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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Pro-Abtreibungsgesetzgebung in Irland noch vor Weihnachten 4. Dezember 2012

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 18:24

Trotz offenkundiger Fehldarstellung des Falles der irischen verstorbenen Schwangeren, deren Todesursache ein antibiotikarestistenter Erreger gewesen war, wird damit weiter erfolgreich Lobbyarbeit zur Erweiterung der legalen Abtreibung gemacht.

 

Dublin (kath.net/KNA/red): Irlands Abtreibungsgesetzgebung soll noch vor Weihnachten überarbeitet werden. Das kündigte Premierminister Enda Kenny Medienberichten (Mittwoch) zufolge nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichts an. Forderungen aus der eigenen Partei, das kontroverse Thema erst nach der irischen EU-Ratspräsidentschaft im kommenden Jahr anzugehen, wies er zurück. Europaministerin Lucinda Creighton kritisierte den Zeitplan. Das schnelle «Durchpeitschen» einer Entscheidung sei unfair und unterdrücke eine nötige Debatte über das Thema, sagte sie laut der Tageszeitung «Irish Independent». Die Klärung der Rechtslage hatte durch den Tod einer 31-jährigen Frau, der Ärzte einen Schwangerschaftsabbruch verweigert hatten, neue Dringlichkeit erhalten.  Allerdings wurde in der öffentlichen Diskussion bisher nicht weiter beachtet, dass die Obduktion der Leiche von Savita Halappanavar ergeben hatte, dass die Blutvergiftung von einem antibiotikaresistenten Erreger ausgelöst worden war und dieses Problem durch eine Abtreibung nicht positiv beeinflusst worden wäre, kath.net hatte berichtet. Abtreibungs-Lobbyisten nutzen den Fall geschickt, um für die Erweiterung der legalen Möglichkeit zur Abtreibung zu kämpfen.

 

Vor zwei Jahren hatte der Europäische Menschenrechtsgerichtshof entschieden, die irische Abtreibungsgesetzgebung verletze wegen ihrer Unklarheit die Rechte von Frauen. In Irland ist Abtreibung verboten. Nach Musterurteilen kann eine Abtreibung aber bei Gefahr für das Leben der Mutter oder bei Suizidgefahr der Schwangeren erfolgen. Die Expertengruppe, die die Regierung nach dem Straßburger Urteil eingesetzt hatte, legte in dieser Woche ihren Abschlussbericht vor. Darin werden mehrere Optionen von der Einführung nichtgesetzlicher Richtlinien bis zur Verfassungsänderung vorgestellt. Die Experten empfehlen eine umfassende Regelung durch gesetzliche Vorschriften. Pro-Life-Vertreter kritisierten den Bericht, da er nicht die Möglichkeit eines Volksentscheids in Betracht ziehe. Dies sei aber der einzig richtige Weg, sagte die juristische Beraterin der Gruppe «Pro-Life Campaign» dem «Irish Independent». Ein Sprecher der Irischen Bischofskonferenz erklärte, die Bischöfe wollten sich in der kommenden Woche mit dem Bericht beschäftigen. {Quelle: kath.net}

 

 

 

 

Eine „ewiggestrige“ Pro-Abtreibungs-Propaganda

 

„Ewiggestrige sind nicht diejenigen, die gegen Abtreibung sind, sondern diejenigen, die versuchen, Abtreibung zu rechtfertigen“ – Ein Kommentar von Victoria Fender zu geschmacklosen Behauptungen von Anita Heubacher in der “Tiroler Tageszeitung”

 

Innsbruck (kath.net): Bis jetzt hatte die Tiroler Tageszeitung für mich immer den Wert eines recht informativen Mediums. Doch seit dem geschmacklosen Artikel „Die Doppelmoral der Ewiggestrigen“ frage ich mich, ob Christen, die sich gegen die Tötung jedes Ungeborenen aussprechen, diese Zeitung noch rezipieren sollten. Anita Heubacher beklagt in ihrem Aufsatz, dass es in Westösterreich immer noch nicht möglich ist, Abtreibungen in öffentlichen Spitälern durchzuführen. Sie behauptet unter anderem: „Keine einzige Abtreibung wird verhindert, nur weil man den Frauen in Notsituationen das Leben zusätzlich schwer macht und sie nicht an öffentlichen Spitälern behandelt“. Natürlich hat es Auswirkungen, ob man die Abtreibung gleich um die Ecke und womöglich noch auf Krankenschein durchführen lassen kann, oder ob man zunächst informiert wird, Zeit verstreichen lassen muss und die Entscheidung zumindest nochmals überdenkt. Frauen werden in Spitälern natürlich nicht „nicht behandelt“, sondern es besteht sogar eine gesetzliche Verpflichtung für jeden Arzt, wenn ein Abbruch ohne Aufschub notwendig ist, um die Schwangere aus einer unmittelbar drohenden, nicht anders abwendbaren Lebensgefahr zu retten.

 

Grundsätzlich besteht jedoch gesetzlich die freie (Gewissens-) Entscheidung eines jeden Arztes, keine Abtreibungen durchzuführen oder an ihr mitzuwirken (§ 97 Abs. 2 des österreichischen Strafgesetzbuches (StGB)). Schließlich sollte man niemanden dazu zwingen können, einem Kind das Leben zu nehmen. Im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) haben ungeborene Kinder einen Anspruch auf den Schutz der Gesetze, sie haben u.a. einen Erbanspruch. Die Autorin hat Recht, wenn sie schreibt, dass in Österreich seit 1975 die Fristenlösung gilt, die Schwangerschaftsabbrüche innerhalb der ersten drei Monate straffrei stellt. Im § 96 des Strafgesetzbuches ist die Abtreibung mit 1 Jahr Freiheitsstrafe (bzw. 3 Jahre, wenn der Täter kein Arzt ist oder gewerbsmäßige Begehung vorliegt) unter Strafe gestellt. Im § 97 ist die Straffreiheit innerhalb der ersten drei Monate geregelt, wenn Abtreibung nach vorhergehender ärztlicher Beratung und von einem Arzt vorgenommen wird. Bedingung zur Zustimmung der Fristenlösung 1975 waren die „begleitenden Maßnahmen“, also einerseits die anonyme Statistik der gewollten Schwangerschaftsabbrüche (und Motivforschung, um besser auf die Bedürfnisse von Frauen in Konfliktschwangerschaften eingehen zu können), weiters die Trennung von beratendem und abtreibendem Arzt sowie eine verpflichtende Bedenkzeit von drei Tagen. Doch die Bedingungen wurden nicht erfüllt.

Zur Erinnerung: Immer wieder wurde eine bundesweite Abtreibungsstatistik gefordert. Im November 2009 durch die ÖVP, diese Forderung wurde auch die FPÖ unterstützt. Die SPÖ erteilte eine Abfuhr, die Grünen ebenso. Die ÖVP hat in ihrem Parteiprogramm 1995 beschlossen: „Wir lehnen den Schwangerschaftsabbruch ab. Politik und Gesellschaft haben jene Rahmenbedingungen zu schaffen, die Abtreibungen vorbeugen“. Im Übrigen haben sowohl in der vergangenen und auch der jetzigen Legislaturperiode ausschließlich FPÖ-Politiker Anträge zum Lebensschutz in den Nationalrat eingebracht. Alle Anträge wurden von der parlamentarischen Mehrheit nicht weiter behandelt. Laut Heubacher zeigt ein internationaler Vergleich, dass Holland liberal mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch umgeht und dennoch die Abbruchsrate in den Niederlanden geringer als in Österreich ist. Diese Aussage ist somit unseriös, da es hierzulande bis dato noch immer keine statistische Aufbereitung der Abtreibungszahlen, noch eine Motivforschung gibt, wie viele und von allem warum Kinder abgetrieben werden. Es gibt aber Schätzungen, auch von Abtreibungsmedizinern, die von 30.000 bis 40.000 Abtreibungen im Jahr ausgehen. Nebenbei sei bemerkt, dass in den Niederlanden nicht nur die Abtreibung bis kurz vor der Geburt des Kindes möglich ist, das Land befürwortet auch die Euthanasie.

 

„Klug wäre es, den Hebel früher anzusetzen und ungewollte Schwangerschaften, wo es geht, zu verhindern. Fundierter Aufklärungsunterricht oder ein Gratiszugang zu Verhütungsmitteln, wie der Pille, könnten Ansätze sein. Allerdings bricht in Österreich die Hysterie aus, wenn darüber diskutiert wird, ob an einer Schule ein Kondomautomat installiert werden soll oder nicht.“, meint die Autorin. Abtreibungen werden nicht durch Aufklärungsunterricht und Gratis-Kondomverteilung verhindert, sondern durch entsprechende Erziehung und Wertevermittlung bereits im Elternhaus. Kinder müssen von klein auf lernen, Verantwortung zu übernehmen, das heißt auch, die Konsequenzen für eigene Handlungen tragen sowie vermittelt zu erhalten, dass das Leben generell nicht zur Disposition steht. Der Mut zum Kind und das Vertrauen in die vorhandenen Unterstützung und Hilfestellung sollte jeder werdenden Mutter vermittelt werden. Daher sind soziale Hilfen und Beratung auszubauen. Soziale Gründe für Problemsituationen in Schwangerschaften sollten im siebtreichsten Staat der Welt nicht existieren. Im Übrigen gehört es zum Allgemeinwissen, dass sowohl Pille (Pearl-Index 0,2-0,5) als auch Kondom (Pearl-Index 3-4) Fehlerquoten aufweisen. Kinder und Jugendliche noch im Heranwachsen Hormonbehandlungen auszusetzen, kann sich negativ auf die biologische Entwicklung und die Gesundheit der jungen Menschen auswirken. Die Installierung eines Kondomautomaten löst keine Hysterie, sondern schlicht Ablehnung aus. Die Zurverfügungstellung bestimmter Informationen stellt ein Eingriff in das Erziehungsrecht der Eltern dar, die selbst am besten wissen sollten, was wann gut für das eigene Kind ist.

Wenn Heubacher schreibt, dass „der Propagandafilm [„Der stumme Schrei“] weismachen will, dass der Fötus während der Abtreibung schreit“, dann irrt sie sich. „Der stumme Schrei“ ist kein Propagandafilm, sondern zeigt schlicht und ergreifend die Wahrheit. Er will nicht weismachen, dass ein Kind im Fruchtwasser schreit; jeder weiß, dass ein ungeborenes Kind im Mutterleib nicht schreien kann, auch nicht, wenn es getötet wird. Der Regisseur dieses Films, der weltbekannte ehemalige Abtreibungsarzt Dr. Bernhard Nathanson, war viele Jahre ein Verfechter der Abtreibung, bis er durch die neue Technik des Ultraschalls das Verhalten der Embryonen während der Abtreibung beobachtete. Davon war er so erschüttert, dass er nie wieder eine Abtreibung durchführte, diesen Film drehte und zum Lebensschützer wurde. Abschließend endet Heubacher mit den Worten: „Es ist Zeit, der Realität ins Auge zu sehen. Abtreibungen finden so und anders statt. Zum Wohl der Mutter sollten die Abbrüche unter den besten Bedingungen durchgeführt werden.“ Doch die Tatsache, dass man der Realität ins Auge schaut, heißt nicht, dass das Unrecht gebilligt werden muss, ansonsten wäre jedes Streben nach Gerechtigkeit sinnlos.

 

Natürlich muss das Wohl der Mutter gesichert sein, genauso wie das ihres Kindes. Denn jedes Lebewesen ist gleich viel wert. Es erscheint mir kontrovers, dass es einerseits das Recht der Menschen gibt, über ein Leben eines anderen, hier eines Kindes, zu bestimmen, andererseits betont wird, dass z.B. in der EU-Gesetzgebung und Politik wichtige Fortschritte hin zu einem besseren Schutz der Rechte des Kindes zu verzeichnen sind. Die Überzeugung, dass Abtreibung in Ordnung sei, ist so alt wie der Lebensschutz selbst. Ewiggestrige sind nicht diejenigen, die gegen Abtreibung sind, sondern diejenigen, die versuchen, Abtreibung zu rechtfertigen, Frauen einzureden, dass sie richtig handeln. Und dass Abtreibung ein Unrecht ist, ist geltendes österreichisches Recht, unabhängig davon zeugen nicht nur Krankheitsbilder, wie das PAS (Post Abortion Syndrom), auch die psychiatrischen Arztpraxen liefern ein beredtes Zeugnis. Die Akzeptanz für Kinder und Familien in einer Gesellschaft zeigt sich auch, wie mit ungeborenen Kindern und deren Müttern umgegangen wird. Es ist die Verpflichtung christlicher Menschen, nicht nur alles uns Mögliche für die werdenden Mütter zu tun, sondern auch immer wieder auf das laute Unrecht der Abtreibung aufmerksam zu machen. In einem wahren Rechtsstaat stehen alle Menschen, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod unter dem Schutz des Gesetzes, natürlich auch die Ungeborenen, die Behinderten und die Sterbenden. Dieser Aussage wird wohl auch die „Tiroler Tageszeitung“ nichts entgegensetzen.

 

Film „Der Stumme Schrei“ – In voller Länge auf kathTube

 



 

kath.net

 

One Response to “Pro-Abtreibungsgesetzgebung in Irland noch vor Weihnachten”

  1. Warum treiben noch immer so viele Frauen ab?Mehr als 30 Jahre alt ist die Kampagne „Auch ich habe abgetrieben“. Zu feiern gibt es allerdings wenig. Bis heute ist es der Frauenbewegung nicht gelungen, eine angemessene Haltung zur Abtreibung zu finden. Eine Mischung aus hohlen Phrasen und Ignoranz kennzeichnet den Umgang mit dem Thema

    Weil es keine guten Daten über die persönlichen Motive von Frauen in dieser höchst privaten Frage gibt, kann man nur mutmaßen. Ist es möglich, dass Frauen empfangen und dann abtreiben, um wenigstens auf diese Weise den weggeredeten Geschlechtsunterschied zu inszenieren, zu erleben, was nur sie können: ein Kind zur Welt bringen? Wer weiß. Vielleicht ist da auch viel mehr Indifferenz, als man sich das vorstellt. Vielleicht gibt es wirklich Frauen, die mit Abtreibungen verhüten.

    Schade, dass man da auf trübe Spekulationen angewiesen ist. Frauenärzte, Beratungsstellen und Gesetzgeber brauchen genauere Informationen darüber, warum noch immer so häufig abgetrieben wird. 120.000 Abtreibungen pro Jahr sind für ein Land wie Deutschland einfach zu viel

    —————-
    ERF Online: Was könnte ich als Christ von mir aus tun, um die Schwangeren zu unterstützen?

    Kristijan Aufiero: Ich glaube, dass es wahnsinnig wichtig ist, mit den Leuten Gespräche zu führen und die Botschaft zu verbreiten: Keine Frau treibt gerne ab. Das große Problem ist, dass die öffentlich geführten Diskussionen über Abtreibung an der Realität der Frauen vorbeigeführt werden. Man diskutiert über das Recht auf Abtreibung, das gewährleistet sein muss. Aber googeln Sie mal Abtreibung und lesen Sie mal nach, was die Frauen in den Foren schreiben und was die von den Situationen erzählen, in denen Sie sind. Das hat nichts mehr mit Freiheitsrecht zu tun.

    Diese ganzen Diskussionen müssen wir zurückführen auf die Frage: Was wollen die Schwangeren? Worum geht es uns: Wollen wir wirklich, dass die Schwangere wählen kann? Dann müssen wir diese Wahlfreiheit herstellen und zwar dadurch, dass wir ihr eine echte Alternative anbieten. Wir müssen Sie aus dem Dilemma rausbringen.

    http://www.erf.de/online/themen/politik-und-gesellschaft/keine-frau-treibt-gerne-ab/2270-542-3776


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