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20 Briten unter den Toten der Militäraktion – USA schicken Drohnen über Gasfeld 19. Januar 2013

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 18:14

 

Geiseldrama auf Gasfeld in AlgerienAl-Kaida-Terroristen verschanzt

 

Der Militär-Einsatz gegen die Al-Kaida-Terroristen, die auf einem Gasfeld in der algerischen Wüste Geiseln genommen hatten, geht weiter. Noch immer sollen sich Kämpfer auf dem Gebiet verschanzen. Unklar ist auch, wie viele Geiseln ums Leben kamen. Nach dem Einsatz der algerischen Armee gegen islamistische Geiselnehmer auf einem BP-Gasfeld halten sich auf dem Gelände weiterhin einige Islamisten verschanzt. „Es gibt noch eine verschanzte terroristische Gruppe“ in dem Komplex in In Aménas, rund 1300 Kilometer südöstlich von Algier, schreibt die Nachrichtenagentur AFP nach Informationen aus algerischen Sicherheitskreisen. Es sei „schwierig, über einen laufenden Einsatz zu sprechen“. Zuvor hatte das britische Außenministerium zu der Geiselnahme in Algerien erklärt: „Der terroristische Zwischenfall ist weiter im Gange.“ Die britische Zeitung Sun schreibt, dass 20 ihrer Landsleute entweder getötet oder verletzt wurden.

 

 

Mit Panzern und Kampfhubschraubern gegen die Terroristen

 

Die algerische Nachrichtenagentur APS hatte unter Berufung auf örtliche Behörden berichtet, die algerische Armee habe bei ihrem Einsatz nur einen Teil des Gasfelds unter ihre Kontrolle gebracht. Sie war am Donnerstag mit Boden- und Luftstreitkräften gegen die Geiselnehmer vorgegangen. Nach Regierungsangaben wurden mehrere Geiseln befreit, jedoch habe es auch Tote und Verletzte gegeben. Die Islamisten gaben an, bei dem Militäreinsatz seien 34 Geiseln und 15 Geiselnehmer getötet worden, und drohten mit der Tötung von sieben verbliebenen Geiseln.

 

 

Erste befreite Geiseln bereits ausgeflogen

 

Unterdessen traf im algerischen Sahara-Gebiet laut einem Medienbericht ein US-Flugzeug ein, das freigekommene US-Geiseln ausfliegen sollte. Die Maschine sei am Freitagmorgen auf dem Flughafen von In Aménas gelandet, berichtete der arabischsprachige Fernsehsender Ennahar TV. Wie ein Vertreter der US-Regierung am Freitag in Washington sagte, hatte die algerische Regierung die USA vorab nicht über ihre Absicht informiert, die Geiseln auf dem Gasfeld durch die Armee befreien zu lassen.

www.focus.de

 

 

 

 

 

 

USA schicken Drohnen über Gasfeld

 

Nach heftiger Kritik am Alleingang Algeriens ergreifen die USA und Großbritannien die Initiative. Berichten zufolge sind US-Aufklärungsdrohnen im Einsatz, Großbritannien will angeblich Spezialisten nach Algerien schicken. Die Geiselnahme könnte noch Tage dauern. Jetzt kündigen die Islamisten weitere Anschläge an.

 

Bis zu 50 Menschen sollen getötet worden sein, trotzdem ist die Geiselnahme auf einem Gasfeld im Osten Algeriens noch immer nicht beendet. Der Sturmangriff der algerischen Armee auf die Anlage war international nicht abgesprochen. Für seinen Alleingang sieht sich Algerien heftiger internationaler Kritik ausgesetzt. Die USA setzen nun offenbar Aufklärungsdrohnen ein, um eigene Informationen über den Stand der Geiselnahme im Osten Algeriens zu bekommen. Das sagten zwei Mitglieder der US-Regierung der Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach seien die Drohnen unbewaffnet. Ob die algerische Regierung die Aufklärungsflüge genehmigt habe, wollten die Offiziellen nicht sagen. Verteidigungsminister Leon Panetta sagte, die USA würden „alle nötigen und angemessenen Schritte“ unternehmen, um die Geiselnahme zu beenden und drohte den Islamisten, sie sollten wissen, „dass es für sie kein Versteck, keinen Fluchtpunkt gibt. Um Nachahmungstaten zu verhindern, überprüfen die USA zudem die Sicherheit ihrer Botschaften in Afrika und dem Nahen Osten, hieß es im Außenministerium. Wie ein Korrespondent der BBC berichtet, soll Großbritannien Spezialisten für Geiselnahmen nach Algerien geschickt haben.

 

 

Heftige internationale Kritik

 

Kritik am Vorgehen Algeriens kommt aus aller Welt. Das japanische Außenministerium bestellte den algerischen Botschafter in Tokio ein. Zuvor hatte Ministerpräsident Shinzo Abe den algerischen Regierungschef Abdelmalek Sellal angerufen, um gegen die Militäraktion zu protestieren und ihren sofortigen Stopp zu fordern. Die japanische Regierung gab an, drei der 17 japanischen Mitarbeiter der Gasanlage seien in Sicherheit. Auch der britische Premier David Cameron kritisierte, dass er früher über den Befreiungsversuch informiert hätte werden müssen. Stattdessen habe London erst Informationen erhalten, als die Militäroperation bereits im Gange war. Unter den Geiseln auf dem Gelände des Gasförderfelds, das von der britischen BP mitbetrieben wird, befanden sich mehrere Staatsbürger Großbritanniens. Auch die USA verlangten von der algerischen Regierung „Klarheit“ zur Geiselnahme in Nordafrika. Details über die Lage der US-Geiseln seien ihm nicht bekannt, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Auf die Frage, ob die amerikanischen Geiseln am Leben oder tot seien, sagte Carney lediglich, die USA seien „tief besorgt über jeden Verlust unschuldigen Lebens“. Zurückhaltender äußerte sich Norwegens Regierung. Ministerpräsident Jens Stoltenberg sagte in Oslo, dass seine Regierung Algerien offiziell um militärische Zurückhaltung zum Schutz der Geiseln gebeten habe. Er sei dann am Mittag um zwölf Uhr telefonisch von seinem algerischen Kollegen lediglich über die bereits laufende Militäraktion informiert worden.

 

 

Missglückte Befreiungsaktion

 

Die algerische Regierung hatte am Donnerstag mit Hubschraubern und Bodentruppen in einer Befreiungsaktion die islamistische Terroristen angegriffen, die zuvor das Gasfeld unter ihre Kontrolle gebracht und Dutzende Mitarbeiter als Geiseln genommen hatten. Dabei kamen etwa fünfzig Menschen ums Leben. Nach Angaben der Terroristen befinden sich unter den Toten 35 Geiseln und 15 Kidnapper. Die genaue Zahl der Opfer ist noch unklar, ebenso die Zahl der noch verbliebenen Terroristen und Geiseln. Die deutsche Bundesregierung hat nach eigenen Angaben keinen Hinweis darauf, dass sich Deutsche unter den Geiseln befinden. Das am Gasfeld beteiligte norwegische Energieunternehmens Statoil teilte mit, acht seiner Mitarbeiter seien noch vermisst. Allerdings sind mehrere Arbeiter offenbar wieder in Sicherheit: Mehrere Norweger sollen sich auf dem Weg in ihr Heimatland befinden, zudem seien drei Algerier nach Algier geflogen worden, hieß es bei Statoil. Außerdem hätten zwei Franzosen unverletzt überlebt, sagte der französische Innenminister Manuel Valls. Auch ein Österreicher hat die Geiselnahme überstanden und befindet sich nach Angaben des österreichischen Außenministeriums in Sicherheit.

 

 

Die Geiselnehmer drohen mit weiteren Anschlägen

 

Frankreichs Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault bestätigte am Freitag, dass der Einsatz noch laufe. Das habe ihm die algerische Regierung mitgeteilt. Auch der britische Regierungschef David Cameron sagte, die Aktion zur Geiselbefreiung dauere weiter an. Hinter der Geiselnahme steht nach algerischen Angaben die Organisation al-Qaida im islamischen Maghreb (AQMI). Die militanten Islamisten forderten ein Ende des französischen Einsatzes in Mali. Die algerische Regierung lehnt Verhandlungen mit den Terroristen strikt ab. Die islamistischen Geiselnehmer drohten über einen Sprecher mit weiteren Anschlägen. Die mauretanische Nachrichtenagentur ANI, die enge Kontakte zu den Islamisten hat, sprach von einer Warnung der Gruppe, Algerier sollten sich von Einrichtungen ausländischer Firmen fernhalten. Der Energiekonzern BP meldete am Freitag, dass drei Passagiermaschinen vorsorglich bereits Hunderte Mitarbeiter unterschiedlicher Unternehmen, darunter auch elf BP-Angestellte, aus Algerien ausgeflogen hätten. Ein vierter Flug gehe am Freitag, außerdem werde BP noch weitere Maschinen organisieren, sollten diese nötig werden. {Quelle: www.sueddeutsche.de}

 

 

 

 

 

 

 

Österreicher überlebt algerisches Geiseldrama

 

Die Nachrichtenlage gestern war unübersichtlich: 30 Geiseln sollen in Algerien getötet worden sein. Der Niederösterreicher ist jedoch entgegen erster Meldungen entkommen.

 

Algier: Der Österreicher, der sich in Algerien unter den Opfern der Geiselnahme befand, ist frei: „Wir haben soeben vom algerischen Außenminister die erfreuliche Information erhalten, dass der Österreicher, der sich auf dem von islamistischen Terroristen angegriffenen Gasfeld im Osten Algeriens befand, in Sicherheit ist. Die Familie wurde von uns umgehend darüber informiert“, berichtete Außenminister Michael Spindelegger in einer Aussendung. Details zur Befreiung und zum Gesundheitszustand des Österreichers sind laut Spindelegger noch unklar. Der Krisenstab im Außenministerium sei in ständigem Kontakt mit den algerischen Behörden, um gesicherte Informationen zu erhalten. „Da die Geiselsituation am Gasfeld in Algerien weiterhin im Laufen ist, bitten wir um Verständnis, dass wir keine weiteren detaillierten Informationen bekannt geben können“, hieß es in der Aussendung.

 

 

30 Geiseln getötet

 

Die algerischen Streitkräfte hatten am Donnerstag versucht, die Geiseln in der Erdgasanlage in der Sahara zu befreien. Dabei wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen 30 Geiseln getötet, darunter mehrere Ausländer. Das Schicksal von mindestens 22 Ausländern war am Freitag weiter unklar. Die Al-Kaida nahestehenden Islamisten sind Verbündete von Extremisten im benachbarten Mali, die einen Krieg gegen Regierungstruppen und inzwischen auch französische Soldaten führen. Die Geiselnehmer von In Amenas waren vermutlich über die nahe Grenze aus Libyen gekommen. „Die Terroristen waren sehr gut vorbereitet, kannten die Anlage“, berichtete eine befreite Geisel der Pariser Zeitung „Le Monde“: „Sie haben sofort die Produktion gekappt, nachdem sie das Werk unter Kontrolle hatten.“ Es habe sich um ein internationales Kommando gehandelt: „Ein Ägypter, ein Tunesier, ein Algerier, ein Afroamerikaner, möglicherweise aus Niger oder Mali“ {Quelle: wirtschaftsblatt.at}.

 

One Response to “20 Briten unter den Toten der Militäraktion – USA schicken Drohnen über Gasfeld”

  1. Klotho Says:

    Liebe koptische Redaktion, ihr macht eine gute Arbeit, vor allem weil ihr die arabische Sprache beherrscht und damit uns Europäer gut aufklären könnt, was in der arabischen Welt wirklich vorgeht. Leider bringen uns die ansässigen Medien leider nicht die Wahrheit und auch nur schlechte bis falsche Übersetzungen und daher haben viele Deutsche wohl eher ein falsches Bild vom Nahen Osten. Daher ist eure Arbeit wirklich eine Bereicherung für die Medienlandschaft in Deutschland.


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