kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Lange lebe Assad! Ein Hoch der syrischen Armee! 9. Januar 2013

Filed under: Islamischer Terror,Moslembrüder — Knecht Christi @ 17:32

 

Zur gestrigen Ansprache des syrischen Präsidenten und zum Exempel, das Syrien für die ganze Welt bedeutet.

 

Schauen wir uns zunächst das Video an. Sicherlich, ein Propagandavideo. Aber interessant ist schon, welche Werte da propagiert werden: Der Clip zeigt Frauen an der Seite der Männer. Der Clip zeigt Frauen mit und (vor allem) ohne Kopftuch. Der Clip zeigt Schulkinder, die koedukativ unterrichtet werden. Der Clip zeigt ein Renterehepaar, wie man es auch in einer europäischen Stadt sehen könnte. Im zentralen Innenteil steht die religiöse Toleranz im Mittelpunkt: Die Versöhnung zwischen Islam und Christentum. Die Kirche und das Kreuz sind sogar länger zu sehen als jedes andere Bauwerk und Symbol! Der Bruderkuss der religiösen Führer symbolisiert die Bruderschaft der abrahamitischen Religionen. Das ist Syrien heute. Dieses Syrien soll von Terroristen zerstört werden! Diese Terroristen werden vom Westen, insbesondere von der Türkei und den USA, ausgerüstet. Al Qaida plus CIA und der türkische Geheimdienst MIT zerstören die “Wiege der religiösen Toleranz” – so der Titel des Syrien-Dossiers in COMPACT 9/2012 . Mit anderen Worten: Gerade jenes Land in der arabischen Welt, das mehr von den christlichen und europäischen Werten als jedes andere bewahrt hat, soll jetzt geschlachtet werden. Die NATO bombt dem Wahabismus den Weg frei. Das multireligiöse und tolerante Syrien von Bashar al Assad – und damit auch die Christen in Syrien – werden von der NATO bekämpft, und vom bösen Iran (ebenso wie von Russland und China) verteidigt.

 

Diese Konstellation zwingt auch die politischen Kräfte hier in Deutschland zur Klärung ihrer Begriffe. Es geht nicht mehr, “pro-westlich” und “anti-islamisch” zu sein, denn “der Westen” – in Gestalt der NATO! – unterstützt die vorsintflutlichen Wahabiten, also den aggressivsten Faktor des Islam, während ein wichtiger Teil der Muslime – neben den Alawiten eben auch die Schiiten – sich für das syrische Modell und damit auch für die Toleranz gegenüber den Christen einsetzen. Da ist klare Positionierung gefragt: Wer ein Land, das (zusammen mit Libanon) unserem europäischen Lebensstil näher steht als jedes andere in der arabischen Welt, verteidigen will, muss gegen die sogenannte Opposition, im Klartext: gegen die terroristischen Söldnerbanden, Stellung nehmen. Wer aber, wie etwa die “Junge Freiheit”, elendig herumlaviert und mit der Opposition liebäugelt, steht de facto auf der Seite des “Islamo-Faschismus”, den er ansonsten zu bekämpfen vorgibt. Ja, Islamo-Faschismus! Das Wort ist kriegshetzerisch, wenn es, wie bei Bush, den Neocons und den Zionisten, gegen den Islam insgesamt verwendet wird. Aber es trifft zu, wenn man damit die Wahabiten und die islamischen Terroristen meint, mit denen sich die USA (nicht erst heute) verbündet haben.

 

Noch ein Wort zu Assad und seiner ausgezeichneten Rede gestern. Schlüsselsatz: “Es ist ein Konflikt zwischen dem Volk auf der einen Seite und Killern und Kriminellen auf der anderen Seite.” Assad ist für mich der “Man of the Year” 2012. Wer hätte gedacht, dass dieser auf den ersten Blick schmächtige Mann und seine wunderbare Frau die Stellung halten! Er ist ja eigentlich Augenarzt, er hätte tschüs sagen und sich in irgendein Exil verdrücken und dort wieder eine Promi-Praxis eröffnen können, wie er sie in London hatte. Aber er bleibt auf dem Posten, auch unter Lebensgefahr! Ich verneige mich vor diesem Mut! Assad wird, egal wie die Sache endet, in die Geschichte eingehen: Entweder als Held wie Allende, den die CIA-Putschisten ermordet haben, oder als Held wie Castro, der ihnen erfolgreich die Stirn geboten hat. Noch mehr stehen wir in der Schuld der einfachen syrischen Soldaten und ihrer Offiziere. Sie halten jeden Tag den Kopf hin – nicht nur für ihre Familien und ihr Land, sondern für die Freiheit und den Friede auf der ganzen Welt. Solange Damaskus nicht fällt, können die Menschen in Teheran – und in der Folge in Moskau – ruhig schlafen. Dass die Kriegsgefahr im Nahen Osten de facto abgeflaut ist, dass die US-Strategen sich untereinander (Obama und Romney) und mit den Zionisten in die Haare gekommen sind – das ist doch das Ergebnis davon, dass die syrische Armee sich trotz bestialischer Angriffe bravourös geschlagen und damit Zwist in die Koalition ihrer Feinde getragen hat.

 

Lang leben Assad, der Löwe von Damaskus, und die Löwen der syrischen Armee! Wir stehen tief in Eurer Schuld!

(Dieser Artikel hat Ihnen gefallen? Dann abonnieren Sie COMPACT-Magazin, da gibt es mehr davon! In unserer nächsten Ausgabe – Februar 2013 – mit dem Titelthema zur Stationierung deutscher Patriot-Raketen an der syrischen Grenze).

juergenelsaesser.wordpress.com – Von Jürgen Elsässer, Chefredakteur COMPACT

 

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