kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kirche in Ruhe lassen 26. Januar 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 16:13

 

Zur Diskussion um die katholische Kirche (Leserbriefe): Dauerthema bei den Leserbriefen ist die Kirche. Hauptsächlich schreiben die, die überhaupt nicht in die Kirche gehen. Die Kirche und ihre Gebote gehen diese Leute überhaupt nichts an. Sie wären ja so gern katholisch, wenn die Kirche sich endlich nach ihnen richten würde. Das tut sie aber nicht! Da kämpft man verbissen gegen das Zölibat. Was geht es diese Kritiker denn an? Würde man für Schwache und Kranke kämpfen, dann könnte ich das verstehen – aber für junge, gesunde Männer, die freiwillig das Zölibat wählen? Da stimmt was nicht!Dann das nicht gemeinsame Abendmahl. Zu einem gemeinsamen Abendmahl führt nur ein Weg – die Rückkehr zur katholischen Kirche, weil es ein gültiges Abendmahl, eine Kommunion, nur in der katholischen Kirche gibt. Und: Was geht es einen Antichristen an, wo Jesus geboren ist, warum kämpft er gegen die Kirche? Er soll draußen bleiben! {Quelle: www.ovb-online.de}

ovb-online

 

 

 

 

 

 

 

 

Liegt auf der Kirche noch Segen?

 

Es wäre eine gute Gelegenheit für Kirchenprügel gewesen. Doch der Skandal um katholische Kliniken wurde von der Politik behutsam aufgearbeitet. Man braucht die Kirche.

 

 

 

 

 

Niemand warf der Kirche den Fehdehandschuh hin. Nicht die Sozialdemokraten und Grünen, nicht die Piraten, und auch nicht die Liberalen– obgleich in all diesen Parteien gelegentlich mit der Forderung geliebäugelt wird, die Trennung von Staat und Kirche mit größerer Konsequenz durchzusetzen. Nein, alle Fraktionen blieben bemerkenswert maßvoll bei der Landtagsdebatte am Mittwoch, die sich dem Skandal in zwei Kölner Kliniken widmete, die einem mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer die Behandlung verweigerten.Dabei hätte man den Kölner Fall natürlich als Gelegenheit zum Kirchenprügeln nutzen können. Schließlich wurde der jungen Frau die Hilfe mit der Begründung verweigert, sonst müsse man ihr womöglich bei der Einnahme der „Pille danach“ helfen, deren Abgabe in katholischen Krankenhäusern untersagt ist.

 

Zur Sachlichkeit der Debatte trug wohl auch die katholische Kirche selbst bei. Schon vor Mittwoch sorgten sämtliche Kircheninstanzen bis hinauf zum Kölner Kardinal Meisner für Klarheit: Sie verurteilten die Abweisung von Vergewaltigungsopfern kategorisch, entschuldigten sich öffentlich und beteuerten, dass sich ein derartiger Fall niemals wiederholen dürfe. Alle Landtagsfraktionen verurteilten daraufhin artig das Verhalten der verantwortlichen Ärzte und forderten ebenfalls, dergleichen dürfe sich nicht wiederholen. Und damit hätte die Sache als erledigt gelten können – wenn da nicht doch diese grundsätzlicheren Töne zu hören gewesen wären. So kündigte die grüne Gesundheitsministerin Barbara Steffens an, sie wolle dafür sorgen, dass stationär behandelte Vergewaltigungsopfer künftig in allen Krankenhäusern die Möglichkeit erhielten, über die Einnahme einer „Pille danach“ zu entscheiden – was für katholische Kliniken einen Bruch mit ihrer bisherigen Linie bedeuten könnte. Obendrein forderten SPD, Grüne und Piraten ganz prinzipiell, „religiöse Erwägungen“ dürften keinesfalls über dem Wohlergehen von Menschen stehen, ja, Opfer müssten davor geschützt werden, „Spielball unterschiedlicher Moralvorstellungen“ zu werden. Was bedeutet: Kirchliche Moralvorstellungen können Menschen schaden.

 

 

Personalentscheidungen sorgen für Ärger

 

Hier klang an, was intern vor allem bei Grünen, Piraten und zum Teil Liberalen schon diskutiert wurde: die Grundsatzfrage:

 

Muss das Land Hebel in Bewegung setzen, um die Kirche zur Räson zu rufen? Muss es seine massive finanzielle Unterstützung der Kirchen, ihrer Krankenhäuser, Schulen, Kitas und Heime überdenken? An neue Bedingungen knüpfen? Notfalls zurückfahren?

 

Tatsächlich erregte die katholische Kirche in NRW in den vergangenen Jahren mehrfach mit heiklen Personalentscheidungen öffentlichen Unmut. Besonders prominent: der Streit um die Leiterin einer katholischen Kita aus Königswinter. Als 2011 bekannt wurde, dass sie ihren Mann verlassen hatte und mit einem anderen zusammengezogen war, kündigte ihr die katholische Kirche. Ausnahmslos alle Kita-Eltern protestierten dagegen. Besonders rieben sie sich an einem Punkt: Die Kita wurde zu 100 Prozent durch Steuern, also auch von den Eltern finanziert, dennoch durfte die Kirche als Kita-Träger gegen deren Willen Personal abservieren. 2012 sorgte die Lokalpolitik in diesem Streit für eine überraschende Wende: Unter dem Druck der Bürger setzte sie in einer bundesweit einmaligen Entscheidung die katholische Kirche als Träger ab. Andere Personalentscheidungen katholischer Einrichtungen sorgten schon zuvor für öffentliche Erregung, etwa der Fall des allseits gelobten Chefarztes, der nach einer erneuten Heirat gefeuert wurde, oder der Fall der Mutter eines unehelichen Kindes, der man mit Kündigung drohte. Stets konnte die Kirche sich allerdings auf geltendes Arbeitsrecht berufen. Wer in katholischen Einrichtungen arbeitet, hat unterschrieben, dass Ehebruch, Wiederverheiratung, uneheliche Kinder, Abtreibung, Homo-Ehe oder künstliche Befruchtung zur Kündigung berechtigen.

 

 

Kirchliche Einrichtungen sind von Steuern abhängig

 

Darf kirchliches Sonderrecht dem deutschen Arbeitsrecht so massiv widersprechen, wenn die Kircheneinrichtungen großteils oder gar komplett vom Steuerzahler finanziert werden? So fragten nicht nur Lokalpolitiker bei solchen Gelegenheiten. Es darf – nach geltendem Recht. Umstürzlerische Fragen wurden auch schon bei Diskussionsrunden von Mitarbeitern des Arbeitsministeriums erörtert. Solle man die Kirchenmitgliedschaft und die Einhaltung des katholischen Sittenkodexes bei Sozialunternehmen wirklich noch zur Einstellungsvoraussetzung machen? Wirke das für Interessierte nicht zu abschreckend? Immerhin scheiden bei dieser Vorauswahl über 50 Prozent der Bevölkerung aus. Liege das in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels in öffentlichem Interesse? Immerhin sind Caritas und Diakonie, die Sozialunternehmen der Großkirchen, vielerorts Marktführer, auf dem Land besitzen kirchliche Bildungseinrichtungen punktuell gar Monopole. Selbstverständlich müsste die Landespolitik all dies nicht dulden. Sie bräuchte auch nicht erst auf eine kirchenpolitische Wende des Bundes warten. Schon jetzt könnte NRW seine finanzielle Unterstützung der Kirchen zurückfahren – sofern dem Land die Verhaltensvorgaben für Kirchenmitarbeiter zu sehr gegen den Strich gehen. Denn die kirchlichen Einrichtungen sind vom Steuergeld abhängig, wie auch die Autorin Eva Müller in ihrem Buch „Gott hat hohe Nebenkosten“ recherchiert hat. Demnach werden Diakonie und Caritas zu 98 Prozent, Kindergärten zu rund 90 und Konfessionsschulen zu 80 bis 100 Prozent vom Steuerzahler finanziert.

 

 

Kirche wird vom Volk gewünscht

 

Warum brach dennoch am Mittwoch keine Partei einen Streit mit der Kirche vom Zaun? Weil es Gegenargumente gibt. Zum Beispiel dieses: Kirchliche Einrichtungen sind für Kommunen ein gutes Geschäft. Einer kirchlichen (wie jeder nichtstaatlichen) Kita schießt das Land mehr Geld zu als einer kommunalen. Laut Autorin Müller ist eine kirchliche Kita für eine Kommune rund 25 Prozent billiger als eine eigene. Noch nicht eingerechnet ist da, dass Kirchen dafür kaum Steuern zahlen und umgekehrt etwa für Konfessionsschulen Schulgeld erheben dürfen. Deshalb erhöht NRW seine Unterstützung für kirchliche Kitas auch seit Jahrzehnten. In NRW tragen Kirchen seit 2008 nur 12 Prozent der Kosten (1990 waren es 36 Prozent). In der Praxis übernimmt die verbleibenden 12 Prozent häufig die (meist klamme) Kommune. Andernfalls müssten die Kirchen wegen sinkender Kirchensteuereinnahmen Einrichtungen an den Staat abgeben. Und das käme ihn teuer. Ähnlich verhält es sich übrigens mit den Kosten für Krankenhäuser. Auch die Gefahr eines abschreckenden Monopols weisen nicht nur Kirchenverbände in NRW zurück.

 

Die Experten im Arbeitsministerium halten diese von ihnen selbst diskutierte Sorge ebenfalls für – noch – nicht stichhaltig. In NRW seien beispielsweise rund 45 Prozent der Kitas und 30 Prozent der Grundschulen in kirchlicher Trägerschaft. Das schrecke Nichtkirchenmitglieder von einem pädagogischen Beruf nicht ernsthaft ab. Und noch ein Argument spricht für kirchliche Präsenz zumindest im Bildungsbereich: Sie wird vom Volk gewünscht. So ist die Nachfrage nach konfessionellen Kitas und Schulen seit Jahren höher als das Angebot. Während öffentliche Schulen geschlossen werden, stieg die Zahl der Konfessionsschulen um rund ein Drittel. Wer da den Grundsatzkonflikt mit der Kirche wagt, darf keine anderen Probleme haben. {Quelle: www.welt.de  –  Von Till-R. Stoldt}

 

Eva Müller: „Gott hat hohe Nebenkosten“, KiWi, Köln 2013, Preis: 14,99 Euro

 

DIE WELT

 

 

 

 

2 Responses to “Kirche in Ruhe lassen”

  1. Bernhardine Says:

    Angefangen bei der deutschen Lumpenjournalie bis über die linksversifften Kabarettisten, wie z.B. letzten Freitag im ZDF Oliver Welke lügen, verleumden und hetzen alle gegen die heilige Römisch Katholische Kirche!

    WIE WAR ES WIRKLICH?

    „“Aufgrund ihrer Achtung vor dem Leben steht die Kirche nun wieder am medialen Pranger. Der Aufschrei der Medien, der Politiker und der zahlreichen Kommentatoren ist schon fast als hysterisch zu bezeichnen. Ein Gastkommentar von Monika Hein

    …Im Juli 2011 wurde die anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftaten (ASS) eingerichtet. Fünf Kölner Krankenhäuser beteiligen sich derzeit an diesem Projekt. Die beiden betroffenen Kliniken der Cellitinnen sind schon vor Monaten aus der ASS ausgestiegen und wurden auch nicht mit Untersuchungs-Sets versorgt. („Nur eine Kommunikationspanne?“ vom 17.01.2012 KStA)

    Der Pressemitteilung der Cellitinnen vom 21.01.2013 ist folgende Stellungnahme zu entnehmen: „Wir haben mit den diensthabenden Ärztinnen gesprochen und können uns nun ein genaueres Bild der Ereignisse vom 15. Dezember 2012 machen“, erläutert Christoph Leiden, Leiter der Unternehmenskommunikation. Demnach hat sich die mutmaßlich vergewaltigte Frau nie bei einem Arzt aus dem St. Vinzenz-Hospital und Heilig Geist-Krankenhaus vorgestellt. Es ging ausschließlich um eine telefonische Beratung zwischen der Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung, in deren verantwortlicher Behandlung sich die junge Frau bereits befand, und den diensthabenden Ärztinnen der beiden Krankenhäuser. Im vorliegenden Fall stellte sich für beide Klinikärzte die Frage nach einer vollumfänglichen Weiterbehandlung. Da sich die Patientin bereits in ärztlicher Obhut befand und katholische Krankenhäuser keine Notfallkontrazeption ausstellen und ausgeben dürfen, empfahlen die beiden Krankenhausärztinnen unabhängig voneinander, alle Maßnahmen im Sinne der Patientin aus einer Hand z. B. im Krankenhaus Hofweide oder in der Uniklinik durchzuführen.“ …

    Nach dieser Sammlung der verschiedenen Fakten stellen sich mir Fragen: Warum hat sich die behandelnde Ärztin der Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung nicht an eine der fünf Kölner Krankenhäuser gewendet, die sich am Projekt der ASS beteiligen und warum ruft sie nach der Auskunft des ersten katholischen Krankenhauses ausgerechnet noch ein katholisches Krankenhaus an?…““
    http://kath.net/detail.php?id=39811

  2. Bernhardine Says:

    “”26. Januar 2013, 10:55
    Schottland: Katholischer Adoptionsagentur droht Schließung

    Regulierungsbehörde will die Gemeinnützigkeit aberkennen, da die Agentur nicht an homosexuelle Paare vermittle.

    London (www.kath.net/ KNA)
    Einer von zwei katholischen Adoptionsagenturen in Schottland droht die Schließung. Die unabhängige Regulierungsbehörde für Wohltätigkeitsorganisationen (OSCR) wirft der „St. Margaret’s Adoption and Family Care Society“ in Glasgow Diskriminierung vor, da sie keine Kinder an gleichgeschlechtliche Paare vermittelt, wie britische Medien (Donnerstag) berichteten.

    Die Agentur vermittle Kinder vorrangig an verheiratete katholische Paare, kritisierte OSCR. Da homosexuelle Paare in Schottland nicht heirateten können, führe dies zu unmittelbarer Diskriminierung. Der Ausschluss gleichgeschlechtlicher Paare sei gegen das Gesetz…

    Mit ihrem Verhalten diene die Adoptionsagentur nicht dem Allgemeinwohl und erfülle daher nicht die Kriterien einer Wohlfahrtsorganisation, so das OSCR…”“
    http://kath.net/detail.php?id=39825


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