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Sprengsatz in Bonn besaß die Gefährlichkeit der Madrider Anschlagsserie 12. Dezember 2012

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 16:48

Nach Bonner Bombenalarm: „Ein extrem gefährlicher Sprengsatz“!

 

Wäre die am Montag im Bonner Hauptbahnhof aufgefundene Taschenbombe explodiert, hätte sie eine verheerende Wirkung gehabt, erfuhr FAZ.NET aus hohen Behördenkreisen. Die Bundesanwaltschaft bestätigt: „Es war ein höchst gefährlicher Sprengsatz.“ Noch gebe es aber keine „ausreichenden Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund“.

 

Bei der am Montag im Bonner Hauptbahnhof aufgefundenen Taschenbombe handelte es sich um einen extrem gefährlichen Sprengsatz. Wie FAZ.NET aus hohen Behördenkreisen erfuhr, hätte die in einer blauen Reisetasche deponierte Bombe im Fall einer Explosion eine verheerende Wirkung gehabt. Die Bombe sei in dieser Hinsicht mit Sprengsätzen des Anschlags von Madrid am 11. März 2004 zu vergleichen. Islamistische Terroristen hatten damals mit zehn Sprengsätzen in mehreren Vorortzügen insgesamt 191 Personen getötet. Nach Darstellung aus Sicherheitskreisen befanden sich in der Tasche im Bonner Hauptbahnhof unter anderem mehrere Camping-Gaskartuschen, ein explosionsfähiges Pulver, ein Wecker und Batterien. Bisher hatten Polizeisprecher mitgeteilt, dass die Ermittler noch keinen Zündmechanismus gefunden haben. Nun erfuhr FAZ.NET aus Behördenkreisen, dass der Zünder am Montag von Einsatzkräften beim Beschuss mit einer Wasserkanone in unzählige Zeile zerrissen wurde. Man müsse das Puzzle nun aus vielen Einzelteilen zusammensetzen. FAZ.NET erfuhr zudem, dass die Ermittler derzeit davon ausgehen, dass die Taschenbombe eigentlich nicht im Bonner Bahnhof, sondern vermutlich in einem Zug oder an einem anderen belebten Ort hätte deponiert werden sollen. Für diese Annahme sprächen auch die Aussagen der beiden wichtigsten Zeugen in dem Fall. Ein 14 Jahre alter und ein 13 Jahre alter Junge hatten berichtet, dass ein unbekannter Mann ihnen die Tasche am Montagmorgen abrupt vor die Füße gestellt hatte. Die beiden Jungen hätten die Tasche geöffnet; weil sie darin auf Drähte und andere verdächtige Gegenstände stießen, riefen sie die Polizei.

 

 

 

 

 

 

Nach den Angaben des 14 Jahre alten Zeugen erstellten die Ermittler ein Fahndungsbild des Mannes, der die Tasche auf den Bahnsteig abgestellt haben soll. Im Rahmen einer der größten Terrorfahndungen der vergangenen Jahrzehnte wird derzeit nach einem dunkelhäutigen Mann gesucht, der 30 bis 35 Jahre alt und 1,90 Meter groß und schlank sein soll. Zum Tatzeitpunkt soll er eine schwarze Mütze, schwarze Stiefel und eine braun-graue Jacke getragen. Der am Dienstag festgenommene Islamist Omar D. wurde am späten Dienstagabend wieder freigelassen. Der junge Zeuge glaubte, den gebürtigen Somalier zunächst bei einer Lichtbildvorlage als Täter erkannt zu haben. Doch erhärtete sich der Verdacht gegen D. nicht. Ebenfalls wieder auf freien Fuß kam der ebenso der Bonner Islamistenszene zugerechnete Abdirazak B. Er war von der Polizei vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Ein ranghoher Vertreter der Sicherheitsbehörden zeigte sich gegenüber FAZ.NET tief besorgt über den Bonner Vorfall. Die Machart der Bombe lasse den Schluss zu, dass mehrere Personen daran beteiligt gewesen seien, die Komponenten zu besorgen und zusammenzubauen. Zwar könne man nicht ausschließen, dass hinter dem versuchten Anschlag ein Einzeltäter stehe, doch deute vieles auf ein Personennetzwerk. Dass die Terrorermittler anders als etwa im Fall der Sauerland Gruppe oder der Düsseldorfer Zelle trotz intensiver Überwachung der Szene bis zum Montag keine Erkenntnisse über eine solch aktive, kurz vor einem Anschlag stehende Gruppe hatten, sei alarmierend.

 

 

 

Bundesanwaltschaft bestätigt:

Sprengsatz war gefährlich“!

 

Am Mittwochmittag bestätigte auch die Bundesanwaltschaft die Gefährlichkeit des Sprengsatzes. In der Sporttasche habe sich ein mit Ammoniumnitrat gefülltes Metallrohr befunden, sagte der für Terrorismus zuständige Bundesanwalt Rainer Griesbaum in Karlsruhe. Um das Rohr seien vier Butangaskartuschen befestigt gewesen, und es habe eine Zündvorrichtung mit einem batteriebetriebenen Wecker gegeben. Griesbaum ergänzte, der Tathintergrund sei noch unklar. Es könne sich um politisch motivierte oder allgemeine Kriminalität handeln. „Mit einem Wort: Alles ist offen“. Bislang habe es keine ausreichenden Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund gegeben, deshalb habe man die Ermittlungen in dem Verfahren noch nicht übernommen, sagte Generalbundesanwalt Harald Range. Griesbaum ergänzte, „noch kein Staatsschutzbezug mit zureichender Sicherheit festzustellen“. Ein „anfänglicher Ermittlungsansatz in Richtung islamistischer Terrorismus“ habe sich bislang nicht als weiterführend erwiesen. Die Bundesanwaltschaft sei aber weiter im Kontakt mit der Staatsanwaltschaft Bonn.

 

 

Neue Spur

 

Der Bonner „General-Anzeiger“ berichtet unter Verweis auf Sicherheitskreise, dass Aufnahmen einer Kamera in einem Fastfood-Restaurant am Bahnhof zeigten, wie „ein Mann weißer Hautfarbe“ die verdächtige Tasche mit sich bringt. Dort soll ihm die Tasche dann von einem dunkelhäutigen Mann „entwendet“ worden sein, hieß es laut der Zeitung in den Sicherheitskreisen. Möglicherweise handelt es sich bei dem dunkelhäutigen Mann um den etwa 30 bis 35 Jahre alten gesuchten Tatverdächtigen, der die Tasche am Gleis 1 abgestellt haben soll. Ein Sprecher der Polizei wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren. {Quelle: www.faz.net – Von Reiner Burger, Düsseldorf}

 

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