kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Das “Vaterunser” ist den meisten Menschen in Deutschland bekannt 30. November 2012

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 20:55

 

 

Kassel (APD): Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest ist das “Vaterunser” das bekannteste Gebet in Deutschland. Obwohl sich bei der Befragung nur rund 65% der deutschen Bevölkerung zu einer christlichen Kirche zugehörig erklärten, gaben 94% an, das “Vaterunser” zu kennen. Außerdem wusste die überwiegende Mehrheit der Befragten (85,5%) mit dem Tischgebet “Komm, Herr Jesus, sei du unser Gast” und dem Kindervers “Ich bin klein, mein Herz ist rein” (82,9%) etwas anzufangen. In der Bekanntheitsskala folgten “Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen” (78,4%) und etwas abgeschlagen “Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnaden” mit 52,2%. Anders sind die Ergebnisse bei der Frage, welches Gebet einem spontan einfällt: Zwar rangiert auch hier das Vaterunser mit 68% ganz vorn, mit großem Abstand auf dem zweiten Platz und nur 17% Bekanntheit folgt “Gegrüßet seist du Maria”. Tisch- und Abendgebete fallen nur noch etwa 2,5% der Befragten auf Anhieb ein. Die Umfrage wurde im Oktober 2012 im Auftrag des überkonfessionellen Vereins “ProChrist” telefonisch durchgeführt.

 

 

“Die Umfrage zeigt: Fast jeder Mensch hat eine Ahnung davon, dass wir mit Gott reden können. In Gesprächen stellen wir aber immer wieder fest, dass viele Menschen oft nicht wissen, wie oder für was sie beten sollen”, sagte Pfarrer Ulrich Parzany, Leiter des Vereins “ProChrist” und Hauptredner der gleichnamigen Gottesdienste, zu den Antworten. Deshalb habe “ProChrist” zum Beginn der Adventszeit die Aktion “Dein Wunsch an Gott” entwickelt. Es handele sich dabei um ein Angebot an Menschen, die herausfinden wollten, ob und wie Gott auf ihm vorgetragene Anliegen reagiere. Ab dem 1. Dezember könnten Internetnutzer 99 Tage lang unter www.zweifeln-und-staunen.de ihre Wünsche und Anliegen an Gott formulieren. Einem von rund 1.500 Christen, die sich an der Aktion ehrenamtlich beteiligten, werde die Bitte per E-Mail zugesandt und er nehme sie mit in sein Gebet auf. Der Absender des Anliegens erhalte eine persönliche Antwort des Beters und bekomme die Möglichkeit, sich weiter über das Gebet und den christlichen Glauben zu informieren. Mit der Aktion “Dein Wunsch an Gott” beginne “ProChrist” die Vorbereitung auf die Impulsgottesdienste, die vom 3. bis 10. März 2013 in Stuttgart veranstaltet und an mehrere hundert Orte in Europa über Satellit ausgestrahlt würden. Bisher hätten sich rund 500 Orte im deutschsprachigen Raum für “ProChrist” und “ProChrist für Kids” angemeldet. “ProChrist” werde aus der Stuttgarter “Porsche-Arena” übertragen und finde seit 1993 zum achten Mal statt. {Quelle: www.eann.de}

 

 

 

 

 

Christen und die Gesellschaft

 

Die Kluft überwinden

 

Christliche Gemeinden sind in westlichen Ländern nicht nur in der Minderheit, sie haben zudem kaum Bedeutung für die Gesellschaft.

Darauf wies der Gemeindegründer und Buchautor Alan Hirsch (Los Angeles) auf der «Novavox»-Konferenz vom 22. – 24. November in Mainz hin.

 

Hirsch ist Gründer des Gemeindennetzwerkes «Forge Mission Training Network». Er beklagte die große kulturelle Distanz zwischen Christen und der Gesellschaft in der sie leben. Das liege auch daran, dass Menschen, die anfangen mit Jesus zu leben, in kürzester Zeit ihre gesamte Freizeit innerhalb der Gemeinde oder mit christlichen Freunden verbringen. Offen für Gott und Spiritualität: Menschen der heutigen Zeit, sagte Hirsch, hätten sehr wohl Interesse an Gott und an Spiritualität, doch viele reagierten ablehnend gegenüber den Kirchen und ihren Angeboten. Die Ursache dafür liege auch darin, dass Gemeinden sich nicht auf Nichtchristen einstellten, stattdessen stehe die Welt kopf, erklärte Hirsch. «Wir verlangen von den Leuten, dass sie die kulturellen Barrieren überwinden, um Jesus zu finden und in unsere Gemeinden zu kommen. Dabei sollten wir als Missionare die kulturellen Barrieren überwinden. Wir sollten die Kirche zu den Menschen bringen und nicht von Menschen erwarten, dass sie zu uns kommen».

 

 

 

 

 

 

«Neue Stimme»

 

Alan Hirsch«Hallo ich bin Till», sagt der Mann am E-Piano auf der Bühne. Er lädt alle im Raum ein, aufzustehen und das alte Lied «Ich lieb dich Herr» zu singen. Der Pianist und Sänger stellt zwei weitere Musiker vor und sagte, dass Jesus auch im Raum sei. So schlicht begann die 4. «Novavox»-Konferenz in den Räumen der Mainzer «enChristo»-Gemeinde. Keine grossen Förmlichkeiten und Ankündigungen kommen von der Bühne. «Novavox» (lateinisch für «neue Stimme») ist der Name des Netzwerkes für missionale Gemeindeinnovation. Vor allem jüngere Menschen zwischen 25 und 40 sind nach Mainz gekommen; die in Gemeinden oder bei Gemeindegründungen mitarbeiten. Vom Veranstalterkreis betete Stefan Linggott (Heidelberg) zu Konferenzbeginn: «Jesus, Du hast ein Anliegen mit Deiner Kirche und Deinem Reich in Deutschland und darüber hinaus. Darin involvierst Du uns, obwohl wir an vielen Stellen versagen».

 

 

 

 

 

 

Christliche Kultur verhindert Aussenwirkung

 

Alan Hirsch machte deutlich, dass sich die Praxis der Evangelisation in vielen Gemeinden grundlegend ändern müsse: «Früher ging man nach draußen und holte die Leute in die Kirchen. Das war in früheren Zeiten möglich, weil die Kirche eine entscheidende kulturelle Kraft war. Doch das ist in vielen westlichen Ländern nicht mehr so». Gemeinden, so Hirsch, «extrahierten» Menschen aus ihren Lebenszusammenhängen, bis sie derart christlich angepasst seien, dass sie Nichtchristen fremd und unzugänglich erschienen. «Wenn wir also neuen Leuten unsere Kirchenkultur beibringen, dann verhindern wir sehr effektiv, dass das Evangelium Kreise ziehen kann und Menschen erreicht. So ersticken wir schon im Kein unsere Fähigkeit, das Evangelium auszubreiten». Nicht länger abgrenzen:  Was daraus folgert, beschreibt Hirsch so: «Die erste Frage ist: Hörst du der Kultur zu? Wenn wir verstehen wollen, was die Menschen brauchen, müssen wir ihre Ängste verstehen, ihre Lebenswelt und wie sie leben.» Paulus habe als Missionar und Lehrer vorgemacht, wie man sich auf die verschiedensten Kulturen einstellen und so Menschen zum Glauben führen könne.

 

«Schaut Euch um, wo die Menschen abhängen: Und dann, wenn ihr bei ihnen seid, bekommt heraus, wer in einer Gruppen die ‚Person des Friedens’ ist.» Denn sie sei eine Schlüsselperson für ein Miteinander. «Und dann führt man die Kirche vorsichtig an diese Gruppe heran und verwebt sie mit der anderen, bisher fremden, Kultur». Es gehe zunächst um die Überwindung kultureller Grenzen und erst dann um die Kirche, die aus der Mission entsteht. In den meisten Fällen sei die Reihenfolge sonst umgekehrt: Erst die Kirche und dann die Frage, wie man die Botschaft von Jesus weitergeben könne. Zum Programm der vierten Deutschlandkonferenz gehörten Vorträge, Erfahrungsaustausch, Diskussionen und die Präsentation von missionarischen Modellen. {Quelle: Livenet – www.jesus.ch – Von Norbert Abt}

 

10 Responses to “Das “Vaterunser” ist den meisten Menschen in Deutschland bekannt”

  1. Cajus Pupus Says:

    „Freut euch zu jeder Zeit!
    Betet ohne Unterlass!
    Dankt für alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus gehört.
    Löscht den Geist nicht aus!“
    (1 Thess 5,16-19)

    Wer für Gott keine Zeit hat, für den hat Gott keine Ewigkeit!

  2. Das “Vaterunser” ist den meisten Menschen in Deutschland bekannt

    Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können

    Wie sich unser Beten mit dem Geist Gottes in uns verbindet, beschreibt Paulus im 8. Kapitel des Römerbriefes:
    „So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen. Der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können.“ Vers 26

    Der Geist betet in uns mit unaussprechlichem Seufzen
    Die wenigen Zeilen aus dem Römerbrief, die wir gehört haben, bergen eine Fülle von Botschaften an uns. Sie sprechen von unserem Leben, von unserem Beten und vom Geist Gottes, der in uns betet mit unaussprechlichen Seufzern.

    Unsere Schwachheit ist angenommen
    Die erste Botschaft können wir dem Satz entnehmen: „Der Geist nimmt sich unserer Schwachheit an.“ Nichts gegen Ermutigungen wie: Zeig, was Du kannst! Trau Dir was zu! Sei, die Du bist! Ermutigung zum Sein. Das ehrt den schöpferischen Gott des Lebens.
    Aber klingt nicht auch etwas Schräges in Formulierungen wie: Sei kein Schwächling! Indianerherz kennt keinen Schmerz! Bloß keine Schwäche zeigen, das könnten andere ausnutzen. Leiste was, dann bist Du was. Oder wie es im Alten Testament einmal steht: „Unsere Stärke bestimmt, was Recht ist!“ – Ist dies dann nicht schon unmenschlich? Gehört es zum Menschen nicht ganz wesentlich, seine Grenzen und Schwächen zuzulassen und zuzugeben. Ist nicht der in Wirklichkeit schwach, der alles zugeben kann, nur seine eigenen Schwächen nicht?
    Gottes Geist verachtet uns in unseren Schwächen nicht.
    Vielmehr be-achtet Er sie. Er nimmt sich ihrer an. Er nimmt sich unserer an. Er nimmt sich unserer an in unserer Orientierungslosigkeit. In unseren moralischen Schwächen. In unserer Krankheit. So sehr nimmt er sich unserer Schwachheit an, dass Paulus, der gewiss kein Schwächling war, einmal schreibt: „Der Geist kommt in meiner Schwachheit zur Vollendung“. – Der Geist lädt uns ein, nicht unsere Schwäche zu verleugnen. Und er lädt uns ein, die andern Menschen in und mit ihren Schwächen anzunehmen.

    Wir wissen nicht, wie wir richtig beten sollen
    Vielleicht gehört zu den größten Schwächen, die wir erfahren, unser Beten. Da sind nicht nur die „Zerstreuungen“, die wir vielleicht manchmal in der Beichte erwähnen. Da kommt es nicht nur vor, dass uns manche Gebete, die wir früher, als Kind, gelernt haben, nicht mehr so richtig ansprechen und wir ihnen entwachsen sind. Nein, schlimmer ist, dass wir manchmal wie gegen eine Wand zu beten scheinen. Wir kommen uns vor, wie wenn wir ein Telefon zu Gott hin hätten, das nur eine Sprechmuschel, aber keine Hörmuschel hat oder nur eine, aus der ein fernes Rauschen kommt. Wie soll man richtig beten, wenn so viele Gebete unerhört geblieben sind? – Zeigen nicht auch die Versuche vieler Menschen, neue Weisen der Meditation zu finden, eine Gebetsnot unseres Betens?
    Was soll es schließlich heißen, wenn jemand wie Paulus, den man nun gewiss zu „den großen Betern“ zählen kann, schreibt, wir wüssten nicht wie und worum wir beten sollen. – Ist dies nicht bestürzend? Oder ist es nicht auch schon zugleich ein Trost: Wenn uns das Beten schwer fällt, sind wir nicht in der schlechtesten Gesellschaft. Dies sich zuzugeben, kann schon eine große Frucht der Wahrhaftigkeit schenken: Befreiung. Dies wäre auch ein sozusagen ökumenischer Vorgang: Martin Luther sagte einmal, man solle beim Beten wenigstens Gott nicht anlügen. – Die Wahrheit macht euch frei, sagt die Schrift.

    Im und mit dem heiligen Geist seufzen
    Der tiefste Trost in unserem kleinen Text ist wohl die Aussage: Der Geist selber tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen. Was für eine Wort; was für ein Gedanke; was für eine spirituelle Perspektive: Der Heilige Geist selber seufzt in uns. Der Heilige Geist selber betet und bittet in uns. Wenn dies zutrifft – und das dürfen wir als glaubende Menschen annehmen -, dann hieße und heißt dies doch: Wir dürfen uns dem Seufzen des Geistes in uns überlassen. Unser eigenes Seufzen ist getragen vom Seufzen des Heiligen Geistes. Dann könnten wir also unser Seufzen gleichsam wie unseren Atem in einen großen Sturm, in den Gottessturm hinein geben. Oder auch leise unser Weinen von den Gotteswassern in unserem Innern weiter tragen lassen. – Ich erinnere mich an alte Andachtsbücher, in denen manchmal stand: „An dieser Stelle lasse man einen Seufzer“. Sozusagen eine Aufforderung an die Unsensiblen gesagt, die nicht spüren, dass hier ein mitempfindendes, empathisches, leises Seufzen die passende Reaktion wäre.
    Manchmal empfehle ich in Exerzitien, sich hinzusetzen oder hinzulegen und einfach zu seufzen; so wie es gerade kommt. Ohne bewusst etwas ausdrücken zu wollen. Es ist so viel Seufzen in den Archiven unserer Seele gelagert. Eigene Not und Not mit der Not der Welt. Wir können uns selber von den Lautfolgen, von den Höhen und Tiefen, überraschen lassen.

    Das Ach-Gebet
    Den Übergang vom wortlosen Seufzen zum Wort, zur Sprache bildet das Laut-Worte: „Ach“. Wie viel drückt sich in ihm aus. Manchmal wird das Gemeinte in Worte gefasst, nach dem das Vorzeichen des „Ach!“ gesetzt ist:
    Ach – wie lange noch? Ach – hätte ich doch…! Ach würdest Du doch…!
    „Ach, neige Du Schmerzensreiche…“ – so betet Gretchen in Goethes Faust zu Maria. Und Moses schreit im Buch Numeri zu Gott nach Heilung, als seien Schwester Mirjam vom Aussatz befallen ist: „Ach Herr, heile sie doch!“ (Num 12,13) – Und wie mag sich Jesus angehört haben, wenn er im Ölgarten zu seinem Vater rief?!
    Ob die Frucht unseres Ach-Gebetes nicht manchmal sein kann, was ein knackiger Buchtitel sagt: „Frisch geklagt ist halb gelitten!“ Jedenfalls ist ein vom Geist inspiriertes Ach-Gebet etwas anderes als ein „ewiges Gejammere.“

    Beten in Moll und Dur
    Das Beten im „Ach“ kann von Moll zu Dur wechseln; vom Seufzen zum Jubeln. Der Geist seufzt nicht nur in uns, er jubelt auch in uns. – Im Sterben des heiligen Ignatius scheint dies ganz nahe beieinander gewesen zu sein. Das Letzte, was der Krankenbruder in der Nacht seines Sterbens hörte, war der wiederholte Stoßseufzer „Ay Dios. Ay Dios“, „Ach Gott, Ach Gott“. War es ein Seufzen im Schmerz? Oder war es schon ein staunendes Wahrnehmen der Gottesherrlichkeit: Ahh: Gott!“ – Es mag beides gewesen sein. Wir dürfen es getrost dem Heiligen Geist überlassen, er in uns lebt und atmet und seufzt und jubelt. – Amen.

    Kassel (APD): Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest ist das “Vaterunser” das bekannteste Gebet in Deutschland. Obwohl sich bei der Befragung nur rund 65% der deutschen Bevölkerung zu einer christlichen Kirche zugehörig erklärten, gaben 94% an, das “Vaterunser” zu kennen. Außerdem wusste die überwiegende Mehrheit der Befragten (85,5%) mit dem Tischgebet “Komm, Herr Jesus, sei du unser Gast” und dem Kindervers “Ich bin klein, mein Herz ist rein” (82,9%) etwas anzufangen. In der Bekanntheitsskala folgten “Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen” (78,4%) und etwas abgeschlagen “Gegrüßet seist du Maria, voll der Gnaden” mit 52,2%. Anders sind die Ergebnisse bei der Frage, welches Gebet einem spontan einfällt: Zwar rangiert auch hier das Vaterunser mit 68% ganz vorn, mit großem Abstand auf dem zweiten Platz und nur 17% Bekanntheit folgt “Gegrüßet seist du Maria”. Tisch- und Abendgebete fallen nur noch etwa 2,5% der Befragten auf Anhieb ein. Die Umfrage wurde im Oktober 2012 im Auftrag des überkonfessionellen Vereins “ProChrist” telefonisch durchgeführt.

    “Die Umfrage zeigt: Fast jeder Mensch hat eine Ahnung davon, dass wir mit Gott reden können. In Gesprächen stellen wir aber immer wieder fest, dass viele Menschen oft nicht wissen, wie oder für was sie beten sollen”, sagte Pfarrer Ulrich Parzany, Leiter des Vereins “ProChrist” und Hauptredner der gleichnamigen Gottesdienste, zu den Antworten. Deshalb habe “ProChrist” zum Beginn der Adventszeit die Aktion “Dein Wunsch an Gott” entwickelt. Es handele sich dabei um ein Angebot an Menschen, die herausfinden wollten, ob und wie Gott auf ihm vorgetragene Anliegen reagiere. Ab dem 1. Dezember könnten Internetnutzer 99 Tage lang unter http://www.zweifeln-und-staunen.de ihre Wünsche und Anliegen an Gott formulieren. Einem von rund 1.500 Christen, die sich an der Aktion ehrenamtlich beteiligten, werde die Bitte per E-Mail zugesandt und er nehme sie mit in sein Gebet auf. Der Absender des Anliegens erhalte eine persönliche Antwort des Beters und bekomme die Möglichkeit, sich weiter über das Gebet und den christlichen Glauben zu informieren. Mit der Aktion “Dein Wunsch an Gott” beginne “ProChrist” die Vorbereitung auf die Impulsgottesdienste, die vom 3. bis 10. März 2013 in Stuttgart veranstaltet und an mehrere hundert Orte in Europa über Satellit ausgestrahlt würden. Bisher hätten sich rund 500 Orte im deutschsprachigen Raum für “ProChrist” und “ProChrist für Kids” angemeldet. “ProChrist” werde aus der Stuttgarter “Porsche-Arena” übertragen und finde seit 1993 zum achten Mal statt. {Quelle: http://www.eann.de}

    Christen und die Gesellschaft

    Die Kluft überwinden

    Christliche Gemeinden sind in westlichen Ländern nicht nur in der Minderheit, sie haben zudem kaum Bedeutung für die Gesellschaft

  3. Schweigen – an der Schwelle und im Herzen des Gebets

    Stille, Gebet und Gesundheitsreform

    Der dänische Religionsphilosoph und Christ Sören Kierkegaard, schreibt einmal: „Wenn ich Arzt wäre und mich einer fragte: Was meinst du, muss getan werden?“, so würde ich antworten: „Das erste, was getan werden muss, und die unbedingte Voraussetzung dazu, dass überhaupt etwas getan werden kann, ist: „Schaffe Schweigen! Gebiete Schweigen! Gottes Wort kann ja nicht gehört werden, und wenn es mit Hilfe lärmender Mittel geräuschvoll hinausgerufen wird, damit man es auch im Getöse hören kann, so bleibt es nicht Gottes Wort. Schaffe Schweigen!!“

    – Kann man sich diesem Urteil nicht weitgehend anschließen? Wir werden von einer Sintflut von Informationen weggeschwemmt. Hörkrankheiten wegen Reizüberflutung nehmen sprunghaft zu. Wenn wir leiser, stiller würden, wäre dies nicht einer der wichtigsten Beiträge zu Gesundung, Beziehungskultur und Gottesbegegnung?

    Ich hörte auf die Stille

    Der geistliche Schriftsteller Henry Nouwen wurde in Deutschland durch eines seiner frühen Bücher bekannt: „Ich hörte auf die Stille“. Er hatte sich aus seiner universitären Laufbahn für eine längere Zeit zurückgezogen in ein Kloster, – um auf die Stille zu hören. Dies brachte ihm eine große geistliche Vertiefung. Wie und wann kann ich lernen, auf die Stille und ihre Wirkkraft zu lauschen? Immer dann…

    • wenn ich anfange, jemanden im Gespräch zuzuhören und ihn nicht einfach mit meinen Erlebnissen, Ideen, Projekten und Neuigkeiten „zutexte“…

    • wenn ich irgendwo mitten im Lärm sitze und die Stille unter den Geräuschen zu erlauschen suche;

    • wenn für mich das Geräusch von Pappelblättern mindestens so interessant wird wie der Straßenlärm;

    • wenn ich auf dem Heimweg fünf Minuten in eine nahe gelegene Kirche gehe oder auf einer Parkbank ein wenig sitzen bleibe;

    • wenn ich zwischendurch eine kleine Atempause mache;

    • wenn ich nicht schlafen kann und statt mich zu ärgern, auf die Stille der Nacht lausche.

    Schweigen als Atemraum des Gebetes

    Alle Religionen pflegen das Schweigen. Es ist der Atemraum des Betens. Nicht umsonst geschehen Exerzitien im Schweigen, in der Stille. Wer daran teilnimmt, erfährt, dass von der Stille eine heilende, reinigende, vertiefende, befriedende und befreiende Kraft ausgeht.
    Eine Kultur der Stille gilt nicht nur für Exerzitien, sondern auch für das alltägliche Leben und Beten. Was kann ich tun, um eine Kultur der Stille im Leben und Beten Raum gewinnen zu lassen? Einige Tipps und Fragen dazu:

    • Frag’ Dich, wann eine einigermaßen ungestörte Zeit ist;

    • Entferne optischen Belästigungen, z.B. Briefberge, möglichst aus Deinem Blickraum;

    • Lausche auf das Einströmen und Ausströmen Deines Atems;

    • Wecke die Einstellung in Dir: Störungen sind nicht schlimm;

    • Wenn Gedanken und Bilder und Ideen kommen – sie kommen lassen und gehen lassen.

    • Ein fester Ort, ein gleich bleibendes Lieblingsgebet zu Beginn, die Bitte um Gottes Geist, können helfen, mehr in die Stille zu kommen.

    Und: Wer sich auf die Suche begibt, der wird selber finden, was für die Stille förderlich ist.

    Vielleicht kann ein etwas böser Witz auch einen Hinweis für Stille im Gebet geben.

    Vor dem Scheidungsrichter beklagt sich eine Frau lauthals, ihr Mann habe seit zehn Jahren kein Wort mit ihr gesprochen. Der verschüchtert wirkende Mann gibt dies zu mit der Erläuterung: „Herr Richter, ich wollte meine Frau nicht unterbrechen…!“

    – Könnte Gott nicht sagen: Du beklagst Dich, dass ich nicht rede und dabei schreist Du mir die Ohren zu mit Deinem ununterbrochenen Fragen und Bitten und Klagen und Deinen Lobpreisungen! Du bist so schwer zu unterbrechen! Und dabei besingst Du doch sehnsüchtig und stimmungsvoll an Weihnachten „die stille und heilige Nacht“.

    Lass Dir doch die Erfahrung des Psalmisten schenken: „Ich ließ meine Seele ruhig werden und still; wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir.“ (Psalm 131, 2)

    • …und Jesus sprach:
      „…und betet jeden Tag zu Eurem Himmelsvater und Eurer Erdenmutter,
      damit Eure Seele vollkommen wird,
      so vollkommen, wie der HEILIGE GEIST des VATERS ist,
      und dass Eure Körper so vollkommen werden,
      wie der Körper Eurer Erdenmutter vollkommen ist.
      Denn wenn Ihr die Gebote versteht, fühlt und ausführt,
      dann wird Euch alles, um was Ihr bittet,
      von Eurem Himmelsvater und Eurer Erdenmutter gegeben werden.
      denn die WEISHEIT, die LIEBE und die MACHT GOTTES sind über allem.

  4. Bernhardine Says:

    Ein Leckerbissen läuft auf 3sat TV seit 20.15 Uhr:

    Missa Solemnis
    op. 123 von Ludwig van Beethoven (1770-1827)
    Concertgebouw Amsterdam, Frühjahr 2012
    Mit Marlis Petersen (Sopran), Elisabeth Kulman (Alt),
    Werner Güra (Tenor) und Gerald Finley (Bass)
    Chor: Niederländischer Rundfunkchor
    Orchester: Königliches Concertgebouw
    Musikalische Leitung: Nikolaus Harnoncourt
    Erstausstrahlung

    Als Ludwig van Beethoven im Jahr 1819 mit der Arbeit an der “Missa Solemnis” begann, war er nahezu taub, was nicht nur das Komponieren erschwerte, sondern auch zur menschlichen Isolation führte. In dieser schwierigen Phase schrieb er – neben letzten Streichquartetten und der Neunten Symphonie – die “Missa Solemnis”, die der Komponist selbst für sein “größtes Werk” hielt. Beethovens persönliche Situation und seine Beschäftigung mit Sakralmusik haben einen engen Zusammenhang. In dieser für ihn schwierigen Zeit widmete er sich intensiv der katholischen Liturgie und zahlreichen Messvertonungen. Beethoven wollte das Stück zur Amtseinführung seines Freundes und Gönners Erzherzog Rudolf als Erzbischof von Olmütz im Jahre 1820 fertigstellen, doch er änderte, erweiterte und überarbeitete die “Missa Solemnis” immer wieder. Diese – einer seiner eindrucksvollsten Kompositionen – ist nicht mehr nur funktionale Musik, sondern vermittelt in jedem Takt Beethovens Denken und Fühlen.
    3sat zeigt eine Aufzeichnung der “Missa Solemnis” in einer Interpretation mit dem Niederländischen Rundfunkchor und dem Königlichen Concertgebouw-Orchester. Nikolaus Harnoncourt ist als Dirigent zu erleben.
    (ORF/3sat)

  5. Johannes Says:

    Leider wird dieses Gebet,das uns der HERR gelehrt hat, meist völlig gedankenlos dahergeplappert – oder ist Ihnen nicht auch schon aufgefallen, dass es dort Formulierungen gibt, die nicht stimmen können?

    1. Kein Jude sagt: „Vater unser im Himmel“! Er redet seinen Vater nicht so gekünstelt an, sondern sagt: „Abba. unser Vater im Himmel …“

    2. „Und vergib uns unsere Schuld, wie wir unseren Schuldigern vergeben…“ Das hört sich doch gewaltig nach Handeln mit GOTT an! Wenn GOTT uns vergibt, dann, ja dann vergeben wir auch denen, die an uns schuldig geworden sind? Tatsächlich heißt es nach jüdischem Verständnis – JESUS sprach ja als JUDE zu Juden: … und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben haben unseren Schuldigern.
    Das heißt: erst müssen wir vergeben haben, dann wird uns auch der HERR s o großzügig vergeben. Das macht Sinn!

    3. „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern …“

    Bekanntlich führt GOTT niemanden in Versuchung, denn dann würden wir nicht bestehen können.

    Deshalb heißt es richtigerweise: „Und führe uns i n der Versuchung (die ja aus unserem eigenen Herzen kommt!) und erlöse uns von dem Bösen!“

    In Frankreich hat der berühmte Erzbischof von Paris, Kardinal Jean-Marie Lustiger, ein Levit, im Gesangbuch der Katholiken durchgesetzt, dass dort die Formulierung steht: „…und lass uns nicht der Versuchung erliegen und erlöse uns von dem Bösen“.

    Ich hoffe, dass sich diese Korrekturen, die noch immer nicht in die heutigen verbesserten Bibelübersetzungen Eingang gefunden haben, durchsetzen werden, so dass wir in der rechten Weise und Logik beten, wie es dem HERRN gefällt.

  6. Bernhardine Says:

    Daß viele Deutsche das AveMaria nicht kennen, liegt daran, daß sie evangelisch sind!!! Mal wollte Martin Luther der Muttergottes „trommetet“ wissen, mals „soviel Abbruch tun, als nur möglich“.

    +++

    STELLA MARIA

    • carma Says:

      ich glaube, das luther der „vergottung“ marias entgegentreten wollte, zumal sie bekanntlich mit römisch-heidnischer symbolik „aufgeladen“ war – der gottesmutter-kult ist jedenfalls nicht durch Jesus oder der bibel sanktioniert worden. die reformatoren wollten eine bereinigung histotisch falscher glaubensdogmen und christianisierter rest-heidnischer vorstellungen erwirken, nicht unbedingt eine neue religion „erfinden“. ob diese geistige „diät“ nicht auch zu einem „nährstoffmangel“ geführt hat, bleibt allerdings zu fragen: die „nordisch-germanische kirche“ ist weniger sentimental und bietet keinen üppigen augenschmaus, hierin den synagogen nicht so unähnlich ?!

  7. Ralf Hummel Says:

    Ich bin weder evangelisch noch katholisch und kenne auch das Ave Maria.


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