kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Koptenverfolgung 2012: Pressekonferenz am 10.12.2012 in Wien 13. Dezember 2012

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 19:36

 

 

Egal unter welchem Machthaber die Kopten leben mussten, erging ihnen aufgrund ihres Glaubens schlecht. Jedoch ist es im Juni dieses Jahres viel schlimmer geworden. Denn die Moslembruderschaft schaffte es, keine „verbotene“ Organisation zu sein, und gründete eine politische Partei unter dem Namen „Freiheit und Gerechtigkeit“, deren Kandidat der jetzige Präsident Ägyptens ist. Seitdem der Moslembruder Mohamed Morsi mit seinem Regime aus Moslembrüdern und Salafisten herrscht, steigt das Leid der Kopten. Nach dem Rücktritt Mubaraks erlebten die Kopten das, was sie noch nie seit dem Militärputsch von 1952 erlitten. Nicht nur die Zerstörung der Kirchen und Angriffe auf die Klöster, sondern auch die ständige Bedrohung durch die 17,000 Häftlinge, denen man nach der erfundenen Revolution vom 25. Januar 2011 die Gefängnisse öffnete. Diese Ganoven erpressen ausgerechnet die Kopten in allen Städten und vor allem im Süden.

 

Warum ergriffen nahezu 250,000 Kopten die Flucht?!?

Man kann vieles aus dem Jahr 2011 erwähnen, aber um der Aktualität willen berichtet man wie immer über die Geschehnisse in den letzten drei Monaten. Denn jeden Monat passieren genug Angriffe, Deklassierungen und Beleidigungen. Im Jahr 2012 dominierten „3Themen das Dossier der Koptenverfolgung:

 

17 Opfer der islamischen Blasphemie

 

Vertreiben der Kopten aus ihren Dörfern oder Städten nach brutalen Angriffen

 

Erpressen der Kopten und erobern ihre Grundstücke oder Häuser.

 

Nebenbei passieren die gewohnten Verbrechen an den Kopten: Entführung der minderjährigen Koptinnen, welche wie üblich zwangsislamisiert und mit einem Moslem zwangsverheiratet werden – Angriffe auf Kirchen, entweder weil die Moslems unter Führung der Salafisten etwas Baumaterial zwecks Renovierung sehen, oder nachdem ein paar Moslems einen Streit erfunden hatten, um eine Kirche zu stürmen. Das Christentum wird wie sonst Tag und Nacht auf den über 35 salafistischen Fernsehsendern herabgewürdigt. Und um die koptischen Blasphemie-Opfer und alle Kopten zu provozieren, zerriss und verbrannte ein Hass-Prediger namens Abu Islam die Heilige Schrift vor den Augen der ganzen Welt, und zwar vor der US-Botschaft in Kairo. Bis jetzt ist er frei und darf seine zwei hetzerischen TV-Sender Al-Umma und Maria für die Vermummten betreiben.

 

Vor der Inthronisierung des neuen Papstes der koptischen Kirche eroberten bewaffnete Salafisten das Grundstück, auf dem einen Mehrzwecksaal der Diözese von Schobra Alkhima errichtet wird. Sie hingen darauf ein Transparent „Alrahma Moschee“! Dies taten sie wegen zwei Sachen: Erstens weil sie ablehnten, dem neuen Papst zu gratulieren, bevor er ihnen garantiert, sich von der „Politik“ zurückzuziehen; und zweitens weil Papst Tawadros II die islamische Verfassung ablehnte und sich eine Demokratische für alle Ägypter wünschte. Kurz vor der vorletzten Etappe der Papstwahl brachte das Regime das alte Thema ins Rollen: „Die Zahl der Kopten“! Um die Reaktion der Kirche herauszufordern, wurde verbreitet, dass in Ägypten 5 Millionen Kopten leben. Der Mut des Metropoliten Pachomius und die vielen Bischöfen der Hl. Synode haben sogar nicht gerechnet: In Ägypten leben über 20 Millionen Kopten und 4 Millionen im Ausland – Man verheimlicht das seit über 40 Jahren, damit die Kopten um ihre Rechte gebracht werden. Die koptische Kirche wird nicht mehr schweigen!

 

4 Responses to “Koptenverfolgung 2012: Pressekonferenz am 10.12.2012 in Wien”

  1. carma Says:

    wie war eigentlich das verhältnis zwischen muslimen und kopten in den letzten jahrhunderten?
    gab es diese spannungen und übergriffe immer schon, oder ab welchem ereignis begannen sie?
    früher lebten alle „archaischer“, waren noch ungebildeter und wilder-auch die christen (jedenfalls in europa), warum gab es dennoch keinen grund, als christ ägypten verlassen zu müssen?
    auch vor ca. 10 jahren schien es doch noch irgendwie zu klappen? hat sich das mit 9/11 schlagartig verändert??

  2. In spätestens 30 Jahren
    In spätestens 30 Jahren, wenn die Ölquellen versiegen, werden sich die Konflikte verschärfen, die schon jetzt vorhanden sind.
    Was in Somalia,
    Afghanistan,
    Pakistan, Algerien und Sudan passiert,
    aus Mangel an Ressourcen und wegen regionaler Konflikte,
    werden wir dann in gesteigertem Maße erleben.
    Der Staat wird in den islamischen Ländern an Einfluss verlieren, die Gewalt wird privatisiert, das führt automatisch zu Bürgerkriegen.

    Dann wird die größte Völkerwanderung der Geschichte einsetzen – aus der islamischen Welt in Richtung Europa

    beten wir darum–daß jenes nie passieren wird.


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