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Die Kohl-Söhne und ihre böse Stiefmutter 3. März 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 19:28

Kein Kontakt mehr zum Vater: Die Kohl-Söhne und ihr Kampf gegen Maike Kohl-Richter

 
 
 
 

Familienkonflikt im Hause Kohl: Bei Markus Lanz fahren die Söhne des Altkanzlers, Peter und Walter, neue Angriffe gegen die zweite Frau des Altkanzlers. Glaubt man ihnen, ist Maike Kohl-Richter regelrecht besessen von ihm.

 
 
 
 
 
 
 
Was ist in einer Familie geschehen, wenn zwei Söhne seit anderthalb Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater haben? Keine Telefonate, keine Besuche. Was ist geschehen, wenn sie den Eindruck haben, für das Andenken ihrer toten Mutter kämpfen zu müssen? Was ist geschehen, wenn sie der neuen Frau ihres Vaters letztlich Kontrollwahn und psychopathische Züge unterstellen? Die Familie Helmut Kohl, sie war immer öffentlich. Das Drama der Familie Kohl ist es auch. Der Streit zwischen Peter und Walter Kohl, den Söhnen des Altkanzlers, und Kohls zweiter Frau Maike Kohl-Richter ist nicht neu. Am 7. März 2013 aber wäre Hannelore Kohl 80 Jahre alt geworden. Ihre Söhne nehmen das zum Anlass, erneut ihre Sicht auf den Familienstreit darzustellen. Peter Kohl hat ein neues Vorwort geschrieben für die Neuauflage eines Buches über seine Mutter. In einem Interview erneuerte er zuletzt seine Vorwürfe. Und am Donnerstagabend waren Peter Kohl, 47, und sein älterer Bruder Walter, 49, zu Gast bei Markus Lanz im ZDF.

 

„In dieser Woche war mein Vater handlungsunfähig“

 

Hannelore Kohl nahm sich in der Nacht vom 4. auf den 5. Juli 2001 das Leben. Für die drei Kohl-Männer war diese Entscheidung ein Schock. „Ich habe mein ganzes Leben lang nie erlebt, dass mein Vater handlungsunfähig war“, erzählt Peter Kohl bei Lanz über den Mann, der die Bundesrepublik 16 Jahre lang regierte. „Aber an diesem Tag, in dieser Woche, war er vollkommen handlungsunfähig.“ Knapp drei Jahre später, im April 2004, habe er von der neuen Frau an der Seite seines Vaters erfahren. „Wir haben uns eigentlich gefreut, dass er jemanden gefunden hat, der sein Leben begleitet“, sagt Walter Kohl. „Weil unser Vater, wie viele andere starke Männer auch, ein Mann ist, der eine starke Frau braucht“. Doch diese Freude schlägt nach Darstellung der beiden Söhne schnell ins Gegenteil um. Peter Kohl erzählt von einem Besuch in der Wohnung von Maike Richter. „Es war eine Wohnung voller Helmut-Kohl-Fanartikel, als ob da jemand zehn Jahre lang Sachen von Helmut Kohl gesammelt hat, sein Leben darauf ausgerichtet hat, diesen Mann anzuhimmeln, zu bejubeln. Das hat mir ein mulmiges Gefühl gegeben seinerzeit.“ Gespräche mit Richter seien unmöglich gewesen. „Jedes Gespräch ist eine Lobhudelei über meinen Vater. Wie die Propaganda-Abteilung“.

 
 

„Wir haben von der Hochzeit aus der Zeitung erfahren“

 

Ob dieser Eindruck stimmt, ist schwer zu beurteilen. Sicher ist: Ein allzu gutes Image hat Maike Kohl-Richter in der Öffentlichkeit nicht. Sie trage Schmuck und Hosenanzüge der verstorbenen Ehefrau, heißt es. Sie sperre alte Weggefährten Kohls aus, verhindere um jeden Preis eine Kontaktaufnahme mit dem sehr altersschwachen Altkanzler. So stellen es Wegbeleiter und Journalisten dar, so sagte es auch Peter Kohl zuletzt erneut im Interview, auch bei Lanz wiederholt er die Vorwürfe. Wenn der Selbstmord von Hannelore Kohl die erste Wegscheide für die Kohls war, so ist ein schwerer Sturz des Altkanzlers im Jahr 2008 offenbar die zweite. Noch in der Reha-Klinik heiraten Richter und Kohl. „Es wurden Fakten geschaffen“, erzählt Walter Kohl bei Lanz. „Peter und ich haben beide von der Hochzeit aus der ,Bild‘-Zeitung erfahren.“ Danach, so stellen es die Söhne dar, ist nichts mehr, wie es war. {Quelle: www.focus.de}

 
 
 
 
 

Diese Kohls

Geschichten von der bösen Stiefmutter

 

Vorwürfe, Intrigen, Entfremdung: Die Söhne Helmut Kohls streiten sich öffentlich mit der zweiten Frau des Altkanzlers, Maike Richter. Ein Kampf, aus dem alle Beteiligten als Verlierer hervorgehen.

 

Ehrliches, aus dem Herzen kommendes Lob ist für wirklich Mächtige das Labsal schlechthin. Für Helmut Kohl trug es nach der Jahrhundertwende den Namen Maike Richter. Es gibt bei ihr einen Punkt im Leben, der nicht gewürdigt wird. 2000, als die CDU Helmut Kohl stürzte, zog auch ihr damaliger aufstrebender Chef daraus Konsequenzen. Es war Friedrich Merz, in dessen Bundestagsbüro Frau Richter arbeitete. Friedrich Merz galt als der kommende Mann. Maike Richter, damals 36, kündigte bei ihm. Nicht im Streit, aber ihre Treue zum geschassten Helmut Kohl war ihr wichtiger als die Nähe zu einem möglichen künftigen Bundeskanzler. Was das für Helmut Kohl bedeutet hat, kann man nur erahnen; gewusst hat er wohl davon. Sein Sohn Peter Kohl schreibt im Vorwort zur Neuauflage seiner Biografie Hannelore Kohls, dass die Liebesbeziehung zu Maike Richter damals bereits bestanden habe könnte. „Ein engster Vertrauter unseres Vaters – jedoch kein Angestellter oder Beamter – datiert den Beginn der Beziehung mit Maike Richter auf die zweite Hälfte der 90er-Jahre.“ Mit Geld lässt sich nicht aufwiegen, was es für Helmut Kohl geheißen haben würde zu wissen: Es setzt jemand für mich wegen meines Machtverlusts die Karriere aufs Spiel, statt sie gegen mich zu retten.

 

 

Trost, wie es ihn kein zweites Mal gibt

 

Henry Kissinger hat einmal gesagt, Macht sei das wahre Aphrodisiakum, und er bezog das auf den Drang hin zu Mächtigen. Der Drang hin zu einem machtlos Gewordenen, wie es Maike Richter mit ihrer Kündigung demonstrierte, ist für solche frisch vom Thron Gestoßene ein Trost, wie es ihn auch kein zweites Mal gibt. Kaum irgendwo herrscht eine realistische Vorstellung davon, was wirklich Mächtige in ihrem eigenen Empfinden durchmachen, wenn sie die ersehnte Macht tatsächlich errungen haben, und was es bedeutet, sie wieder zu verlieren. Sie ist ja ganz anders, die wahre Macht, so völlig anders, als in der Fantasie erträumt. Fäden ziehen, alles wissen dürfen: Das ist die Kindheitsillusion von Einfluss. Wahre Macht zeigt sich als düsteres Labyrinth, als ungewisses Kräftemessen, als Gefahr an jeder Wegkurve – und vor allem darin, dass Entscheidungen auf dieser Ebene nicht mehr korrigierbar sind. Am wenigsten gewürdigt wird die ungeheure nervliche Wirkung unumkehrbarer Macht – das Wissen um verhängnisvolle Folgen, wenn man unter Stress eine einzige falsche Entscheidung trifft. Wahre Macht heißt: Es gibt niemals eine klare Alternative. Es gibt oft Dutzende, stets mit tausend zwingenden Argumenten, und es gibt etliche andere Mächtige, die währenddessen drohen und locken. Unumkehrbare Macht bedeutet: Unter extremem Zeitdruck hat jeder falsche Schachzug einen unkalkulierbaren Preis. Besserwisser, die genau zu wissen glauben, welcher einzige Weg heil über brüchiges Eis führt, scheitern nach einem Monat im Amt. Es hat bei Helmut Kohl Situationen gegeben, da hat er zur nervlichen Entlastung nur noch gebrüllt. Lob für vermiedene Verhängnisse gibt es nie. Davon kann auch Angela Merkel manches berichten.

 

 

Archiv, Museum und Weihestätte

 

Kann man sich vorstellen, was Helmut Kohl empfand, als er wusste, wie Maike Richters Berliner Wohnung von innen aussah? Sein Sohn Peter Kohl schildert sie aufgrund eines Kurzbesuchs 2004 so: „Ich war in eine Art privates Helmut-Kohl-Museum geraten! Wo man auch hinschaute, hingen oder standen Helmut-Kohl-Fotografien. Es gab gemeinsame Bilder, Bilder mit anderen Menschen, Bilder mit Widmungen, Wahlkampf-Memorabilia, einen unter Glas und Passepartout gerahmten Brief mit seiner Unterschrift und sonstige Helmut-Kohl-Artefakte. Das Ganze sah nach jahrzehntelanger, akribischer Sammelleidenschaft zum Zwecke der Heldenverehrung aus, wie man es vielleicht auch von Berichten über Stalker kennt.“ Oder aus einer amerikanischen Präsidentenbibliothek. US-Präsidenten verfügen am Lebensabend über eine solche spendenfinanzierte Einrichtung, eine Mischung aus offiziellem Archiv, Museum und Weihestätte. Helmut Kohl stand eines Tages in Houston vor der imposanten Bibliothek, mit der das Lebenswerk seines Freundes George H.W. Bush geehrt wird. Kohls Gesichtsausdruck habe die Sehnsucht ahnen lassen, in Deutschland als Vater der Einheit auch einmal so geehrt zu werden, und die Wehmut gespiegelt, dass das nie geschehen würde. Aber es gab 2004 die schwärmerische Wohnung Maike Richters. Wer über deren mögliche Wirkung auf den Witwer Kohl richten möchte, mag vorher die Verantwortungslast getragen haben, die dieser 1982 bis 1998 trug.

 

 

Kanzlergattin bringt zahllose emotionale Opfer

 

Für Hannelore Kohl hatte diese Last eine eigene Tragik; aber anders, als es billige Betrachtungen suggerieren. Ob sie gewusst hat, dass es Maike Richters Wohnung gab? Sie war eine kluge, intuitive, lebenserfahrene Kanzlergattin, eine der besten, die Deutschland je hatte, und in einer solchen Lage kommt sehr vieles Wahres und Unwahres zu Ohren; eine Kanzlergattin bringt in vielerlei Hinsicht zahllose emotionale Opfer. Anerkennung ist deshalb auch hier sehr am Platze, und genauso selten. Lob dafür, was sie offiziell leistet, mehr noch aber Lob dafür, was sie inoffiziell ist – politische Vertraute, Beraterin, jahrzehntelange Helferin im Kampf gegen Verhängnisse, Ohrenzeugin von Gerüchten und Gehässigkeiten aller Art. Lob für das ehrenamtliche Engagement hat Hannelore Kohl viel erhalten. Nur galt das bei der CDU-Parteispendenaffäre 2000 plötzlich nicht mehr viel, und es fehlte an Anerkennung für die nervenaufreibende Aufgabe, einen Bundeskanzler zu stützen, zu ermutigen, zu bremsen.

 

 

 

Seine Frau öffnete Kohl den Blick für Ostdeutschland

 

Peter Kohl schreibt: „Hannelore machte Helmut Kohl, so wie wir ihn kannten, möglich.“ Die gebürtige Leipzigerin hat den Vater der Einheit Helmut Kohl in einem sehr politischen Sinn möglich gemacht. Ohne Hannelore Kohls Leipziger Weltsicht wäre der Pfälzer Helmut Kohl womöglich viel zu sehr Richtung Frankreich orientiert gewesen, um 1989 die deutsche Einheit zu wagen, ähnlich wie Oskar Lafontaine. Es war Hannelore, die das Bewusstsein für ein Deutschland jenseits von Werra und Stacheldraht in der Familie Kohl verankerte. Der Autor dieses Textes hat das Ende 1996 einmal in einer Hannelore-Kohl-Notiz so beschrieben, im „Rheinischen Merkur“, einer von drei Periodika, die Helmut Kohl freitags mit nach Ludwigshafen nahm. Ein Jahr später, beim Presseabend eines CDU-Parteitags, wurde man zufällig gewahr, wie in rund 20 Meter Entfernung jemand Hannelore Kohl auf den Verfasser der Notiz aufmerksam machte. Hannelore Kohls Blick ruhte für einige Momente voll leuchtender Dankbarkeit auf ihm, einer Dankbarkeit, die fast betroffen machte. Es gab nie ein Gespräch darüber, aber das sichere Empfinden, der Blick sei ein Indiz dafür, wie sehr Helmut Kohls Frau ihren Part im Labyrinth wirklicher Macht ebenso gewürdigt zu sehen hoffte wie ihr Mann. Es kam aber stattdessen die Ächtung nach der Parteispendenaffäre.

 

 

Hannelore Kohls „Gefühl der Sinnlosigkeit“

 

Am vergangenen Donnerstag haben ihre Söhne bei Markus Lanz im ZDF erstmals angedeutet, weshalb es im Sommer 2001 zum Freitod gekommen sein könnte. Hannelore Kohl, sagte Peter Kohl, habe „in einer psychologischen Zwangslage gelebt. Es war eine sehr üble Verkettung von einem Gefühl der psychologischen Bedrohung“. Seine Mutter habe davon gezehrt, dass sie neben ihrem Ehemann „vielen Menschen hilft, Gutes tut, und deswegen persönlich dafür anerkannt wird und immer auch als separate Persönlichkeit betrachtet wird. Und am Ende ihres Lebens, und das ist für mich der definierende Punkt, der sie über die Klippe gestoßen hat, war ihr Glaube, dass sie nichts wert sei, und das, was sie getan hatte, nichts wert sei.“ Hannelore Kohl habe „ein Gefühl der Sinnlosigkeit gehabt in dem, was sie jahrzehntelang gemacht hat, weil man praktisch nicht mehr anerkannte, was sie für andere Menschen geleistet hat“.

 

Hinzu kam Helmut Kohls Heimatlosigkeit, die Peter Kohl so umreißt: „In den 90er-Jahren habe ich ihn gelegentlich gefragt, was er denn nach Abschluss seiner aktiven Politikerkarriere mit sich anzufangen gedenke. Er konnte sich diese Frage nie selbst beantworten.“ Im ZDF schilderte Peter Kohl zudem noch einmal, unter welch wahnsinnigem permanenten Druck eine Politikergattin im Zentrum der Macht steht. 1977, am Abend der Auffindung des von der RAF ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer, „schauten wir gemeinsam Fernsehen mit unserer Mutter, ich kann mich auch noch genau an das Fernsehprogramm erinnern. Dann wurde das Fernsehprogramm unterbrochen, da kam diese Sondernachrichtensendung, und meine Mutter ist zusammengebrochen. Fing an zu schreien. Es war ein ganz ganz schrecklicher Abend. Sie war vollkommen außer sich.“ Walter Kohl ergänzte aus seiner damaligen Sicht: „Wenn die Mutter schreit und weint, heißt das ja, es gibt eigentlich keine Hoffnung“. Das Leben im Labyrinth, das nach einem Wahlabend auf den Sieger wartet, die tagtägliche Anomalie, die Macht und Weltpolitik nun einmal bedeuten: Hannelore Kohl hat sie gut kennengelernt, so wie ihr Mann.

 

 

 

 

Maike Kohl-Richter steht spürbar unter Druck

 

Und nun lernt Maike Kohl-Richter diese Anomalie kennen – anders als Hannelore Kohl, aber in gewisser Hinsicht fast ebenso herausfordernd. Wie schwärmerisch, mit welchem Weltbild auch immer sie die Beziehung eingegangen ist: Die Realität des Machtlabyrinths hat sie eingeholt. Aus einer frohgemut wirkenden Frau ist binnen weniger Jahre jemand geworden, die spürbar unter Verantwortungsdruck steht. Ihre Energie und Widerstandskraft zu unterschätzen wäre leichtfertig. Maike Richter hat während Kohls Kanzlerschaft vier Jahre in der Wirtschaftsabteilung der Regierungszentrale gearbeitet. Was das heißt, lässt sich so zusammenfassen: Arbeit ohne Ende. Andere sehen danach verbraucht aus, Maike Richter bewahrte ein junges, willensstarkes Gesicht. Heute hat sie einen forschenden, erkenntnisgeprägten, manchmal hart wirkenden Ausdruck. Der schwere Treppensturz Helmut Kohls 2008 war in der Ehe nicht vorgesehen, er hat alles geändert und fordert Tribut. Helmut Kohl ist zwar ein Mann von enormer Selbstdisziplin. 2006 in Washington, vor der großen Knieoperation, war bei ihm beim Gehen manchmal ein Zucken zu bemerken, ein kurzes Innehalten – das war die ganze äußerliche Reaktion darauf, dass in beiden Kniegelenken mit höllischem Schmerz direkt Knochen auf Knochen scheuerte.

 

Aber die Betreuung des lebensgefährlich gestürzten Helmut Kohl ist nicht allein mit Disziplin zu bewältigen. Es geschehen Dinge, die unplanbar sind. Zermürbende Situationen treten auf, Machtlosigkeit und drohende Überforderung. Man macht Fehler. Darüber ist im Vertrauen einiges zu hören, manches aus naher Anschauung, anderes vom entfernteren Hörensagen; manchmal mit spürbarer Skepsis, dann wieder mit Empathie. Manche, wie Helmut Kohls langjähriger Fahrer und Helfer Ecki Seeber oder der Fotograf Konrad Müller, machen ihre Enttäuschung öffentlich. Nun reden auch beide Söhne Helmut Kohls. Sie werfen Maike Kohl-Richter vor, das Andenken an Hannelore Kohl auslöschen zu wollen, und sie werfen ihr vor, Helmut Kohl von allen Gefährten und Angehörigen zu entfremden. Sie deuten die Vermutung an, beim schweren Treppensturz habe sie vermeidbare Fehler gemacht, mit medizinisch tragischer Folge. Die Metapher von der bösen Stiefmutter lebt auf. Von Herrschaftssucht ist die Rede. Das Vorwort zu Peter Kohls Buch liest sich wie Peter und die Wölfin.

 

 

Am Ende gibt es nur Verlierer

 

Helmut Kohl hat zu seinen Kanzlerzeiten frühere Vertraute ohne einen für sie erkennbaren Grund fallen gelassen. Das Verhältnis zu seinen Söhnen war vor dem Treppensturz bereits kompliziert. Nach diesem Sturz sagte er mehrmals, ohne Maike Kohl-Richter wäre er wohl nicht mehr am Leben. Es gibt aber eben nicht nur eine einzige wahre Realität. Im Leben wird nicht alles, was geschieht, begründet, nicht alles ist begründbar, und viele glauben sich im Recht. Verletzte Gefühle verändern die Lage, Macht verändert Menschen. Auch Deutungsmacht tut das. Maike Kohl-Richter verfügt jetzt über Deutungsmacht, und sie ist ihr zugleich ausgesetzt. Lob ist kaum darunter. Es wäre wahrscheinlich leichtfertig zu glauben, an ihr ginge so etwas spurloser vorüber als an ihren Stiefsöhnen. Das Labyrinth um Helmut Kohl besteht nicht nur aus medizinischen, sondern auch aus sehr politischen Irrgängen. Ein Kampf um die Macht, der realen Macht wie ihrer Ausdeutung, ähnelt sehr einem wirklichen Kampf. Ausgefeilte Pläne werden rasch Makulatur. Worte erzeugen Gegenworte und Schritte Gegenschritte, alles verkeilt sich bald in unvermuteten Wirkungen aus unerwarteter Ecke, und am Ende gibt es nur Verlierer. In Ludwigshafen scheint das inzwischen fast mit Händen greifbar zu werden. {Quelle: www.welt.de –  Von Torsten Krauel}

 

 

 

 

2 Responses to “Die Kohl-Söhne und ihre böse Stiefmutter”

  1. carlos Says:

    …Was kann der Mensch gegen solchen Hass ausrichten?
    Immer wieder lese ich Nachrichten von neuen Terrorakten durch den Islam (jüngst die barbarischen Verbrechen in Toulouse) und frage mich, wie Menschen zu solchen Grausamkeiten, jenseits aller Rechtfertigung und Ratio, in der Lage sind.

    Etwa zur selben Zeit wird meine Nichte Clara (noch 12) von 5 Türken überfallen, vergewaltigt und verstümmelt.

    WIR DÜRFEN DIESE TERRORISTEN NICHT LÄNGER INNERHALB UNSERER GRENZEN TOLERIEREN!!!!

    • carlos Says:

      Zitat:
      Sie sind also nahe mit der Familie befreundet?

      von Claudia Kierow

      Sozusagen ihre Vertrauten? Denn nur dann können Sie so urteilen. Die jetztige Ehefrau von Kohl sagt nichts, Kohl sagt auch nichts, kann vielleicht auch gar nichts mehr sagen. Hier zu behaupten, dass die Kinder sich nicht um Familie und Eltern gekümmert haben, das ist eine Unterstellung. Bekannt ist im Übrigen, dass die Familie Kohl bis zu Hannelore Kohls Tod ein enges Verhältnis hatte, das vor allem der Mutter zuzuschreiben war. Um ihre Eltern können sich die Kohl-Söhne nicht mehr kümmern. Die Mutter lebt nicht mehr, die jetztige Frau scheint, Medienberichten zu Folge, keinen Kontakt zum Vater zu erlauben. Wir wissen nicht, was wirklich los ist, aber Ihr Urteil erscheint mir verächtlich und urteilend ohne Grundlage.

      Ja wenn die Mutter fehlt kann einges schief laufen……


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