kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Saul, Saul, warum verfolgst du mich? 12. Februar 2013

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 20:46

 

Die Bekehrung des Saulus – Der größte Missionar aller Zeiten

 

 

 

 

 

 

In der Apostelgeschichte (9,1- 25) berichtet uns der Apostel und Evangelist Lukas über die Bekehrung des Saulus: der unbarmherzige Christenverfolger wird Christ und zum Völkerapostel Paulus.

 

Die Bekehrung des Saulus zum Paulus ereignete sich auf dem Weg nach Damaskus. Dort wollte er Christen in seinen Gewahrsam nehmen und sie nach Jerusalem bringen. Während der Reise jedoch ereignete sich ein unvorhergesehener Zwischenfall. Saulus wurde durch ein unerklärlich helles Licht geblendet, so dass er von seinem Pferd stürzte und die Reise abbrechen musste. Anschaulich erzählt das Fresko Michelangelos in der Cappella Paolina im Vatikanischen Palast aus dem Jahr 1542 die in der Apostelgeschichte geschilderte Begebenheit. Saulus liegt am Boden und versucht, seine Augen vor dem gleißenden Licht zu schützen. Einer seiner Begleiter ist zum ihm geeilt und greift mit seinen Händen den Oberkörper des Saulus, um den hilflos am Boden liegenden zu stabilisieren. Ein im Hintergrund sichtbarer Begleiter eilt dem scheuenden Pferd des Saulus hinterher und kann es gerade noch am Zaumzeug fassen. Die übrigen Männer sind durch das Licht erschreckt, stehen starr oder versuchen, orientierungslos dem Geschehen zu entfliehen. Oberhalb von Saulus ist im Himmel der Herr von hellem Licht umgeben dargestellt. Er sendet mit der rechten Hand den Saulus treffenden Lichtstrahl aus, dessen Farbe sich von einem gelblichen Ton zu einem gleißenden Weiß verändert, je näher er Saulus kommt.

 

 

 

 

Wie der Evangelist Lukas berichtet, sprach der Herr zu Saulus: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Er antwortete: Wer bist du, Herr? Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst“. Saulus hörte die Stimme nicht, nur seine Begleiter vernahmen die Worte des Herrn, konnten aber niemanden sehen. Die Blindheit des Saulus blieb, und er bedurfte bei der Weiterreise der Hilfe seiner Mitreisenden. Als sie endlich in Damaskus ankamen, verwehrte Saulus drei Tage lang jegliche Nahrung und jegliches Getränk. Der Herr sandte aber – wie es Saulus in einer Vision gesehen hatte – den Jünger Hananias zu Saulus, damit er seine Hände auf die erblindeten Augen lege und Saulus heile. Hananias hatte zunächst große Bedenken, da ihm Saulus als unerbittlicher und grausamer Christenverfolger bekannt war, der der Steinigung des Stephanus beigewohnt hatte. Doch der Herr beschwichtigte Hananias, der sich schließlich zu Saulus aufmachte und ihn heilte. „In der Geschichte dieses außergewöhnlichen Glaubensverkündigers wird klar, dass diese Verwandlung nicht das Ergebnis eines langen inneren Nachdenkens und nicht einmal Frucht eines persönlichen Bemühens war. Sie ist vor allem Werk der Gnade Gottes, der gemäß seinen unerforschlichen Wegen gehandelt hat. … In Christus vereint sind wir dazu aufgerufen, unseren Sendungsauftrag miteinander zu teilen, nämlich dorthin Hoffnung zu bringen, wo Ungerechtigkeit, Hass und Verzweiflung herrschen“, wie Papst Benedikt XVI. in der ökumenischen Vesper zum Abschluss der Weltgebetswoche am 25. Januar 2012 erklärte. {Quelle: www.zenit.org}

 

 

 

 

 

Auch Saulus wurde von Jesus gerufen und berührt

 

Wer von Jesus angesprochen, gerufen, im innersten berührt wird, kann gar nicht anders, als über ihn zu sprechen und sein Wesen verwandeln zu lassen. Jesus beugt sich zum Menschen herab, er ruft ihn auch heute noch; umwirbt ihn mit seiner Liebe und Barmherzigkeit. Aus der Apostelgeschichte(9,1-22) wissen wir, dass auch der Soldat Saulus von Jesus angerufen wurde. Diese persönliche Erfahrung verwandelte ihn; ja er wurde dadurch so entflammt, dass er sich von seinem niederen Treiben der Christenverfolgung abwandte und sich den Jüngern Jesu anschloss. Er wurde ein eifriger Prediger und Verfechter des Glaubens an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn. Aus einem einstmaligen Feind – wurde ein Freund.

 

 

Doch was war vorher?

 

Die Eltern von Saulus waren vermögende Juden und das römische Bürgerrecht verhalf ihnen zu vielen Privilegien. Der Vater von Saulus war Zeltteppichweber( Zeltmacher), diesen Beruf erlernte auch der Sohn. Auch was den Glauben anbetraf, eiferte er seinem Vater nach, er kannte es ja nicht anders. Beide waren treue Anhänger der jüdischen Gruppe der Pharisäer. Auch bekam Saulus Unterricht von einem jüdischen Lehrer.  Für Saulus und viele Juden war das Gesetz des Mose und der Väter des AT die absolute Richtschnur. Dieser Mann aus Nazareth hatte viele Anhänger seiner Lehre. Doch dieser Jesus predigte über Dinge, die in ihren Augen vom Gesetz abwichen. Er heilte Kranke, befreite Besessene, aber dies alles erzürnte die Pharisäer.  Er musste weg und wurde er gekreuzigt. Doch der Tod konnte ihn nicht halten und er ist auferstanden.  All dies wollten sie nicht wahrhaben, es war in ihren Augen nicht nachvollziehbar. Auch als das Pfingstereignis bejubelt wurde und der jungen christlichen Gemeinde sich immer mehr Menschen anschlossen, nannte man diese: eine Sekte. Dass Jesus der im AT angekündigte Messias gewesen war, davon wollten sie nichts wissen, auch hätten sie dann ihren Glauben, die Traditionen aufgeben müssen.  Da war es doch einfacher, diese neue Religion abzuschaffen, auszumerzen.

 

Saulus gehörte auch zu jenen, die mit Härte die Christen verfolgten; sie in Gefängnisse warf, oder gar tötete. Unter anderem auch den treuen Christus – Nachfolger,  Sebastian. Auch bei dessen Tode war Saulus anwesend. Als nun Saulus erfuhr, dass sich auch in dem 200 km von Jerusalem entfernten Damaskus Christen angesiedelt haben, ging er zum Hohenpriester und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um die Anhänger des neuen Weges, Männer und Frauen, die er dort finde, zu fesseln und nach Jerusalem zu bringen. Unterwegs aber, als er sich bereits Damaskus näherte, geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte. Er war dadurch geblendet und stürzte zu Boden. Da hört er eine Stimme die ihn fragte:  „Saul, Saul,warum verfolgst du mich?“ Er antwortete: „Wer bist du, Herr?“ Dieser sagte:  „Ich bin Jesus, den du verfolgst. Steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst“. Die Begleiter Sauls standen sprachlos da, sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand. Saulus erhob sich vom Boden. Als er seine Augen öffnete, konnte er nichts sehen, er war blind. Seine Begleiter nahmen ihn bei der Hand und führten ihn nach Damaskus hinein.

 

Was könnten die Gedanken von Saulus nach dieser Begegnung, Berührung durch Jesus gewesen sein?

 

In etwa: Seit drei Tagen bin ich jetzt hier und ich verstehe es immer noch nicht, was da mit mir geschehen ist. Der Weg nach Damaskus war wie immer. Ich war damit beschäftigt mein Reden gegen die Christen innerlich auszuarbeiten, als plötzlich dieses Licht kam und die Stimme da war. Das hat mich total umgeworfen. Da hat mich jemand im tiefsten Innern angesprochen, mich in Frage gestellt. Und jetzt, ja jetzt bin ich blind. Ich weiß einfach gar nicht mehr was richtig und was falsch ist. Herr, wer bist du?, habe ich gefragt. Und dann die Antwort, ich kann es nicht fassen: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Saulus war bis in das innerste erschüttert worden – und das von dem der vorher für ihn eigentlich tot war. Gekreuzigt, gestorben. Der konnte nicht reden. Ja, wenn er es nicht selbst gehört hätte, würde er es nicht glauben. Aber so. Und dann noch der Traum in der Nacht den er hatte, dass ein Mann kam, ihm die Hände auflegte und er wieder sehend wurde. Was bedeutet dies alles? Gott, kannst du mir sagen, was das alles bedeuten soll? Was hast du mit mir vor? Das frag ich dich.

 

In Damaskus lebte ein Jünger namens Hananias. Zu ihm sagte der Herr in einer Vision: „Hananias, steh auf und geh zur so genannten Geraden Straße, und frag im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus aus Tarsus. Er hat in einer Vision gesehen, wie ein Mann namens Hananias hereinkommt und ihm die Hände auflegt, damit er wieder sieht“. Hananias weigerte sich erst und antwortete: „Herr, ich habe von vielen gehört, wie viel Böses dieser Mann deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat. Auch hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle zu verhaften, die deinen Namen anrufen“. Jesus sprach zu ihm:“ Geh nur! Denn dieser Mann ist mein auserwähltes Werkzeug. Er soll meinen Namen vor Völkern und Könige und die Söhne Israels tragen. Ich werde ihm auch zeigen, wie viel er für meinen Namen leiden muss“. Da gehorchte Hananias, begab sich zu dem Haus, trat ein und legte Saulus die Hände auf. Dabei sprach er: “Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt; Jesus, der dir auf dem Weg hierher erschienen ist, du sollst wieder sehen und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden“. Sofort fiel es wie Schuppen von Sauls Augen, er sah wieder; stand auf und ließ sich taufen. Nachdem er etwas gegessen hatte, kam er wieder zu Kräften.

 

Durch die Taufe, das Bekenntnis zu Jesus wurde Saulus zum Paulus. Innerlich erfuhr er eine Veränderung. Nicht nur dass ihn Hananias  Bruder nannte, nein, er erkannte auch, dass er seit der Berührung, Anrufung Jesu  lebendig geworden war. Drei Tage blind – so wie Jesus – drei Tage im Grab und nun ein neuer Mensch. Auferstanden, Wiedergeboren im Hl. Geist – zum Wahren Leben. Christen verfolgen im Auftrag des Hohen Rates Nein! Vielen Dank. Dies war für den neu – geborenen Paulus erledigt. Er hatte einen neuen Auftrag: hingehen, die gute Botschaft verkünden, vom lebendigen Christus erzählen, von der Hoffnung, der Zukunft und der Liebe zu allen Menschen. Botschafter des Lebens – so hat Hananias sich verstanden und dies möchte er auch sein. Und das für alle Menschen für Juden genauso wie für die Heiden. Er blieb einige Tage bei den Jüngern in Damaskus, und sogleich verkündete er Jesus in den Synagogen und sagte: „Er ist der Sohn Gottes!“. Alle die es hörten, gerieten in Aufregung und sagten: Ist das nicht der Mann, der in Jerusalem alle vernichten wollte, die diesen Namen anrufen? Und ist er nicht auch hierher gekommen, um sie zu fesseln und vor den Hohenpriester zu führen“?

 

 

Der Heilige Apostel Paulus im Gefängnis

 

Trotz der Verfolgungen unter denen auch er jetzt zu leiden hatte, trat er kraftvoll auf und brachte die Juden in Damaskus in Verwirrung, weil er ihnen sagte, dass Jesus der Messias ist. Das Neue Testament wurde geschrieben. Gott hatte sich durch seinen Sohn den Menschen offenbart.

www.augsburger-allgemeine.de

Augsburger Allgemeine

 

 

One Response to “Saul, Saul, warum verfolgst du mich?”

  1. Erich Foltyn Says:

    ich habe hier eine Webseite gemacht darüber, wenn man das Christentum und den Islam unter dem Aspekt ihrer gesellschaftspolitischen Ideologie betrachtet:

    http://www.erich-foltyn.eu/Worldview/Worldview/Religion+Worldview-2.html

    und dazu in einer Beschreibung, was ein Dogma der Kirche ist, eine Stellungnahme zu einem Argument abgegeben, mit dem Kirchenfeinde immer gegen die Kirche Sturm laufen:

    http://www.erich-foltyn.eu/Worldview/Worldview/Dateien/Was%20ist%20ein%20Dogma.pdf


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