kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die unter dem Zorn Gottes bleiben 2. März 2013

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 20:29

Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm

(Johannes 3:36).

 

 

Bevor der „Totenmonat“ November, in dem es um Vergänglichkeit und Tod geht, jetzt bald zu Ende geht, sollte noch einmal darüber nachgedacht werden, was die letzte Ursache für Vergänglichkeit und Tod ist. Man hat sich in diesem Monat, in einer Themenwoche, im Fernsehen und im Hörfunk mit dem Thema „Tod“ befasst.  Ich habe nicht alles gesehen und gehört, was da gesendet wurde – aber ich möchte behaupten, dass auch in den Sendungen, die ich nicht gesehen oder gehört habe, der Kern der Sache – der eigentliche Grund für Tod und Vergänglichkeit – nicht erwähnt wurde. Dies weil Tod und Vergänglichkeit als etwas völlig Normales betrachtet wird, weil das Sterben nach „moderner theologischer Auffassung zum Leben dazu gehört und in dieses integriert werden müsse“. Und so blieb das, was ich mitbekam, mehr an der Oberfläche des allgemein Mitmenschlichen, wonach jeder das so sehen kann, wie er möchte, weil es nichts Richtiges und auch nichts Falsches gibt.

 

 

 

 

Auch hier ist es so, „dass Bibelleser mehr wissen“, denn die Bibel gibt uns dazu die richtigen und zutreffenden Antworten. Es fängt mit der Auskunft Gottes an die ersten Menschen an, dass sie sterben müssen, wenn sie vom Baum der Erkenntnis essen.  Dieses Essen vom Baum der Erkenntnis, das Sein wollen wie Gott, war die eigentliche Ursünde, die zur Trennung von Gott führte und dessen Folgen über alle Nachkommen gekommen ist (Erbsünde oder besser Ursünde). Seitdem erfährt jeder den Tod, und die Schrift sagt uns, dass der Tod der Sünde Sold ist. Eigentlich ist das ganz folgerichtig. Sünde = Trennung von Gott, als der Quelle des Lebens. Und so wie die elektrische Lampe ausgeht, wenn sie sich vom Strom „emanzipiert“ – und dass auch dann, wenn sie einen aufladbaren Akku hat – stirbt auch der Mensch, wenn er sich von Gott emanzipiert.

 

Wir lesen dann viel vom Zorn Gottes, der sich einmal gegen einzelne Personen, dann aber auch gegen die Menschheit als Ganzes richtet. Im Psalm 90, 7 heißt es dazu, „das macht dein Zorn, dass wir so vergehen, und dein Grimm, dass wir so plötzlich dahin müssen.“ Und in Epheser 2, 3 steht unter anderem: „und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern“. Ich kann jetzt nicht alle Verse anführen, die sich mit dem Zorn Gottes befassen, nur so viel ist sicher: Der natürliche Mensch steht unter dem Zorn Gottes und Jesus Christus ist es, der uns vom Zorn Gottes freimachen kann und deshalb kann Paulus im 1. Thessalonicher 5, 9 schreiben: „Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, das Heil zu erlangen durch unsern Herrn Jesus Christus“. Ein schrecklicher Gedanke: Zum Zorn bestimmt zu sein und Gott gegen sich zu haben. Und Jesus fasst das in dem Wort zusammen, das der heutigen Andacht zugrunde liegt.

 

 

 

 

In der Offenbarung steht ganz klar und eindeutig vom großen Tag des Zornes Gottes, von Seinen Zornesgerichten und von einer ewigen Gottesferne geschrieben. Wobei der Zorn Gottes nicht mit dem Zorn gleichzusetzen ist, den Menschen empfinden, wenn sie vor Zorn „ausrasten“. Zorn Gottes bedeutet so viel wie Gott gegen sich zu haben, also in Ungnade gefallen zu sein und die Folgen tragen zu müssen. Aber das scheint niemanden zu interessieren. An wenigsten die berufenen Verkünder, die das den Leuten klipp und klar sagen müssten, das aber nicht tun, sondern stattdessen einen weichgespülten Schmuse- und Softiegott verkünden. Und nicht nur das: Sie lehnen oftmals entschieden alles ab, was mit Hölle und Verdammnis zu tun hat, „weil dies ein überholtes mittelalterliches Weltbild sei, dazu angetan die Menschen zu ängstigen und gefügsam zu machen“.

 

Wir wissen nicht, wie Gott richten wird, weshalb auch wir niemanden richten. Aber es ist zu befürchten, dass man sich mit solcherart „Verkündigung“, nochmal ganz besonders, den Zorn Gottes zuzieht, weil man mitschuldig am Verderben vieler wird. Denn wer die Hölle unterschlägt muss sich auf böse Überraschungen gefasst machen. „Es werden nicht alle ins Himmelreich kommen, die zu mir Herr, Herr sagen, sondern die den Willen tun, meines Vaters im Himmel“, sagt Jesus. Ständig das Wort „Gott“ im Mund zu führen und salbungsvoll, angepasst zu predigen, wird sicher nicht reichen. Auch das lasst uns bedenken und mit der Korrektur zuerst bei uns anfangen und im Übrigen Zeugnis für die vollständige Botschaft des Evangeliums, mit allen Haken und Ösen, zu geben.

Jörgen Bauer auftanken@evangelium.de

 

 

 

2 Responses to “Die unter dem Zorn Gottes bleiben”

  1. Erich Foltyn Says:

    also Gott gegen sich zu haben, in Ungnade gefallen zu sein und die Folgen tragen zu müssen, wo kann man denn das sehen ? Die Leute fühlen sich pudelwohl, wenn sie auf die Kirche und Gott schimpfen.

  2. Das Himmelreich ist wie ein Schatz

    Die bereits oben angeführte Gottesdienstbotschaft vom Himmelreich als einem Schatz im Acker fasste der Stammapostelhelfer wie folgt zusammen:
    Der Schatz
    ist das Himmelreich, die Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus und schließlich Jesus Christus selbst. Der Wert dieses Schatzes ist unermesslich groß. Der Mensch kann seine Erlösung weder kaufen noch verdienen. Allein durch Gottes Gnade ist es ihm möglich, in die Gemeinschaft mit Gott zu gelangen.

    Ich möchte einmal zurückblicken auf das Geschehen an Karfreitag und Ostern. Es berührt immer wieder die Herzen, wenn wir uns mit der Ostergeschichte und mit den Begebenheiten beschäftigen, die damals geschahen. Man kann sich etwas hineindenken in die Situation der Menschen damals: Was mögen wohl die Frauen empfunden haben, als sie zum Grab kamen? Was die vollkommen überraschten Jünger, als die Frauen ihnen die Botschaft der Auferstehung brachten?

    Da heißt es, dass sie, die Frauen, eilends davongingen, weg vom Grab mit Furcht und großer Freude. Furcht und Freude – das passt ja auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammen! Aber doch kann man sich das vorstellen. Sie waren hin- und hergerissen, sie konnten das noch nicht ganz einordnen, was dort geschehen ist. Es ist schon verständlich, dass sie da ein Wechselbad der Gefühle empfunden haben mögen.

    Furcht wird dadurch ausgelöst worden sein, weil die Frauen noch nicht gleich verstanden, was da vor sich gegangen ist. Ihr Herr und Meister ist einen grauenvollen Tod, den Tod eines Verbrechers, gestorben, von aller Welt und selbst von Gott verlassen. Tiefe Niedergeschlagenheit hatte sich auf die Jünger und die Frauen gelegt. Dann, drei Tage später, kamen – nach dem Bericht des Matthäusevangeliums – die beiden Frauen, Maria von Magdala und eine andere Maria, an das Grab. Der Stein, den niemand wegzuwälzen imstande war, wird von einem Engel weggerollt; das Grab war leer. Die Ordnungsbehörden hatten das Grab nämlich bewachen lassen, den Stein davor geschoben und ihn versiegelt. Erst der Engel eröffnete den beiden Frauen die Botschaft, dass der Herr auferstanden sei. Jetzt trat zur Furcht ob der unvorhergesehenen Ereignisse die Freude über die Auferstehung des Herrn. Dann trat ihnen der Auferstandene selbst entgegen und schickte sie zu den Jüngern, die Botschaft auszurichten.

    Dass das Grab leer war, hatten die Wachen der jüdischen Obrigkeit gemeldet. Die haben daraufhin das Gerücht ausgestreut, die Jünger Jesu hätten den Leichnam ihres Herrn gestohlen. Es gab also schon damals Gedanken des Zweifels, des Unglaubens – man suchte andere Erklärungen für das Geschehen an Ostern.

    In der heutigen Zeit kommen Fragen auf. Der Mensch ist gewohnt, alles zu hinterfragen. Das ist auch gut so, denn sonst gäbe es keinen Fortschritt in der Wissenschaft, keine medizinischen Hilfestellungen, keine Ausbildung junger Menschen in Schule, Beruf und Universität. Das Fragen macht aber nicht halt vor biblischen Begebenheiten, es macht auch nicht halt vor der Auferstehung. Da gibt es die Meinung der Naturwissenschaft, dass ein Toter nicht wieder lebendig werden kann: er wird nicht auferstehen. Das ist eine Meinung, die aber nicht mit dem Eingreifen Gottes rechnet. Denn die Bibel bezeugt eindeutig das Eingreifen Gottes: Er hat Jesus Christus vom Tode auferweckt! Selbstredend war niemand dabei, als der Herr auferstanden ist; doch er hat sich gezeigt, er ist gesehen worden, was in der griechischen Ursprache des Neuen Testamentes dasselbe ist: er hat sich gezeigt, er wurde gesehen. Da ist kein Platz für Zweifelsgedanken.

    Nun möge aber in der heutigen Zeit die Osterfreude überwiegen und der Friedensgruß des Herrn möge auch heute wieder lebendig erschallen: „Friede sei mit euch!“ Alle Herzen mögen erfüllt werden mit dem Frieden des Herrn und der Freude an der Auferstehung!


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