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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Arabische Welt: Harte Selbstkritik 10. Oktober 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 20:52

Saddats Mörder wurden am 06. Oktober 2012 geehrt, während seine Familie und die obigen Generäle fernblieben?!?

 

Die Angriffe auf das US-Konsulat in Bengasi und auf die Botschaft in Kairo und die darauffolgenden gewalttätigen Protesten im Nahen Osten haben in der arabischen Presse eine beispiellose Kritik an der arabischen und islamischen Gesellschaft und wie sie die aktuelle Krise bewältigt, ausgelöst. In vielen Artikeln heisst es, dass gewalttätige Proteste dem Propheten Mohammed eigentlich schadeten und im Widerspruch zu den moralischen Normen des Islam stünden; zudem wäre es besser gewesen, das moderate und tolerante Gesicht des Islam zu zeigen, indem man durch künstlerische und kulturelle Ausdrucksformen reagiert hätte. Mehrere Kolumnisten äusserten die Befürchtung, dass die arabische Gesellschaft in ständig wachsenden Extremismus versinkt, und argumentierten, dass sich Araber und Muslime von Gewalt und Terrorismus, die die Quelle des westlichen Argwohns gegenüber dem Islam darstellten, distanzieren sollten. Sie stellten fest, dass die heutige arabische und islamische Gesellschaft nichts zur menschlichen Zivilisation beitrüge und selbst an ihrem Zustand schuld sei.

 

 

 

Ferner sollte erwähnt werden, dass arabische Führer, muslimische Gelehrte und andere Funktionäre die  Angriffe in Bengasi scharf verurteilten, und betonten, dass die Anwendung von Gewalt, um gegen den umstrittenen Film zu protestieren, verboten sei und im Widerspruch zum Islam stehe. Die Muslimbruderschaft und ihre Funktionäre und sogar salafistische Elemente riefen dazu auf, Gewalt und die Schädigung von Botschaften und Diplomaten zu vermeiden, weil dies im Wiederspruch zum Islam stehe. Die Gewalt wurde auch von der Spitze der International Union of Muslims Scholars (IUMS) sowie von den Führern der Golfstaaten und dem Mufti von Saudi-Arabien verurteilt [1].

 

Schädigung des Islam und seiner Werte

 

Walid ‘Abd Al-Raziq ‘Amir, Kolumnist (Libyen): „Im Interesse [Mohammeds], Bengasis und [ganz] Libyens werden die Rebellen und die Regierung nicht ruhen, bevor wir nicht diejenigen gefunden haben, die die Sira des Propheten beleidigt haben[2] … [, die uns lehrt,] menschliches Leben zu schützen. Vergib uns, Gesandter Allahs. Du hast uns gelehrt, geduldig und friedlich zu sein … Was [in Bengasi] geschehen ist, entspricht nicht den moralischen Normen des Islam …“[3].

 

Hassan Haidar, Kolumnist, Al-Hayat (London): „Niemand kann die Idee, dass dieser Film verteidigt werden oder dass seine Erschaffer gelobt werden sollten, auch nur in Betracht ziehen … Allerdings waren die Proteste [in der arabischen Welt] völlig unterschiedlich von dem, wie ein Protest, unabhängig von seinem Vorwand, aussehen sollte. Was [in Bengasi und in Kairo] geschehen ist, war die Tat des Pöbels, sonst nichts. Sie hat nichts mit den Praktiken eines richtigen Islam zu tun …“[4].

 

Al-Raya, Tageszeitung (Katar): Verurteilte scharf die Ermordung der amerikanischen Diplomaten, die „von einer rücksichtslosen Minderheit, die nicht den Islam oder die islamische Scharia repräsentieren kann, getötet [wurden] … Es ist unvorstellbar, dass die Antwort auf dieses Verbrechen [der Umsetzung des Films] der Mord an friedlichen Menschen, die keinen Anteil an dem hatten, was geschah, sein sollte … Die von der Beleidigung ihrer Religion und ihres Propheten [durch den Film] beleidigten Muslime … sollten sich zügeln und mit der Angelegenheit in gewaltfreier Weise und auf eine intelligente und berechnende Art umgehen …“ [5]. Viele Artikel verurteilten die Wahl von Gewalt und riefen auf, sie durch eine künstlerische und kulturelle Ausdrucksweise mithilfe von Büchern, Vorträgen und Filmen zu ersetzen, die die tolerante Seite des Islam darstellten [6].

 

Befürchtung, dass Extremismus die arabische, muslimische Gesellschaft übernimmt

 

Dr. Khaled Al-Hroub, Professor, Cambridge University: „… Der wichtigste und erschreckendste Aspekt dessen, was wir heute in den Strassen der arabischen und islamischen Städte sehen, ist die Katastrophe des Extremismus, der unsere Gesellschaften und Kulturen sowie unser Verhalten überschwemmt, [zusammen mit] dem schnellen Verschwinden aller respektablen Werte und des zivilisierten Verhaltens … Extremismus [ist] der grösste Feind, der diese Gesellschaften und ihre Zukunft bedroht, [ein Feind,] gefährlicher als alle externen Feinde …“[7].

 

Hassan Haidar, Kolumnist, Al-Hayat (London): „Das Gefährlichste ist, dass die Extremisten unter der Ausnutzung der Revolutionen des Arabischen Frühlings versuchen, sich selbst als die Kraft, die die neuen Regierungen in ihren Ländern prägt, aufzuzwingen … Es liegt in der Verantwortung der neuen Regierungen in Ägypten, Libyen und Tunesien, das durch das Verhalten von Extremisten geschaffene erschreckende Bild [von Muslimen] zu verändern, diejenigen zu stoppen, die extremistische und einschüchternde Taten zu verbreiten versuchen, bevor sie schlimmer werden, und zu beweisen, dass sie dem toleranten Mittelweg des Islam angehören“ [8].

 

Die arabische und muslimische Gesellschaft muss sich reformieren

 

‘Imad Al-Din Hussein, Kolumnist, Al-Shurouq (Ägypten): Wir verfluchen den Westen Tag und Nacht und kritisieren seine [moralische] Auflösung und Schamlosigkeit, während wir in allem – von Nähnadeln bis hin zu Raketen – auf ihn angewiesen sind. Es ist sowohl lustig als auch traurig, dass wir dazu aufrufen, westliche Waren zu boykottieren, als ob wir ihn bestrafen könnten, während wir noch immer auf ihn angewiesen sind. … Wir importieren die Kultur des Westens, die wir ungläubig nennen und von morgens bis abends verfluchen … Hätten wir wirklich die Essenz der Richtlinien des Islam und aller [anderen] Religionen umgesetzt, dann wären wir [heute] an der Spitze der Nationen …“ [9].

 

‘Ali Al-Sharimi, Kolumnist, Al-Watan (Saudi-Arabien): „… Man stelle sich einen großen Panzer vor, der verschiedene moderne Waffensysteme trägt, von [Jesus] gefahren wird, der das christliche Symbol, das Kreuz, auf seiner Schulter trägt, und einen Wagen schleppt, der mit Schätzen beladen ist [, die er gestohlen hat] … Die Frage lautet, wie würde die christliche Gesellschaft reagieren? … Wie würde ihr Diskurs [in Reaktion auf solch eine Beleidigung] aussehen? [Das Bild] würde wahrscheinlich kalte und spöttische Reaktionen hervorrufen. Der christliche Intellektuelle würde lächeln und eine beissende Kritik innerhalb der christlichen Gesellschaft beginnen, in einem Versuch, diesen Glauben und seine Gültigkeit umfassend zu untersuchen. Weshalb also [antworten] unsere Gesellschaften [mit] übertriebener Aufregung? … Wir sind noch immer diejenigen, die auf die emotionalste Weise reagieren … Wie können wir den westlichen Bürger überzeugen, dass diese Religion [Islam] respektabel ist, wenn alles, was er sieht, Extremismus und Terrorismus sind?“ [10].

 

{Zum obigen Bild: Der Held wurde erschossen und der Mörder feiert dessen Sieg: Wissen Sie, dass es das erste Mal seit 39 Jahren ist, Saddats Familie, Feldmarschall Tantawy und Marschall Samy Anann nicht an der Feier nicht teilnehmen? Zum ersten Mal nach 39 Jahren nehmen die Moslembrüder an dieser Feier teil}

 

Auszug aus der Originalversion: Harsh Self-Criticism In Arab World Over Violent Reactions To Anti-Islamic Film, Special Dispatch No.4971, September 24, 2012 © MEMRI.org.

www.audiatur-online.chAudiatur-Online

 

[1] Ikhwanonline.com, 15. September 2012; gulfinthemedia.com, 13. und 14. September 2012; Al-Watan (Saudi-Arabien), 14. und 16. September 2012.

[2] Al-Sira ist ein Sammelbegriff, der sich auf traditionelle Biographien des Propheten Mohammed bezieht, die sein Leben und seine Gewohnheiten beschreiben.

[3] Almanaralink.com, 13. September 2012.

[4] Al-Hayat (London), 13. September 2012.

[5] Al-Raya (Katar), 13. September 2012.

[6] Al-Ahram (Ägypten), 15. September 2012; 20. September 2012. Al-Yawm Al-Sabi‘ (Ägypten), 14. September 2012.

[7] Al-Dustour (Jordanien), 17. September 2012.

[8] Al-Hayat (London), 13. September 2012.

[9] Al-Shurouq (Ägypten), 14. September 2012.

[10] Al-Watan (Saudi-Arabien), 15. September 2012.

 

4 Responses to “Arabische Welt: Harte Selbstkritik”

  1. Erich Foltyn Says:

    Araber und Muslime sollten sich nicht nur vom Terrorismus distanzieren, sondern sie sollten selber gegen ihn vorgehen bis hin zur Kriegführung. Es ist ja ihr eigenes Ansehen, was die Terroristen schädigen und die Welt hat einen Anspruch, dass aus dem Islam gute Taten kommen. Ein Gott, der nicht fähig ist, in seiner Allmacht, Böses mit Gutem zu vergelten, ist eine mickrige Idee von irgend etwas.

    • CARMA Says:

      der islam und sein „ansehen“ steht und fällt nuneinmal mit der persönlichkeit mohammeds – da lässt sich nichts schönreden, wegreden oder durch den geschichtlichen kontext weichzeichnen!
      er war und bleibt widergeist zu Gott, der bibel und Jesus, egal, wie man es interpretieren mag: auch in modernem kostüm bleibt der islam bestenfalls ein „frommes“ lügenmärchen …

  2. Anna Karenina Says:

    Klicke, um auf mohammed.pdf zuzugreifen

    Alles, was im Western über Mohammed erzählt wird, stimmt. Die Muslime schreiben es selbst in ihren Fatawa…

    Die Muslime sind nicht böse auf uns, weil wir Ihre Aussagen (s.u.) aus ihren aktuellen Fatawa richtig zitieren (nur Taqiyya-Muslime leugnen diese Korrektheit), sondern weil wir aufgrund dieser „Weisheiten“, die offenbar alle von der „lieblichen“ Botschaft Mohammeds abgeleitet werden, nicht sofort zum Islam, dieser behaupteten Friedensreligion, konvertieren – und uns zudem über ihre bei uns von den Führenden nach wie vor gezielt verschwiegenen aktuellen, religiös-politischen „Regelungen“ in der Mehrheit entsetzen… Die Phase 3 des Djihads ist noch nicht ganz bei uns, aber Ihre/seine von unseren teilweise gelenkten Medien (bezüglich Ursache) falsch kommentiert vermittelte tödliche Wut auf uns „Ungläubige“ hat uns bereits erreicht!
    Hillary Clintons sofortiges Katzbuckeln vor der Unwahrheit hat die Muslime nicht beruhigt.

    http://www.islaminstitut.de/Fatawa-Rechtsgutachten.10.0.html (aktuell!)
    http://www.islaminstitut.de/Fatawa-Archiv.39.0.html Siehe auch unter Terrorismus

    Islamische Falschbehauptungen, die nur Ungebildete oder Eingeschüchterte glauben…
    Fast 600 Jahre nach dem Entstehen des Inhaltes des Neuen Testamentes und grösstenteils über 1000 Jahre nach der Entstehung des Alten Testaments kommt ein arabischer Analphabet und behauptet, alles vorherige sei falsch und er bringe jetzt die richtige (Mord)Lehre, die auch noch von allen geglaubt werden müsse… Wer noch logisch denken kann, durchschaut diese extreme Politreligion sofort! – http://www.shoebat.com/videos/islamGermany.php – Video startet selbst!

    Jesus Christus gestern und heute – und der Gleiche in Ewigkeit!
    Jesus Christus spricht auch heute noch zu den christlichen, jüdischen, östlichen und vor allem islamischen Pharisäern (Mt 23.13 und 15, fast 600 Jahre vor Mohammed…): „Wehe aber euch, Schriftgelehrte, Pharisäer. Heuchler! Denn ihr verschliesst das Reich der Himmel vor den Menschen; denn ihr geht nicht hinein, noch lasst ihr die, welche hineingehen wollen, hineingehen. … Wehe euch, Schriftgelehrte, Pharisäer, Heuchler! Denn ihr durchzieht das Meer und das trockene Land, um einen Proselyten (Neubekehrten. Die Red.) zu machen, und wenn er es geworden ist, so macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr.“


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