kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die Leisetreterei des Westens 30. Januar 2013

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 18:52

Sudan / Südsudan: Freiheit schenken

Noch immer werden Zehntausende Südsudanesen im Nordsudan als Sklaven festgehalten.

 

 

 

 

 

 

 

Der kleine Piol Thiep Deng (12) kann sich noch erinnern, wie ihn seine Mutter bei seinem Namen rief. Doch schon vor langer Zeit wurde er von ihr getrennt. Solange er zurückdenken kann, war er ein Sklave und musste für Ali, seinen Besitzer, arbeiten. Dieser rief ihn nie bei seinem richtigen Namen. Piol wurde viel geschlagen und beschimpft. 2012 fanden ihn unsere Rückführer in einem Viehlager, das Ali gehörte. Sie konnten ihn befreien. Ebenso wie die anderen Rückkehrer war Piol zuerst verunsichert. Doch als ihm klar wurde, dass er nun wirklich frei war, kam eine gros­se Freude über ihn. Wie alle anderen Rückkehrer erhielt auch er eine Ziege. Sein Lachen sagte mehr als tausend Worte. Er wird dem Tier zweifellos gut Sorge tragen. Hinter jedem befreiten Sklaven, ob Mann, Frau oder Kind – liegen viele Jahre von Missbrauch, Demütigung und Leid. Dank Ihrer treuen Unterstützung kann CSI weiterhin Menschen aus den grauenvollen Bedingungen der Sklaverei befreien. {Quelle: www.csi-schweiz.ch – von Benjamin Doberstein}

 

 

 

 

 

 

 

Die Leisetreterei des Westens

 

Niemand ist von außen in der Lage, die Unterdrückung von Christen zu stoppen. Aber was man von der Politik verlangen kann, sind klarere, mutigere Worte.

 

Der neue „Weltverfolgungsindex“ des überkonfessionellen Hilfswerks Open Doors belegt eine alarmierende Lage. Nach den seriösen Schätzungen der Organisation werden weltweit rund 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens drangsaliert, wobei es in der islamischen Welt am düstersten aussieht. Auf den Beistand der freiheitlichen Staaten können die Verfolgten nicht hoffen: Die westliche Welt, die die Religions- und Meinungsfreiheit zu den unveräußerlichen Grundrechten zählt, nimmt das Schicksal der als „Agenten“ des Westens und „Kreuzzügler“ geschmähten Glaubensbrüder überwiegend achselzuckend zur Kenntnis und belässt es bei kleinlauten, pflichtschuldigst vorgetragenen Protestnoten.

 

Seltsam einsilbig reagiert die europäische Politik, und sogar die christlichen Kirchen üben sich in diplomatischer Zurückhaltung – sei es aus Angst vor einer Konfrontation mit der leicht erregbaren muslimischen Welt, sei es wegen des Kleinmuts im Einsatz für die eigenen Werte. Das „Desinteresse an den Christenverfolgungen“ (Bischöfin Jepsen) jedenfalls ist offenkundig. Die schärfste Reaktion, die von einem deutschen Spitzenpolitiker auf die erschreckende Bilanz „religiöser Säuberung“ (so Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy) zu vernehmen war, bestand in Volker Kauders Appell an die Christenverfolger, nun bitte schön endlich die Religionsfreiheit zu achten.

 

Nach blutigen, aufsehenerregenden Anschlägen auf christliche Gemeinden wird schon mal ein „besserer Schutz für Christen“ (Angela Merkel) gefordert. Ansonsten: Leisetreterei. Und das, obwohl die Verfolgung von Christen zunimmt und es mittlerweile in weit über 50 Ländern gefährlich ist, ein Christ zu sein. Im kommunistischen Nordkorea, wo bereits auf den Besitz der Bibel der Tod steht, ist es seit langem am schlimmsten. Auch in Ländern wie China kommt es zu schweren Übergriffen. Doch zum überwiegenden Teil sind es die Christen in muslimischen Ländern, die unterdrückt, vertrieben, ermordet werden. Ob in Saudi-Arabien, Irak, im Iran oder neuerdings auch verstärkt in Afrika: Überall findet eine teils staatlich geförderte, teils staatlich geduldete systematische Verfolgung statt.

 

Die religiöse Freiheit, die westliche Staaten Minderheiten wie den Muslimen gewährt, ist den Christen in den meisten muslimischen Ländern verwehrt. Weil es im Islam keine strikte Trennung von Kirche und Staat gibt und der Islam nicht nur Glaubenslehre, sondern auch Lebensordnung sein will. Daher – und von der Erstarkung der extremistischen, terroristischen Strömungen – rührt der rabiate Umgang mit den Andersgläubigen her. Weltanschauliche Pluralität ist dem militanten Ableger des Islam fremd. Die christlich geprägten, doch längst durch und durch säkularen Gesellschaften des Westens neigen dazu, diesen Kern des Problems auszublenden, im Zweifelsfall eine wie immer geartete „Mitschuld“ zu sehen und die zeitgenössischen Unterschiede zwischen den Religionen weichzuzeichnen. Christen als Opfer – das stört das schöne Bild vom eigentlich toleranten Islam. Deshalb und aus Konfliktscheu stößt die Christenverfolgung auf so wenig Interesse.

 

Niemand ist von außen in der Lage, die Unterdrückung von Christen zu stoppen. Aber was man von der Politik verlangen kann, sind klarere, mutigere Worte. Und warum soll ein Staat, der so mit Menschen umspringt, Entwicklungshilfe erhalten? Es ist richtig und nötig, von den islamischen Staaten (übrigens auch vom EU-Kandidaten Türkei) das zu verlangen, was die Moslems in Europa und hierzulande zu Recht einfordern: Respekt, Gleichbehandlung und Freiheit der Religionsausübung.

Von Walter Roller

 

One Response to “Die Leisetreterei des Westens”

  1. hans Says:

    Die Frage ist auch wie viele Sklaven haben Mosmels schon freigekauft???


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