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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kein Arzt nimmt Schwangerschaftsabbrüche vor 13. Januar 2013

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 20:12

 

In Augsburg bietet kein Arzt Schwangerschaftsabbrüche an. Experten kritisieren die Versorgungslücke: Sie sei ein Risiko für Betroffene.

 

Warum sind in einer Großstadt wie Augsburg keine Ärzte gelistet, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen? Das fragen sich nicht nur Experten in den staatlich anerkannten Schwangerenberatungsstellen. „Es ist ein großes Problem, wenn Frauen nicht in Wohnortnähe versorgt werden“, sagt die Leiterin von Pro Familia, Petra Schiller. Obwohl in Augsburg jährlich rund 900 Frauen Beratung suchen, weil sie eine Abtreibung in den ersten zwölf Wochen nach Paragraf 218/219 planen, können die Beratungsstellen sie nicht an niedergelassene Ärzte oder Kliniken in der Stadt vermitteln. Wie berichtet ist im Gesundheitsamt kein Augsburger Mediziner für einen solchen Eingriff gelistet.

 

Gründe dafür kann Dr. Ulrich Storr, Leiter des Gesundheitsamtes, nicht nennen. Er verweist darauf, dass Ärzte für Schwangerschaftsabbrüche eine Genehmigung der Regierung von Schwaben brauchen. Dies sei eine Zusatzqualifikation, die mit Kontrollen durchs Gesundheitsamt verbunden ist.  Experten gehen zwar davon aus, dass einzelne Gynäkologen in Augsburg eine Genehmigung für Abtreibungen haben, diese aber nur in seltenen Fällen durchführen und sich auch nicht auf die offizielle Liste für die Beratungsstellen setzen lassen wollen. „Es ist tatsächlich schwierig, einen Mediziner in Augsburg für diesen Eingriff zu finden“, sagt Petra Schiller von Pro Familia. „Die meisten Frauen weichen nach München aus oder zum ambulanten Eingriff ins Kreiskrankenhaus Günzburg“.

 

Aus Sicht von Pro Familia birgt die fehlende Versorgung in Augsburg Risiken für betroffene Frauen. Bei einer Abtreibung mit Medikamenten müsse die Schwangere dreimal zur Behandlung – zur Untersuchung, zur Einnahme und zur Nachsorge. Dies sei bislang jedes Mal mit langen Fahrten verbunden. Bei einem Eingriff mit Instrumenten sind laut Schiller zwei Besuche beim Arzt nötig. „Nach der ambulanten Behandlung können die Frauen nicht selbst Auto fahren“. Den weißen Fleck auf der medizinischen Landkarte in Augsburg erklären Fachleute auch damit, dass es in Krankenhäusern unter Regie der katholischen Kirche keine Möglichkeiten für Ärzte mit Belegbetten gebe, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Im Klinikum Augsburg werden ebenfalls keine Abtreibungen nach Paragraf 218/219 vorgenommen. Professor Arthur Wischnik, Chefarzt der Frauenklinik, sagt: „Als Ärzte wollen wir Leben erhalten und Familien auch bei schwerwiegenden Entscheidungen begleiten. Wie auch andere Großkliniken – zum Beispiel das Klinikum der Universität München – haben wir uns dafür entschieden, Schwangerschaftsabbrüche nur aus medizinischen Gründen vorzunehmen“.

 

Man wolle, so heißt es, keinen Eingriff vornehmen, der lediglich bei Einhaltung bestimmter Voraussetzungen nicht strafverfolgt werde, im Grundsatz jedoch strafbewehrt sei. Er sei, so Wischnik, aus ethischen Erwägungen selbst nicht zur Durchführung dieses Eingriffs bereit. Als Chefarzt habe er aufgrund der rechtlichen Grundlagen auch keine Weisungsbefugnis gegenüber seinen Ärzten oder weiteren Mitarbeitern des Behandlungsteams, diesen Eingriff vorzunehmen oder daran mitzuwirken. Abtreibungen werden am Klinikum Augsburg nur aus medizinischen Gründen vorgenommen. 2012 waren es 16 solcher Eingriffe, wenn schwerwiegende Krankheiten der Mutter oder schwerwiegende Behinderungen wie genetische Defekte beim Kind vorlagen. Bei Defekten, die sich nach der Geburt ohne schwerwiegende Folgen für das Kind beispielsweise chirurgisch beheben lassen, führt das Klinikum Augsburg keine Schwangerschaftsabbrüche durch. {Quelle: www.augsburger-allgemeine.de – Von Eva Maria Knab}

Augsburger Allgemeine

 

 

 

 

Israels Oberrabbiner rufen zu Predigten gegen Abtreibung auf

Die beiden Oberrabbiner Israels, Schlomo Mosche Amar und Yona Metzger, haben Rabbiner landesweit zu Predigten für den Schutz Ungeborener aufgerufen

 

Jerusalem (kath.net/KNA) Die beiden Oberrabbiner Israels, Schlomo Mosche Amar und Yona Metzger, haben Rabbiner landesweit zu Predigten für den Schutz Ungeborener aufgerufen. Sie sollten den Gläubigen «das strenge Verbot der Abtreibung» einschärfen, schrieben die beiden höchsten jüdischen Würdenträger in einem gemeinsamen Brief, aus dem der israelische Sender Arutz Scheva am Mittwoch zitierte.  Anlass ist der Meldung zufolge eine in den Synagogengottesdiensten vorgesehene Lesung aus der Geschichte des Volkes Israels in Ägypten. Im biblischen Buch Exodus wird erzählt, wie hebräische Hebammen sich weigerten, auf Geheiß des Pharao männliche Nachkommen bei der Geburt zu töten (Exodus 1,15ff).  {Quelle: kath.net}

 

2 Responses to “Kein Arzt nimmt Schwangerschaftsabbrüche vor”

  1. Peter P. Hauser Says:

    Ich kann der Ärzteschaft nur dazu gratulieren – ein Hoffnungsschimmer für andere Regionen? Man kann nur wünschen und hoffen dass die Menschen irgendwann zur Vernunft kommen und diesem Abtreibungswahn ein Ende setzen. Unsere Stadt hat in 6 Jahren +- 200 Schulklassen vernichtet.
    Wie krank ist eine Gesellschaft die das Nichtvorhandensein einer Abnormalen/Unnatürlichen Handlung (Abtreibung) als ein Manko beschreibt?
    Wo ist die Liste der verhinderten Mütter die diese Tat ihr ganzes Leben lang bereuen.
    Könnte man diesen Ungewollten „Erdlingen“ bei Geburt wenigstens den Asylantenstaus anbieten mit dem dazugehörigen monatlichen Bargeld, das könnte so manche Entscheidung leichter machen – verzeiht meinen Zynismus.

  2. calvin klein Says:

    Warum treiben noch immer so viele Frauen ab?Mehr als 30 Jahre alt ist die Kampagne „Auch ich habe abgetrieben“. Zu feiern gibt es allerdings wenig. Bis heute ist es der Frauenbewegung nicht gelungen, eine angemessene Haltung zur Abtreibung zu finden. Eine Mischung aus hohlen Phrasen und Ignoranz kennzeichnet den Umgang mit dem Thema

    „Vielleicht gibt es wirklich Frauen, die mit Abtreibungen verhüten“

    Der deutsche Feminismus hat keine Sprache für Liebesbeziehungen zu Männern, und auch keine für das Muttersein. Ganze Universitätsseminare widmen sich in den „Gender Studies“ dem Versuch, den Geschlechtsunterschied aus der Welt zu hüsteln, indem man ihn als „soziale Konstruktion“ hinstellt. „Zwangsheterosexualität“ lautet das Verdikt, wenn der kleine Unterschied ins Spiel gebracht wird.

    Weil es keine guten Daten über die persönlichen Motive von Frauen in dieser höchst privaten Frage gibt, kann man nur mutmaßen. Ist es möglich, dass Frauen empfangen und dann abtreiben, um wenigstens auf diese Weise den weggeredeten Geschlechtsunterschied zu inszenieren, zu erleben, was nur sie können: ein Kind zur Welt bringen? Wer weiß. Vielleicht ist da auch viel mehr Indifferenz, als man sich das vorstellt. Vielleicht gibt es wirklich Frauen, die mit Abtreibungen verhüten.

    Schade, dass man da auf trübe Spekulationen angewiesen ist. Frauenärzte, Beratungsstellen und Gesetzgeber brauchen genauere Informationen darüber, warum noch immer so häufig abgetrieben wird. 120.000 Abtreibungen pro Jahr sind für ein Land wie Deutschland einfach zu viel.

    Heuchelei in der Bioethik: „Abtreibung ist bei uns illegal, aber straffrei“

    Die Selbstbestimmung über den eigenen Körper durchgesetzt zu haben gehört trotzdem zu den Verdiensten der Frauenbewegung. Leider ist in die momentane Rechtslage dieselbe Heuchelei eingebaut wie überall in der Bioethik: Abtreibung ist bei uns „illegal, aber straffrei“. Man konnte sich nicht dazu durchringen, den Frauen unter begrenzten Umständen die Carte blanche zu geben. Ganz schwierig wird es, wenn man zur Stammzellenforschung kommt, wo schon die befruchtete Eizelle quasi als Person gilt. Wie kann Abtreibung bis zur 23. Woche möglich sein, wenn schon die Forschung an der befruchteten Eizelle (die sonst vernichtet wird) verboten ist?

    Aber die eigentliche Frage ist, wer die moralische Dimension der Abtreibung im Auge hat. Wer sie für Teufelswerk und Mord hält, fällt als Gesprächspartner für Frauen in Not aus. Aber wer behauptet, hier gehe es nur um die Autonomie der Frau, der verhält sich wie ein Teenager – und von denen wissen es auch viele besser. Der Spruch „Mein Bauch gehört mir“ hatte seine Berechtigung in der damaligen Stimmungslage. Wer heute noch so denkt, verleugnet die Beziehung, ohne die es nun einmal keine Schwangerschaft gibt.


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