kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Trappistinnen in Syrien fürchten nicht das Schicksal der Trappisten von Algerien 31. Oktober 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:54

Saudischer Großmufti fordert Einführung der Scharia in allen islamischen Staaten und für alle Lebensbereiche

 

Riad: Der Großmufti von Saudi-Arabien, Abd al-Aziz bin Abdullah Al asch-Schaich forderte, daß alle islamischen Staaten die Scharia einführen sollten und diese auch für die Beziehungen zwischen den islamischen Staaten zu gelten habe. Mehr als zwei Millionen Moslems befinden sich derzeit auf der jährlichen Wallfahrt nach Mekka. Heute findet die „Steinigung des Teufels“ statt. Zu diesem Anlaß betonte der Großmufti, der gleichzeitig auch stellvertretender Justizminister Saudi-Arabiens ist, wie wichtig es sei, das islamische Gesetz anzuwenden und dies in allen Lebensbereichen einschließlich der Politik und des öffentlichen Lebens zu tun. Al asch-Schaich richtete seine Forderung an die mehr als zwei Millionen Pilger aus allen islamischen Gegenden, die sich zur traditionellen Haddsch in Mekka aufhalten. Die Pilger begehen heute die „Steinigung des Teufels“, die durch Steinwürfe auf drei Jamarat, hohe Steinstelen, geschieht. Heute werden die Jamarat aus Sicherheitsgründen durch lange Steinmauern symbolisiert, gegen die die Moslems ihre Steine schleudern. Es ist jedes Jahr der gefährlichste Moment der Haddsch. Das Werfen der Steine verursachte bereits Tumulte, so zuletzt 2008, bei denen 346 Menschen getötet wurden. Das Ritual vollzieht sich in Mina, im Osten von Mekka. Die Moslems versammeln sich in der Ebene von Arafat und rufen „Labbaik Allahumma Labbaik“. Hubschrauber und Tausende Polizeibeamten begleiten den Zug, der bei 37 Grad Hitze stattfindet. Nach der Abenddämmerung begeben sie sich nach Muzdalifa, wo sie die Steine auflesen, die sie gegen die Jamarat schleudern.

 

 

Gestern war jedoch auch der Tag der Predigt des Großmufti, der zu „Gerechtigkeit und Gleichheit“ aufrief, aber gleichzeitig die Einführung und Anwendung der Scharia in allen islamischen Staaten und in allen Lebensbereichen forderte. Al asch-Schaich rief die islamischen Führer auf, nicht zur „Beute der Vorstellungen ihrer Feinde“ zu werden, die versuchen würden, „die Umma zu spalten und zu destabiliseren“: Die islamischen Staaten sollten sich gegenseitig in den verschiedenen Bereichen der Wirtschaft und der Wissenschaft unterstützen. „Auf diese Weise können zwei Vorteile gewonnen werden. Erstens ein politischer Vorteil: eine islamische Nation muß ihre Anlegenheiten ohne Einmischung von außen voranbringen können. Zweitens ein wirtschaftlicher Vorteil: die Produktion werde in den islamischen Staaten zunehmen und dadurch neue Arbeitsplätze geschaffen“. {www.katholisches.info – Text: Asianews/Giuseppe Nardi}

 

 

 

Trappistinnen in Syrien fürchten nicht

das Schicksal der Trappisten von Algerien

 

Damaskus:  Sie kamen 2005 in den Nahen Osten in der Absicht, die Christianisierung der ersten Jahrhunderte nach Christus fortzusetzen. Ihre Geschichte ist vergleichbar mit jener der französischen Trappistenmönche von Tibhirine in Algerien, die 1996 von einer islamistischen Terrorgruppe ermordet wurden. Xavier Beauvais schuf ihnen und ihrem Martyrium 2010 mit dem Film Von Menschen und Göttern ein Denkmal. Der Vergleich drängt sich auf, wenn man an die fünf Trappistinnen denkt, die 2005 ihr friedliches und abgelegenes Kloster in Valserena in der italienischen Toskana verließen, um nach Syrien zu gehen. Ein Land, dessen innere Lage bereits damals gespannt war und inzwischen in den Bürgerkrieg mit Tausenden Toten und Hunderttausenden Flüchtlingen abgedriftet ist. Warum haben sie sich dazu entschlossen und dafür entschieden, ein neues Kloster in einem unsicheren Land wie Syrien zu gründen? „Weil sich das Christentum hier entwickelt und von hier aus nach Kleinasien, Griechenland, Rom, Armenien, Indien und China ausgebreitet hat,“, so die Schwestern. In den ersten Jahrhunderten wurde die Missionierung durch eine lebendige monastische Bewegung durchgeführt, die eigenständig und unabhängig voneinander hier und in Ägypten entstanden ist“. Die Schwestern erinnern an den heiligen Ephräm den Syrer, den heiligen Simeon den Styliten, den heiligen Johannes Chrysostomus oder den heiligen Johannes von Damaskus, deren Spuren sie folgen. Ausgehend von unserer lateinischen und benediktinischen Tradition wollen wir diesem Strom folgen, weil wir überzeugt sind von den reichen Früchten, die der Austausch zwischen dem westlichen und östlichen Erbe des Christentums bringen wird“.

 

 

 

So entstand das Kloster von Azeir zwischen der vom Bürgerkrieg heimgesuchten Städten Homs und Tartous in Zentralsyrien. Die Schwestern erfüllen dabei eine Mission, die jener der Mönche von Tibhirine ähnelt: Ohne Unterschied der Religion, den Christen und den Moslems zu helfen, ein Leuchtturm des Friedens und der Eintracht inmitten des Bürgerkriegs zu sein, den sie nicht voraussehen konnten, als die fünf Trappistinnen das erste Mal syrischen Boden betraten. „Jetzt gehören wir zu diesen Menschen. Das Schicksal der Syrer ist unser Schicksal“, so Äbtissin Monica zu Asianews. Die Nonnen berichten auf ihrer Internetseite ausgewogen und abseits aller Propaganda der einen oder der anderen Seite über den Bürgerkrieg und das Schicksal der Christen Syriens. Einige der Briefe der letzten Monate können abgerufen werden. Sie schildern vor allem das Leiden der Zivilbevölkerung. Für diese ist das Kloster ein konkretes Zeichen der Hoffnung, weil es „ein Ort ist, wo Gott wirklich gegenwärtig ist, durch die Eucharistie und durch die Kirche, durch das Gebet und die brüderliche Gemeinschaft. Es ist ein Segen für alle“. Warum sollten wir weggehen?“ lautet daher die erstaunte Frage der Schwestern. „Die Menschen hier klingeln an unsere Pforte. Sie suchen Hilfe, vielfältige Hilfe. Sie bitten um Nahrung, sie suchen Trost. Junge Männer haben begonnen zu uns zu kommen, weil sie jemanden suchten, der ihnen hilft, Dinge zu verstehen, zu reflektieren, um innerlich zu wachsen“.  Das Kloster bot bereits zahlreichen Menschen Zuflucht und Unterkunft, Menschen, die im Bürgerkrieg durch die Regierungstruppen oder durch die Rebellen zu Flüchtlingen wurden, Menschen, die von der einen oder der anderen Seite verfolgt sind. Sogar als Ort für Geheimverhandlungen wurde das Kloster bereits genützt. „Wir sind gerufen, Zeugnis zu geben von unserer christlichen Hoffnung, die stärker ist als alle Sorge. Warum sollten wir also weggehen von einem Ort, an dem die Menschen diese Hoffnung so dringend brauchen“, so die Äbtissin zu Asianews. {Quelle: www.katholisches.info – Text: Religion en libertad/Giuseppe Nardi – Bild: Valserena}

 

3 Responses to “Trappistinnen in Syrien fürchten nicht das Schicksal der Trappisten von Algerien”

  1. Emanuel Says:

    http://julius-hensel.com/2012/10/beim-barte-des-propheten-saudi-arabien-will-mohammed%c2%b4s-grab-fur-moscheevergroserung-zerstoren/

    Diese “ Geschäfte – Macherei “ erinnert mich an ein historisches biblisches Ereignis, wie Jesus, Der Herr, Der Schöpfer des Universums – seinerzeit im jüdischen Tempel wirkte ….

  2. carma Says:

    sie werfen mit steinen nach dem teufel, ihre versteinerten teuflischen herzen können sie ja schlecht bewerfen?!

  3. Wir sind gerufen, Zeugnis zu geben von unserer christlichen Hoffnung, die stärker ist als alle Sorge. Warum sollten wir also weggehen von einem Ort, an dem die Menschen diese Hoffnung so dringend brauchen“,

    Besonders wird unser allgemeines Priestertum im Himmel in der priesterlichen Frau, im unbefleckten Herz Mariens sich offenbaren. Das Priestertum Mariens pulst aus der Liebesverbundenheit mit dem göttlichen Herzen ihres Sohnes und aus der Liebesglut ihres höchsten Bräutigams, des Heiligen Geistes. Wir können hier wieder erinnern: Es ist das natürliche Priestertum der Frau, auch in Maria; freilich das glühendste Priestertum, durchbohrt mit dem Schwerte des höchsten Opfers bis unter das Kreuz Jesu. Weil kein frauliches Priesterherz so viel geopfert wie Maria, kann keine Frau mit ihrem natürlichen Priestersein ihr gleichen. Aber Maria ist für alle priesterlichen Frauen das höchste Vorbild.
    Mit eigenen Worten zeigt Maria ihr priesterliches Wirken auf in Marienfried: „Ich bin die große Gnadenvermittlerin. Der Vater will, dass die Welt diese Stellung seiner Dienerin anerkennt. Die Menschen müssen glauben, dass ich als die immerwährende Braut des Heiligen Geistes die getreue Vermittlerin aller Gnaden bin.“
    Damit auch wir, wie sie, priesterlich wirken können, macht Maria uns das aussergewöhnliche Angebot: „Setzt an die Stelle eurer sündigen Herzen mein Unbeflecktes Herz. Dann werde ich es sein, welche die (Gnaden) Kraft Gottes anzieht, damit die Liebe des Vaters Christus neu in euch zur Vollendung bringt.“


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