kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Syrien Droht ein weiterer Irak? 6. Februar 2013

Filed under: Christenverfolgung,Moslembrüder — Knecht Christi @ 17:53

Syrien-Krise lässt sich ohne Einmischung von außen in zwei Wochen lösen

 

Die Syrien-Krise lässt sich laut dem syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad innerhalb von zwei Wochen beilegen, würden nicht die Gegner der heutigen Regierung aus der Türkei Extremisten und Waffen einschleusen.

 

 

 

 

 

Assad traf in Damaskus im Palast Al-Rauda mit einer „Gruppe von Besuchern“ aus arabischen Ländern zusammen und informierte sie fast drei Stunden lang ausführlich über die Situation in Syrien, berichtet die libanesische Zeitung „Al-Akhbar“ am Montag. Die Zeitung führt keine näheren Angaben über die „Besucher“ an. Assad zufolge hatte die syrische Armee in letzter Zeit bei der Führung der Kampfhandlungen gegen die aus dem Ausland finanzierten bewaffneten Gruppierungen die Initiative an sich gerissen und ihnen eine Reihe von ernsthaften Niederlagen beigebracht. Das syrische Militär habe die Extremisten seit dem Beginn der Antiregierungsaktionen vor 22 Monaten „nicht die volle Kontrolle über Provinzen des Landes herstellen lassen“. Die Extremistengruppierungen agieren Assad zufolge hauptsächlich in den an die Türkei, Jordanien und den Libanon angrenzenden Gebieten sowie in einigen Vororten von Damaskus. Der syrische Präsident gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass Russland auch künftig Damaskus unterstützen werde, und hob hervor, dass „Russland bei der Unterstützung Syriens nicht das herrschende Regime, sondern sich selbst“ verteidige. Damaskus werde die Zusammenarbeit mit dem Syrien-Sondergesandten der Uno und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, fortsetzen, hieß es. Assad zufolge hat Syrien die schwierigste Etappe der Krise bereits überwunden. Der Regierung stehe vor großen Aufgaben, insbesondere was die Rückkehr der Flüchtlinge und den Wiederaufbau des Landes betreffe.  {Quelle: de.rian.ru}

 

 

 

 

Syrien Droht ein weiterer Irak?

 

Die Lage für religiöse Minderheiten, namentlich Alawiten und Christen, wird immer bedrohlicher.

Wo die Bevölkerung ohnehin schon unter der Gewalt der Kampfhandlungen leidet,

kündigen islamische Extremisten vor Ort seit Ende 2012

die Auslöschung christlicher Dorfgemeinschaften an.

 

Mit einem Brief und einer Kartenaktion im Oktober-Magazin 2012 forderte CSI Bundesrat Didier Burkhalter dazu auf, dass sich die Schweiz stärker für den Schutz von religiösen Minderheiten in Syrien einsetzen soll. Insbesondere die starken politischen Kräfte in der Region sollten von der Schweiz aufgefordert werden, sich deutlich gegen religiösen Extremismus und für Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit in Syrien auszusprechen. Bundesrat Didier Burkhalter hat positiv Stellung bezogen. 1670 Magazinempfänger unterstützten unsere Forderungen, indem sie uns die Karte zurückschickten. Vielen Dank! Dank diesen Karten konnten wir bei Außenminister Burkhalter noch einmal betonen, wie wichtig der Einsatz für Syriens religiöse Minderheiten ist.

 

 

Bedrohung wächst

 

Leider wird die Lage für religiöse Minderheiten in Syrien immer bedrohlicher. Neben Berichten über gezielte Gewalt gegen Christen kursieren seit Ende 2012 auch Ankündigungen islamistischer Extremisten im Internet, die die Errichtung eines Gottesstaates in Syrien ankündigen und mit der Vertreibung und Auslöschung der nichtmuslimischen Minderheiten drohen. Ähnliche Ankündigungen gab es auch nach dem Sturz von Saddam Hussein im Irak nach 2003. In der Folge wurden mehrere hunderttausend irakische Christen vertrieben, manche ermordet. Auch die UN-Untersuchungskommission für Syrien stellt inzwischen klar fest: «Ganze Religionsgemeinschaften laufen Gefahr, aus dem Land gedrängt oder innerhalb des Landes getötet zu werden.» CSI-Mitarbeiter Dr. John Eibner wies in einem Brief an US-Präsident Barack Obama darauf hin, dass dies die juristische Definition von Genozid im Sinne der UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes erfüllt.

 

 

Starke Unterstützer finden

 

Leider konnten sich bisher keine politischen Kräfte finden, die sich wirkungsvoll für einen Schutz der religiösen Minderheiten in Syrien einsetzen. Umso wichtiger ist es, dass wir auf diese missliche Lage aufmerksam machen und im In- und Ausland Verbündete suchen, um den politischen Druck zu verstärken. Der Westen muss die religiöse Säuberung stoppen und einen Genozid im Nahen Osten verhindern. Dies wird eines der Hauptanliegen von CSI in diesem Jahr sein. Gleichzeitig wird die humanitäre Hilfe für syrische Flüchtlinge, aber auch für in Syrien eingeschlossene Menschen fortgesetzt. Dank eines Kontakts zu einem syrischen Pfarrer sind wir in der Lage, in bescheidenem Umfang direkte Hilfe in Syrien zu leisten. Daneben erreicht unsere Hilfe Christen, die aus Syrien in den Irak zurückgekehrt sind. Ende 2012 konnten wir mit unseren irakischen Partnern von der Hammurabi-Menschenrechtsorganisation Winterjacken und Kerosinöfen verteilen. Diese Hilfe wird fortgesetzt.
Autor: Benjamin Doberstein

 

 

Brief von Bundesrat Burkhalter vom 12. Dezember 2012

 

Sehr geehrter Herr Doberstein

Besten Dank für Ihr Schreiben vom 19. September bezüglich des Engagements der Schweiz in Syrien und den umliegenden Ländern. Ich begrüße das Engagement Ihrer Organisation für die von der Syrienkrise betroffenen Menschen und Minderheiten. Zum Schutz und zur Stärkung der Religionsfreiheit sowie zur Vorbeugung jeglicher Form von religiöser Intoleranz wirkt die Schweiz aktiv in den zuständigen Organen der internationalen Organisationen mit. Der Bundesrat hat die betroffenen Länder wiederholt dazu aufgerufen, die Rechte von ethnischen und religiösen Minderheiten zu achten.

 

Im Kontext der aktuellen Krise in Syrien hat der Bundesrat seine Hilfe in der Region von 11 auf 14 Millionen Franken erhöht und am 30. November 2012 beim Parlament beantragt, die humanitäre Hilfe zugunsten der syrischen Zivilbevölkerung um weitere fünf Millionen Franken aufzustocken. Nach Auffassung des Bundesrates verschlechtert sich die humanitäre Situation laufend und die betroffene Bevölkerung Syriens ist vor dem hereinbrechenden Winter dringend auf mehr Unterstützung angewiesen. In ihrem Engagement konzentriert sich die Schweiz über die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) auf den Schutz und die Hilfe für die am stärksten betroffene Bevölkerung in Syrien und für Menschen, die ihr Land verlassen und anderswo Zuflucht suchen. Im Rahmen dieser Aktivitäten leistet die Schweiz auch Direkthilfe in Form von Unterstützung für libanesische Familien und Gemeinschaften, die syrische Flüchtlinge aufnehmen, sowie Unterstützung an regionale Programme des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) und des UNO-Kinderhilfswerks (UNICEF).

 

Zudem prüft die Schweiz derzeit die Möglichkeit, eine internationale Konferenz zu Syrien zu organisieren, die sie Anfang 2013 zusammen mit anderen Akteuren, namentlich der Europäischen Union, in Genf durchführen würde. Der Zweck einer solchen Konferenz ist es, die internationale humanitäre Hilfe in Syrien und den Nachbarländern Syriens, welche die Hauptlast der Flüchtlingsbetreuung tragen, zu stärken. Namentlich sollen mehr Finanzmittel mobilisiert werden, um das menschliche Leid der betroffenen Bevölkerung zu reduzieren. Zudem soll die grenzüberschreitende Solidarität mit den Opfern des Syrien-Konflikts bekundet und die Aufforderung an die Adresse der Konfliktparteien bekräftigt werden, den Zugang zur betroffenen Bevölkerung sowie die Sicherheit des humanitären Personals zu gewährleisten.


Die Schweiz hat die Gewalt in Syrien wiederholt verurteilt – auch im UNO-Menschenrechtsrat. Sie ruft alle beteiligten Akteure in Syrien auf, unverzüglich auf den Einsatz von Gewalt zu verzichten und ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. In diesem Zusammenhang legt die Schweiz ein besonderes Augenmerk auf den Kampf gegen die Straffreiheit. Aus Überzeugung, dass die in Syrien begangenen Verbrechen nicht ungestraft bleiben dürfen, konsultiert die Schweiz zurzeit andere Länder im Hinblick auf ein Schreiben, in dem der UNO-Sicherheitsrat ersucht wird, die syrische Angelegenheit dem Internationalen Strafgerichtshof zu unterbreiten. Ferner begrüßt die Schweiz die Nomination von Carla del Ponte, ehemalige Chefanklägerin der internationalen Strafgerichtshöfe für Ruanda und das ehemalige Jugoslawien, als neues Mitglied der Untersuchungskommission für Syrien des UNO-Menschenrechtsrates. Die Ernennung von Carla del Ponte zum Mitglied der internationalen Untersuchungskommission wird dazu beitragen, die Erhebung von Beweisen für allfällige Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Syrien zu verbessern. Dieses Beweismaterial könnte im Kontext eines zukünftigen Strafverfahrens verwendet werden.

 

Als weiteres Zeichen seiner Unterstützung für die Untersuchungskommission des UNO-Menschenrechtsrates hat der Bundesrat am 30. November 2012 entschieden, der Kommission für eine Mission in mehrere Länder des Nahen Ostens ein Flugzeug des Bundes zur Verfügung zu stellen. Nur eine mit den Konfliktparteien ausgehandelte politische Lösung könnte die Krise beenden. Die Schweiz, basierend auf ihrer Tradition der Guten Dienste und der Förderung des internationalen Rechts, ist auch weiterhin bereit, bei der Suche nach einer solchen Lösung mitzuwirken. Das gilt insbesondere bei Fragen zum internationalen Völkerrecht oder zur humanitären Hilfe, bei denen die Schweiz über anerkannte Kompetenzen verfügt. Das Engagement Ihrer Vereinigung für die schwierige Situation der Christen in Syrien schätze ich sehr. Ich teile Ihre Bedenken und werde mich weiterhin für den Schutz der Menschenrechte und der Religionsfreiheit in Syrien einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Didier Burkhalter

www.csi-schweiz.ch

 

One Response to “Syrien Droht ein weiterer Irak?”

  1. carma Says:

    >> Dr. John Eibner wies in einem Brief an US-Präsident Barack Obama darauf hin, dass dies die juristische Definition von Genozid im Sinne der UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes erfüllt. <<

    ja wann hat sich den seit dem arabischen frühling hussain obama, merkel/westerwelle oder andere westliche regierungsschefs für die kopten, die syrischen oder irakischen christen dezidiert starkgemacht?? alle haben den muslimbrüdern gratuliert – den christen hat NIEMAND einen staatsbesuch abgestattet, nicht einmal der papst (außer einer stippvisite im libanon)…
    elendes höllengesindel, um einmal emanuel diesbezüglich recht zu geben!!


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