kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Nigeria: Muslimische Hirten töten mindestens 30 Christen 18. Oktober 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 14:50

Houses are submerged in floodwaters in Patani community Delta state

 

Gewaltexzess in Nigeria: Hirten der vorwiegend muslimischen Volksgruppe Fulani haben in der Nacht

eine Gemeinde des christlichen Tiv-Volkes überfallen

und dabei mindestens 30 Menschen getötet.

 

Im Zusammenhang mit einem Landkonflikt sind in Nigeria nach Behördenangaben mindestens 30 Dorfbewohner von Angreifern aus einer anderen Volksgruppe getötet worden. Hirten der Volksgruppe Fulani hätten eine Gemeinde des Tiv-Volkes überfallen, sagte der Sprecher des Gouverneurs des zentralen Bundesstaates Benue, Cletus Akwaya, am Mittwoch. Bei dem Angriff am Sonntag und Montag in Yogbo nahe der Grenze zum Bundesstaat Nassarawa seien ohne vorherige Warnung mitten in der Nacht Häuser angezündet worden. Viele Bewohner seien auf der Flucht vor den Flammen getötet worden. „Mindestens 30 Menschen sind tot“, sagte der Sprecher. Weil der Angriff in der Nacht erfolgt sei, sei es schwierig, die Zahl der Angreifer zu nennen. Nach Berichten örtlicher Medien flohen infolge des Angriffs Hunderte Tiv aus dem Dorf. Fulani überwiegend Muslime: Die Fulani sind überwiegend muslimischen Glaubens, während die meisten Tiv Christen sind. Im westafrikanischen Nigeria gibt es immer wieder gewaltsame Konflikte zwischen Anhängern der beiden Religionen. Der Norden des bevölkerungsreichsten afrikanischen Landes ist muslimisch geprägt, der Süden vom Christentum. Der Angriff vom Wochenbeginn hängt aber vor allem mit einem Streit um den Zugang zu Land zwischen dem Hirtenvolk Fulani und den vorwiegend von Ackerbau lebenden Tiv zusammen. In Nigeria gibt es rund 250 Volksgruppen. {Quelle: www.welt.de}

 

 

 

 Leere Kirchen wie in Deutschland gibt es in Nigeria nicht. Fabian Eke ist für drei Jahre in Heidenheim,

um neben der seelsorgerischen Arbeit auch die Entwicklung der Kirche zu beobachten.

 

 

Warum werden die Kirchen immer leerer?

 

Fabian Eke hat eine Mission.

Der Priester aus Nigeria ist seit gut einem Monat in Heidenheim,

um Antworten zu finden.

Auf Fragen, die man sich hier durchaus auch stellt.

Warum werden die Kirchen immer leerer,

warum verliert die Kirche vor allem junge Menschen?

 

In erster Linie hat Fabian Eke, Priester der Erzdiözese Onitsha, natürlich eine andere Aufgabe. Seit gut einem Monat arbeitet er als Pfarrvikar im Dekanat Heidenheim, ist hier überwiegend mit der Kirchengemeinde St. Maria betraut, die er gemeinsam mit Pfarrer Jürgen Zorn betreut. Er hilft aber auch bei Dekan Sven van Meegen aus, bei dem er studiert hat. Während seiner seelsorgerischen Tätigkeit wird er aber auch Augen und Ohren offen halten und die Entwicklung der Kirche in Deutschland beobachten und davon lernen. Dies ist nämlich der Auftrag, den er von seinem Bischof in Nigeria mit auf den Weg bekommen hat. Dessen Idee sei es, Priester aus Nigeria nach Deutschland, Frankreich und Italien zu schicken.„Wir sollen berichten, was sich hier verändert hat und daraus lernen, sodass wir in Nigeria nicht die selben Fehler machen.“ In Europa, so Eke, sei die Zahl der Kirchgänger zurückgegangen, vor allem junge Menschen kämen nicht mehr in die Kirche.„Deshalb suchen wir nach dem Grund und fragen uns, wie wir eine solche Entwicklung bei uns vermeiden können“.

 

Anders als in Deutschland

sind in Nigeria die Kirchen voll

mit Menschen aller Altersgruppen.

 

Die Christen machten als Glaubensgruppe vor den Muslimen die Mehrheit.

Die Menschen erlebten, dass die Kirche auf ihrer Seite stehe und sich für ihre Rechte einsetze.

Kirche werde mit etwas Positivem in Verbindung gebracht,

das zum Leben dazugehöre.

 

Die Rolle der Kirche habe viel mit der Geschichte und Entwicklung des jeweiligen Landes zu tun, meint Eke. Wenn hierzulande die Lust auf Kirche schwinde, dann habe das seiner Beobachtung zufolge auch etwas mit der Entwicklung der Familien zu tun. Eke selbst kommt aus einer kinderreichen Familie mit vier Brüdern und zwei Schwestern. Sein Weg führte ihn über den Umweg einer Hotelausbildung zur Theologie. Gläubig sei er immer gewesen, erzählt Eke. Doch nach drei Jahren Arbeit im Hotel habe er eine innere Stimme gehört, dass er Priester werden sollte.„Ich bin dieser inneren Stimme gefolgt.“ Daraufhin habe er gekündigt und sei 1990 ins Priesterseminar gegangen. Auf Anraten des Bischofs habe er auf den Philippinen studiert. Philippinen deshalb, weil dort der Schwerpunkt auf eucharistischer Anbetung lag. Und der Bischof habe diese Art von Ausbildung gewollt.„Das bedeutet, dass jeder Christ eine persönliche Beziehung zu Jesus braucht.“ Dieses Gelernte habe er daheim in Nigeria so umgesetzt, dass es in der Kirche ein gemütliches, klimatisiertes Zimmer gab, um dort mit Jesus zu kommunizieren.„Man hat das Gefühl, als besuche man jemand“. Seine Zeit in Heidenheim ist nicht Ekes erster Aufenthalt in Deutschland. Ab dem Wintersemester 2008 studierte er in Benediktbeuern Sozialethik. Nach dem Abschluss im Februar 2012 kehrte er für einige Monate zurück nach Nigeria, wo im Osten des Landes in Onitsha seine Heimatgemeinde liegt. Dort wurde er einst auch zum Diakon und Priester geweiht. Am 14. September kam Eke nach Heidenheim. Sehr nett sei er hier aufgenommen worden. Im Pfarrhaus neben der Marienkirche hat er sich mittlerweile häuslich eingerichtet, auch die ersten Eucharistiefeiern hat er schon gehalten. Drei Jahre wird er hier arbeiten. Heimweh?„Ja“, gibt er offen zu. {Quelle: www.swp.de – von Karin Fuchs}

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s