kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

GLAUBENSAUFBRUCH IN PARAGUAY: «Wie ein Tsunami»! 15. Oktober 2012

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 16:10

Zwölf Jahre lang haben sich Christen in Paraguay getroffen, um Gott gemeinsam für ihr Land zu bitten.

 

Heute zeigen sich die Auswirkungen:

verschiedene Pastoren sprechen von einer Erweckung.

 

Mittlerweile wird an 85 Orten des Landes rund um die Uhr von Tausenden Menschen ununterbrochen gebetet. Sie bitten für das Land, für die Politiker und dafür, dass alle Bewohner des Landes das Evangelium hören. Jeden Sonntag um 6 Uhr morgens trifft sich Zully Yegros mit Christen verschiedener Gemeinden auf dem Hügel Lambaré ausserhalb der Hauptstadt Asunción. Sie erklärt: «In der Bibel steht, dass wir für die Politiker unseres Landes beten sollen und deshalb bitten wir Gott um Weisheit für die Politiker, damit sie dem Volk Gutes tun.» Auch Hugo Sanz ist jeden Sonntag mit dabei: «Ich habe keinerlei Zweifel, dass dies eine Erweckung im ganzen Land und uns allen Segen bringen wird»!

 

 

Christliche Gemeinden wachsen um 10 bis 15 Prozent

 

Auch Pastor Walter Neufeld, Leiter einer der grössten christlichen Stiftungen des Landes, ist davon überzeugt, dass sich durch diese Gebetsbewegung die Türen zur Evangelisation öffnen. «Wenn wir uns zurück erinnern, gab es vor sieben Jahren gerade 2 oder 3 Prozent evangelischer Christen… Nie zuvor ist ein Präsident zu einem evangelischen Gottesdienst gegangen, so wie jetzt. Nie zuvor durfte unsere Stiftung Teil der staatlichen Institutionen sein. Heute dürfen wir das und werden sogar vom Ministerium für Kultus und Bildung unterstützt. Dies sind für mich eindeutige Hinweise einer Erweckung».

 

 

Jeden Monat 1‘000 Besucher

 

Zwar gibt es derzeit keine aktuellen Statistiken, doch Paraguays Gemeinden sprechen von einem jährlichen Wachstum von 10 bis 15 Prozent, berichtet das Nachrichtenportal Mundo Cristiano/CBN. So beispielsweise das «Centro Familiar de Adoración» (Familienzentrum der Anbetung), eine der grössten Gemeinden in Asunción, die wöchentlich von über 10‘000 Personen aufgesucht wird. Hauptpastor in Asunción ist Emilio Abreu, doch die Gemeinde hat bereits über 40 Tochtergemeinden im ganzen Land. Pastor Abreu berichtet: «Jeden Monat kommen etwa 1‘000 neue Besucher in unsere Gemeinden. Sie kommen zum Glauben und so wächst das Ganze. Wir werden jetzt damit beginnen, die Medien zu nutzen und das wird wie ein Tsunami sein». {Quelle: www.jesus.ch – von Rebekka Schmidt – Mundo Cristiano / CBN}

 

 

 

 
 

Jesuitenstaat

 

Utopia im Urwald

 

Befreite Theologie lange vor der Befreiungstheologie: Auf den Spuren der Jesuiten in Paraguay, die dort 1609 ihr einzigartiges Missionswerk begannen.

 

Wo die Musik spielt im Armenhaus Südamerikas, da ist Chávez nicht weit. An diesem Sonnabend warten die Indianer von Armonia im Nordwesten Paraguays auf ihn. 40 Familien aus dem Chaco haben sich in der Siedlung nahe der bolivianischen und der argentinischen Grenze zusammengeschlossen. Sie kamen aus den Wäldern und schlagen sich inzwischen mit Tagelohn, Kleintierhaltung und Feldarbeit durch. Kontakte mit der Außenwelt haben sie nicht gesucht. Bis sie den Brief schrieben, den Chávez las. Schüchtern stehen sie da, der Lehrer Oswaldo vorweg, die Schulkinder hinter ihm. Oswaldo ist zugleich der Kazike von Armonia, also der »Häuptling«. Doch kaum einer versteht sich so gut darauf, Urbevölkerung und Armen die Scheu zu nehmen, wie Chávez – Favio Chávez, 33-jähriger Umweltingenieur und Musiker aus Leidenschaft. Er schüttelt die Hände, seine Begleiter ziehen die Plane vom Pick-up. Dort oben ist ein kleines Orchester ohne Musiker versammelt. Zupf- und Streichinstrumente lugen aus Kisten und Kartons. Schon steht Chávez auf der Ladefläche und schwingt eine der Gitarren. Ihretwegen haben die Indianer an das von Paraguay aus gestartete Musikprojekt Sonidos de la Tierra (Klänge der Erde) geschrieben. Vier Gitarren und dazu Lernhilfen wünschte Oswaldo für seine besten Musikschüler. Das sind drei Mädchen im Teenageralter und ein kleiner Junge, der sein Glück und die Gitarre kaum fassen kann.

 

Der Pulk zieht in den Schulraum. Chávez klemmt sich in eine Bank und stimmt die Gitarren. Bernarda, die 39-jährige Ordensschwester aus seinem Team, erklärt dem Schulleiter, was durch seine Unterschrift rechtsgültig wird: dass die Instrumente im Gemeindebesitz bleiben und den Kindern nicht mitgegeben werden dürfen, dass eine Lehrerin aus der Stadt jede Woche für vier Stunden kommen wird, dass der Kazike seine Schüler zum Üben anhalten muss. Chávez beginnt zu spielen, reicht auch Oswaldo eine Gitarre. Plötzlich ist alle Scheu verflogen. Im Duett spielen der Ingenieur aus der fernen Hauptstadt Asunción und der Indianer aus dem Chaco Lautenmusik von Johann Sebastian Bach. Chávez und Oswaldo haben sich an diesem Tag zum ersten Mal gesehen – und doch sind beide Wiedergänger einer gemeinsamen Geschichte, die vor genau 400 Jahren begann. Damals waren es jesuitische Padres, die sich vom Jahre 1609 an aus Asunción in die Urwälder Paraguays und die benachbarten Regionen der heutigen Staaten Brasilien, Bolivien, Argentinien und Uruguay aufmachten. {Quelle: www.zeit.de}

 

 

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