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Türkei sperrt ebenfalls Luftraum für syrische Maschinen 14. Oktober 2012

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 18:37

Der Konflikt zwischen der Türkei und Syrien spitzt sich zu: Erst sperrte Syrien seinen Luftraum für türkische Maschinen, nun zieht die Regierung in Ankara nach.

 

Die Türkei hat ihren Luftraum für syrische Passagiermaschinen gesperrt. Der Luftraum sei bereits am Samstag für zivile Flugzeuge geschlossen worden, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu. Zuvor war dies bereits für Militärmaschinen entschieden worden. Grund sei, dass das syrische Verteidigungsministerium Passagiermaschinen zum Transport militärischer Fracht nutze. Die Türkei reagierte auf einen ähnlichen Beschluss Syriens. Am Vortag hatte die Führung in Damaskus ihrerseits türkischen Fluggesellschaften das Überfliegen des syrischen Staatsgebiets verboten. Die gegenseitigen Luftraum-Sperrungen sind Folge eines Vorfalls vom Mittwoch. Die türkische Luftwaffe hatte ein syrisches Passagierflugzeug zur Landung gezwungen und nach Waffen durchsucht. Der Regierung in Ankara zufolge hatte das Flugzeug Rüstungsteile und Munition für das Assad-Regime geladen, was von Syrien und Russland dementiert wurde. Zwischen der Türkei und Syrien hat sich der Umgangston in den vergangenen Tagen deutlich verschärft. Im türkischen Grenzgebiet schlagen immer wieder Granaten aus Syrien ein. Die Türkei reagierte mit Gegenbeschuss. Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle war am Samstag zu Gesprächen nach Istanbul gereist, um die Konfliktparteien zu Besonnenheit aufzurufen. Er stellte aber klar, dass Deutschland eindeutig an der Seite der Türkei stehe und auch die erzwungene Landung des syrischen Zivilflugzeuges verstehe. {Quelle: www.zeit.de}

 

 

 

Syrien sperrt Luftraum für türkische Flugzeuge

 

Mit einem Flugverbot für türkische Flugzeuge hat Syrien auf den Stopp eines syrischen Flugzeugs reagiert.

Außenminister Westerwelle warnt vor einem Stellvertreterkrieg.

 

Das syrische Regime hat den Luftraum des Landes für türkische Passagiermaschinen gesperrt. Die Maßnahme gelte von Mitternacht an, teilte das syrische Außenministerium mit. Die Sperrung sei die Antwort auf die Entscheidung der türkischen Regierung, keine syrischen Zivilflugzeuge in seinem Luftraum zu dulden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Die Türkei hat ein solches Verbot allerdings bisher nicht ausgesprochen. Die Regierung in Ankara teilte lediglich mit, sie behalte sich das Recht vor, verdächtige syrische Passagiermaschinen zur Ladung zu zwingen. Außenminister Guido Westerwelle mahnte die Türkei zur Zurückhaltung. Bei einem Treffen mit Außenminister Ahmet Davutoglu forderte er den Nato-Partner auf, den bisherigen „besonnenen Kurs“ fortzusetzen. Zugleich betonte er: „Die Türkei steht nicht allein, sondern hat auch die Solidarität der Bundesregierung“.

 

 

Westerwelle warnt vor Stellvertreterkrieg

 

Davutoglu bedankte sich ausdrücklich für die deutsche Unterstützung. Bei weiteren schweren Grenzverstößen durch Syrien werde die Türkei jedoch „ein Handeln entgegensetzen“. Dabei gehe es auch um Abschreckung. Zugleich erinnerte er an die Beistandspflichten innerhalb der Nato. „Die türkische Grenze hat den gleichen Stellenwert wie die norwegische Grenze“, sagte Davutoglu. Westerwelle äußerte Verständnis für die erzwungene Landung einer syrischen Maschine in Ankara, die nach türkischen Angaben Rüstungsgüter für Damaskus an Bord hatte. „Die Türkei muss nicht erdulden, dass Waffen durch den eigenen Luftraum nach Syrien geschafft werden. Wenn eine solche Lage für uns Deutsche eingetreten wäre, hätten wir genauso gehandelt.“ Erneut warnte er vor einem „Stellvertreterkrieg, der ein Land nach dem anderen in der Region in Brand setzt„. Die Lage sei „sehr ernst“. Auch der Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi bemühte sich in Istanbul um eine Entspannung des Konflikts. Er sprach etwa eine Stunde lang mit den türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül. Später traf er auch Davutoglu. Der Algerier ist seit dem 1. September Sondergesandter der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga für Syrien. Kurz vor der Ankunft Brahimis hatte die türkische Regierung die Vereinten Nationen scharf kritisiert und ihnen Handlungsunfähigkeit vorgeworfen. So wie die UN vor zwanzig Jahren tatenlos dem Morden auf dem Balkan zugesehen hätten, so sprachlos seien sie angesichts der Syrien-Krise, zitierte die Nachrichtenagentur Anadolu den türkischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan. Trotz der wachsenden Spannungen zeigte sich Syrien offen für eine Sicherheitskooperation mit dem Nachbarn Türkei. Wie die staatliche Agentur Sana unter Berufung auf das Außenministerium berichtete, wird eine direkte Kommunikation mit den Verantwortlichen auf türkischer Seite angestrebt. Es solle dabei ein Mechanismus gefunden werden, um die Sicherheit auf beiden Seiten der Grenze wiederherzustellen und zugleich die Souveränität beider Länder zu gewährleisten. Zwischen der Türkei und Syrien hat sich der Umgangston in den vergangenen Tagen deutlich verschärft. Im türkischen Grenzgebiet schlagen immer wieder Granaten aus Syrien ein. Die Türkei reagierte mit Gegenbeschuss.

 

 

Russland widerspricht türkischer Darstellung

 

Zudem war am Mittwochabend ein syrischer Airbus von türkischen F-16-Kampfflugzeugen abgefangen und zur Landung auf dem Esenboga-Flughafen in Ankara gezwungen worden. Nach Angaben des türkischen Außenministers Ahmet Davutoglu lagen dem türkischen Geheimdienst Informationen über eine verdächtige Fracht vor. Erdogan bestätigte den Fund „militärischer Güter“ in der Maschine. Die russische Regierung hatte die Beschuldigungen am Freitagabend erneut zurückgewiesen. Das Flugzeug habe eine völlig legale Lieferung von Radarteilen an Bord gehabt, sagte Außenminister Sergej Lawrow. {Quelle: www.zeit.de}

 

One Response to “Türkei sperrt ebenfalls Luftraum für syrische Maschinen”

  1. Club 3 Says:

    Ich bin es leid die unglaubwürdigsten Verschwörungstheorien bzgl. des Syrienkonfliktes zu lesen.

    Weder die türkische Regierung noch die Nato oder die Vereinigten Staaten möchten eine militärische Intervention in Syrienkonfliktes. Es ist eben sehr viel einfacher einen Krieg zu beginnen als einen zu beenden.

    Es stellt sich aber natürlich die Frage was die türkische Regierung dann zu solchen, aggressiven Methoden verleitet. Betrachtet man die Eskalation chronologisch sieht man, dass die Türkei alles daran setzt Assad loszuwerden. Mitnichten möchte sie dabei in eine militärische Konfrontation geraten.

    Nach mindestens 9 eingeschlagenen Granaten in der Türkei ( meist in unbewohntem Gebiet) muss eine Regierung sowohl Nach innen als auch nach aussen Stärke beweisen.
    Was im Tierreich abläuft gilt auch für Gruppen aus Menschen. Möchtest du nicht belästigt werden machst du Drohgebärden und plusterst dich auf.
    So lassen sich auch die Äusserungen der türkischen Regierung erklären.

    Es geht vielmehr darum den Konflikt zu internationalisieren um mehr Drucker auf Russland auszuüben um eine Übergangsregierung in Syrienkonfliktes zu installieren.


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