kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Islamistische „Moralwächter“ bedrohen Journalisten und Liberale 9. November 2012

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 19:29

 

Salafisten werden von Moslembrüdern auf den Tahrir-Platz geschickt, um für Einführung der Scharia zu werben!

 

Fall Said Shoaib ist richtungsweisend

für die Zukunft der Pressefreiheit in Ägypten

 

Kairo/Frankfurt am Main (9. November 2012):  Die radikal-islamische “Vereinigung zur Erhaltung der Tugend und Bekämpfung des Lasters” hat sich in Ägypten nach Einschätzung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zu einer schwerwiegenden Bedrohung der Pressefreiheit ausgewachsen. Die Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Einhaltung der Scharia zu überwachen und zu erzwingen. Nach Angaben der IGFM belästigen und bedrohen die selbsternannten „Tugendwächter“ in der Öffentlichkeit liberale Muslime und Frauen ohne Kopftuch. Jetzt bedrohe die Gruppe säkulare Journalisten mit dem Tod. Die IGFM kritisierte die ägyptische Regierung für ihre völlige Tatenlosigkeit und forderte sie auf, Journalisten und Bürger wirksam zu schützen. Bisher haben die Sicherheitsbehörden nur in einem einzigen, spektakulären Fall Anklage gegen Mitglieder der Gruppe erhoben. In Suez hatten nach Angaben der IGFM Mitglieder der radikal-islamischen Vereinigung ein verlobtes Paar angegriffen, weil sie händehaltend spazieren gingen. Die „Tugendwächter“ töteten den Mann, in dem sie ihm auf offener Straße die Genitalien abschnitten und er verblutete. In dem zur Zeit laufenden Verfahren haben Angehörige der regierenden Muslimbrüder und Salafisten sich für mildernde Umstände für die Täter ausgesprochen.

 

Journalisten: bedroht, entlassen oder konform Wie die IGFM berichtet, hat Präsident Mohamed Mursi bereits kurz nach seiner Amtsübernahme damit begonnen, Schlüsselposition in ägyptischen Medien mit Vertretern der Muslimbruderschaft zu besetzten und kritische Journalisten aus den staatlichen Medien zu verdrängen. Die radikal-islamische „Vereinigung zur Erhaltung der Tugend und Bekämpfung des Lasters” ist nach Einschätzung der IGFM keine Gründung der Muslimbruderschaft. Der Regierung scheine aber das Treiben dieser Gruppe nützlich zu sein. Die Bedrohung von Journalisten ist vor allem am Fall des säkularen Muslims Said Shoaib in den Fokus gerückt. Er ist Redakteur von Ägyptens größter Tageszeitung, der staatlichen „Al-Ahram“. Shoaib hat wie viele seiner Kollegen Drohungen erhalten, weil er die Muslimbruderschaft und das islamische Recht kritisiert hatte. In der vergangenen Woche erhielten er und seine Frau Islam Azaam mehrmals Drohungen. Shoaib müsse sofort aufhören, „den Islam anzugreifen“, er müsse seine säkulare Einstellung aufgeben, zum Islam zurückkehren, die Scharia verteidigen und damit aufhören, die Führung der Muslimbruderschaft zu kritisieren. Seine Frau – ebenfalls eine kritische Journalistin – solle sich „wie eine muslimische Frau“ kleiden, keinen Umgang mehr mit Männern haben und aufhören zu arbeiten. Anders als seine Kollegen hat Said Shoaib sich entschlossen, Klage einzureichen. Er befürchtet, dass die Behörden dem Fall ansonsten nicht nachgehen werden. Für die IGFM steht der Fall exemplarisch für die Zukunft der Pressefreiheit in Ägypten. In den vergangenen Tagen organisierten Journalisten und Menschenrechtler mehrere Solidaritätskundgebungen, zuletzt am Mittwoch, den 7. November vor dem Gebäude der Journalisten-Gewerkschaft in Kairo. Meinungsfreiheit in Ägypten muss garantiert werden: Die IGFM forderte von Präsident Mursi, alles daran zu setzen, den Fall aufzuklären, da es hier nicht nur um Said Shoaib selbst, sondern um die Erhaltung der Pressefreiheit in Ägypten gehe. Karl Hafen, der Geschäftsführende Vorsitzende der IGFM, sieht nicht nur das Leben des Journalisten, sondern die Zukunft der Pressefreiheit in Ägypten bedroht. „Sollte dem Fall nicht nachgegangen werden, ist dies ein Freibrief zur Bedrohung jedes gesellschaftskritischen Journalisten“, so Hafen weiter. {Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Ägypten unter: www.igfm.de}

 

 

 

Die Salafisten verprügeln die Grafiti-Künstler, weil sie die Bärtigen kritisieren.

Auf Facebook schreiben die liberalen Jugendlichen:

„Ist das das Gesetz Allahs, welches ihr einführen wollt“?

 

 

 

 

 

Ägyptische Regierung will Internetzensur einführen

 

 Filterung von „unmoralischen“ Inhalten

bedroht auch Meinungs- und Pressefreiheit in Ägypten

 

Kairo/Frankfurt am Main (9. November 2012): Ein Sprecher des ägyptischen Ministeriums für Kommunikation und Informationstechnologie hat am gestrigen Donnerstag, den 8. November, gegenüber Journalisten angekündigt, dass Ägypten in Zukunft „unmoralische“ Inhalte und Webseiten filtern und verbieten werde. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wäre das der Beginn einer Internetzensur in Ägypten. Soweit bekannt existiere eine Infrastruktur für die Zensur des Internets noch nicht. Zensur habe in Ägypten bisher vor allem Selbstzensur bedeutet. Die Behörden arbeiteten mit  Einschüchterungen, Drohungen, Verhaftungen und Folter, so die IGFM. „Die Einführung von Internetzensur würde einen dramatischen Wendepunkt darstellen und vor allem demokratische und liberale Internet- und Facebook-Aktivisten bedrohen“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandsspreche der IGFM. Die IGFM kritisiert darüber hinaus, dass sich das Ministerium lediglich auf eine richterliche Entscheidung aus dem Jahr 2009 berufe und es für eine Zensur des Internets keine gesetzliche Grundlage gebe. Das Ministerium habe außerdem nicht erklärt, was es technisch tun wolle. Vor allem aber sei völlig unklar, was genau der Begriff „unmoralisch“ konkret bedeute. Die IGFM befürchtet, dass unter anderem auch Kritik an der Scharia, dem islamischen Rechtssystem, als unmoralisch gebrandmarkt und de facto verboten werden könnte.

 

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