kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Juda: Verantwortung übernehmen 8. Januar 2013

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 20:18

Konfliktlösung ist ein Schlüssel zum Erfolg. Dass dabei einer mit harter Schale und weichem Kern Dinge verändern kann, zeigt das erste Buch der Bibel am Beispiel von Juda.

 

Seit jenem Tag, an dem der Hass explodierte, lastet eine dunkle Wolke auf der ganzen Familie. Und Juda ist daran nicht unschuldig. Er hat nämlich die wütenden, zur Bluttat bereiten Brüder auf die Idee gebracht, ihren jüngeren, vom Vater verhätschelten Bruder Josef an Sklavenhändler zu verkaufen.

 

Der Liebling des Vaters: Juda ist der vierte in der langen Reihe von zwölf Söhnen, die Jakob von seinen Frauen hat. Jakob und sein Clan sind Nomaden, die Ziegen und Schafe züchten. Auf der Suche nach guten Weidegründen sind die Brüder weggezogen, während Josef und Benjamin, die später geborenen Söhne der Lieblingsfrau Rahel, beim Vater geblieben sind. Nach Wochen schickt Jakob Josef zu den Hirten. «Jetzt zahlen wir es ihm heim!» raunen sie einander zu, als er sie findet. «Töten wir ihn – dann sehen wir, was aus seinen Träumen wird». Denn Josef hat ihnen Träume erzählt, in denen sich alle vor ihm niederwarfen. Juda sucht einen Ausweg. Da zieht eine Karawane vorbei. Er schlägt der unbarmherzigen Runde vor, Josef den Händlern zu verkaufen. «Wir wollen uns nicht an ihm vergreifen, er ist doch unser Bruder.» Dem Vater lassen sie Josefs in Ziegenblut getränktes Kleid überbringen. Jakob fällt in eine Depression, aus der er nicht mehr herausfindet. Vom Hunger getrieben: Juda mag das nicht mit ansehen. Er verlässt den Clan und heiratet eine Frau des Landes. Doch auch da verfolgt ihn das Unglück. Nach Jahren kehrt er in die Großfamilie zurück. Eine verheerende Dürre ist über das Land gekommen. Die Vorräte gehen zur Neige. Im Nachbarland Ägypten gibt es Weizen zu kaufen. Juda und neun Brüder werden vom Vater hingesandt. Der Weizenmanager des ägyptischen Königs behandelt die zehn Hirten wie – Spione! Im Verhör geben sie preis, dass Benjamin beim Vater geblieben ist, «und einer ist nicht mehr». Der Manager gibt ihnen nach drei Tagen im Kerker Weizen und lässt sie ziehen – mit Ausnahme von einem, der als Pfand für ihre Wiederkehr mit Benjamin gefangen bleibt.

 

 

Für den Bruder bürgen

 

Der Hunger erzwingt eine zweite Reise – mit Benjamin. Obwohl dies Jakob fast das Herz abdreht. Juda kann ihn umstimmen, indem er für das Leben Benjamins bürgt. «Wenn ich ihn dir nicht wieder zurückbringe und vor dich hinstelle, so will ich mein Leben lang vor dir die Schuld tragen.» Der Not gehorchend gibt Jakob nach. In Ägypten geraten die Brüder auf eine Achterbahn sondergleichen. Schließlich merken sie, dass der unberechenbare Weizenmanager – Josef ist! Er hat als Sklave in Ägypten überlebt und Karriere gemacht. Und er verzeiht die Grausamkeit, die sie ihm angetan haben. Er umarmt Juda und die andern. Auf eigenen Wegen gereift: Was zeichnet Juda vor seinen Brüdern aus? Weiche Schale im harten Kern? Er hat den ‚Kompromiss‘-Vorschlag gemacht, Josef zu verschachern. Er geht eigene Wege und ermöglicht die zweite Ägyptenreise, indem er für das Leben seines jüngsten Bruders bürgt. Wie Jakob sein Ende nahen fühlt, ruft er die Söhne zusammen. Den stärksten Segen spricht er über Juda aus und übergeht die drei Älteren. Aus Juda wird einst der Chef über die Nachfahren der Brüder kommen. Weiche Schale im harten Kern? Der Bericht deutet darauf hin, dass Juda unter rauhen Gesellen Mitgefühl bewahrt. Er gibt sein Leben als Pfand für das seines Bruders. Damit ist er trotz aller Unvollkommenheit im tieferen Sinn ein Vorläufer von Jesus von Nazareth, der über David von ihm abstammt.

 

 

 

 

 

 

Ähnlich wie Jesus

 

Denn Jesus hält unter extremem Druck den Kurs und bleibt auf dem Weg, den Gott ihm zeigt. Er setzt als Gerechter sein Leben ein, nicht nur als Bürge. Er gibt es für seine Freunde, indem er sich hinrichten lässt. Zu den Freunden von Jesus gehören alle, die dies für sich beanspruchen: Jesus hat sein Leben hergegeben, dass ich echt leben und mit Gott in Beziehung sein kann. Die Geschichte von Juda und seinen Brüdern findet sich in der Bibel, 1. Buch Mose, Kapitel 29-49.

Lesen Sie auch: Jesus begegnen, der für Andere sein Leben gab – von Peter Schmid

{Quelle: www.jesus.ch}

 

5 Responses to “Juda: Verantwortung übernehmen”

  1. Do-NS Says:

    Ein Pfarrer entdeckt Gottes Liebe ganz neu
    Krankheiten haben ihre Geschichte. Sie entwickeln sich langsam. Manchmal aber überfallen sie uns auch. Die Menschen in Papua Neuguinea sagen nicht: «Ich habe eine Krankheit», sondern «die Krankheit hat mich gefunden.»

    So erging es einem befreundeten Pfarrer. Viele Jahre hatte er nach seiner Pensionierung gesund verlebt. Aber plötzlich war eine grosse Operation nötig. Dann eine Nachoperation. Nach ein paar Wochen ein weiterer Eingriff.

    Nun gab es nur noch Erschöpfung. Er hatte keine Kraft mehr zum Leben. Ärzte und Krankenschwestern mühten sich um ihn, die Familie besuchte ihn jeden Tag und hoffte auf kleine Fortschritte. Nur sehr zögernd gab es so etwas wie Rückkehr ins Leben: der erste Tee nach langer künstlicher Ernährung. Die erste dünne Suppe. Dann: wieder Sprechen können. Langsam sich aufrichten und auf der Bettkante sitzen. Stehen. Ein paar Schritte.

    Als ich ihn besuchte, sagte er: «Früher hab ich andere getröstet, aber jetzt sieht alles für mich so trostlos aus. In den Tiefen, wie ich sie gerade hinter mir habe, ist alles, auch der Glaube, wie ausgelöscht. Nichts, woran man sich halten kann. Keine Kraft, nur Schwäche. Das Einzige: Meine Kinder sind jeden Tag gekommen und auch nachts dageblieben und haben auf dem Flur vor der Tür gehockt und für mich gebetet. Und meine Frau auch. Ist das nicht wunderbar? Dass dann andere für einen eintreten und dass so viel Liebe zurückkommt? Ich war wie von einem Schutzwall umgeben.»

    Als es ihm besser ging, halfen Lieder. Lieder, die er sein Leben lang gesungen hatte: «Auf meinen lieben Gott trau ich in Angst und Not …» «Aber», sagt er, «eigentlich habe nicht ich vertraut, sondern Gott hat mich festgehalten. Er war treu und hat durchgehalten. Ich nicht. Ich konnte es nicht. Es ist alles Geschenk eines liebenden Gottes. Alles!»

    • Do-NS Says:

      Jesus hat die Welt verändert wie kein anderer: Gott schickte ihn, seinen Sohn, auf die Erde, damit er stellvertretend für alle die kaputte Beziehung zwischen Gott und den Menschen wiederherstellte. Das war möglich, in dem er am Kreuz starb – und wieder auferstand! Jesus Christus starb auch für Sie. Damit Sie nichts von Gott trennt. Wenn Sie wollen, können Sie ihm sagen, dass Sie dieses Geschenk annehmen möchten!

  2. Emanuel Says:

    Werde mir den film vollständig ansehen … wiederum ein Anstoß, nachzudenken ! Was bedeutet „Pharao“, was bedeutet „Ägypten“, welche Bedeutung kommt Josef zu ??? Wer ist wirklich so einfältig heute, zu glauben, das alle nur Bedeutung im Wortsinne haben ?

    Hat Gott tatsächlich „die Schlange“ verdammt ? Mehr nicht ? Wernicht über den Wortsinn hinaus nachdenkt, versteht nichts …. !!!!!

    • Emanuel Says:

      So wird die Schlange oder der Drache, der genannt wird Luzifer,
      beschrieben bei Jes.14/13-15: „Luzifer, du sprachst in deinem Herzen, in die
      Himmel will ich steigen, über die Sterne Gottes erhöhen meinen Thron, und
      will sitzen auf dem Berge der Versammlung, zu Seiten der Mitternacht, ich
      will aufsteigen über die Höhen der Wolke, gleich werden dem Höchsten, aber
      zur Hölle wirst du hinabgestoßen sein, zu den Seiten der Grube“.

      Die Schlange oder der Drache wird auch beschrieben in der Offb.12/3,9:
      „Der große rote Drache hatte sieben Häupter und zehn Hörner, und auf seinen
      Häuptern viele (sieben) Diademe, aber er wurde auf die Erde geworfen“: wo
      beschrieben wird, wie hoch er das Haupt emporhebt.
      Ps.110/1,2,6,7: „Spruch Jehovahs zu Meinem Herrn: Setze Dich zu
      Meiner Rechten, bis Ich Deine Feinde zum Schemel Deiner Füße gemacht; das
      Zepter Deiner Stärke wird Jehovah aus Zion senden, wird die Völkerschaften
      richten, Er hat mit Leichnamen erfüllt, zerschellt das Haupt auf vieles Land;
      aus dem Strom am Wege wird Er trinken, darum wird Er das Haupt erhöhen“.

  3. Emanuel Says:

    Ich schaue den Film … und erkenne … ein antisemitisches Machwerk … ?????


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s