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Bayern nehmen Abschied von seiner Heiligkeit Papst Benedikt 27. Februar 2013

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 20:16

Tausende Pilger sind am Mittwoch nach Rom gekommen, um an der letzten Generalaudienz von Papst Benedikt teinzunehmen. Unter ihnen sind viele Katholiken aus Bayern.

 

 

Rom:  Auf dem Petersplatz in Rom hat am Mittwochvormittag die letzte Generalaudienz von Papst Benedikt XVI. begonnen. Dazu versammelten sich unter blauem Himmel und bei strahlendem Sonnenschein Zehntausende Menschen vor dem Petersdom, darunter zahlreiche Pilger aus der bayerischen Heimat des Papstes. Zu Beginn der Audienz fuhr Benedikt ein letztes Mal mit dem Papamobil durch die Menge. Nach der Audienz wollte das katholische Kirchenoberhaupt im Apostolischen Palast noch einige Politiker empfangen, darunter den slowakischen Präsidenten Ivan Gasparovic und den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU). Am Donnerstagabend (28. Februar, 20.00 Uhr) scheidet Benedikt XVI. als erster Papst der Neuzeit freiwillig aus dem Amt. {Quelle: www.abendzeitung-muenchen.de}

 

 

 

 

 

 

Letzte Generalaudienz

 

Papst dankt den Gläubigen zum Abschied

und betet für alle

 

 Unmittelbar vor seinem Rücktritt hat sich Papst Benedikt XVI. mit einer emotionalen Ansprache und unter dem Jubel der Gläubigen von der Öffentlichkeit verabschiedet.

 

Rom (dpa): In seinem Pontifikat habe es Zeiten mit hohem Wellengang und Gegenwind gegeben, sagte er am Mittwoch in seiner Ansprache auf dem Petersplatz. «Es war für die Kirche eine Wegstrecke, bei der es Momente der Freude und des Lichtes gab, aber auch nicht einfache Momente». Papst Benedikt betonte, nach seinem Rücktritt in Zukunft weiter der Kirche dienen zu wollen und schloss eine Rückkehr ins Privatleben aus. Bei seiner letzten Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom jubelten dem gerührten Benedikt bis zu 150 000 Pilger zu. Am Donnerstag um 20.00 Uhr endet Benedikts Amtszeit. Gegen 17.00 Uhr fliegt er mit einem Hubschrauber zur päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo vor den Toren Roms, die zunächst seine Heimstatt sein wird. Papst Benedikt zog kurz vor dem Ende seines fast achtjährigen Pontifikats noch einmal Bilanz. «Der Herr gab uns so viele Tage der Sonne und der leichten Brise, Tage, in denen der Fischzug wirklich reich war», sagte er. «Aber es gab auch Momente, in denen wir hohen Wellengang und Gegenwind hatten, wie in der ganzen Geschichte der Kirche.» Der Herr habe ihn geführt, betonte der gebürtige Bayer: «In Zeiten der Freude und des Lichts, aber auch in schwierigen Zeiten».

 

 

Der Papst bedankte sich bei allen, die seinen vor gut zwei Wochen angekündigten Rücktritt mit Respekt und Verständnis aufgenommen haben. «Ich habe diesen Schritt im vollen Bewusstsein darum, wie schwerwiegend und auch wie neu er ist, getan.» Die Entscheidung sei zum Wohl der Kirche gefallen. Benedikt ist der erste Papst der Neuzeit, der zurücktritt. Er hatte den Schritt mit schwindenden Kräften begründet. Papst Benedikt würdigte auch seine Mitarbeiter, die für ihn während des fast achtjährigen Pontifikats ein sicherer Halt gewesen seien. «Ein Papst scheint allein, aber er ist nicht allein, wenn er das Schifflein Petri lenkt.» Er bedankte sich für die vielen Zeichen der Freundschaft. «Der Papst ist nie allein, das erfahre ich jetzt noch einmal auf so großartige Weise, dass sie wirklich ans Herz rührt». Er zeigte sich beeindruckt von der Stimmung auf dem Petersplatz, auf dem die Menschen Fahnen schwenkten und ihm mit «Benedetto-Rufen» zujubelten. «Ich bin wirklich bewegt», sagte er. Immer wieder wurde Benedikt bei seiner Ansprache vom Jubel der Gläubigen unterbrochen. Er dankte den katholischen Christen in aller Welt und schloss auch alle anderen Menschen in sein Gebet ein.

 

 

 

 

Unter strahlend blauem Himmel feierte die Menschenmasse das Oberhaupt der katholischen Kirche schon vor Beginn der Generalaudienz. Zum Auftakt fuhr Benedikt mit dem Papamobil durch ihre Reihen und grüßte die Gläubigen. Der 85-Jährige hinterlässt eine Kirche mit vielen Baustellen, die nach Missbrauchskandal und «Vatileaks»-Affäre vor großen Herausforderungen steht. «Ich werde weiterhin den Weg der Kirche im Gebet begleiten», bekräftigte er bei der Generalaudienz. Im März soll sein Nachfolger gewählt werden, der Termin für das Konklave ist noch unklar. Die Kardinäle sollen nicht vor Anfang nächster Woche zusammenkommen, um über den Beginn des Konklaves zu entscheiden. In Deutschland werden aus dem Anlass in vielen katholischen Kirchen die Glocken läuten. Zudem gibt es Dankgottesdienste, darunter einen zentralen in der Kathedrale St. Hedwig in Berlin, zu dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet wird. Das scheidende Oberhaupt der Katholiken betonte erneut, der Kirche weiter treu bleiben zu wollen. «Ich kehre nicht ins Privatleben zurück, in ein Leben der Reisen, Begegnungen, Empfänge, Konferenzen», sagte Benedikt. Auch seinen vielleicht letzten Tweet verschickte er am Mittwoch. «Mein Wunsch ist es, dass ein jeder von uns die Freude spürt, Christ zu sein und von Gott geliebt zu sein, der uns seinen Sohn geschenkt hat», schrieb er in dem Kurznachrichtendienst.

 

 

 

 

Auch Hunderte Pilger aus Benedikts Heimat Bayern kamen auf den Petersplatz, schwenkten unübersehbar weiß-blaue Fahnen. Dutzende Gebirgsschützen und zahlreiche Trachtler in ihren farbenfrohen Gewändern überbrachten dem Papst Grüße. Eine Blaskapelle aus Traunstein, wo Benedikt einst zur Schule ging, spielte die Bayern-Hymne. Es war Benedikts 348. Generalaudienz. Insgesamt kamen mehr als fünf Millionen Menschen zu den Veranstaltungen. Zahlreiche Kardinäle aus aller Welt nahmen an der Audienz teil. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagt bei seiner kurzen Begegnung mit Benedikt, Bayern und Deutschland seien ihm «sehr, sehr dankbar». Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, sagte: «Dieser Tag erfüllt uns natürlich mit Wehmut, denn Abschied bedeutet auch immer Trauer.» Er lobte Benedikt als «Brückenbauer», der die Kirche «entscheidend geprägt» habe. {Quelle: www.wn.de}

Westfälische Nachrichten

 

 

2 Responses to “Bayern nehmen Abschied von seiner Heiligkeit Papst Benedikt”

  1. …Gebet aus Dankbarkeit für Papst Benedikt und für einen guten neuen Papst

    Herr Jesus Christus,
    wir beten heute für unseren Papst Benedikt XVI., der in einem ungewöhnlichen Schritt seinen Rücktritt erklärt hat.

    Wir danken Dir für den aufopferungsvollen Dienst dieses bescheidenen und klugen Arbeiters im Weinberg des Herrn.

    Wir bitten Dich um Deinen Beistand für seine letzten Tage im Pontifikat und für die darauf folgende, zurückgezogene Zeit.

    Gütiger Gott, wir wollen nicht nur für Benedikt XVI., sondern auch für die ganze Kirche beten.

    Wir wollen die Heilige Kirche der Sorge des höchsten Hirten, unseres Herrn Jesus Christus, anempfehlen.

    Wir bitten seine heilige Mutter Maria, damit sie den Kardinälen bei der Wahl des neuen Papstes mit ihrer mütterlichen Güte und Weitsicht beistehe.

    Herr, sende Deinen Heiligen Geist!

    Die katholische Kirche ist Papst Benedikt zu höchstem Dank verpflichtet und auch ich danke ihm von Herzen.
    Gott ist die Liebe, Gott ist aber auch die Wahrheit und die Vernunft. Benedikt XVI hat dies zusammengeführt, was allein nicht bestehen kann, was in jeweils isolierter Sicht die Größe Gottes auf menschliche Bedürfnisbefriedigung herabziehen würde.

    Nein, der Mittelpunkt und der Endpunkt des Lebens ist Gott, und ich hoffe auch ein Nachfolger wird dies in aller Klarheit herausstellen. Für die Kardinäle des Konklaves erbitte ich auf die Fürsprache der Muttergottes, daß ihre Herzen weich werden und sich weiten mögen, so daß sie das Wirken des Hl. Geistes zulassen und verstehen. Amen.

  2. carma Says:

    sehr lustige aktion in der votivkirche/wien: http://ib-oesterreich.at/?p=225


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