kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Oberhaupt koptischer Christen besucht Forchheim 26. Dezember 2012

Filed under: Koptische Kirche im Ausland — Knecht Christi @ 20:59

Hoher geistlicher Besuch für Forchheim und den dortigen Standort der NATURSTROM AG: Generalbischof Anba Damian, Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, traf zu einer Stippvisite ein.

 

Beim Treffen mit dem Vorstand der NATURSTROM AG, die bereits seit neun Jahren in Forchheim eine stetig wachsende Niederlassung unterhält, ging es u. a. um Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit. Denn auf einer Liegenschaft der Kopten hatte der Ökostromvorreiter bereits 2009 zwei Photovoltaikanlagen installiert, die im letzten und im aktuellen Jahr durch weitere Anlagen auf dem Areal umfangreich ergänzt wurden. „Die Kirchen nutzen mittlerweile ihren Einfluss als Großverbraucher und Eigentümer größerer Liegenschaften, um durch die gezielte Wahl von Dienstleistern aktiv zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen“, beobachtete Dr. Thomas E. Banning, Vorstandsvorsitzender der NATURSTROM AG. „Als Mitbetreiber mehrerer Photovoltaikanlagen hat die koptische Kirche in Deutschland Anteil an dieser sehr positiven Entwicklung“. Das Lob nahm Bischof Damian dankend an. „Erneuerbare Energien leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz“, hob er bei seinem Besuch hervor. „Deswegen wollen wir unsere Siedlung in Borgentreich zu einem Plus-Energie-Dorf ausbauen und wenn möglich von dort einen Brückenschlag nach Ägypten tätigen, wo meine Glaubensbrüder sehr schwere Zeiten durchleben. Vielleicht gelingt es ja, mit Erneuerbaren Energien für eine bessere Zukunft für alle in meinem Heimatland zu sorgen“. Abseits der Gespräche blieb auch noch Zeit für eine kleine Stadtrundfahrt im mit Naturstrom betriebenen Elektroauto. Bischof Damian zeigte sich beeindruckt von der Adventsstimmung in Forchheim, auch wenn die koptischen Christen erst am 7. Januar Weihnachten feiern. {Quelle: www.presseanzeiger.de}

 

 

 

1.000 Euro für das Öko-Dorf gespendet

Borgentreicher Kasernengrund wird zum „Energie-Plus-Dorf“

 www.nw-news.de

 

 

 

 

Borgentreich

Unterschiedliche Charaktere, ein gemeinsames Ziel

 

Der Umwelt zuliebe:

Koptische Kirche weiht Photovoltaikanlage auf ehemaligem Borgentreicher Kasernengelände ein

 
 
Borgentreich (bf):  Die Vision eines Bischofs, seine Begegnung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden einer Energiefirma im ICE, die Schwester des Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens und Kasseler Architekturstudenten: Was aus dieser Kombination entstand, ist seit gestern auf den Dächern der ehemaligen Kaserne in Borgentreich zu entdecken: Die koptische Kirche und die Naturstrom AG haben dort die ersten beiden Photovoltaikanlagen des Projektes „Plus-Energie-Dorf“ eingeweiht. Als die Kopten 1998 das Luftwaffengelände erwarben, sei es das Ziel gewesen, eine interreligiöse und internationale Begegnungs- und Bildungsstätte aufzubauen, so Bischof Anba Damian. „Mein Wunsch ist es, das Thema erneuerbare Energien in das Konzept zu integrieren. Mit den ersten zwei Photovoltaikanlagen ist der Anfang gemacht“, so der koptische Geistliche. Die jetzt in Betrieb genommene Anlage liefert 50.000 Kilowattstunden Strom und kann damit in einem Jahr rund 15 Familien versorgen. Die Investitionen belaufen sich auf rund 190.000 Euro. „Es handelt sich um die erste Stufe eines Projektes, das vorsieht, Dachflächen von ungefähr 3.000 Quadratmetern mit Solarmodulen zu belegen“, so Thomas Banning vom Unternehmen Naturstrom. Diese sollen dann 150 Familien mit Strom beliefern. Insgesamt sollen 1,2 Millionen Euro investiert werden, die auch durch private Investoren aufgebracht werden sollen.
 
Um die Idee zu realisieren, gründeten die Kopten mit der Naturstrom AG im August die „NaturEnergy Maihof GmbH“. Die Gesellschaft betreibt die Anlagen und fördert den Ausbau regenerativer Energien in Deutschland und in Ägypten. „Borgentreich kann Vorbild für mein Heimatland sein“, sagt der ägyptische Bischof. Zwar scheine dort das ganze Jahr die Sonne, doch sei Photovoltaik überhaupt kein Thema. Angestoßen wurde das Projekt vor zweieinhalb Jahren. Im ICE Richtung Berlin traf Damian den Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutsche Stiftungen, Hermann Falk, der auch im Aufsichtsrat der Naturstrom AG sitzt. Der Manager zeigte sich angetan von der Vision des Geistlichen und brachte die koptische Kirche mit der Naturstrom AG in Kontakt. Bei der Konzeption sei der Schwester von Thomas Banning eine entscheidende Rolle zugefallen. Sie vermittelte zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Charakteren des Ägypters und des Westfalen und brachte beider Vorstellungen miteinander in Einklang. Mit der Realisation wurde eine Gruppe von Architekturstudenten der Uni Kassel betraut. „Mit 10 Studenten haben wir das Nutzungskonzept erstellt und waren an der praktischen Umsetzung beteiligt“, sagte Diplom-Ingenieur Axel Roth. Das „Plus-Energie-Dorf“, in dem mehr Energie produziert als verbraucht wird, sieht jedoch weitere Technologien vor. „Wir wollen ein Blockheizkraftwerk installieren, um Strom zu erzeugen und die Abwärme zur Gebäudeheizung zu verwenden. Das Nahwärmenetz ist bereits vorhanden“, erklärte Banning. Er lobte die Einstellung der koptischen Kirche. „Allen Kirchen ist gemeinsam, die Schöpfung bewahren zu wollen“. „Wir sind nicht die reichste Kirche, aber die modernste, weil wir die Umwelt lieben. Während in Kopenhagen geredet wird, schreiten wir zur Tat“, ist Anba Damian stolz. {Quelle: www.nw-news.de}
 

One Response to “Oberhaupt koptischer Christen besucht Forchheim”

  1. sirius Says:

    Gute Sache! Weg vom Öl!


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