm das nicht. Sollte dieses Wort nur auf die Jünger beschränkt geblieben sein. Dann würde Jesu Lehre verarmt, dann wäre sie nicht zukunftsweisend. Schließlich hat er seinen schwächsten Apostel zum Leiter seiner Jünger erkoren, aus dem sich die Kirche entwickelt hat. Petrus steht für Schwäche und Stärke, für Kleinlichkeitskrämerei und Weite, eine Mischung, die sich in der kath. Kirch durchaus wiederfinden lässt.

    Wie soll ich mir den hl. Geist als Person vorstellen. Auch da nehmen wir die Bibel wörtlich. Der Vater ist klar, der Sohn ist klar. Kann man sich als Person noch gerade vorstellen .Aber der Heilige Geist. Jesus selbst hat den Geist der Wahrheit als eine selbstständige Person zum Pfingstfest verkündet. Nur ein Wort Christi zu Jüngern nach Auferst.:“Ich sende euch. Empfangt heiligen Geist, Dem Ihr die Sünden nachlasst, dem sind sie nachgelassen, wem Ihr sie behaltet, dem sind sie behalten oder so!“ Joh 20,21-23. Zusammen mit seiner Aufforderung im letzten Kapitel des Matthäus zu taufen im Namen des Vaters, des Sohnes und des hl. Geistes, Schauen Sie, werter Carma, bitte in der Apostelgeschichte nach, indem er sagt u. a.: Ihr werdet vielmehr die Kraft des hl. Geistes empfangen, der auf Euch herabkommt“ usw.

    Jesus behandelt den Hl. Geist selbst wie eine Person. Das ist ja keine Erfindung der Kirche. Er sagt ja nicht, Ich werdet vielmehr die Kraft meines Geistes empfangen, der auf Euch herabkommt“.???
    Zusammen mit den anderen Worten Jesu über den hl. Geist, die im NT eh spärlich gesät, aber prägnant und auf die Zukunft verweisend, sind, fasse auch ich den hl. Geist als Person auf. Wenn Jesus Gott „Vater“ nennt, so verleiht er ihm „Persönlichkeit“, verleiht er ihm „Person“, denn Väter sind nun einmal im menschlichen Verständnis Personen. Wenn er sich selbst „Sohn“ nennt, ist er „Person“. Wenn er „im Vater“ ist, warum soll ich ihn nicht wörtlich nehmen. Wenn er dann den HL. Geist als Unterpfand seiner göttlichen Liebe als eigenständig betrachtet und sendet, sowie ein Vater seinen Sohn aussendet und dieser in Vollmacht seines Vaters (Dieser ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!) eben den hl. Geist, nicht ausdrücklich seinen Geist, so darf ich diesen als Person ansehen.

    Wenn sie mich fragen, wie ich mir den Hl. Geist vorstelle, wenn ich noch nicht einmal weiß, wie ich mir „den Vater“ vorstellen soll und selbst bei Jesus habe ich Schwierigkeiten, könnte da auf das Turiner Grabtuch verweisen, wie soll ich mir da den hl. Geist vorstellen? Der Geist Gottes schwebte über den Wassern heißt es in der Schöpfungsgeschichte.

    Werter Carma, ich glaube, dass die kath. Kirche Jesus in Person und Wort im Grund einfach nur ernst und wörtlich genommen hat, was viele evangelische Christen m. E. nicht glauben können und auch verstehen können, was ich auch verstehe. M. E,. haben sie dann aber wenig Vertrauen in die Worte Jesu. Ich habe da kein Problem mit. Das muss jeder für sich entscheiden und wer auf Christus zusteuert, liegt immer richtig. Daraus entwickelte sich möglicherweise ein Regelwerk, welches für den normalen Gläubigen undurchsichtig blieb, so auch für mich. Aber dieses ursprüngliche Ernstnehmen der Worte und der Lehre Jesu, welches auch ein „Wörtlichnehmen“ beinhaltet – so meine ich – kann nur dann gelingen, wenn über die Jahrhunderte dieses Ernstnehmen des Glaubens nicht verwässert wird. Das imponiert mir so an der kath., aber auch an den orthodoxen Kirchen. Darum hat sich wahrscheinlich – ich bin kein Kirchenhistoriker – das Papsttum mit all seinen Verbrechen, Schwächen und Stärken entwickelt, welcher den Glauben unverwässert bewahren und bis heute hat erhalten können. Denn genau diesen Auftrag hat Jesus dem Petrus gegeben.

    Die heutigen Päpste beweisen für mich, dass das geistige Potential dieser Kirche noch nicht abhanden gekommen ist, welches gerade der letzte, leider zurückgetretene auf gute Weise beweist.

    Ich hoffe, ich konnte etwas zum Verständnis beitragen.

    Jetzt wird wieder und auch aus Ihrer Sicht völlig zurecht der Hinweis auf die Marienverehrung (nicht -anbetung) und Heiligenverehrung kommen, die direkt nicht biblisch begründet ist, womit auch ich persönlich kein Problem habe, weil diese Behauptung schlicht und ergreifend wahr ist. Diese Dinge ergeben sich, zumindest, was die Marienverehrung anlangt (auch Luther soll noch ein Marienverehrer gewesen sein) auch zum Teil aus der Bibel. Neben dem Gruß eines Engels (immerhin!) an Maria, einem Menschenwesen, ist auch das Lob der Elisabeth für die Frucht des Leibes, nämlich immerhin Jesus selbst hervorzuheben, woraus sich der erste Teil des Ave Maria zusammensetzt (also zutiefst biblisch) Ich persönlich nenne das Evangelium von der Hochzeit zu Kanaan das Marienevangelium. Warum? Jesus hat sich als 12-Jähriger ncht um die „irdischen Sorgenwünsche“ seiner Eltern geschert. Er belehrte sie sogar als 12-jähriger, welch ein „Unding“. Kein Wort der Reue, seine Eltern so in Sorge gestellt zu haben. Im Kanaan-Evangelium denkt Jesus nicht daran, sein öffentliches Auftreten bei diesem Anlas zu beginnen. Es wird ihm wohl zu profan gewesen sein. Er wäre vielleicht lieber mit einer Heilung oder Totenerweckung angefangen. „Frau, meine Zeit ist noch nicht gekommen“. Was macht Maria – ganz toll – Diesmal schert sie sich nicht im Geringsten um das zögerlicher Auftreten Gottes (ich sage ich bewusst Gottes), sondern bestimmt ganz energisch den Dienern zu tun, was Jesus anordnet. Und er, der Sohn Gottes, für mich Gott selbst) gehorcht wie ein Junge seiner Mutter gehorcht.

    Auch eine weitere theologisch-praktische Sichweise:
    Wer Maria nicht außer Acht lässt, glaubt auch an den historischen Jesus. Ist Ihnen, werter Carma, nicht aufgefallen? Je mehr die Marienverehrung abnahm, umso lockerer wurde die Sicht auf Jesus selbst Da ringen Theologen um die Person Jesu mit schlauen Worten. Er wurde von ihnen mitunter degradiert zu einem nicht existenten sich bloß bildhaft vorstellbaren psychologischen Phänomen. Wer Maria ernst nimmt, nimmt auch den historischen Jesus ernst und verbleibt auch in marianischen Glauben an Jesus. Er steht mit Maria unter dem Kreuz und steht mit Maria an der Krippe (umgekehrt natürlich, erst Krippe, dann Kreuz). Die Verehrung Marias ist ein Garant dafür, dass das Gottesbild, die Gottessohnschaft Jesu, nicht verwässert wird. Das ist aber nur meine Meinung.

    Ja, meinen Sie denn, werter Carma, dass dies jetzt in himmlischen Gefilden anders ist? Glauben Sie nicht, dass Maria auf Jesus, den wir als Bestandteil der hl. Dreifaltigkeit anbeten, auch heute noch Einfluss nehmen kann? Über Maria hat sich sozusagen die Heiligenverehrung gebildet. Die kath. Kirche bekennt dadurch, dass vorbildhafte Christen leben, auch Jahrhunderte nach ihrem irdischen Tod. Sie hält sozusagen den Menschen praktisch vor Augen, dass die Verstorbenen nicht wirklich tot sind, sondern dem Beispiel des auferstandenen Jesus folgen.

    Und diese Lehre der kath. Kirche kann sich nur aus der Praxis entwickelt haben. Gott tut Wunder auch heute noch. Kein Heiliger tut aus sich selbst Wunder, obwohl Jesus seine Wunderkraft sogar den Aposteln zugesagt hat, also Menschen wie Sie und ich. Wenn also gläubige Menschen z. B. die Apostel auch heute noch bitten, dass sie, weil sie doch einen besonderen Vorbilddraht zu Gott haben und sie bei Gott leben, auch wenn sie gestorben sind, Gott um Heilung bitten, so wirkt Gott allein das Wunder, wenn er es will und nicht, weil der Heilige dies will. Das steht außerhalb jeder Diskussion. Diese Lehre wurde untermauert, weil Gläubige berichtet haben, dass auf die Fürsprache eines Heiligen Gott an den Menschen hier und da ein Wunder vollbringt. Da die Kirche ja auch dazulernt und den Missbrauch der Marien- und Heiligenverehrung sah (nicht umsonst hat Mohammed die Dreifaltigkeit mit Vater, Sohn, Maria beschrieben und damit gezeigt, dass er einen Gott vertrat, der nicht existiert, sonst hätte er dies wissen müssen, dass der Hl. Geist diese Gottesfülle vervollständigt), hat sie das Heiligsprechungsverfahren kreiert. Jeder heilig gesprochene Mensch wurde durch Gott selbst beglaubigt. Denn keiner wird seit mehreren hundert Jahren heilig gesprochen, wenn nicht Gottes Beglaubigung vorliegt, indem mindestens 2 Wunder, die wissenschafltich belegt unerklärlich sind, – meistens Heilungswunder -.

    Damit will die Kirche verdeutlichen, dass
    a) Menschen dieses Ziel der Heiligkeit erreichen können, sozusagen als Mutmacher für die Gläubigen, b) die Vita eines jeden Heiligen, die ja weiß Gott nicht immer gradlinig verlaufen ist, Vorbild für das eigene Leben auf Gott hin ausgerichtet sein kann und c) dass jeder Heilige direkt immer zu und auf Gott selbst führt und hinweist, welches sein Leben beweist, weil dieser hochgeachtete, jedoch niemals anbetbare Mensch, sein Leben letztlich auf Gott hin ausgerichtet hat.

    Damit hält sie aber auch die Verehrung Jesu als Bestandteil der hl. Dreifaltigkeit in höchsten Ehren, auch wenn es augenscheinlich für viele nicht erkennbar ist. Wer über Maria hinweggeht, diese nicht „in Ehren hält“ läuft Gefahr, Jesus selbst in Frage zu stellen. Wer Maria ehrt, betet mit Sicherheit den Jesus an, den Maria geboren hat und ihm bis zum Tode am Kreuz gefolgt ist. Wer Maria weglässt, gibt Jesus zur Disposition zur gedanklichen Eliminierung frei. Ist jetzt vielleicht ein wenig übertrieben ausgedrückt. Aber ich hatte den Eindruck innerhalb der kath. Kirche. Als die Marienverehrung abnahm, wurde mit einem Male Jesus selbst und seine Position aufgeweicht. Somit trägt die Heiligenverehrung dazu bei, einen gedanklichen Schutzmantel um Gott herum zu bilden. An Heiligen kann man sich abarbeiten. Liegt aber Gott selbst bloß, dauert es nicht lange, dass dieser auch Opfer der Hinterfragungssucht der Menschen wird. Die Heiligenverehrung ist letztlich eine Hochachtung vor Gott selbst und rahmt ihn wie das kostbarste Bild ein. Für gläubige Menschen ist Jesus das Vorbild schlechthin. Aber jeder gläubige Mensch ist sich bewusst, dass Jesus eben nicht nur ganz Mensch, sondern auch gleichzeitig ganz Gott ist. Und dieses Wissen macht den Menschen letztlich so klein, Jesus so unerreichbar, ist er ja auch. Und dann kommen Menschen ins Spiel wie die Jungfrau und Gottesmutter Maria, selbst nur ein Mensch, die Apostel, selbst nur Menschen, der hl. Franziskus und Co., selbst nur Menschen. Ja und dann kann ich als gläubiger Mensch auch in diesen Menschen Vorbilder sehen, weil sie in derselben Situation waren wie ich kleines Würstchen auch. Sie haben es geschafft in Christus zu leben. Bei Maria und den Aposteln war das ja schon schwer, aber auch leicht, weil sie Jesus und sein Wirken selbst mit haben ansehen können. Aber ein hl. Franziskus, der nur seinen Glauben hatte, Jesus nicht gesehen hat, und die vielen heiligmäßigen Menschen können doch m. E. noch eher Vorbild sein als Jesus selbst oder auch die Heiligen, die um ihn herum waren. Mit den Heiligen sehen wir selbst eine Chance, eine realistische Chance, den Himmel zu erreichen, wenn wir ihnen folgen. In dem wir ihnen folgen, folgen wir Christus selbst. Denn keiner ist heilig gesprochen worden, der Christus selbst nicht angebetet hat und in seiner Nachfolge stand.

    Ich selbst stelle die Heiligenverehrung nicht in den Vordergrund. Aber mit Abnahme der Marien- und Heiligenverehrung kam das inFragestellen, der Abfall der Volksfrömmigkeit auf. Ich sehe darin einen kausalen Zusammenhang.

    So, jetzt hoffe ich, Sie in meine Gedankenwelt habe etwas mitnehmen können. Ich kann verstehen, dass Sie und die Leser hier nicht so wie ich glaubensmäßig empfinden können wie ich. Ich habe es nach reiflicher Überlegung als Glück empfunden, noch von der alten Kirche gelehrt worden zu sein. Ich bin aus Überzeugung bei diesem Glauben geblieben. Dieser Glaube ist durch die unterbliebene Verkündigung in den Schulen und leider auch in den Kirchen in Vergessenheit geraten. Darum sind die Katholiken mittlerweile genauso desorientiert wie viele anderen Christen auch. Aber ich habe es halt versucht, darzustellen. Glauben in Worte zu fassen, ist m. E. ja schon schwer genug. Aber Gott in Bilder zu fassen, in eigene Vorstellung, da bin ich genauso wie jeder andere – auch der Papst – schlicht und überfragt.

  7. Bazillus Says:

    Ja, werter Carma, auf die wichtigste FRage habe ich ja noch nicht geantwortet oder nur zum Teil nur noch ganz kurz:
    Nach der Kommunion stelle ich mir intensiv Jesus in mir selbst vor und bete, die Hände vor mein Gesicht geschlagen, immer in der Haltung, unwürdig für ihn zu sein. Da habe ich mein persönliches intensivstes Erlebnis. Meistens tritt die ein oder andere Träne aus.

    • carma Says:

      sehr geeherter bazillus-
      da bedanke ich mich aber recht herzlich für ihre ausführliche und ihre eigenen erfahrungen miteinbeziehende darlegung der symbolischen bedeuteung der heiligen kommunion wie auch den mir bis dato zum teil unbekannten details der liturgischen praxis. von der eigentlichen bedeutung des tabernakels z.b.wußte ich gar nichts!..
      da ist wohl selbst unter heutigen durchschnittskatholiken viel wissen verloren gegangen, evangelische sind mit dem äußeren ritus ohnehin selten vertraut und messen ihm auch meist keinen besonderen wert mehr bei – da nehme ich mich nicht aus…
      da ich hohen respekt vor ehrlicher und tiefer frömmigkeit habe, wie sie sie glaubhaft vermitteln, fällt es mir nur umso schwerer, die eine oder andere sichtweise hinsichtlich der „personalität“ des Heiligen Geistes oder der realspräsenz Jesu in der Heiligen Kommunion (weiter) zu hinterfragen.
      da möchte ich niemanden zu nahe treten und zweifel wecken, wo vorher keine waren. für die verbundenheit mit der göttlichen „sphäre“ ist es sicher nicht das alles entscheidende kriterium, welche liturgische symbolik und versinnbildlichung im ritus nun die angemessenste form der ehrerbietung Gottes/Jesus/des Heiligen Geistes und der Heiligen ist.
      dies haben sie ja mehrfach selbst zum ausdruck gebracht, was aber keineswegs auf eine unbedachte „entsorgung aller“ glaubensmysterien hinausliefe, sondern allenfalls eine (individuelle) „umdeutung“ mancher glaubensartikel meinen kann. natürlich lässt sich nicht alles beliebig deuten oder wegprofanisieren, ebenso nicht überdeuten und „magisch“ aufladen, wo der text der bibel uns im ungewissen, vagen lässt…
      mit freundlichen grüssen und ihrer mühe dankend – carma

      in diesem sinne möchte ich, hoffentlich nicht zur allgemeinen empörung, meine anhaltenden bedenken, zusammengefasst in folgendem kürzeren text, aufzeigen (ohne aber gegen die katholische/orthodoxe auffassung „protestieren“ zu wollen – für sooo wichtig halte ich persönlich diese glaubensfragen nun auch wieder nicht, da ALLE vorstellungen letztlich im abstrakten bleiben, selbst da, wo wir „reale“ wirkungen wie in der taufe u. kommunion wahrzunehmen meinen…):

      >> (…) Bereits der Apostel Paulus verwendet in den Korintherbriefen (um 55 n.Chr.) dreigliedrige Formeln: in der christlichen Gemeinde gebe es „verschiedene Begabungen, aber einen GEIST, verschiedene Ämter, aber einen HERRN (griechisch: kyrios, gemeint ist Christus), verschiedene Kräfte, aber einen GOTT“ (1.Korinther 12,4-6); der 2.Korintherbrief (13,13) endet mit der Segensformel: „Die Gnade unseres Herrn JESUS CHRISTUS und die Liebe GOTTES und die Gemeinschaft des HEILIGEN GEISTES sei mit Euch allen.“ Von einer „Dreieinigkeits-Lehre“ ist das alles jedoch noch weit entfernt, und mit keinem Wort ist hier davon die Rede, daß Christus und der Heilige Geist „Personen“ Gottes seien.

      Der Taufbefehl des auferstandenen Jesus am Ende des Matthäus-Evangeliums „Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Matthäus 28,19) ist eine liturgische Formel, die ihre Prägung durch den gottesdienstlichen Gebrauch in der frühen christlichen Kirche deutlich erkennen läßt und die das Matthäus-Evangelium (geschrieben um 80-100 n.Chr.) Jesus in den Mund gelegt hat; auf ihn selbst geht diese Formulierung ganz gewiß nicht zurück. Auch in den urchristlichen Gemeinden wurde anfangs noch nicht auf den Namen eines dreieinigen Gottes, sondern auf den Namen Jesu Christi getauft (Apostelgeschichte 4,48; Römer 6,3; Galater 3,27).

      Vom Geist Gottes ist bereits in Alten Testament die Rede. Damit ist die Kraft und Lebendigkeit Gottes, d.h. letztlich Gott selbst gemeint, aber nie ein eigenes Wesen oder eine eigene Person neben bzw. in Gott – das wäre für den strengen Monotheismus des Alten Testaments undenkbar gewesen!

      Auch den Begriff „Sohn Gottes“ gibt es bereits im Alten Testament: er bezeichnet dort Menschen, die in einer besonderen Beziehung zu Gott stehen. Die israelitischen Könige wurden bei ihrer Krönung zu Söhnen Gottes erklärt (Psalm 2,7). Mose bezeichnet, als er vor den ägyptischen Pharao tritt, ganz Israel als erstgeborenen Sohn Gottes (2.Mose 4,22-23). Im Neuen Testament nennt der Apostel Paulus die Christen Kinder Gottes (Römer 9,26) und Jesus den „Erstgeborenen unter vielen Brüdern“ (Römer 8,29).

      Darüber, ab wann und wodurch Jesus Gottes Sohn gewesen sei, gibt es im Neuen Testament unterschiedliche Aussagen: in Markus 1,11 erlebt er seine Taufe durch Johannes den Täufer als Berufung (christliche Theologen haben von „Adoption“ gesprochen!) zum Sohn Gottes. Laut Römer 1,4 ist Jesus mit seiner Auferweckung zum Sohn Gottes eingesetzt worden. Der Evangelist Johannes spricht vom „eingeborenen“ Sohn Gottes, der schon seit Ewigkeiten bei Gott gelebt habe und in menschlicher Gestalt in die Welt gekommen sei (Johannes 1,1-18). Im Johannes-Evangelium ist das menschliche Wesen Jesu völlig von seiner Göttlichkeit und himmlischen Herrlichkeit „aufgesogen;“ es ist in dieser Hinsicht unter den vier neutestamentlichen Evangelien dasjenige, das am weitesten von dem historischen Jesus entfernt ist.

      Das spätere kirchliche Verständnis vom Sohn Gottes als göttlicher Person entwickelte sich, als sich die christliche Botschaft im griechisch-hellenistischen Kulturraum ausbreitete. Gott nah zu sein war für griechisches Denken gleichbedeutend mit: ihm wesensverwandt zu sein. Die vom Hellenismus geprägten Christen verstanden daher den Begriff Sohn Gottes, der vom Alten Testament her eine Beziehung zu Gott gemeint hatte, im Sinne einer Wesensverwandtschaft bzw. Wesensgleichheit Jesu mit Gott.(…) <<

      • carma Says:

        der letzte absatz scheint mir sehr bedenklich – an der Gotteswesenhaftigkeit Jesu kann es nicht den geringsten zweifel geben. hier schüttet der autor das kind mit dem bade aus…

  8. Bazillus Says:

    Werter Carma,
    danke für Ihre Stellungnahme. Aber was bleibt von Jesus übrig, wenn wir viele Worte seiner Lehre „in seinen Mund geschoben“ glauben. Welche Worte kann ich dann noch als Urworte Jesu akzeptieren. Ich denke, dass bei Niederschrift der Evangelien die Menschen in noch viel engerem Kontakt zu Jesus waren. Lukas spricht von Augenzeugen. Die Evangelien sind relativ kurz und in 3 Jahren kann Jesus überall im Lande Vieles erzählt haben, jedenfalls wesentlich mehr als aufgeschrieben wurde. Die Kürze der Evangelien in den einzelnen Abschnitten sind m. E. ein Garant für die Echtheit des Gesagten. Wären die Predigten Jesu in „ihrer Gesamtlänge“ aufgeführt, könnte man wirklich versucht sein, zu glauben, dass da einiges nicht stimmt. Da aber – so nehme ich an – immer das Wichtigste, das Prägnanteste oder der Kern der Aussagen aus den Predigten Jesu herausgegriffen worden ist, so kann ich mir vorstellen, dass sich diese Höhepunkte den Menschen einprägten, so kann ich mir weiter vorstellen, dass der Evangelist Matthäus, wenn er denn der Zöllner aus dem Evangelium ist, durchaus zum Kreis der Augenzeugen Jesu gehörte. Lukas spricht noch von Augenzeugen ohne selbst Jünger gewesen zu sein. Johannes soll der „Lieblingsjünger Jesu gewesen sein und ist somit – wenn er es denn war – der Augenzeuge schlechthin. Wenn Johannes der Lieblingsjünger Jesu als Evangelist aufgetreten ist, dann wird er ihn auch am Besten verstanden haben. Die drei Synoptiker kannte er dann wohl mit Sicherheit und er konnte wohl dann am Besten ergründen, was Jesus mit seiner Lehre gemeint hat. Das Johannesevangelium beleuchtet ja nur wenige Episoden aus dem Leben Jesu und bringt auf den Punkt, wie Jesus seine Lehre verstand. Dieses Evangelium steht ja nicht im Widerspruch zu den anderen. Es ist einfach nur theologischer und ergründet den Kern der Aussagen Jesu, aber immer mit einfachen Worten geschrieben. Ich denke, dass die Evangelien ziemlich galubwürdig unseren Herrn Jesus Christus verbalhistorisch belegen.

    Wenn dem so ist, dass hier und da Jesus Worte in den Mund gelegt wurden, so wie im AT mit Sicherheit Gott Worte in den Mund gelegt wurden, was bleibt denn dann noch übrig vom Evangelium!? Wie kann ich dann sicher sein, dass Jesus auch den Inhalt seiner Lehre so ausgedrückt hat?

    • carma Says:

      werter bazillus:
      > genau darin bestehen meine zweifel: – „in den mund geschoben“ scheint mir tatsächlich so manches, wenn auch mit den allerfrömmsten absichten – das konzept der personalen trinität (erst ab johannes), die konstruierte Gott(JHWH)-gleichheit Jesu, die zu einer bedingung des trinitarischen dogmas avancierte, seine existenz vor aller zeit (nur von johannes einmalig formuliert), die allzu wörtlich genommene „einverleibung“ Christi in der abendmahlsfeier, obwohl hier Jesus im gleichnis spricht wie an vielen anderen stellen auch und nicht das tatsächliche verzehren seines leiblichen körpers/blutes meinen konnte, wenn auch nur im symbol (wobei auch das nicht „katholisch“ wäre…). war den Jesus ein speiseopfer?? ist es ein akt tranzendentierenden kannibalismus, wie sie selbst ironisch anmerkten?
      in anbetracht der auseinandersetzung mit dem islam, (aber auch dem judentum, kritischen evangelikalen und noch-ungläubigen) sind solche ansichten schlichtweg verheerend, weil sie fast in den bereich puren aberglaubens und schlimmer noch der blasphemie hineinreichen – und ehrlicherweise kaum biblisch einwandfrei belegbar sind. was Jesus sagte oder über Ihn gesagt wurde, lässt sich doch deutlich von den eigeninterpretationen und deutungen der apostel unterscheiden, so finde ich. sowenig Jesus die gründung einer neuen religion beabsichtigte, zumindest hat er dies nicht klar anbefohlen, sowenig lag dies ursprünglich in der absicht der apostel. als menschen haben auch die apostel in so manchem geirrt, ausgebildete theologen waren es nuneinmal nicht. was sie also für ihre noch überschaubaren gemeinden zum teil recht laienhaft formulierten, verfestigte sich später zu unumstösslichen glaubensdogmen. das frühe christentum wurde ja maßgeblich von den aposteln geprägt und ausgefächert, als kirche im eigentlichen sinne konnte man zu ihrer zeit sicherlich nicht sprechen. es gibt ja den spruch, das Jesus eigentlich der einzige Christ gewesen wäre – alle anderen versuchten es, zu sein…
      wie auch immer, den apostolischen nacherzählungen der worte und taten Jesu ist im großen und ganzen zu trauen, wo sie aber eigenmächtige spekulationen und deutungen über die „natur“ Gottes und Jesus vornehmen sowie moralische und ethische überzeugungen Jesus andichten, wo sie nur altjüdischen traditionen übernehmen/weiterführen, ist bei aller heiligkeit, wertschätzung und respektvoller liebe doch auch der eigene VERSTAND gefordert?!
      – die verabsolutierung des römischen pontifikats in der nachfolge Petrus, welches auf einer einzigen vagen aussage Jesu beruht, kann nicht zwingend die römische „auslese“ für die nächsten 2000 jahre aus einem relativ kleinen wahlberechtigten-gremium gemeint haben. das wir damit im großen u. ganzen vielleicht gar nicht so schlecht durch all die jahrhunderte gekommen sind, ist eine andere sache. wie die menschen der damaligen zeit konkret die kirchliche macht empfunden haben, und ob sie sich im noch unhinterfragten traditionellen kirchenleben auch geistig-seelisch wohler gefühlt haben als wir „zweifler“ heute, mögen besser informierte als ich beantworten.

      schlussendlich, aber nicht abschliessend noch ein textzitat:

      >> Dies bedeutet ewiges Leben, dass sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“(Johannes 17:3)

      (Apostelgeschichte 7:55-56)“Er aber, voll heiligen Geistes, schaute unverwandt zum Himmel empor und erblickte die Herrlichkeit Gottes und Jesus, zur Rechten Gottes stehend, 56 und er sprach: „Siehe! Ich sehe die Himmel aufgetan und den Menschensohn, zur Rechten Gottes stehend.“

      (Matthäus 26:39)“Und er ging ein wenig weiter, fiel auf sein Angesicht, betete und sprach: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

      (Johannes 14:28)“Ihr habt gehört, daß ich zu euch sagte: Ich gehe weg, und ich komme zu euch [zurück]. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater hingehe, denn der Vater ist größer als ich. . .“

      (1. Korinther 15:27-28)“Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat. 28 Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei.“

      (Kolosser 1:15-16)“Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung; 16 denn durch ihn sind alle [anderen] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle [anderen] Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden.“ <<
      LG carma 

      • carma Says:

        anmerkung von mir: uns zu liebe „personifiziert“ Jesus Gott und nennt Ihn anschaulich „Vater“.
        in hinblick auf das vorstellungsverbot Gottes, den juden eine besonders heilige verpflichtung, können wir uns NUR Jesus personal vorstellen – und sollen dies auch ausdrücklich. sein hinüberreichen zu göttlicher wesenhaftigkeit spannt den bogen vom irdischen ins himmlische (wie bazillus an anderer stelle so schön sagte) und kann uns rein menschliche in die kosmische dimension „mitreissen“, sofern wir die „doppelnatur“ Jesu erstehen und glaubend bejahen. nun mag er ganz Gott sein?!..
        aber Gott/JHWH haben wir uns nicht als „person“ im menschlichen sinne vorzustellen, es ist uns geradezu verboten!! folglich lässt sich der Heilige Geist als eine wirkweise Gottes ableiten, kann aber noch weniger personifiziert werden als die „NICHT-PERSON“ Gott. dieses abstrakt erscheinende Gottesbild, welches keine person umschreibt, kannten schon die germanen – ähnlich den jüdischen vorstellungen (bzw. dem vorstellungsverbot!). es scheint mir daher nicht von ungefähr, dass das christentum mit seiner nicht bebilderten und personalisierten Gottesvorstellung ausgerechnet von diesen „wilden“ u. rauhen babaren adaptiert und zur weltweiten „staatsideologie“ befördert wurde. die katholische kirche wurde seit der spätantike/frühestem mittelalter namentlich von germanisch-stämmigen fürsten und päpsten konstituiert – inklusive so mancher germanisch-heidnischen umdichtung. die gewalttätigkeit in der mittelalterlichen kirchengeschichte hat selbstverständlich auch mit dem archaischen sippen-u. clandenken germanischer führungseliten zu tun, die den klerus leider ebenso infizierten…
        bemerkenswert sind die parallelen zum frühen hinduismus, der als „arisch“-indoeuropäische mythologie ebenfalls politische u. religiöse macht aufeinander bezieht (kastensystem), aber keine personifizierte ober-)gottheit und auch keine tempel/gotteshäuser kennt. buddha abstrahierte dieses typisch indoeuropäische glaubensverständnis der nicht-vorstellbarkeit Gottes bis hin zur nicht-existenz einer wie immer angenommenen gottheit…
        LG

  9. Ralf.Hummel Says:

    Der schmale Weg ist ein Weg der Nachfolge, den Jesus Christus gelegt hat. Er ist schmal, weil man nicht alles macht, was man machen könnte, auch wenn heute vieles grenzenlos erscheint.

    Es ist nicht die Aufgabe eines Christen, darüber zu spekulieren, ob viele oder wenige am Tage des Herrn dabei sein werden. Man muss darum ringen, dabei zu sein.

    Enge Pforten sind Glauben, Nachfolgen, Überwinden, Dienen im Werk Gottes, Lieben und Vergebungsbereitschaft.

    Um durch eine enge Pforte zu gehen, muss man sich ganz kleinmachen und kann nicht alles Mögliche mitschleppen.


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