kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

In Kairo platzt eine Bombe 27. November 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 16:03

Moslembrüder heuern ihre Milizen in Alexandria gegen die Demonstranten mit Schwertern, Messern und Schusswaffen

 

Freu dich Mubarak … Morsi setzt deine Politik fort

 

افرح افرح يا مبارك مرسى بيكمل مشوارك

Amina Charaf Eldine

هاجمنى هذا الرجل بالسكين عندما حاولت تصويره و هو يصيب شابا
بها فى وجهه عند مقر الأخوان فى الابراهيمية شارع ابو قير حيث اخرج الاخوان بلطجية
الحضرة المأجورين بالسيوف و السواطير ليهاجموا المتظاهرين ..

 

Dieser Mann griff mich an, als ich versucht habe, ihn zu fotographieren, nachdem er einen Jugendlichen mit diesem Messer am Gesicht verletzt hatte. Das war vor dem Zentrum der Moslembruderschaft in Ibrahimia, wo die Moslembrüder die Milizen aus Schlägerbanden aus dem Stadtviertel Alhadara mit Schwertern, Messern und Beil anheuerten.

 

 

Vor einem Jahr stand ich auf dem Tahrir-Platz in Kairo unter den Demonstranten, die ein Ende der Mubarak-Diktatur und Demokratie für Ägyptens 84 Millionen Menschen forderten. Als geborener Hitzkopf finde ich die meisten Revolutionen berauschend – wenn auch fast unweigerlich als unbefriedigend oder sogar schrecklich. Was für einen Unterschied ein Jahr ausmacht. Der Tahrir-Platz ist jetzt voll mit Ägyptern, die gegen die neue revolutionäre Regierung unter der Führung des gewählten Präsidenten Mohamed Morsi demonstrieren. Ägypten steckt im politischen Aufruhr. Morsi hatte gerade erst einen Waffenstillstand in Gaza vermittelt, der ihm volles Lob aus Washington einbrachte, das sich bis dato Ägyptens erstem demokratisch gewählten Präsidenten gegenüber kühl verhalten hatte. Der Islamist Mursi machte dann eine Wendung und ließ die Bombe eines Staatsstreichs in eigener Sache platzen. Morsi erließ eine Verordnung, die ihm außergewöhnliche – Kritiker sagen diktatorische – Macht verleiht, die alle Entscheidungen Morsis und der gewählten Verfassungsversammlung ausnimmt von Anfechtungen durch ägyptische Gerichte oder andere Regierungseinrichtungen. Die Verordnung gilt, bis ein neues Parlament gewählt ist. „Diktatur“-Geheul kam aus Ägypten und aus vielen anderen Ländern – genau denjenigen Ländern, die mit Mubaraks hässlicher Diktatur 30 Jahre lang freundschaftlich kollaboriert haben. Gegner von Morsis Moslem-Bruderschaft riefen: „man sieht, dass man diesen Islamisten nicht trauen kann“.

 

 

 

 

Das alles ist sehr eigenartig. Bisher ging Morsi mit extremer Besonnenheit vor, um freie Wahlen durchzuführen, Christen und säkulare Liberale zu beruhigen und geschickt den eisernen Griff von Ägyptens aufgeblähten bewaffneten Kräften zu brechen. Wenige hatten geglaubt, dass der farblose, unauffällige Morsi, ein ehemaliger politischer Gefangener, imstande sein würde, die mächtigen von den Vereinigten Staaten von Amerika unterstützten ägyptischen Generäle auszumanövrieren. Aber er schaffte es, mit Geschick und bemerkenswerter Fertigkeit, indem er jüngere höhere Offiziere dazu brachte, die alte Pharaonengarde sanft zu stürzen. Morsi schaffte es, die bewaffneten Kräfte in die Schranken zu weisen und in Ägypten zu ziviler Kontrolle zurückzukehren. Aber – bis zu dieser Woche waren Morsi und seine Verbündeten in der Moslem-Bruderschaft und Gerechtigkeitspartei nicht imstande, einen eingesessenen Kader von von Mubarak bestellten Beamten und Henkern in der Justiz, in der Geheimpolizei, im akademischen Bereich, in den Medien und im diplomatischen Korps loszuwerden. Diese bilden, was als Ägyptens „tief eingewurzelte Regierung“ bekannt ist, die reale Macht im Land, die direkt mit Mubaraks Entourage kommunizierte. Dieses Parallelregime hatte viele von Morsis Anstrengungen zunichte gemacht, das korrupte herrschende System zu reformieren, eine wirklich demokratische Republik aufzubauen und die Stellung von Ägyptens verhätschelter, verwestlichter städtischer Elite zu brechen, die sich unter Mubarak nahezu totaler politischer und wirtschaftlicher Macht erfreut hatte. Ägyptens „tief eingewurzelte Regierung“ ähnelt sehr stark der kemalistischen säkularen herrschenden Struktur in der Türkei, die das mächtige Militär, Sicherheitsdienste, Gerichte, Universitäten, Medien, große Wirtschaftsverbände und islamische religiöse Institutionen kontrolliert hat – und eng verbündet war mit den Vereinigten Staaten von Amerika und Israel.

 

 

 

 

Der derzeitige Premierminister Recep Erdogan und seine AK-Partei brauchten zehn Jahre geduldiger Belagerung, um den Griff der „tief eingewurzelten Regierung“ der Türkei zu brechen – länger als Sultan Mehmet benötigte, um Konstantinopel zu erobern. Erdogan schaffte es zu guter Letzt, Militär und Sicherheitskräfte unter zivile Kontrolle zu bringen, einen großen Teil der Wirtschaft von der kemalistischen Elite zu befreien und die Türkei in eine beeindruckende, wenn nicht perfekte moderne Demokratie umzuwandeln – und generierte damit eine Wachstumsrate von 7%. Präsident Morsi versucht jetzt die gleiche Schocktherapie in Ägypten, das dringend aufgeschüttelt und modernisiert werden muss. Sein größtes Problem: Ägypten kann sich nicht selbst ernähren, noch das Geld aufbringen, um Nahrungsmittel zu importieren. Kairo ist also gezwungen, sich auf die Vereinigten Staaten von Amerika zu verlassen, und, neuerdings, auf Saudiarabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, um sich finanziell über Wasser zu halten. Ersatzteile und Munition für das ägyptische von den Vereinigten Staaten von Amerika ausgerüstete Militär werden von Washington knapp gehalten, sodass dieses die innere Sicherheit aufrecht erhalten, aber nicht gegen Israel oder gegen eine andere Macht kämpfen kann. Jetzt hat der ehedem vorsichtige, schwerfällige Morsi einen Putsch durchgeführt, um die mubarakistischen „Rüsselkäfer,“ wie er sie nennt, zu säubern, die die Reform zunichte machen. Könnte die Kur schlimmer sein als die Krankheit?

 

 

 

Mursis Putsch hat viele Ägypter erschreckt und nichts dazu beigetragen, die Reputation von politischen Islamisten aufzubessern. Obwohl seine donnernde Aktion zu einem guten Teil verständlich ist, hätte er eine langsamere, geduldigere türkische Vorgangsweise wählen sollen. Seine überstürzte Handlungsweise führt dazu, dass sich seine vielen einheimischen und ausländischen Feinde gegen ihn zusammentun. Vielleicht wird Mohamed Morsi wirklich seine neu errungene Macht zurücklegen, sobald ein demokratisch gewähltes Parlament seine Arbeit aufnimmt und eine neue Verfassung eingeführt ist. Wenn er das macht, wird er bejubelt werden als ein neuer Perikles oder George Washington. Sonst gilt leider Lord Actons so berühmte wie weise Warnung: „alle Macht korrumpiert – absolute Macht korrumpiert absolut“. {Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von www.antikrieg.com – Quelle:  www.berlinerumschau.com – Von Eric Margolis}

 

 

Ägypten droht eine Kürzung der EU-Hilfen

 

 

Frankfurt: Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europa-Parlament, Elmar Brok (CDU), hat Ägypten mit einer Kürzung der EU-Hilfen gedroht, falls Präsident Mohammed Mursi an seinen Maßnahmen zur Ausschaltung der Justiz festhält. «Wenn Mursi den Weg in die Diktatur wählt, wird weniger Geld fließen. Das müssen wir ihm jetzt deutlich machen», sagte Brok der Frankfurter Rundschau. Die EU habe Ägypten nach dem Arabischen Frühling umfangreiche zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt, um Wirtschaft, Infrastruktur und den Aufbau staatlicher Institutionen zu fördern. «Wir Europäer wissen auch, dass wir uns vor dem Arabischen Frühling falsch benommen haben», sagte Brok. «Wir müssen endlich lernen, dass Stabilität ohne Freiheit auf Dauer keine Stabilität ist.» Brok zeigte sich besorgt darüber, dass Mursi einen islamisch-fundamentalistischen Staat errichten könnte. {Quelle: www.fr-online.de}

 

9 Responses to “In Kairo platzt eine Bombe”

  1. Irene Reindl Says:

    Die Türkei ist jetzt eine „perfekte moderne Demokratie“? Soll das ein Witz sein? Ist es neuerdings demokratisch, Leute wegen angeblicher Blasphemie vor Gericht zu stellen oder Journalisten, Richter und Anwälte ins Gefängnis zu werfen, wenn die es wagen, sich kritisch zu äußern?
    Generell scheint der Autor, wenn ich mir den Artikel so durchlese, ziemlich positiv einer weiteren Islamisierung der Türkei und Ägyptens durch Leute wie die Muslimbrüder oder Islamisten wie Erdogan gegenüber eingestellt zu sein.

    • carma Says:

      scheint mir auch so…

    • carlos Says:

      lange Morsi am Ruder ist, werden die Krawalle weitergehen. Der Mann hat die Massen nicht im Griff und kann sich auch nicht gegen die Moslembrüder stellen, da er ja dazu gehört. Es ist also unabsehbar wann Ruhe einkehrt. Sicher ist solange kein neuer Caïd oder Raïs die Führung „übernimmt“ wird sich nichts ändern. Das Chaos geht weiter, die Preise steigen, da Touristen ausbleiben aber scheinbar hat die jetzige Staatsspitze andere Probleme wie : Kopftuch tragen der Hostessen bei Egypt Air, Detailgeschäfte um 22 Uhr schliessen, Alkoholkonsum verbieten usw. Fabelhafte Leistung der Wirtschaftsfachleute damit das Geschäftsleben ankurbeln zuwollen und die Nahrungspreise stabil zuhalten! Dafür hätte ein Mubarak nicht verjagt werden müssen, der sorgte mindestens dafür, dass Geld ins Land kam. Die Verteilung ist eine andere Frage

  2. schwebchen Says:

    Der Artikel stammt aus der SPD-Zeitung „Frankfurter Rundschau“. Islamistenfreundlich bis ins Mark!

  3. Erich Foltyn Says:

    da gehts zua wie bei de Hottentotten und alle sand glückselig, daß es so guat mochn. De müaßn da a Nivoh habn

      • carlos Says:

        armes Land,….noch ätmere Menschen–egal ob Christen oder Musleme

        Sowas kann in Deutschland zum glück nicht passieren Seit 68 gehen sowieso nur noch die wenigsten demonstrieren…jährlich weniger zu den wahlen und die Wahlversprechen der Parteien nicht grade besser^^
        Zudem würde der „Deutsche“ an sich selbst nicht auf die straße gehen wenn er arbeitslos und nix zu fressen mehr hätte, solange er seinen Fernsehapparat besitzt welcher ihm täglich seinen Verstand auslöscht….

      • Erich Foltyn Says:

        dass die no glauben, daß des a Religion ist, wenn sie mitn Messer herum rennan

  4. carma Says:

    auf diversen videos kann man sehen, wie sie leuten abstechen, erschlagen, erhängen, steinigen oder einfach nur erschiessen – und dabei hysterisch al-akbar/ „Gott“ ist groß brüllen!!
    augenscheinlicher und größer kann der widerspruch zu allen anderen religionen der welt nicht ausfallen…
    dafür muss die gesamte islamische bevölkerung haften und eines nicht so fernen tages büßen – wie das deutsche volk die schuld der nazis auf sich geladen hatte, wie die juden über tausend jahre in die diaspora verbannt und durch die glühenden eisenöfen der nazis zu asche verwandelt wurden (wie es in den prophezeiungen der bibel angekündigt wurde)…
    Gott ist sanft und nachsichtig, aber seine rache gegen uneinsichtige frevler ist ebenso gewiss!


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