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Russland: Salafisten versuchen verstärkt Muslime aus Tatarstan anzuwerben 5. März 2013

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 19:30

Der Tempel aller Religion in Kazan. Das Spiegelbild der russischen Föderation (Foto: Maarten Dirkse/flickr).

 
 

Tatarstan ist ein neuentdecktes Operationsgebiet für Salafisten. Dabei haben sie eine klare Strategie. Sie werben zunächst aktiv kriminelle Personen ab, um sie in ihren bewaffneten Kampf einzubinden. Die ideologische Schulung beginnt schon im Gefängnis. Doch Moskau ist entschlossen und bekämpft die Extremisten mit allen Mitteln. Wahabitische Salafisten versuchen in Russland – verstärkt in der russischen Region Tatarstan – junge Muslime anzuwerben. Die autonome Republik Tatarstan unter ihrem Präsidenten Rustam Nurgalijewitsch Minnichanow ist bedroht von einer schleichenden Islamisierung. Dabei geht es vor allem um den politisch motivierten Islam, denn die Tataren leben im Stile des klassischen Islam und sind mehrheitlich säkular. Doch der Wissenschaftler am Russischen Institut für Strategische Studien (RISI), Rais Suleymanov, ist besorgt. Er könne beobachten, dass die von Saudi Arabien finanzierten Salafisten insbesondere kriminelle Tataren rekrutieren. „Kriminelle Zirkel werden ersetzt durch militant islamistische Gruppierungen“, erklärt Suleymanov der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Die ideologische Schulung beginne schon in den Gefängnissen. Wenn die Gefängnisinsassen ihre Haft abgesessen haben, kehren sie als religiöse Expremisten in die Gesellschaft zurück.

 

 

Ermordung von Staatsbeamten durch Salafisten

 

Zwei Vorfälle aus dem Jahr 2012 zeigen, wie groß die Gefahr durch den Salafismus ist. In der Hauptstadt Kazan verübten militante Islamisten separate Mordanschläge gegen zwei religiöse Führer Tatarstans. Der erste Anschlag galt dem Mufti von Tatarstan, Ilduz Faizov, der die Attacke überlebte. Doch beim zweiten nahezu zeitgleichen Anschlag, wurde der Vorsitzende für religiöse Erziehung der Republik Tatarstan, Valiula Yakupov, mit mehreren Kopfschüssen ermordet. Yakupov hatte in öffentlichen Mitteilungen mehrmals Stellung gegen den Wahabismus bezogen. Er sprach sich offen für ein Verbot des Wahabismus in Russland aus. Das religiöse und politische Establishment von Tatarstan ist in den Augen der Wahabiten der verlängerte Arm des Kreml. Offiziellen Aussagen des FSB zufolge war der Mörder Yakupovs der islamistische Auftragsmörder Rober Valeyev. Er und sein Komplize Ruslan Kashapov wurden später im Rahmen einer polizeilichen Operation getötet.

 

 

Radikaler Islam auf dem Vormarsch

 

Die Salafisten sind nicht nur in Tatarstan aktiv, sondern auch in Zentralasien und dem Nordkaukasus. Der Journalist bei der russischsprachigen israelischen Zeitung Novosty nedely, Alexander Maistrovoy, sagt, dass der radikale Islamismus zusätzlich in den Regionen Krasnodar, Stavropol und an der Wolga im Vormarsch sei. Vergangenes Jahr sollen sogar einige Imame aus der Region Stavropol, junge Musliminnen zur Vollverschleierung aufgefordert haben. Moskau nimmt die Bedrohung durch den Islamismus ernst. So wurden seit Beginn des Jahres insgesamt 50 Salafisten durch russische Sicherheitskräfte getötet (mehr hier). {Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.deBild: Der Tempel aller Religion in Kazan. Das Spiegelbild der russischen Föderation}

 

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Neues Video aufgetaucht:

Salafisten drohen mit Anschlägen in Deutschland

 

Islamist fordert Tod von Kanzlerin Merkel

 
Ein radikaler Islamist droht in einem neuen Internet-Video mit Terroranschlägen auf den Reichstag und fordert den Tod von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sicherheitskreise bestätigten, dass wieder ein derartiges Video von den Sicherheitsbehörden geprüft wird. An der hohen Gefährdungslage habe sich nichts geändert – es gebe aber keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne, hieß es. Die Zeitung ‚Die Welt‘ berichtet, das Video zeige eine Art Kampfgesang eines deutschen Islamisten, der sich Abu Azzam nenne. Höchstwahrscheinlich handele es sich um einen radikalen Salafisten, der sich im vergangenen Jahr nach Ägypten abgesetzt und dort dem österreichischen Prediger Mohamed Mahmoud alias Abu Usama al-Gharib angeschlossen habe. Dieser versuche mit deutschsprachiger Dschihad-Propaganda Glaubensbrüder in Deutschland zu Anschlägen zu motivieren. Bereits im September 2012 hatten Islamisten im Internet zu Attentaten in Deutschland aufgerufen – sie sollen der Zeitung zufolge ebenfalls zu der Gruppe um Mahmoud gehören. {Quelle: www.rtl.de}
 

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