kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Koptische Christen wählen übermorgen ihr neues Oberhaupt 2. November 2012

Filed under: Entführung minderjähriger Koptinnen,Kirche Zu Hause — Knecht Christi @ 16:36

12 Kinder sind von 70 übrig geblieben und morgen wird „das Losungskind“ bekanntgegeben, welches zwischen 5 und 8 Jahren alt sein muss.

 

Mehr als 10’000 junge Christen kamen vom 3. bis 5. Oktober zu einem aussergewöhnlichen Gebetstreffen zusammen. Die Leiter der koptischen Kirche hatten die Christen Ägyptens zu Fasten und Gebet für das Land und für die anstehende Wahl ihres Patriarchen aufgefordert.

 

Am kommenden Sonntag geht nun dieses mehrstufige Wahlverfahren in die letzte Runde.

 

Die 13- bis 30-jährigen Christen kamen aus dem ganzen Land an einem Ort mitten in der Wüste zusammen, etwa 110 km nördlich von Kairo. Aus dem südlichen Landesteil waren 3000 zum Gebetstreffen angereist. Sie wurden vor Ort untergebracht. Die anderen 7000 wurden jeden Tag aus Kairo oder Alexandria in rund 130 Bussen zum Versammlungsort gebracht. Etwa 2 Millionen weitere Teilnehmer verfolgten die Veranstaltung via Internet und Satellitenübertragung. Während drei Tagen beteten sie zusammen Gott an und baten im Gebet um seinen Segen für ihr Land und um seine Führung für die anstehende Wahl des Oberhaupts der koptischen Kirche. In Zeiten der Anbetung und des Gebets, die sich mit biblischen Botschaften abwechselten, erneuerten sie gemeinsam ihre Hingabe an Jesus Christus und wurden in ihrem Glauben ermutigt. Am 4. November wird nun ein Nachfolger für den im März verstorbenen Papst Schenuda III bestimmt werden, der seit 1971 der koptisch-orthodoxen Kirche vorstand. Vor einiger Zeit hatte sich das zurzeit amtierende Oberhaupt der Kirche, Bischof Pachomius, in ein Kloster zurückgezogen und aus 17 zugelassenen Kandidaten fünf ausgewählt. Letzten Montag kam eine Versammlung von rund 2‘400 Geistlichen und Laien zusammen, um drei Favoriten zu ernennen. Am kommenden Sonntag wird nun nach einer alten Tradition ein Kind mit verbundenen Augen ein Los ziehen und damit aus den drei Kandidaten den neuen Patriarchen bestimmen.

 

 

Vier Projekte von Open Doors in Nigeria

 

Nigeria gehört zu den drei Ländern, die am diesjährigen Sonntag der verfolgten Kirche im Fokus stehen. Im Klima der Feindseligkeit und Gewalt, unter der die Kirche im Norden Nigerias leidet, ist unsere Unterstützung umso wichtiger. Open Doors will den Opfern von Verfolgung und Überfällen, den betroffenen Gemeinden sowie Witwen und Waisen beistehen, damit sie Schrecken und Leid verarbeiten und auf christliche Weise mit der Situation umgehen können. Um dies zu erreichen, leisten die Projekte, die wir Ihnen im Novemberflyer vorstellen, einen wichtigen Beitrag:

Schulen und Bildung, Medizinische Versorgung, Leiterschulung, Nothilfe, Besuchsdienst.

Flyer herunterladen

Newsmail

 

 

 

 

Entführung und Zwangsheirat

von 14-jährigem koptischem Mädchen  

 

IGFM: Ägyptische Behörden verschleppen den Fall

 

Kairo/Frankfurt am Main (2. November 2012): Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, sorgt in der ägyptischen Hafenstadt Marsa Matruh der Fall der entführten 14-jährigen Koptin Sarah Ishaq Abdul Malek für Aufruhr. Das Mädchen wurde am 30. September zum letzten Mal gesehen und hat nach Angaben der radikalislamischen „Salafistischen Front“ aus freien Stücken einen Muslim geheiratet. Die IGFM kritisiert, dass dem Fall von den ägyptischen Behörden zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, obwohl Sarah Ishaq auch nach ägyptischem Recht noch nicht heiratsfähig ist. Der in Franfurt am Main ansässigen IGFM liegt eine Geburtsurkunde vor, die belegt, dass das Mädchen minderjährig ist und erst am 1. August 1998 geboren wurde. In der vergangenen Woche setzten sich zahlreiche ägyptische NGOs sowie der Nationale Frauenrat (NCW) für eine genauere Untersuchung des Falls und eine Rückführung des Mädchens zu seiner Familie ein. Wie die IGFM erläutert, wurde Sarah Ishaq am 30. Oktober 2012 vor ihrem Schulgebäude zum letzten Mal gesehen. Nachdem ihr Vater der örtlichen Polizei Bericht erstattet hatte, bekam er einen anonymen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass er seine Tochter niemals wieder sehen würde. Die Familie erhielt daraufhin Informationen, dass ihre Tochter angeblich einen 27-jährigen Muslim mit dem Namen Mahmoud Abu Zied Abdel Gawwad geheiratet hätte.

 

 

Salafisten und örtliche Behörden

leugnen Entführung der Minderjährigen

 

Die radikalislamische Organisation „Salafistische Front“, die erst kürzlich eine eigenen Partei mit dem Namen al-Scha’ab („Das Volk“) gegründet hat, leugnet, dass Sarah Ishaq entführt wurde. “Das Mädchen ist zum Islam konvertiert und hat aus freiem Willen einen Muslim geheiratet. Wir lehnen daher alle Versuche von Menschenrechtsorganisationen, der Zivilgesellschaft und dem Nationalen Frauenrat ab, sie zu ihrer Familie zurückzuschicken“, behauptet Khalid al-Masri in einem offiziellen Statement der „Salafistischen Front“ am 29. Oktober. Nach Angabe von Generalmajor Amin Azz al-Din, dem Sicherheitsdirektor der Provinz Matruh, hatte Sarah Ishaq Differenzen mit ihrer Familie, die Suche nach ihr werde selbstverständlich fortgesetzt. Nach Angabe der örtlichen Polizei sei Sarah überhaupt nicht entführt worden. „Diese Information ist falsch“, so Mahmoud Sayed, Beamter der örtlichen Polizei.

 

 

Vermehrte Entführung und Zwangsislamisierung

koptischer Mädchen seit dem Sturz Mubaraks

 

Die IGFM kritisiert das mangelnde Engagement der ägyptischen Behörden, den Fall aufzuklären. „Durch das nachlässige Handeln der  Polizei- und Sicherheitskräfte wird der Fall verschleppt, obwohl die Gesetzeslage eindeutig ist“, so die in Frankfurt am Main ansässige Menschenrechtsgesellschaft. Sei dem Sturz Mubaraks erreichen die IGFM vermehrt Klagen bezüglich der Entführung und Zwangsislamisierung koptischer Mädchen. Die ägyptische NGO “Vereinigung für Opfer von Verschleppung und Entführung” registrierte im vergangenen Jahr 75 Fälle von Entführungen koptischer Minderjähriger.

{Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:  www.igfm.de}

 

 

 

Syrien und kein Ende:

Armenische Kirche in Aleppo abgefackelt

 

Wann werden deutsche Kirchenvertreter damit beginnen, diese Bedrohung des Glaubens und der Glaubensfreiheit ernstzunehmen ? Wenn der Kölner  Dom oder der Hamburger Michel in Flammen stehen ? Wahrscheinlich würde  selbst dann noch von “bedauerlichen Einzelfällen” gesprochen.  Wie auch  immer: im syrischen Aleppo ist die Kirche “St. Gevorg” im Stadtteil Nor  Kyugh, der überwiegend von Armeniern bewohnt wird, abgefackelt worden.  Dies geschah am Montag, den 29. Oktober 2012. Auch die angrenzende,  christliche Schule soll schwer in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

 

Die syrischen Aufständler sollen dafür verantwortlich sein, so “armenianow.com”. Dort steht zu lesen, dass ebenfalls am Montag ein  armenisches Stadtviertel von Damaskus von einem massiven Bombenanschlag  erschüttert wurde, wobei zehn Menschen starben und mehr als 50 verletzt  wurden. Es ist davon auszugehen, dass auch dieses Ziel nicht wahllos  ausgewählt wurde.
 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s