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„Es liegen Welten zwischen Salafisten und Evangelikalen“ 19. Januar 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:26

Diener antwortet auf den "Christ und Welt"-Artikel "Evangelikale des Islams"

Das ist Michael Dieners Antwort auf den Salafisten-Evangelikalen-Vergleich von Islamwissenschaftler Rüdiger Lohlker.

 

Der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz verteidigt in einem Artikel in der aktuellen „Christ und Welt“-Ausgabe die Evangelikalen. Lohlker hatte in einem Interview den Salafismus als „gewissermaßen die islamische Ausprägung eines Evangelikalismus“ bezeichnet.

 

Diener antwortet auf den Artikel „Christ und Welt“:

„Evangelikale des Islams“

 

Mit Salafismus verbindet die öffentliche Wahrnehmung ein Nein zur Unterscheidung von Religion und Staat, ein Nein zur Demokratie, ein Nein zu Menschenrechten und ein Nein zur Toleranz, also zu den Grundwerten einer offenen Gesellschaft“, schreibt Diener in der Zeitung „Christ und Welt“, die der Wochenzeitung „Die Zeit“ beiliegt. Aus diesem Grund wolle ihm „nicht in den Kopf, dass der Wiener Islamwissenschaftler Rüdiger Lohlker Salafisten als Evangelikale des Islam bezeichnet“. Bereits vergangene Woche hatte Diener gegenüber pro das Interview mit Lohlker als eine „Bankrotterklärung“ an den seriösen Journalismus bezeichnet. In seinem Artikel „Wir sind nicht die Salafisten des Christentums“ schreibt Diener weiter: „Salafisten bekämpfen westliche Kulturen als Satanswerk, mit Worten und auch mit Gewalt. Wer so vergleicht, muss sich fragen lassen, ob er nur naiv ist oder ob er polarisieren und diskriminieren will“.

 

 


Christlicher Begriff aus Kontext gerissen

 

Es sei für ihn unmöglich, den christlich geprägten Begriff „Evangelikalismus“ seines Kontextes zu berauben und „auf eine islamische Gruppierung anzuwenden, der alle Attentäter des 11. September 2001 angehörten“. Zwischen Salafisten und Evangelikalen lägen Welten, stellt der Theologe fest. Diener erklärt in seinem Artikel: „‚Evangelikal‘ ist die englische Form des deutschen Wortes ‚evangelisch‘. In der Konfessionsbezeichnung schwingt der Hinweis auf eine Grundorientierung mit: die Konzentration auf das Evangelium, also auf die Kernbotschaft des Neuen Testaments.“ Diese Orientierung verbinde die ganze evangelische Christenheit und daher auch evangelikale Kirchen, Organisationen und Strömungen. Laut Diener wird die Zahl der Evangelikalen weltweit auf 600 Millionen geschätzt.

 

 

 

Evangelikale stellen mehr als zwei Drittel der Missionare

 

Diener weist zudem darauf hin, dass die Weltweite Evangelische Allianz 2011 zusammen mit dem Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog und dem Weltkirchenrat einen gemeinsamen Verhaltenskodex im Blick auf „das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt“ verabschiedet hat. Darin verpflichteten sich die Unterzeichner zur Religions- und Glaubensfreiheit, zu Respekt und Dialog zwischen den Religionen. Dazu gehöre auch Mission in Wort und Tat: „Mission gehört zum Wesen der christlichen Kirchen. Für Evangelikale bedeutet das, dass sie, vielleicht deutlicher als andere, zum Glauben einladen.“ Sie stellten in Deutschland mehr als zwei Drittel der evangelischen Missionare, die in die Welt gehen. Evangelikale träten dafür ein, „dass Christen, Muslime, Hindus und Buddhisten ihren Glauben leben, aber auch, dass sie ihren Glauben wechseln können“, schreibt Diener. Gleichzeitig erwarteten sie, „dass man das würdigt und sie nicht in einem Atemzug mit einer islamischen Gruppierung nennt, die ihr Weltbild mit Druck und mitunter auch mit Terror durchsetzt“.

 

 

„Ein seriöser Wissenschaftler sollte informiert sein“

 

Der deutsche Islamwissenschafter Lohlker, der derzeit Professor für Orientalistik an der Wiener Universität ist, hatte mit einem Interview in „Christ und Welt“ für Protest gesorgt. Er erklärte darin zum Salafismus: „Wir können ihn mit anderen Frömmigkeitsbewegungen vergleichen. Überspitzt formuliert: Es ist gewissermaßen die islamische Ausprägung eines Evangelikalismus, in der Form der Gemeinschaftsbildung, die gegen die Auflösung bestehender Bindungen gerichtet ist.“ Die Frage, ob Salafisten die Reformatoren des Islam seien, bejaht Lohlker. Friedmann Eißler, wissenschaftlicher Referent der „Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen“, bewertete Lohlkers Äußerungen gegenüber pro so: Hinter solchen Vergleichen stehe eine doppelte Absicht: „den Salafismus als ‚Frömmigkeitsbewegung‘ zu verharmlosen und zugleich die Kritik gegen ‚christliche Fundamentalisten‘ zu richten. Ein seriöser Wissenschaftler sollte über die Gegenstände, über die er redet, informiert sein und derartige Verzeichnungen vermeiden“. {Quelle: www.pro-medienmagazin.de}

 

3 Responses to “„Es liegen Welten zwischen Salafisten und Evangelikalen“”

  1. Erich Foltyn Says:

    wenn einer über Salafisten schreibt „Evangelikale des Christentums“, der hat ja keine Ahnung vom Evangelium, ich versuche ja gerade darzustellen, was das Evangelium inhaltlich für eine unendliche Geschichte ist, die kein Mensch in seinem ganzen Leben jemals komplett verinnerlichen kann. Zu sehen sind winzige Anfänge einer Darstellung, wie man an die Sache herangehen könnte, auf meinen Webseiten unter : http://www.erich-foltyn.eu/Worldview/Religion/Nebukadnezar.html . Es sind ja 17 Propheten und 3 Bücher der Könige im Alten Testament. Weil in der Messe am Sonntag wird immer eine mikroskopisch kleine Momentaufnahme von dem Geschehen aus dem Alten Testament vorgelesen, was da passiert ist, das sich über Jahrhunderte und Jahrtausende hingezogen hat mit den zahllosen Ereignissen und Details und in dem sich der Sinn der Auseinandersetzung zwischen den Weltideen und dem vorchristlichen Judentum langsam dem Studierenden herauskristallisiert, wenn man sich jahrelang der Sache widmet. Weil die Leute fassen das alles zusammen mit dem Wort „Evangelikale“ und es klingt sehr sachkundig, ist aber nur die Unkenntnis. Aber der Sinn von etwas ist ja gar nicht da, wenn man nicht wenigstens die zeitliche Aufeinanderfolge von Ereignissen kennt. Und die stehen gar nicht in der Bibel. Weil die Bibel ist zu glauben und nicht zu wissen. Was man aber heute gar nicht mehr kennt, das ist die Tatsache, daß etwas nichts wert ist, worum man sich nicht bemüht. Und die die Bibel geschrieben haben, die wußten das. Die haben das gar nicht gemacht, damit jeder gleich weiss, was Gott ist und dann kann er Herumschaffen mit den Anderen. Darum sollte jeder Gutes tun, der sich damit beschäftigt. Eine Religion, die das nicht vorgibt, handelt nicht von Gott. Beim Islam ist Gott auf die Handlung des Umbringens von Menschen reduziert und das kann jeder, ein Hund kann einen Menschen tot beissen.

    • Freier Christ Says:

      Diese Antwort zeugt von Unwissenheit, Selbstproduzierung und Selbstüberschätzung. Evangelikale als „religiöse Bewegung“ betrachtet ähneln den salafitischen Bewegungen. Wissenschaftler haben da ihre eigenen Definitionen, die man kennen sollte, bevor man auf sie verbal einprügelt! Es geht bei diesem Vergleich nicht um religiöse Texte, die von Menschen verfasst wurden, sondern um das Verständnis des Funktionierens von religiösen Menschen, die als Bewegung funktionieren.
      Den Islam auf das „Umbringen“ zu reduzieren ist nicht nur dumm, sondern auch ignorant. Wieviel Leid ist im Namen der christlichen Religion geschehen und geschieht immer noch. Gerade evangelikale Christen sind daran beteiligt, allen voran amerikanische Glaubenseiferer und Kreuzzügler, wie George W. Bush.

  2. Klotho Says:

    Zwischen den christlichen Glauben und islamischen Glauben gibt fundamentale Unterschiede und daher ist der islam keinesfalls mit dem christlichen Glauben gleichzusetzen.

    Denn die Christen können sehr gut zwischen Politik und Religion unterscheiden durch ein Lehrbeispiel von Jesus Christus:

    Lukas 20

    Die Frage nach der Steuer (»Der Zinsgroschen«)

    20Und sie belauerten ihn und sandten Leute aus, die sich stellen sollten, als wären sie fromm; die sollten ihn fangen in seinen Worten, damit man ihn überantworten könnte der Obrigkeit und Gewalt des Statthalters.

    21Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, dass du aufrichtig redest und lehrst und achtest nicht das Ansehen der Menschen, sondern du lehrst den Weg Gottes recht.

    22Ist’s recht, dass wir dem Kaiser Steuern zahlen, oder nicht?

    23Er aber merkte ihre List und sprach zu ihnen:

    24Zeigt mir einen Silbergroschen! Wessen Bild und Aufschrift hat er? Sie sprachen: Des Kaisers.

    25Er aber sprach zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!

    26Und sie konnten ihn in seinen Worten nicht fangen vor dem Volk und wunderten sich über seine Antwort und schwiegen still.

    Dies ist eine Lehrbeispiel von Christus, denn Christus hat kein politisches System gelehrt sondern die persönliche und individuelle Verantwortung zum Gott dem Vater, folglich persönliches Verhalten, Mitgefühl und natürlich freier Wille.
    Und das ist auch der fundamentale Unterschied zu Islamisten denn diese lehren das von vorhinein alles vorbestimmt ist und dementsprechend es keinen freien Willen gibt und damit auch keine persönliche Entscheidungsfreiheit.
    Dann lehren sie das ein Buch Gottes Wort ist, der Koran sei Gottes unveränderliches Wort, die Christen aber sehen Jesus Christus selbst als das verkörperte Wort und Geist Gottes.
    Was sehen die Islamisten als Gott an, ein Buch ist Gott, der Koran ist Gott selbst. Wobei die Islamisten aber schizophren sind, einerseits verehren sie eine Buch als Gott uns andererseits verbeugen sie sich in Richtung einer arabischen Stadt. Welchen Gott verehren sie nun den Gott eines Buches oder den Gott einer arabischen Stadt Mekka?


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