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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Moslembrüder in der ganzen Region: Wie gewonnen so zerronnen! 7. Januar 2013

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 14:37

Die von den USA und der NATO unterstützte »Freie Syrische Armee« bricht auseinander – Regierungstruppen gewinnen die Oberhand!

 

Während die französische Presse weiterhin den »kurz bevorstehenden Sturz« in Syrien und die »Flucht Baschar al-Assads« ankündigt, hat sich die Lage vor Ort grundlegend geändert. Auch wenn im Großteil des Landes chaotische Verhältnisse herrschen, sind die »befreiten Regionen« wie Schnee in der Sonne zusammengeschmolzen. Und ohne diese Rückzugsräume schmelzen auch die Siegesaussichten der Freien Syrischen Armee (FSA) zusehends dahin, während Washington und Moskau auf ein Ende des Konflikts hinarbeiten.

 

 

Der Countdown läuft. Bald nach ihrer Bestätigung durch den Senat wird die zweite Regierung unter Präsident Obama dem UN-Sicherheitsrat einen Friedensplan für Syrien vorlegen. Von einem rein rechtlichen Standpunkt aus betrachtet, ist die erste Regierung Obama – auch wenn er wiedergewählt wurde – bis zur Amtseinführung nur noch kommissarisch für die Amtsgeschäfte verantwortlich und wird daher keine weitergehende Initiative mehr beginnen. In politischer Hinsicht hatte Obama darauf verzichtet, zu reagieren, als einige seiner Kollegen mitten im Wahlkampf das Genfer Abkommen torpedierten. Aber unmittelbar nach seiner Wiederwahl begann er mit einem Großreinemachen. Wie erwartet ging General Petraeus, der Architekt des Krieges gegen Syrien, in die ihm gestellte Falle und musste seinen Hut nehmen. Und wie ebenso erwartet sahen sich NATO-Kommandeure und Befehlshaber der Raketenabwehr, die eine Vereinbarung mit Russland ablehnten, Ermittlungen wegen Korruptionsverdacht gegenüber und hielten sich zurück. Und auch der Rücktritt der Außenministerin Hillary Clinton war keine Überraschung – lediglich die Art und Weise, wie sie ausgeschaltet wurde, war überraschend: ein ernsthaftes gesundheitliches Problem [ein Blutgerinnsel zwischen Schädeldecke und Gehirn] setzte sie schachmatt.

 

Auch bei den Vereinten Nationen sind die Dinge in Bewegung gekommen. Die Hauptabteilung für Friedenssicherungseinsätze (DPKO) des UN-Sekretariats unterzeichnete bereits im September zusammen mit der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) eine Erklärung. Die OVKS wurde 2002 gegründet. Ihr gehören neben Russland Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Weißrussland und Tadschikistan an. Im Oktober nahm die DPKO dann als Beobachter an einem OVKS-Manöver teil, bei dem ein Einsatz der »Blauhelme« in Syrien geübt wurde. Im Dezember lud die DPKO militärische Vertreter der Ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates ein und informierte sie über die Art und Weise, wie ein entsprechender Einsatz ausgeführt werden könnte. Trotz ihrer Ablehnung einer solchen Lösung beugten sich Frankreich und England dem Willen der USA. Desungeachtet versuchte Frankreich, den Genfer Plan über den Gemeinsamen Sondergesandten der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga für Syrien, Lakhdar Brahimi, im Sinne der französischen Einwände vom 30. Juni zu verändern. Aber letztlich gelang es Brahimi, eine solche Festlegung zu vermeiden, und er hielt weiter daran fest, Botschaften zwischen den verschiedenen Konfliktparteien zu überbringen.

 

 

 

 

Söldner der USA und Europäer mit saudisch-katarischen Geldern und Logistik der Moslembrüder (mit deren vielen terroristen-Gruppen wie Hamas, Gamaa Islamia, Hizb Allah und Al-Kaida)!

 

Ägypter, Tunesier, Syrer und alle Völker der Region haben die Schnauze von den bärtigen Schurken voll und wollen leben, wie es vor ihnen hervorragend war!

 

 

In Wahrheit hat die syrische Regierung vor Ort am Boden die Oberhand zurückgewonnen. Die militärische Lage hat sich verändert. Selbst die Franzosen erwähnen kaum noch die so genannten »befreiten Gebiete«, die sie vorher einem Mandat der Vereinten Nationen unterstellen wollten. Der Umfang dieser Gebiete nimmt ständig ab, und diejenigen, die sich noch behaupten können, befinden sich in der Hand in Misskredit geratener Salafisten. Die Soldaten der FSA wurden angehalten, ihre Positionen zu räumen und sich in der Nähe der Hauptstadt für einen Entscheidungskampf neu zu gruppieren. Die »Contras« [Meyssan spielt hier auf die maßgeblich von der CIA finanzierten und unterstützten Guerilla-Gruppen an, die ab 1981 gegen die sandinistische Regierung in Nicaragua kämpften] hofften, die palästinensischen Flüchtlinge, bei denen es sich mehrheitlich um sunnitische Muslime handelt, auf die gleiche Weise gegen das interkonfessionelle syrische Regime aufzuwiegeln, wie der Hariri-Clan im Libanon versucht hatte, die sunnitischen Palästinenser aus dem Flüchtlingslager Nahr al-Bared gegen die schiitische Hisbollah in Stellung zu bringen. Aber wie im Libanon scheiterte auch dieser Versuch, weil die Palästinenser genau wissen, wer ihre Freunde sind und wer tatsächlich für die Befreiung ihres Landes kämpft. In dem jüngsten achttägigen israelischen Kriegszug gegen Gaza waren es vor allem die iranischen und syrischen Waffen, die die Lage retteten, während die Golf-Monarchien keinen Finger rührten.

 

Bestimmte Fraktionen der Hamas, die loyal zu Chalid Maschal stehen und von Katar finanziell unterstützt werden, ermöglichten einigen wenigen hundert Kämpfern der »Front zum Schutz der Levante« (einem syrisch-libanesischen Al-Qaida-Ableger), die ebenfalls mit Katar verbündet ist, Zugang zum Palästinenserlager Yarmuk. Diese Front kämpfte vor allem gegen Mitglieder der »Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando« (PFLP-GC). Per SMS forderte die syrische Regierung die 180.000 Bewohner des Lagers auf, das Lager so schnell wie möglich zu verlassen, und bot ihnen vorläufige Unterkünfte in Hotels, Schulen und Sportstätten in Damaskus an. Einige zogen es vor, in den Libanon auszuweichen. Am nächsten Tag beschoss die syrische Armee das Lager mit schwerer Artillerie und gewann die Kontrolle zurück. 14 Palästinenserorganisationen unterzeichneten eine Vereinbarung, in der sie das Lager zur »neutralen Zone« erklärten. Die Kämpfer der FSA zogen sich geordnet zurück und setzten die Kampfhandlungen gegen Syrien im Umland fort, während die Zivilisten in das schwer verwüstete Lager zurückkehrten, in dem Schulen und Krankenhäuser systematisch zerstört worden waren.

 

Ins strategischer Hinsicht ist der Krieg bereits vorüber: Die FSA hat die Unterstützung durch die Bevölkerung verloren, die sie an einem gewissen Punkt besessen hatte, und hat keine Chance mehr auf einen Sieg. Die Europäer glauben immer noch, sie könnten durch Bestechungen führender Regimevertreter doch noch einen Regimewechsel herbeiführen, müssen aber zunehmend erkennen, dass dies mit der FSA unmöglich ist. Die Zahl der »Contras«  nimmt zwar noch zu, aber die Versorgung mit Geld und Waffen ist rückläufig. Ein Großteil der internationalen Unterstützung wurde eingestellt, auch wenn keine Erfolge auf dem Schlachtfeld zu erkennen sind – das Licht eines untergegangenen Sterns ist eben auch noch lange sichtbar. Die USA sind offenbar entschlossen, der Angelegenheit ein Ende zu machen und die FSA zu opfern. Sie erteilen widersinnige Anweisungen, die die ausländischen Söldner in den Tod treiben. Allein im letzten Monat sind einige Tausend von ihnen gestorben. Zwischenzeitlich verkündete das amerikanische National Intelligence Council, das für die Erstellung des National Intelligence Estimate (NIE) verantwortlich ist, in zynischer Weise, der »internationale Dschihadismus« werde bald verschwunden sein. Andere Verbündete der USA sollten sich vor diesem Hintergrund nun die Frage stellen, ob diese neue Herangehensweise nicht nahelegt, dass auch sie bald geopfert werden sollen {Quelle: info.kopp-verlag.de – Thierry Meyssan}

 

4 Responses to “Moslembrüder in der ganzen Region: Wie gewonnen so zerronnen!”

  1. carma Says:

    vermutlich haben die neuen russischen abwehrraketen der syrischen armee die stimmung im weißen haus verdorben – einen nun mit hohen verlusten einhergehenden angriff kann das obama-team nicht mehr vor den wählern verantworten – zumal die „freiheitskämpfer“ auch in den öffentlichen medien immer kritischer beurteilt werden…
    dennoch: assad sollte den weg frei machen für eine neuordnung des landes -mit ihm geht gar nichts mehr!!

  2. Johannes Says:

    Assad ist – wie sein Vater – ein Diktator, aber unter seiner Herrschaft haben Minderheiten wenigstens einige Rechte und kleine Freiheiten. Diese würden allerdings verschwinden, wenn die Mohammedaner-Brüder an die Macht kommen.

    Auch am Beispiel Syriens zeigt sich, dass die islamische Ideologie keine Demokratie zulässt, auch keine individuelle Freiheit. Wie in den „Staatsreligionen“ Kommunismus und Nationalsozialismus versklavt die islamische Ideologie den Menschen und beraubt in seiner Würde, die ihm von GOTT gegeben ist.

    • carma Says:

      stimmt alles bedauerlicherweise, aber die masse der sunniten wird assad NIE MEHR akzeptieren – soviel ist doch klar. GEGEN so eine erdrückende mehrheit wird er auch zukünftig keinen inneren frieden oder gar eine versöhnung erreichen. dazu sind zuviele unschuldige zivilisten gestorben, wenngleich nicht alle durch assads truppen umgekommen sind. syrien ist nun in der situation wie ex-jugoslawien – eine aufsplitterung des landes wird kaum aufzuhalten sein…

      • Deutsche Soldaten in der Türkei angepöbelt
        Während ihres Patriot-Einsatzes in der Türkei sind mehrere Bundeswehrsoldaten von Dutzenden Zivilisten bedrängt und bedroht worden. Beim Verlassen eines Geschäfts in Iskenderun seien fünf deutsche Soldaten in Zivil von etwa 40 türkischen Zivilisten „angepöbelt und bedrängt“ worden, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Mittwoch in Potsdam mit. Einem Soldaten sei ein Sack über den Kopf gezogen worden, in dem sich weißes Pulver oder Puder befand. Die Bundeswehrsoldaten seien in umliegende Geschäfte geflüchtet.

        Türkische Sicherheitskräfte, die die deutschen Soldaten begleitet hatten, griffen den Angaben zufolge zu ihrem Schutz ein. Dadurch hätten sie eine weitere Eskalation der Lage verhindert. Anschließend begleiteten die türkischen Sicherheitskräfte die deutschen Soldaten in ihre Unterkünfte. Bei dem Vorfall wurde laut Einsatzführungskommando kein deutscher Soldat verletzt. Die Hintergründe würden untersucht.

        Zuvor hatten türkische Medien berichtet, dass die türkische Polizei nach gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Demonstranten bei Protestkundgebungen gegen den Patriot-Einsatz der NATO mehrere Dutzend Menschen festgenommen habe. Die Sicherheitskräfte gingen demnach mit Tränengas, Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Demonstranten in Iskenderun sowie an der Luftwaffenbasis Incirlik im Süden des Landes vor.

        In Iskenderun waren am Montag Schiffe mit den Patriot-Raketen der Bundeswehr und der niederländischen Armee angekommen. Auf dem Stützpunkt Incirlik bei Adana lagern nach US-Angaben die für den NATO-Einsatz vorgesehenen Patriot-Systeme der US-Streitkräfte. Die NATO hatte die Stationierung der Luftabwehrraketen auf Antrag der türkischen Regierung beschlossen, um die Türkei vor möglichen Raketenangriffen aus dem benachbarten Unruheland Syrien zu schützen. Linke und islamistische Gruppen in der Türkei sehen in dem Patriot-Einsatz dagegen einen Versuch insbesondere der USA, ihre Macht im Nahen Osten auszudehnen.


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