kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christliche Konfessionen laden zum Beten und Fasten gegen antichristliche Gewalt ein 10. Oktober 2012

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 21:27

 

SYRIEN – Caritas: Kinder und Flüchtlinge teilen sich Schulen, humanitäre Lage spitzt sich zu

 

Damaskus – Fidesdienst: Während der Konflikt anhält, „weitet sich die humanitäre Notlage aus: obschon wir unsere Bestes tun, gelingt es uns nicht die Bedürfnisse der Flüchtlinge zu erfüllen. Wir brauchen dringend weitere humanitäre Hilfe“, so der Geschäftsführer von Caritas Syrien, Pascal Kateb, der die Arbeit des katholischen Hilfswerks in Damaskus koordiniert. „Wir sind in Damaskus, Aleppo, Homs und anderen umkämpften Gebieten aktiv, wo wir unter äußerst schwierigen Umständen arbeiten“, so Kateb weiter, „Doch es gibt inzwischen tausende Vertriebene und die Caritas gehört zu den wenigen Hilfswerken, die aufgrund der eigenen Neutralität und dank des Ansehens, das die Organisation in allen Teilen der Welt genießt, auch in abgelegenen Gebieten tätig ist. Doch die Situation wird zunehmend ernst“. Der Caritas-Geschäftsführer erklärt im Gespräch mit dem Fidesdienst: „Allein in Damaskus betreut die Caritas 1.500 Familien, denen es am Nötigsten fehlt, viele mussten aus der Region um Homs fliehen. Wir fragen weder nach der ethnischen Abstammung noch nach der Religionszugehörigkeit: die Vertriebenen kommen aus allen Gemeinschaften und Konfessionen. In Aleppo ist Bischof Antoine Audo, unser Vorsitzender, unter schwierigsten Umständen tätig, denn in vielen Statdtvierteln kommt es zu heftigen Gefechten. In Homs arbeiten wir mit dem Jesuit Refugee Service zusammen und helfen Menschen in Not“.

 

 

„In einigen Schulen“, so Kateb weiter, „findet morgens der Unterricht statt und danach dienen die Schulräume als Unterkünfte für Flüchtlinge. Dies ist eine untragbare Situation. Bei Schulbeginn fehlten Bücher, Stifte und Unterrichtsmaterialien: wir haben Fonds zur Verfügung gestellt, die eigentlich für unser eigenes kleines Büro bestimmt waren. Nun suchen wir nach Spendern, die die Kosten für den Schulbesuch der syrischen Kinder aller Konfessionen tragen“. Kateb hofft, dass es „Frieden und Versöhnung geben wird, denn die syrische Bevölkerung leidet seit zu langer Zeit. Und angesichts dieser dramatischen Lage muss mehr getan werden, um diesen Menschen zu helfen, was die Caritas zu tun versucht“.

 

 

 

 

Chaldäischer Bischof:

Aleppo zwischen Unsicherheit, Armut und Solidarität

 

Aleppo – Fidesdienst: „In Aleppo sind die Menschen völlig erschöpft nachdem sie sich seit über drei Monaten mit Unsicherheit, Arbeitslosigkeit und Armut konfrontiert sehen während die Schulen geschlossen bleiben und Medikamente und Ärzte fehlen. Trotzdem gibt es eine große Solidarität zwischen de Familien und viele junge Menschen werden aktiv und helfen den Armen“, der chaldäische Bischof von Aleppo und Vorsitzende von Caritas Syrien, Antoine Audo im Gespräch mit dem Fidesdienst zur Lage in Aleppo.  Auch die Bischofssynode zur Neuevangelisierung hat am Dienstag einen Friedensappell an Syrien gerichtet. Bei der Zusammenkunft mit dem Papst wurde ein entsprechender Aufruf verfasst und die Synodenväter beteten für die Opfer. „Was uns besonders traurig macht“, so der Bischof im Gespräch mit dem Fidesdienst, „ist die psychologische Erschöpfung der Menschen, die viele christliche Familien dazu treibt, das Land zu verlassen. Ein Trost ist für uns das Augenmerk des Heiligen Vaters und seine Worte, die im Nachsynodalen Apostolischen Schreiben enthalten sind, das er uns bei seinem Libanonbesuch überreichte“. „Wir halten uns an seinen Lehren fest“, so Bischof Audo abschließend, damit es uns gelingt Tag für Tag weiter zu machen und unseren karitativen Dienst unter den Armen und im Bemühen um Frieden zu leisten. Dabei wollen wir das Wort Gottes hören und die Eucharistie feiern“.

 

 

 

Christliche Konfessionen laden zum Beten und Fasten

gegen antichristliche Gewalt ein

 

New Delhi/Fidesdienst: Christliche Gemeinden der verschiedenen Konfessionen laden am heutigen 2. Oktober in ganz Indien zu einem Tag des Betens und Fastens ein, mit dem sie ,,um Gewaltlosigkeit und den Segen des Herrn für unser Land“ bitten wollen. Wie einheimischen Gemeinden und Verbände dem Fidesdienst berichten wollen die Christen mit ihrer Aktion die eigene Ablehnung gegen jede Art der Gewalt zum Ausdruck bringen und fordern ,,Wahrheit, Gerechtigkeit und Transparenz, eine ethisch motivierte und ehrliche Regierung, unabhängige Richter, die Achtung der Prinzipien des Rechtsstaats und der Rechte der Frauen, Entwicklungsprogramme für Arme und die Aussöhnung zwischen Glaubensgemeinschaften und Katen“. In einer Verlautbarung der ,,Evangelical Fellowship of India“ wird daran erinnert, dass indische Christen nach den jüngsten Episoden der Gewalt erschüttert sind. Am 24. September lösten in Krutamgarh (Kandhamal, Orissa) 12 extremistische Hindus ein Gebetstreffen auf und schlugen den Pastor zusammen, der schwer verletzt wurde.

 

In Orissa erinnern die christlichen Gemeinden auch an das noch unaufgeklärte Verschwinden und den mysteriösen Tod des baptistischen Pastors Nirakand Pradhan (48) aus Kandhamal. Vor einem Jahr wurde Pradhan von der örtlichen Polizei vorgeladen und kehrte danach nie mehr nach Hause zurück. Der Pastor wurde offiziell am 6. Oktober 2011 festgenommen. Im Mai 2012 erhielten seine Angehörigen die Mitteilung, dass der Pastor im Gefängnis infolge einer Krankheit gestorben war. Bei der Autopsie wurden Anzeichen für Erdrosselung und Folter festgestellt. In den vergangenen Tagen hatten hinduistische Extremisten verschiedene Anschläge auf Christen in Uttar Pradesh verübt, die sie der Praxis der Zwangsbekehrung beschuldigten. Dabei wurde die Eheschließung zweier Christen verhindert, da ,,diese aus verschiedenen Kasten stammen“. Im Staat Chhattisgarh nahm die Polizei den Pastor Anand Nirala fest, der nach Angaben radikaler Hindus ebenfalls Zwangsbekehrungen vorgenommen haben soll. Dabei soll er auch hinduistische Göttlichkeiten verunglimpft und den sozialen Frieden gestört haben.

 

2 Responses to “Christliche Konfessionen laden zum Beten und Fasten gegen antichristliche Gewalt ein”

  1. Emanuel Says:

    Türkische Luftwaffe stoppt russischen Airbus
    10.10.2012 | 20:33 | (DiePresse.com)
    Das Passagierflugzeug wurde zur Landung in Ankara gezwungen. 35 Personen waren an Bord. Sie waren auf dem Weg von Moskau nach Damaskus.

  2. Erich Foltyn Says:

    im deutschen Fernsehen haben sie ja jetzt eine Sendung gemacht, wie sich Polizisten in Gewaltlosigkeit üben. Vielleicht wird auch bald das deutsche Militär gewaltlos nur für den Feind zur Verfügung stehen ?


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