kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Perser, die Christen werden … 2. Januar 2013

Filed under: Islamische Schandtaten,Konvertiten — Knecht Christi @ 16:14

 

Zum Christentum Konvertiten in Iran verhaftet


Agenten des iranischen Geheimdienstes haben einen christlichen Geistlichen mit armenischen Wurzeln zusammen mit fünfzig iranischen Bürgern, die erst vor kurzem zum Christentum übergetreten sind, festgenommen. Das meldet die Internetseite der iranischen Opposition, „Iranpressnews“. Nach ihren Angaben hielten sich die Neuchristen in einer Untergrundkirche in Teheran auf, als sie verhaftet wurden. Am vergangenen Donnerstagabend seien die Agenten in die Wohnung des Priesters eingedrungen und hätten persönliche Gegenstände, seine Dokumente und seinen Computer beschlagnahmt. Bereits an Weihnachten wären etwa siebzig iranische Bürger, die zum Christentum übergetreten sind, während der Weihnachtsfeier verhaftet worden. Im Iran leben etwa 150.000 Christen, hauptsächlich in den Städten Teheran, Isfahan und Shiraz, unter ihnen vor allem christliche Armenier, Chaldäer, Orthodoxe und Katholiken. In den vergangenen Jahren kam es verstärkt zu Übertritten vor allem junger Iraner vom Islam zum christlichen Glauben, was harte Repressalien des islamischen Regimes nach sich zieht. Wie die Opposition auf ihren Internetseiten verbreitet, kommt es in letzter Zeit verstärkt zu Festnahmen mit dem Vorwurf des Proselytismus. {Quelle: de.radiovaticana.va}

 

 

 

 

Young Iranian Christians Held in Notorious Prison Without Charge

 

 

 

Perser, die Christen werden

 

Zu Veranstaltungen der Evangelischen Kirche Rathenow

kommen regelmäßig Flüchtlinge aus dem Iran

 

RATHENOW: „Tanzen auf der Straße ist verboten.“ Als die drei jungen Männer aus dem Iran das sagen, da müssen sie lächeln. Nachdem sie nun ein, zwei Jahre in Deutschland sind, löst dieser Gedanke bei ihnen Heiterkeit aus. Was es im Iran, auch Persien genannt, doch alles für unsinnige Verbote und Vorschriften gibt! Eigentlich ist aber vieles gar nicht lustig, was sie über das Land ihrer Geburt erzählen können. Als Flüchtlinge sind sie nach Rathenow gekommen. Sie wohnen im Heim am Birkenweg. Neun Männer und vier Frauen aus dem Iran sind dort derzeit offiziell untergebracht. Da ist es ein beachtlich hoher Anteil von Beteiligung, wenn sieben von ihnen zum Gespräch mit einem Redakteur der örtlichen Zeitung kommen. Pfarrer Andreas Buchholz berichtet voller Freude davon, dass seit dem Frühjahr regelmäßig Flüchtlinge iranischer Herkunft zu Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen der evangelischen Kirchengemeinde kommen. Es sei auch früher schon öfter geschehen, dass Flüchtlinge unterschiedlichster Herkunft aus dem Heim am Birkenweg mal Gottesdienste besuchen, sagt er. Aber eine ganze Gruppe – das habe es bislang noch nicht in dieser Art gegeben. Es gibt dazu keine offizielle Statistik, aber man kann davon ausgehen, dass viele der iranischen Flüchtlinge auch schon den christlichen Glauben angenommen haben. Einer hat sich in Eisenhüttenstadt taufen lassen, andere in Berlin und Hannover, wieder andere in wieder anderen Städten. Das kommt daher, dass Flüchtlinge eine gewisse Zeit lang in wechselnden Städten untergebracht werden. Einmal kam es bislang auch vor, dass ein Mann aus dem Iran in Rathenow die Taufe empfing. Omid Samadi ist dieses Jahr zu Ostern von Pfarrer Andreas Buchholz in der Lutherkirche getauft worden.

 

Seit er ein Christ geworden sei, so hat Omid Samadi erzählt, habe sich seine ganze Familie im Iran von ihm abgewandt. Nur zu seiner Mutter habe er noch ein bisschen Kontakt. Alle Mitglieder seiner Familie hätten den islamischen Glauben, berichtet er. In dieser Religion gebe es eine wichtige Regel: Wer sich taufen lasse, gelte als beschmutzt und werde verstoßen. Islamische Würdenträger im Iran setzten den Glauben oft mit Druck in der Bevölkerung durch, hat Omid Samadi berichtet. Fernsehen, sogar Musikhören, sei verboten. Er sei Sänger gewesen und in Konflikte mit den Herrschenden gekommen. Die Polizei habe ihn verhaftet, er sei gefoltert worden. Ali Johanieno ging erst sechs Monate in eine evangelische Kirche von Berlin. Dann hat er Pfarrer Andreas Buchholz kennengelernt und kommt nun in die Rathenower Kirche. „Die Teilnahme an den Gottesdiensten macht uns ruhig“, sagt er, „und sie gibt uns Kraft.“ Er hat vor kurzem ein Aufenthaltsrecht für drei Jahre erhalten und will sich nun nach einem Arbeitsplatz umsehen. Im Iran ist er Autohändler gewesen.

 

Es komme in letzter Zeit häufiger vor, dass Flüchtlinge aus dem Iran eine Aufenthaltsberechtigung bekommen oder eine Berechtigung in Aussicht haben, sagt Pfarrer Andreas Buchholz. Erst jetzt im November habe die Kirchengemeinde zwei Begegnungsabende mit den iranischen Schwestern und Brüdern organisiert. Der Übertritt zum Christentum sei für sie „ein gewaltiger Schritt“, stellt der Pfarrer fest und erklärt: Das scheine derzeit eine Art Bewegung unter den iranischen Flüchtlingen zu sein: „Sie akzeptieren die Verhältnisse im Iran nicht mehr und wollen nun richtig zum Wertesystem in Deutschland gehören“. Der Jahreszeit entsprechend müssen Pfarrer und Gemeindemitglieder ihren Gästen, die als Muttersprache alle Persisch haben, aber immer öfter auch gut die deutsche Sprache beherrschen, etwas über die Weihnachtszeit erklären. Warum sind Maria und Josef in einem Stall, als das Jesuskind geboren wird? Was bedeutet der Tannenbaum? Und welche Rolle spielt der Weihnachtsmann? Diese und viele andere Fragen müssen beantwortet werden. Eine wichtige Frage aber haben die Christen aus dem Iran für sich schon lange entschieden: Werden sie zu Weihnachten auch in die Kirche gehen? Da nicken sie alle freundlich und sagen: „Natürlich“ (Von Bernd Geske).

 

 

 

 

Gefangener des Monats

 

Iran: Konvertit Alireza Seyyedian

zu sechs Jahren Haft verurteilt

 
 
Frankfurt am Main/Wetzlar (idea): Als „Gefangenen des Monats Januar“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den iranischen Christen Alireza Seyyedian benannt und zu seiner Unterstützung aufgerufen. Der 37-Jährige wurde im Dezember 2011 zu sechs Jahren Haft wegen „Aktionen gegen die nationale Sicherheit und Propaganda gegen das Gesetz“ verurteilt. Er befindet sich im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis in der Sektion für politische Gefangene. Dort müssen sich rund 30 Häftlinge eine Zelle teilen. Der frühere Muslim war 2006 zum Christentum übergetreten. Sicherheitskräfte hatten 2011 bei einer Razzia in seiner Wohnung ein Video entdeckt, in dem seine Taufe in der Türkei zu sehen ist. Die Behörden werfen ihm unter anderem vor, Treffen von Konvertiten aus dem Islam organisiert und Bibeln an Jugendliche verteilt zu haben. Nach Angaben der IGFM steht die Verurteilung wegen seines Übertritts zum christlichen Glauben und seines religiösen Engagements in „klarem Widerspruch“ zu dem für den Iran völkerrechtlich bindenden Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte. Die Menschenrechtsorganisation und idea rufen dazu auf, sich in Briefen an den Generalsekretär des iranischen Menschenrechtsrates, Mohammad Javad Larijani, für die Freilassung von Seyyedian einzusetzen. Von den 74,2 Millionen Einwohnern Irans sind 99 Prozent Muslime. Die Zahl der Konvertiten zum christlichen Glauben wird auf 250.000 geschätzt. Ferner gibt es bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen. {Quelle: www.idea.de}
 
 

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