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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Sigmar zersticht Reifen der Union mit Mitleidstour 14. Januar 2013

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 15:21

Verprügelt, misshandelt und seelisch missbraucht

Sigmar Gabriel (SPD) litt unter seinem Nazi-Vater

 

Prägende Erfahrungen: Der SPD-Parteivorsitzende hat eine schwere Vergangenheit hinter sich. Vom Vater, einem überzeugten Nazi, wurde er geschlagen und entführt. Die Liebe seiner Mutter half ihm, das Martyrium zu bewältigen. Hinter dem SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel steckt mehr, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Den 53-Jährigen prägt eine tragische Vergangenheit. Jahrelang wurde er von seinem rechtsradikalen Vater, Walter Gabriel, verprügelt, seelisch missbraucht und schließlich sogar entführt, so schreibt es die „Zeit“ vom Donnerstag. Für den jungen Gabriel ein Martyrium. Nach einem siebenjährigen Rechtsstreit soll Gabriel 1969 zu seiner Mutter ziehen. Der Vater ist dagegen und entführt ihn nach Ahrensburg bei Hamburg. 250 Kilometer weit weg von seiner Heimatstadt, Goslar, wird Gabriel gezwungen die Mutter aus einer Telefonzelle heraus anzurufen und zu sagen, dass er beim Vater bleiben möchte. Der Mutter gelingt es, ihn zurückzuholen.

 

 

Übriggeblieben ist ein fast unbändiger Zorn“

 

Als Zehnjähriger hatte er kaum Liebe erfahren, sollte die neue Frau seines Vaters „Mutti“ nennen. Als er sich weigerte, wurde er geschlagen und bekam Taschengeldabzug, erzählt Gabriel in der „Zeit“. Im Interview mit der „Zeit“ sagt der SPD-Chef: „Übriggeblieben ist ein fast unbändiger Zorn. Wenn ich etwas als ungerecht empfinde, wenn Menschen Unrecht geschieht, kann ich mich richtig aufregen“ – eine Eigenschaft, die er erst in seiner späten Pubertät entwickelte. Denn Gabriel war ein Problemkind. Mutter arbeitet hart – Sigmar zersticht Reifen: Die Mutter schuftete als Krankenschwester im Schichtdienst, um ihm ein besseres Leben zu bieten. Auf der einen Seite Akkordeon- und Nachhilfeunterricht, auf der anderen zerstach Gabriel Reifen und klaute. Heute schämt er sich dafür und berichtete der „Zeit“, dass er seiner Mutter gegenüber immer noch Schuld empfinde. Er besinnt sich, tritt 1976 den „Falken“, einer Jugendorganisation der SPD, bei und macht sogar sein Abitur – obwohl ihn die Lehrer auf die Sonderschule schicken wollten.

 

 

Die Rettung kam – der Jähzorn blieb

 

Was ihn genau gerettet hat, kann Gabriel heute nicht sagen, erzählt er in der „Zeit“. Seiner Mutter gegenüber empfinde er heute bloße „Dankbarkeit“ und versuche, sein früheres Verhalten mit gemeinsamen Urlauben und Operngängen wiedergutzumachen. Der Sozialdemokrat hat seine Vergangenheit bewältigt, eines jedoch kann er nicht abschütteln – seinen Jähzorn, den ihm laut „Zeit“ auch enge Freunde nachsagen. Dem entgegenzusetzen hat Gabriel jedoch ein hohes Einfühlungsvermögen. Die Zeitung schreibt: „Wenn Freunde ernste Schwierigkeiten mit ihren Kindern haben, dann holen sie ihn“. {Quelle: www.focus.de}

 

 

Jeder kämpft mit seinen Waffen

 

Nach Jahren des Schweigens spricht Sigmar Gabriel über seinen Vater, einen unbelehrbaren Nazi. Die Öffentlichkeit staunt über die Offenheit eines Mannes, der vielen als Fels in der Brandung erschien.

 

Wie schnell wir uns ein Bild machen. Von Philipp Rösler, dem Verstockten, Unlockeren, von Angela Merkel, der Kühlen, von Steinbrück, dem Arroganten. Und all das nur auf der Basis von Interviewfetzen, von in Mikrofone geschmetterten Satzbruchstücken, von Bildern, die das Fernsehen allabendlich in unsere Wohnzimmer sendet. Da ist es ein Segen, wenn dann und wann mit Hilfe guter Recherche und gegenseitigem Vertrauen zwischen Journalisten und Politikern Menschenleben öffentlich nachgezeichnet werden. Es hilft, die unnahbaren Politiker einzuschätzen – zum Beispiel einen wie Sigmar Gabriel, der vor allem erst einmal wuchtig wirkt und selbstsicher. Souverän, geradezu polternd im Auftreten. Als Person des öffentlichen Lebens Gabriel aber immer auch permanentes Interpretationsobjekt.  Nun kam da also dieses Porträt in der „Zeit“ und plötzlich setzt sich das Bild des polternden, wuchtigen Parteivorsitzenden ganz anders zusammen. Bei der Lektüre wird klar, dass die Person Gabriel auch eine große Portion an Unsicherheit mit sich herumschleppt. Dass er „sich selbst nicht ganz traut“, so schreibt es Bernd Ulrich, Zeit-Redakteur in seinem großen Gabriel-Porträt.

 

Zu der Einschätzung kommt Ulrich nach mehreren Treffen mit Sigmar Gabriel, der über einen gewalttätigen Nazi-Vater sprach, wie er es in der Öffentlichkeit nie vorher getan hat. Selbst als der damals todkranke Walter Gabriel vor zwei Jahren in einer rechtsradikalen Zeitschrift öffentlich die fehlende Sorge und Liebe seines Sohnes einforderte, schwieg Gabriel – und nahm in Kauf, dass man ihn als kaltherzigen Menschen darstellte. Die Erklärungen blieben aus. Warum? „Die Geschichte hat einfach gefehlt“, zitiert die Zeit dazu einen engen Freund des SPD-Vorsitzenden. Diese Geschichte aber wird nun geliefert: Nach der Trennung seiner Eltern bleibt der dreijährige Sigmar Gabriel bei seinem Vater, der sich über viele Jahre mit dessen Mutter um das Sorgerecht streitet. Jahrelang wünscht sich Gabriel nichts sehnlicher als „zur Mama“ zu ziehen, schafft es aber nicht, das auch offen gegenüber seinem gestrengen Vater zu sagen. Und so bleibt er. Bezieht Prügel für schlechte Schulnoten, nimmt Taschengeldabzug hin, weil er die neue Frau des Vaters nicht „Mutti“ nennt und akzeptiert den Raub fast aller seiner Kuscheltiere. Als die Mutter ihn endlich zu sich holen will, entführt ihn gar der Vater und zwingt ihn, ihr am Telefon vorzulügen, er wolle beim Vater bleiben.

{Quelle: www.cicero.de}

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