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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Naher Osten trocknet aus 15. Februar 2013

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 16:57

Hor al-Hammar im Irak: Ausgetrockneter Garten Eden

Wassermangel wird dramatischer

 

An den Strömen Euphrat und Tigris ist innerhalb von sieben Jahren die unvorstellbare Menge von 144 Kubikkilometern Wasser verloren gegangen. Weite Teile des Iraks, Syriens, Irans und der Türkei sind von Wasserarmut bedroht. Verursacher sind vor allem die Menschen.

 

Die Süßwasser-Reserven in weiten Teilen des Nahen Ostens gehen zum Teil dramatisch zurück. Zu diesem Schluss kommt ein US-amerikanisches Forscherteam nach der Auswertung von Nasa-Satellitenbildern aus den Jahren 2003 bis 2010. Entlang der Flüsse Euphrat und Tigris gingen in diesem Zeitraum Reserven mit einem Volumen von 144 Kubikkilometern verloren. Das entspricht der Wassermasse des Toten Meeres. Etwa 60 Prozent der Verluste in Teilen der Türkei, Syriens, Iraks und Irans schreiben die Forscher dem übermäßigen Abpumpen des Wassers zur Versorgung der Bevölkerung zu. Das Euphrat-Tigris-Becken hat nach Angaben von Studienleiter Jay Famiglietti von der Universität Kalifornien den weltweit größten Wasserreserven-Verlust nach Indien. Die Satelliten-Daten zeigten ein alarmierendes Tempo des Rückgangs, erläutert Famiglietti. Die Trockenperiode im Jahr 2007 habe dazu stark beigetragen. Wenn Niederschlag ausbleibe, würden die Regierungen in der Region vermehrt auf Grundwasser zurückgreifen. So habe die irakische Regierung in Reaktion auf die Dürre 2007 rund 1000 neue Brunnen graben lassen. Hinzu kämen noch die vielen Brunnen, die Landwirte privat gegraben hätten. Details der Studie werden am Freitag im Fachjournal „Water Resources Research“ veröffentlicht. Am Satelliten-Forschungsprojekt Grace („Gravity Recovery and Climate Experiment“) sind auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln sowie das Deutsche GeoForschungsZentrum in Potsdam beteiligt. {Quelle: www.n-tv.de}

 

 

Bewässerungskanal in Syrien

 

 

 

Satellitendaten: Der Mittlere Osten trocknet aus

 

Satelliten enthüllen einen dramatischen Wasserschwund im Mittleren Osten: In sieben Jahren ist dort in der Erde die dreifache Menge des Bodensees verlorengegangen. Der Kampf ums Wasser verschärfe sich, warnen Wissenschaftler.

 

Hamburg : Im Mittleren Osten wurde die Zivilisation geboren, dort entwickelte der Mensch die Landwirtschaft. Auch die Legende vom paradiesischen Garten Eden wird dort verortet. Voraussetzung für die Entwicklung war ausreichend Wasser. Nun jedoch erlebt die Region ihre schleichende Austrocknung. Seit 2003 sei das Grundwasser der Region an den Flüssen Euphrat und Tigris um 144 Kubikkilometer geschwunden, also um 144 Billionen Liter, berichten Forscher in einer Studie, die am Freitag im Fachmagazin „Water Resources Research“ erscheinen wird. Die Menge entspricht dem dreifachen Wasservolumen des Bodensees. Untersucht wurde ein Gebiet von mehr als der doppelten Größe Deutschlands, das vom Osten Syriens und der Türkei über den Nordirak bis weit nach Iran reicht; es liegt weitenteils im Mittleren, teils auch im Nahen Osten.

 

Die schaurige Entdeckung machten die Wissenschaftler um Katalyn Voss von der Georgetown University in Washington mit den beiden deutsch-amerikanischen „Grace“-Satelliten, die die Erdanziehungskraft messen: Über Regionen erhöhter Schwerkraft wird der erste „Grace“-Trabant plötzlich stärker beschleunigt, er enteilt dem Zwillingssatelliten ein wenig. Radargeräte an Bord ermitteln mikrometergenau den Abstand der beiden Satelliten, GPS-Empfänger bestimmen ihre Position. Es entsteht eine Karte der Erdanziehungskraft. Von Januar 2003 bis Dezember 2009 wurden die beiden Satelliten bei ihren Überflügen über den Mittleren Osten immer weniger stark angezogen; spätere Daten wurden noch nicht ausgewertet. Für die flächendeckende Verringerung der Erdbeschleunigung käme nur eine Ursache in Frage: Im Boden ginge Wasser verloren – pro Jahr 20 Billionen Liter, berichten die Fachleute. Damit gehöre die Region zu den am schnellsten austrocknenden der Welt.

 

 

Heikle politische Fragen

 

Messungen von Radarsatelliten hätten das Ergebnis bestätigt: Radarwellen benötigten immer mehr Zeit für ihren Weg vom Satelliten zur Erde und wieder zurück – ein Indiz dafür, dass der Boden einsinkt. Ursache sei die Entnahme von Grundwasser, schreiben die Forscher. Allein während der Dürre 2007 habe die Regierung des Irak rund tausend Bohrungen veranlasst, um die Reserven im Boden anzuzapfen. Unzählige private Bohrungen seien nicht dokumentiert. Knapp zwei Drittel des verlorenen Wassers stamme aus dem Boden, der Rest aus Seen an der Oberfläche. Die Wassermenge würde ausreichen, hundert Millionen Menschen im Jahr zu versorgen, sagt James Famiglietti von der University of California in Irvine, USA. Die Satellitendaten liefern Zündstoff für heikle politische Fragen: Der Mittlere Osten habe bereits länger mit Wassermangel zu kämpfen, betont Katalyn Voss. Mehrere Länder beanspruchten die Ressourcen. Die Türkei etwa bestimme, wie viel Wasser sie den Flüssen Euphrat und Tigris im Oberlauf entnehme – und damit, was in den Staaten am Unterlauf ankomme. Die verringerte Flussmenge zwinge etwa den Nordirak, vermehrt sein Grundwasser anzuzapfen, sagt Voss. Der Kampf ums Wasser verschärfe die ohnehin bestehenden politischen Spannungen. Die Region bedürfe eines gemeinsamen Wassermanagements, resümieren die Forscher. Mit dem Grundwasser sei es wie mit einem Bankkonto, meint Matthew Rodell von der Nasa, Mitautor der Studie: In schlechten Zeiten dürfe man überziehen. Würde es später aber nicht gefüllt, drohe die Pleite. {Quelle: www.spiegel.de}

 

 

One Response to “Naher Osten trocknet aus”

  1. Ibrahim Says:

    DESHALB UNTERSTÜTZT DAS EUROPÄISCHE BÜRGERBEGEHREN GEGEN DIE PRIVATISIERUNG

    DER WASSERWIRTSCHAFT! DAS IRGENDWELCHE HEUSCHRECKEN AUS DEM SAUDI-ARABISCHEN

    BEREICH DIE PRIVATE WASSERWIRTSCHAFT IN EUROPA KAUFT!

    DIE WASSERWIRTSCHAFT MUSS IN DEN HÄNDEN DER STÄDTE BLEIBEN!

    UNTERSTÜTZT DIE DAS BÜRGERBEGEHREN!

    https://www.verdi.de/themen/internationales/wasser-ist-menschenrecht

    https://www.verdi.de/themen/internationales/wasser-ist-menschenrecht/++co++1d5e28cc-b943-11e1-7bb4-0019b9e321cd

    SAMMELT UNTERSCHRIFTEN! WASSER GEHÖRT IN DIE HÄNDE DER STÄDTE, LÄNDER, DES STAATS!

    STOPPT DEN EUROPÄISCHEN PRIVATISIERUNGSWAHN!


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