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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Libyen: Wegen Evangelisation festgenommen 15. Februar 2013

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 19:05

LIBYEN:Alle Ordensschwestern, abgesehen von den Schwestern in Bengasi, haben den Osten Lybiens verlassen

 

Tripolis – Fidesdienst: „Anlässlich der Jahrestages der Revolution, wäre alles möglich“, so Bischof Giovanni Innocenzo Martinelli, Apostolischer Vikar von Tripolis, mit Blick auf den bevorstehenden zweiten Jahrestag der Revolution, die am 17. Februar in Bengasi begann und zum Sturz des Regimes Ghaddafi führte“. Kritisch ist die Lage insbesondere im Osten des Landes in der sogenannten Kyrenaika mit der Hauptstadt Bengasi, wo verschieden Orden bereits beschlossen haben, die eigenen Mitglieder abzuziehen, nachdem diese Drohungen erhalten hatten (vgl. Fidesdienst vom 31/01/2013). „Alle Schwestern der verschiedenen Orden haben die Niederlassungen in Tobruk, Beida, el Merj und Derna verlassen“, so Bischof Martinelli. „Es sind nur noch die Schwestern der Unbefeeckten Empfängnis von Ivrea dort, die seit langem eine Gemeinschaft in Bengasi haben. Der Apostolische Vikar von Bengasi, Bischof Sylvester Carmel Magro wurden ebenfalls dazu angehalten, dich für diese Tage eine andere Unterkunft zu suchen“, so der Bischof weiter. „Auch in Tripolis, wo die Lage ruhig ist, wurde uns empfohlen wachsam zu sein und nicht auf die Straße zu gehen. Diese Empfehlung wurde an alle europäischen Staatsbürger erteilt. Die Stadt bereitet sich auf freudige Feiern vor, doch es wurden aus Angst vor Attentaten auch besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen“, so der Apostolische Vikar von Bengasi abschließend. {Quelle: www.fides.org}

 

 

 

 

Libyen: Wegen Evangelisation festgenommen

 

Weil sie für den christlichen Glauben geworben haben sollen, sind in der libyschen Hafenstadt Bengasi vier Männer festgenommen worden. Der Geschäftsführer von Open Doors Deutschland, Markus Rode, erklärte gegenüber pro, ob solch eine Verhaftung ein Einzelfall ist und wie es den Christen in dem muslimisch geprägten Land geht. Die Festgenommenen hätten 70.000 Broschüren gedruckt, in denen dazu aufgerufen wird, „zum Christentum zu konvertieren“, berichtete die in Bengasi erscheinende Zeitung „Quryna“ am Mittwoch unter Berufung auf den Koordinator der Sicherheitsbehörden der Stadt, Hussein Ben Hmeid. Die Druckerei sei inzwischen geschlossen worden.

pro: Ist der Vorfall ein Einzelfall oder kommt das öfter vor?

Rode: Solche Meldungen erreichen uns zwar nicht allzu oft, jedoch liegt das daran, dass Evangelisation und Mission in Libyen streng verboten sind. Nach dem Tod des früheren Herrschers Gaddafi hat sich die Situation für die kleine christliche Minderheit nicht etwa gebessert, sondern verschlechtert: zum einen sind Tausende von ausländischen Christen, die in Libyens Industrie gearbeitet haben, geflüchtet. Die meisten sind bis heute nicht zurückgekehrt. Die wenigen Hundert einheimischen Christen, die weitgehend Konvertiten vom Islam sind, müssen ohnehin mit allergrößter Vorsicht vorgehen. Sie können sich nur unter größten Schwierigkeiten versammeln. Sollten sie christliche Schriften verteilen, ist dies lebensgefährlich.

 

pro: Welche Strafe könnte den Männern drohen?

Rode: Das Ziel der Übergangsregierung wie auch der nunmehr gewählten Regierung ist es nach eigener Aussage, eine „Demokratie gemäß der Scharia“ einzurichten. Laut Scharia droht aber jedem, der zum Abfall vom wahren Glauben, also dem Islam, aufruft, die Todesstrafe. Ob diese vollstreckt wird, ist noch eine zweite Frage. Man sollte aber daran denken, dass in diesem Land islamistische Milizen das Recht immer noch rasch in die eigenen Hände nehmen. Nach dem Gesagten gilt allerdings, dass es sich bei den Festgenommenen sehr wahrscheinlich um Ausländer gehandelt hat. Je nach deren Nationalität kann es durchaus sein, dass die „Mittäter“ nach einigen Tagen freigelassen werden. Dass aber unmittelbar die Schließung der Druckerei erfolgte, zeigt, dass es den Behörden ernst ist.

 

pro: Können Christen in Libyen – Libyer und Ausländer – ihren christlichen Glauben frei ausleben? Wie wird das in Zukunft aussehen?

Rode: Darauf kann ich nur mit einem klaren „Nein“ antworten. Es ist in Libyen unmöglich, seinen christlichen Glauben offen zu leben. Selbst die wenigen Ausländer, die geblieben oder wieder zurückgekommen sind, verhalten sich sehr vorsichtig. Da der islamische Extremismus immer stärker wird und sich zunehmend Gehör verschafft, wird die Lage für Christen voraussichtlich immer schwieriger. Dies gilt natürlich erst recht für Konvertiten, denn sie haben nach der Scharia ein todeswürdiges Verbrechen begangen.

 

pro: Von wem geht die Verfolgung der Christen aus?

Rode: Einerseits geht die Verfolgung vom Staat aus, wobei uns nicht viele Gewalttaten berichtet werden, da der überwiegende Teil der Christen das Land verlassen hat. Eine Ausnahme stellt der fehlgeschlagene Anschlag auf den Archimandriten Loakim dar, auf den im April 2012 in Tripolis geschossen wurde. Auch durch Polizei und Geheimdienste erlebt die kleine christliche Gemeinschaft viel Druck, weil sie unter ständiger Beobachtung steht. Zum anderen ist aber auch der Druck durch islamische Extremisten sehr hoch, welche die Gesellschaft islamischer machen. Und für Konvertiten stellt immer auch die Familie eine Quelle der Verfolgung dar.

 

pro: Was sind die größten Veränderungen für Christen im Land seit dem Tod Gaddafis?

Rode: Von der Verfolgung durch einen Diktator erleben die Christen nunmehr intensiven Druck durch islamischen Extremismus und die offizielle Einführung der Scharia. Für die wenigen verbliebenen Christen, ist es natürlich zusätzlich schwierig, dass Tausende Christen das Land verlassen haben. Und am Schwierigsten ist vielleicht die Perspektivlosigkeit: unter Gaddafi wusste man zumindest, worauf man achten musste und was die Grenzen waren. Bei den nun herrschenden islamischen Extremisten wird alles nur noch schwieriger und unsicherer. Umso wichtiger ist es, den wenigen Christen muslimischen Hintergrunds beizustehen und für sie zu beten. {Quelle: www.pro-medienmagazin.de}

 

One Response to “Libyen: Wegen Evangelisation festgenommen”

  1. Emanuel Says:

    ok ? ..habt ihr jetzt vielleicht gedacht , das die westlichen Teufel euch aus der „Türranei“ des Oberst Gaddafi befreien … ???
    Falls ihr das geglaubt haben solltet, war es ein IRRGLAUBE …. also euer Glaube !!!


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