kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der Weg des Glaubens und der Kirche hat Zukunft 4. Januar 2013

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 20:24

Wir gedenken der 6 Märtyrer des Naag-Hamadi-Massakers vom 6. Januar 2010

 

Eichstätter Bischof Hanke: An die Stelle des Glaubens trete vermehrt eine Art „Vulgärrationalismus“, wozu Angriffe gegen die Kirche gehören. Bei öffentlicher Schmähung ihres Glaubens könnten Christen oft nicht mehr auf Rechtsgunst zählen.

 

 

 

 

Eichstätt (kath.net/pde): Der Rückgang christlicher Glaubenspraxis darf nach den Worten des Eichstätter Bischofs Gregor Maria Hanke (Foto) für überzeugte Christen kein Anlass sein, zu resignieren und sich aus der Verantwortung für die Gesellschaft zurückzuziehen. Die Gesellschaft brauche Christen mit „Sehschärfe für Fragen der Gegenwart und der Zukunftsgestaltung“, sagte der Bischof bei der Jahresschlussfeier an Silvester im Eichstätter Dom. Mitsorge für die Schöpfung: In der Nachfolge Jesu seien nicht Mitläufer gefordert und auch keine Koalitionen mit der öffentlichen Meinung, sondern überzeugte und überzeugende Jünger. So könnten gläubige Menschen nicht schweigend abseits stehen, wenn es angesichts knapper werdender Ressourcen um die Suche nach einem neuen und gerechteren Lebensstil geht. Ein kleiner Beitrag hierzu wolle das Klimakonzept des Bistums Eichstätt zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes sein. „Mit diesen und ähnlichen Schritten machen wir keine Öko-Politik, sondern wir bekennen uns damit als Geschöpfe des großen Schöpfers, die sich zur Mitsorge für die Schöpfung verpflichtet wissen“. In seiner Ansprache kritisierte Bischof Hanke, dass Deutschland zu den großen Waffenexporteuren der Welt gehöre: „Wohlstand und Wirtschaftskraft darf nicht auf potentiellen Gräbern errichtet sein“. Weil christlicher Glaube auf den ganzen Menschen mit seinen Sehnsüchten und Hoffnungen ausgerichtet sei, gelte es ganz besonders auch für die Rechte und Freiräume der Familie einzutreten. Deshalb seien Christen gegen den Versuch staatlicher Gängelung, etwa bei der Erziehung der Kleinkinder.

 

 

 

 

Bedrängte und verfolgte Christen

 

Der Säkularisierungsschub in der Gesellschaft scheine einen Wetterumschwung hinsichtlich der Akzeptanz der Kirche und des öffentlich praktizierten Glaubens zu bewirken. An die Stelle des Glaubens trete in der Öffentlichkeit vermehrt eine Art „Vulgärrationalismus“, zu dessen Repertoire Angriffe gegen die Kirche gehören. Bei öffentlicher Schmähung ihres Glaubens könnten Christen oft nicht mehr auf Rechtsgunst zählen. „Da es uns Christen gut ansteht, im Geist des Evangeliums geduldig zu ertragen, wenn uns jemand auf die Wange schlägt, tragen wir implizit zur Deeskalation bei. Provokationen werden somit nicht zum öffentlichen Ärgernis und zum Anlass des Unfriedens.“ Bitter wäre es allerdings, wenn in Verwaltung und Justiz daraus der Rückschluss entstünde, dass denjenigen, die sich angesichts von Provokation ruhig verhalten, ein höheres Maß an Aggression zumutbar sei als jenen, die sich sogleich protestierend wehren und auf die Straße ziehen. Die Ablehnung, die Christen hierzulande immer wieder einmal im Kleinen erfahren, mache auch sensibler für das, was die in vielen Ländern der Erde bedrängten Christen durchstehen müssen. Das Christentum sei weltweit die am meisten verfolgte oder bedrängte Religion. Bischof Hanke verwies vor allem auf die Situation in Nordkorea, aber auch in vielen islamischen Ländern, in denen das Christentum benachteiligt oder gar bedroht sei. Als besonders bedrückende aktuelle Beispiele nannte er Ägypten und Syrien.

 

 

 

 

Entwicklungsperspektiven der Kirche

 

In seiner Jahresbilanz ging der Bischof auf die erwartete Entwicklung der christlichen Kirchen in Deutschland ein: Es sei damit zu rechnen, dass ab dem Jahr 2025 mehr als fünfzig Prozent der Bevölkerung keiner der beiden großen Kirchen mehr angehören werden. Zwar seien vielerorts im Bistum Eichstätt noch volkskirchliche Strukturen einigermaßen lebendig. Kirchenpatrozinien, Bruderschaftsfeste, die Fronleichnamsprozession erfreuten sich noch bemerkenswerter Teilnahme, bei Einweihungen seien Priester nach wie vor gefragt zur Spendung des Segens. Bei Vereins- und Dorffesten werde noch Wert gelegt auf einen religiösen Rahmen. Zugleich sei aber festzustellen: „Der Säkularisierungsprozess ist längst in unseren Pfarrgemeinden angekommen, selbst in unseren gut katholischen Dörfern und Familien“. Trotz der gegenwärtigen Entwicklung sei er keineswegs pessimistisch, betonte Bischof Hanke in seiner Silvesteransprache. „Der Weg des Glaubens an Christus und der Weg der Kirche hat Zukunft.“ Der christliche Glaube sei keine Ideologie, um Massen zu bewegen, sondern messe dem Einzelnen eine zentrale Stellung zu. „Einige wenige Glaubende können bereits viel verändern.“ Der Blick in die Kirchengeschichte zeige: Immer wieder waren es Einzelgestalten, die dem Glaubensleben in oft schwierigen Phasen zur Erneuerung verhalfen. {Quelle: www.kath.net}

 

 

 

 

Die Kirche des Hl. Georg in Manschyet Alsadr (Kairo – Ägypten) wurden die Ikonen, Behälter der Heiligen-Reliquien, Kirchenbänke und sogar die Wände vollständig verbrannt! 

 

 

 

 

Deutsche Katholiken

gedenken der verfolgten Christen weltweit

 

Die Katholiken in Deutschland haben am Zweiten Weihnachtsfeiertag für die verfolgten Christen weltweit gebetet.

 

Freiburg (kath.net/KNA): Die Katholiken in Deutschland haben am Zweiten Weihnachtsfeiertag für die verfolgten Christen weltweit gebetet. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, verwies am Mittwoch in Freiburg vor allem auf die Lage der Christen im Nahen und Mittleren Osten. «In Ägypten droht ein islamischer Gottesstaat ohne Religionsfreiheit», sagte er. Diskriminierung und Gewalt hätten in der Region zu einer schleichenden, aber unablässigen Auswanderungsbewegung geführt, die «mittelfristig die Existenz des orientalischen Christentums in Frage stellt», sagte der Freiburger Erzbischof. Nach Einschätzung des Freiburger Erzbischofs ist es noch zu früh, darüber zu urteilen, wie sich der Umsturz in der arabischen Welt letztlich auf die christlichen Minderheiten auswirken wird: «Aus Tunesien gibt es durchaus positive Entwicklungen zu vermelden», sagte er. «In Ägypten hingegen droht die Errichtung eines islamischen Gottesstaates, der dem Christentum, vor allem der großen koptischen Kirche, die Luft zum Atmen nehmen könnte».

 

 

 

Am Zweiten Weihnachtstag gedenkt die katholische Kirche des heiligen Stephanus, der als der erste Märtyrer des Christentums gilt. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte beschlossen, dass aus diesem Anlass künftig jährlich in allen katholischen Gemeinden für die verfolgten Christen gebetet werden soll. «Christen sind in unserer Zeit die am stärksten verfolgte religiöse Gruppe», betonte Zollitsch. «Wenn wir uns besonders für die bedrängten Christen einsetzen, so geht es uns nicht um Privilegien, sondern einzig um das Menschenrecht auf Religionsfreiheit.» Vor allem in einigen großen Ländern Asiens mischten sich die Regierungen massiv in die inneren Angelegenheiten der Kirchen ein und versuchten, deren Leben einzuschränken und zu reglementieren. In Lateinamerika kämen sozial engagierte Gläubige den herrschenden Kreisen in die Quere und sollten mit Gewalt zum Schweigen gebracht werden. Auch der Bamberger katholische Erzbischof Ludwig Schick verwies auf die schwierige Situation der Christen in Nordafrika und im Nahen Osten. «Wir setzen uns für die Christen nicht exklusiv, sondern exemplarisch ein», sagte Schick, der auch Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz ist. Schließlich sei Religionsfreiheit ein Menschenrecht: «Die Bekenntnis-, Kultur- und Aktionsfreiheit, die wir für Christen fordern, soll auch anderen Religionen zuteil werden». Wer seine Religion nicht frei bekennen und praktizieren könne, «wird in allen seinen Lebensbezügen eingeschränkt».

 

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann erklärte, 80 Prozent der Menschen, die aus religiösen Gründen ihr Leben verlören, seien Christen. In Ländern wie Nigeria, China oder Nordkorea und in Teilen Indiens habe ihre Bedrohung in der vergangenen Jahren noch zugenommen. Ausdrücklich rief der Bischof dazu auf, auch für die «Bedränger und Verfolger» zu beten. «Wir wollen ja, dass sich verhärtete Fronten auflösen, dass Hass und Ablehnung ein Ende finden», sagte Ackermann, der Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax (Gerechtigkeit und Frieden) ist; die Kommission ist eine gemeinsame Einrichtung der Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Kommentar eines Katholiken: Es ist zwar betrüblich, dass nicht regelmäßig in kürzeren Abständen für die verfolgten Christen und anderen Menschen in Ägypten, Syrien, Irak, Arabien, Korea, Eritrea und Co. gebetet wird. Aber 1 x jährlich ist wohl erst ein Anfang. Die Hoffnung darf mit dieser Entscheidung wachsen, dass sich – solange diese Verfolgung und Diskriminierung andauert – und sie wird andauern – auch während des Restes des Jahres hier und da ein ernst gemeintes Gebet für die verfolgte Christenheit zusätzlich finden wird. Auch Blogs wie dieser haben dazu beigetragen, dass möglicherweise so etwas wie ein Bewusstwerden der Problemstellung “Christenverfolgung” überhaupt sichtbar wird. Wenigstens ein kleines Zeichen, leider ein immer noch zu geringes Zeichen – der betenden Solidarität der hiesigen Christen. Aber: Diese Maßnahme kann wie ein kleines, aber effektives Hoffnungszeichen darstellen, welches nicht unterschätzt werden sollte.

 

 

 

Auch in der hiesigen Gemeinde, aus der ich komme, wurde heute am 2. Weihnachtsfeiertag sowohl in der Predigt, im Fürbittgebet als auch im Hochgebet für die verfolgten Christen gebetet und an sie gedacht. In der Predigt ging es um das Ja-Wort und seinen Folgen und Konsequenzen. Ausgehend von dem Ja-Wort in der Ehe spannte der Zelebrant seinen Bogen zur Solidarität zu Jesus. Halte ich zu Jesus in Verfolgung und Not? Ich war tief beeindruckt. Es wurden zwar nicht die Täter ausdrücklich genannt. Ich glaube, dass diese Methode auch durchaus annehmbar ist ganz im Sinne des obigen Artikels und der Intention Christi, der letztlich die Feindesliebe als Maßstab für göttliches und menschliches Handeln erhoben hat. Der 2. Weihnachtstag eignet sich mit dem Vortrag des Martyriums des hl. Stephanus als Lesung und dem heutigen Evangelium, in dem Jesus seinen Nachfolgern und Anhängern Verfolgung um seines Namens willen prophezeit, praktisch am Sinnvollsten, diesem Ansinnen in der Kirche Raum zu geben und so die jährliche Aktualität der Prophezeiung – leider eine grausam-realistische Aktualität der Prophezeiung unseres Herrn Jesus Christus – den Gläubigen bewusst zu machen, sie darzustellen und sie dazu zu veranlassen, bewusst „Ja“ zu sagen für Jesus.

 

Wir können jetzt lamentieren, dass erst jetzt dieses Thema überhaupt eine breitere Öffentlichkeit erfährt. Aber ich hoffe auf positive Einsichten und auf mehr Ehrlichkeit in Dialogen und auf Rückbesinnung vieler Christen hin zur eigenen Identität als bekennendes Christentum. Denn nur der-/diejenige, der/die sich zu Christus als den fleischgewordenen Gott in der Krippe bekennt, bekennt sich auch zum Kreuz und zur Auferstehung Jesu als Bestandteil der Hl. Dreifaltigkeit. Krippe und Kreuz sind eng beieinander. Am 1. Weihnachtsfeiertag Freude über die Geburt Jesu, am 2. Weihnachtsfeiertag der Tod des Märtyrers Stephanus. Und dieses Bekenntnis bekennt und schätzt einen Gott der absoluten Liebe, der sich nicht scheut, selbst in Jesus den irdischen Weg über Krippe und Kreuz, den im Grunde jeder Mensch stärker oder schwächer durchlebt, solidarisch zu gehen. Das ist einmalig in jeder Religionsgeschichte. Gott ist jeder Mensch so wichtig, dass er seinen eingeborenen Sohn in einer Krippe zur Welt kommen lässt. Gott kommt in Weihnachten direkt auf uns alle zu, nicht mit Macht und Herrlichkeit, sondern mitten in die menschliche Not. Diese Einmaligkeit des Zugehens Gottes auf die Menschen und die zusätzliche Einmaligkeit der Form des Zugehens auf die Menschen, nämlich in einer Futterkrippe, lässt unsdie Liebe unseres Gottes zu allen Menschen als das Markenzeichen des Christentums, des Christseins und der Christinnen und Christen in aller Welt aufstrahlen. Menschlich können wir diese Großtat Gottes gar nicht genug wirklich erkennen. Sie muss seelisch an der Oberfläche bleiben, sonst würden wir vor Freude wahnsinnig werden.

 

 

 

Gott möge die diskriminierten und verfolgten Opfer der glaubenden Mitgeschwister in Christus und der Mitgeschwister aller Menschen aufrichten und ihnen Kraft und Stärke geben, die sie schon jetzt brauchen und wir zunehmend brauchen werden. Er möge die um seines Namens willen Getöteten zu sich rufen und ihnen einen Ehrenplatz am himmlischen Hochzeitsmahl gewähren. Er möge endlich die Täter – egal welcher Couleur – in der Weise erleuchten, dass Gott kein Blutvergießen, keine Diskriminirung, keine Verfolgung in seinem Namen gerechtfertigt sieht. Vielleicht beten wir auf diesem Blog in den Kommentaren auch öfter einmal für die Opfer von Gewalt, nur weil sie den Namen Christi = Christ tragen oder einfach nur Menschen mit anderen ungewollten Lebenseinstellungen sind. So schmerzvoll die Wahrheit über die ausgrenzenden Teile des Islam auch ist, die zu Recht in vielen Artikeln hier auf diesem Blog angesprochen und veröffentlicht werden, so wäre es völlig falsch, dass der Leser Hass in sein Herz lässt. Wir Leser, soweit sie sich Jesus als dem Sohn Gottes zugehörig fühlen, sollten doch immer für diese irregeleiteten Täter, die auch gleichzeitig Opfer ihrer eigenen Feidbildwelt geworden sind, um wahre Erlechtung bitten. Gott will keine Sündenbegehung des Stolzes, des Neides, der Wollust, des Mordens, des Raubens und des unrechtmäßigen Beutemachens in seinem Namen. Diese Taten, sollten sie im Namen Gottes ausgeführt werden, beleidigen den einzig wahren liebenden Gott aufs Tiefste. Diese einfache Erkenntnis sollte doch auch in jeder Religion oberster Grundsatz sein. {Quelle: kath.net}

 

2 Responses to “Der Weg des Glaubens und der Kirche hat Zukunft”


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