kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kerry provoziert Protest und Kritik in Ägypten 3. März 2013

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 22:32

Kopten protestieren am heutigen Sonntag in Kairo gegen die anhaltenden Angriffe auf ihre Kirchen

 

 

US-Außenminister Kerry kam nach Ägypten, um die islamistische Regierung und die Opposition zur Kooperation aufzurufen. Viele Oppositionelle sehen die USA jedoch nicht als neutralen Vermittler. Ihr Vorwurf: Die US-Regierung kritisiere nur die Opposition, nicht aber die Regierung. US-Außenminister John Kerry und Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hatten ein Thema bei ihrem Treffen in Kairo: Die Krise in Ägypten. Wirtschaftlich steht das Land am Abgrund. Politisch ist es gelähmt. Entsprechend appellierte der amerikanische Chefdiplomat an Mursi und die verschiedenen Oppositionsgruppen, sie sollten aufeinander zugehen: „In dieser Zeit mit ernsthaften wirtschaftlichen Herausforderungen ist es wichtig für das ägyptische Volk, zusammenzukommen und einen gemeinsamen Nenner zu finden“.

 

 

 

 

Katastrophe

Die Armee eröffnete das Feuer auf die Polizei, nachdem die Bürger um Schutz vor dem Kugelhagel und Brutalität in Mansoura gebeten haben!

 

 

 

Port Said und Kasr Alnil in Kairo am heutigen Sonntag, den 03.03.2013

 

 

 

Viele sehen in Kerry einen Freund der Muslimbrüder

 

Der Besuch des US-Außenministers in Kairo provozierte Proteste und Kritik: Auf der Titelseite einer regierungskritischen Zeitung prangte eine Karikatur von Kerry mit Bart und Gebetsmal auf der Stirn, dazu der Spruch: Kerry, der Muslim-Bruder. Auch diese Frau sagt: „Ich bin gegen den Besuch, weil John Kerry hier ist, um die Regierung der Muslim-Brüder zu unterstützen. Die USA halten sie an der Macht, und ich bin dagegen“. Die meisten ägyptischen Oppositionsführer schlugen sogar eine Einladung Kerrys zum Gespräch aus. Sie protestierten dagegen, dass die Regierung in Washington kürzlich versuchte, Druck auf sie auszuüben. Der Stab von US-Präsident Barack Obama soll das wichtigste Oppositionsbündnis, die Nationale Rettungsfront, gedrängt haben, ihren Boykott-Aufruf zur Parlamentswahl zurückzunehmen.

 

 

 

Die Flitterwoche zwischen Moslembrüdern und Salafisten ist längst vorbei

„Was heißt dass, dass dieses Stückchen dir nicht genügt? Hast du vergessen, dass ein Bärtiger nicht einen Bärtigen schlagen kann“?

 

 

 

Streitpunkt: Wahlboykott

 

Die Nationale Rettungsfront, allen voran Friedensnobelpreisträger Mohammed ElBaradei, hatte an die Ägypter appelliert, nicht an den Parlamentswahlen teilzunehmen, die am 22. April beginnen sollen. Die Oppositionellen werfen den Islamisten vor, ein Wahlgesetz zu ihren eigenen Gunsten verfasst zu haben, indem die Wahlkreise so zugeschnitten wurden, dass die Islamisten gewinnen müssen. Unter solchen Voraussetzungen wäre die Opposition, wenn sie an der Wahl teilnähme, nichts weiter als ein demokratisches Feigenblatt.

 

 

 

Kopten verlangen am heutigen Sonntag ihre Religionsfreiheit – Sie warnen der bärtigen Regierung damit, sich an die ausländischen Regierung zu wenden, wenn die Koptenverfolgung nicht aufhört!

 

 

Opposition als Feigenblatt im Parlament

 

Deshalb sagt Khaled Daoud, der Sprecher der Nationalen Rettungsfront, im Gespräch mit dem ARD-Hörfunk-Studio Kairo: „Wir wollen nicht an Wahlen teilnehmen, die nur das wiederholen, was schon das alte Mubarak-Regime gemacht hat: Zeigen, dass es eine Opposition gibt, die aber nichts anderes ist als Dekoration: ‚Seht doch, wir haben 20 Prozent Oppositionelle im Parlament.‘ Aber damit können sie immer noch die Gesetze durchdrücken, die sie wollen. Die denken, wir sind blöd“.

 

 

 

 

Am Tahrir-Platz überfuhr die Polizei ein Dutzden bei einer Demo

 

 

Opposition sieht Obama auf Seite der Regierenden

 

Das neue Wahlgesetz ist jedoch bloß das bisherige Ende einer ganzen Kette von Entwicklungen in Ägypten, die die Oppositionellen gegen Mursi aufbringen. So hatten die Islamisten zuvor eine höchst zweifelhafte Verfassung im Schnellverfahren durchgepeitscht – ohne Mitarbeit der Opposition. Für die Opposition spielen die USA eine wichtige Rolle. Denn über Jahrzehnte unterhielt Washington gute Beziehungen zu den wechselnden Militärdiktatoren Ägyptens. Diese guten Beziehungen wurden gewahrt, als Mursi, der aus der islamistischen Muslim-Bruderschaft hervorging, ins Amt des Staatspräsidenten gewählt wurde. Obamas Regierung lobte Mursi, als er half, die Kämpfe zwischen Israel und der Hamas im Gaza-Streifen beizulegen. Kritik an Mursi gab es aus Washington allenfalls sehr verhalten, und auch erst, als zum Jahreswechsel mehr als 60 Demonstranten bei Krawallen starben. {Quelle: www.tagesschau.de – Von Björn Blaschke, ARD-Hörfunkstudio Kairo}

 

 

Mansoura brennt seit fünf Tagen

 

 

 

 

 

 

Port Said brent seit drei Wochen

 

 

 

 

 

 

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