kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Häresie: Über Jesus, die Frauen und Sexualität 4. Oktober 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:26

 

Interview mit dem Heidelberger Neutestamentler Gerd Theißen

 

 

 

 

Hatte Jesus eine Frau?

Die Harvard-Wissenschaftlerin Karen L. King hat ein ägyptisches Papyrusfragment aus dem 4. Jahrhundert veröffentlicht, das dies möglich erscheinen lässt. Der renommierte Heidelberger Neutestamentler Gerd Theißen im Gespräch über die Frage, wie es Jesus mit den Frauen und der Sexualität hielt.

 

 

Herr Professor Theißen, hatte Jesus eine Frau?

Theißen: Wenn dieser Papyrus echt ist, dann ist die zentrale Erkenntnis, dass man im 2. Jahrhundert diese Frage diskutiert hat – mehr nicht. Dass die frühe Christenheit um die Rolle der Frau gerungen hat, über Fragen nach Sexualität und Ehe, wissen wir auch aus anderen Quellen aus dieser Zeit: In den »Stromateis« des Clemens von Alexandrien (etwa 140/50 – 221 n.Chr.) erfahren wir von christlichen Gruppen, die die Ehe als Hurerei ablehnten und sich dabei auf den unverheirateten Jesus beriefen. Andere haben versucht, das zu widerlegen. Rückschlüsse zu ziehen, dass der historische Jesus verheiratet war, scheint mir allerdings nicht zulässig. Nur wird sich diese Idee wohl nicht mehr aus der Welt schaffen lassen.

 

 Sie sagen: Wenn dieser Papyrus echt ist?

Theißen: Ja. Die Authentizitätsfrage ist, das räumt auch Karen King in ihrer Veröffentlichung ein, noch nicht abschließend geklärt. Für mich bleiben noch einige Fragen offen, angefangen bei der Provenienzgeschichte. Der Papyrus wurde ja offenbar schon in den 1980er-Jahren in Berlin untersucht von den Ägyptologieprofessoren Gerhard Fecht und Peter Munro. In einer kleinen handschriftlichen Notiz, die sich ebenfalls im Besitz des anonymen heutigen Papyruseigentümers befindet, wird Professor Fecht erwähnt und dass dieser glaube, es handle sich um das einzige Beispiel für einen Text, in dem Jesus die direkte Rede in Bezug auf eine Ehefrau benutzt. Wissenschaftler sind auch schwatzhaft, und ich frage mich schon, warum dies keiner publiziert hat oder wenigstens mit Kollegen darüber gesprochen hat. Auch bevor die Qumran-Texte herausgegeben waren, wurde vorher schon viel geschwatzt und gemunkelt. Da die Professoren Fecht und Munro inzwischen verstorben sind, kann man sie leider nicht mehr fragen, was sie über die Herkunft des Papyrus wissen.

 

 Karen L. King hat den derzeitigen Kenntnisstand sauber dokumentiert. Vieles spricht demnach für die Echtheit.

Theißen: Karen King arbeitet wissenschaftlich völlig korrekt und vorbildlich im Duktus. Sie legt alles offen, was über die Fundgeschichte bekannt ist. Wo der Papyrus ursprünglich herkommt, weiß man nicht. Abgefasst ist der Text in Sahidisch, einem oberägyptischen Dialekt. Das deutet darauf hin, dass der Papyrus aus Oberägypten stammt. Wie es sich gehört, wurde der Aufsatz von anderen Fachleuten anonym bewertet, und nicht alle Fachleute waren sich bei der Echtheit ganz sicher. Aber auch wenn naturwissenschaftliche Untersuchungen wie der Tinte oder des Alters des Papyrus noch ausstehen, kann man annehmen, dass im Augenblick nichts Gravierendes gegen die Authentizität spricht.

 

 Aber wie war nun Jesu Verhältnis zu den Frauen? Ist es wahrscheinlicher, dass Jesus verheiratet war – oder dass er nicht verheiratet war?

Theißen: Es ist heute wie damals: Die Christen in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts waren sich über die Rolle der Frau, über Sexualität und Ehe im Blick auf die Nachfolge nicht einig. Die einen schwärmten davon, unverheiratet zu bleiben wie die Engel, andere fanden die Sexualität gut und schöpfungsgemäß, für andere durfte sie in der Ehe nur der Fortpflanzung dienen. Jeder wollte sich auf seinen Jesus berufen, und jeder gestaltete sein Bild nach seinen Werten. In der ältesten Überlieferung – den synoptischen Evangelien – finden wir keine Hinweise auf eine Frau, mit der Jesus verheiratet war, wohl aber Hinweise auf Maria Magdalena, die ihm nachfolgte. Ein Papyrus wie der jetzt diskutierte, ist natürlich auch unter den heutigen Gegebenheiten höchst brisant. Insgesamt haben sich die Einstellungen zur Sexualität in der Moderne durch die Geburtenkontrolle und die Entkoppelung von der Fortpflanzung stark verändert. Natürlich mischen sich wie im 2. Jahrhundert auch heute Interessen in die Diskussion hinein: Wer gegen den Pflichtzölibat für Priester in der katholischen Kirche kämpft, hat in dem Papyrus einen starken Verbündeten.

 

 Im Auferstehungsbericht des Lukas ist Maria von Magdala neben Johanna und Maria, der Mutter des Jakobus, die allererste, die den auferstandenen Jesus sieht (24, 10). Warum unterschlägt Paulus sie und die anderen Frauen im 1. Korintherbrief (15, 5-8) als Zeuginnen der Auferstehung?

Theißen: Maria Magdalena war ziemlich sicher eine historische Gestalt. Sie wird nach ihrem Herkunftsort bezeichnet. Dass einer aus Bayern kommt, ist eben für Menschen in Berlin oder am Niederrhein interessant. Hier ist es ein kleiner Ort am See Genezareth. Diese typische Fremdbezeichnung spricht dafür, dass Maria zu den ganz wenigen Frauen gehörte, die mit den anderen Jüngern mit Jesus durchs Land zog und dafür Haus und Hof verlassen hat. Jesus hat sie wohl geheilt. Die Erwähnung von Dämonen spricht für die Heilung von einer psychischen Erkrankung.

 

 Hält sie Paulus als Zeugin deshalb für unzuverlässig?

Theißen: Man hat tatsächlich gesagt, Paulus lasse die Frauen deswegen weg, weil sie als Frauen für die damalige Zeit nicht zeugenwürdig gewesen seien. Ich vermute eher Folgendes: Maria von Magdala wusste ja erst selbst nicht so recht, was sie gesehen hat. Dem Johannesevangelium zufolge hielt sie Jesus zunächst für den Gärtner (Johannes 20, 14f). Vermutlich hatte sie wohl wirklich eine Erscheinung in der Nähe des Grabes. Auch von Petrus haben wir keine direkte Erzählung seiner Begegnung mit dem Auferstandenen, und auch er wird in der Verklärungsgeschichte, in der viele Verarbeitung seiner Ostererscheinung sehen, als zunächst unwissend dargestellt (Markus 9, 6). Es gab da also wohl diese Irritation: Was haben wir da eigentlich erlebt? Auch in der Emmausgeschichte ist von den Frauen, die Gerüchte aufbringen, die Rede (Lukas 24, 22f), die Emmausjünger aber glauben ihnen als zweifelhaften Zeugen zunächst nicht.

 

 Ist nicht doch noch mehr dran an dieser Maria Magdalena?

Theißen: Maria von Magdala und Petrus hatten beide die jeweils erste Erscheinung an Ostern. Dem ersten Korintherbrief zufolge war Petrus der erste Osterzeuge (15, 5), nach Markus 16, 9 in Übereinstimmung mit dem Johannesevangelium aber Maria Magdalena. Später haben sich noch weitere Frauengestalten legendenartig mit der Gestalt der Maria verbunden: Die Ehebrecherin aus Johannes 8, 3-11, die große Sünderin aus Lukas 7, 36-50, die Jesu Füße salbt und die Frau, die Jesus vor seinem Tode salbt (Markus 14, 3-9) – sie alle sind gemeinsam zu dem ergreifenden kleinen Roman von der Maria Magdalena geworden. Selbstverständlich haben die Christen zu allen Zeiten über diese Maria Magdalena nachgedacht. Auch andere frühe Texte zeigen, dass sie eine besonders hervorgehobene Stellung hat. Im (letzten Logion, also dem letzten »Spruch« des Thomasevangeliums sagt Petrus, Maria solle fortgehen, denn Frauen seien des ewigen Lebens nicht würdig. Jesus antwortet den Jüngern darauf: »Ich werde sie führen, um sie männlich zu machen«, und dass Frauen sehr wohl in das »Königreich des ewigen Himmels« eingehen könnten. Diese etwas irritierende Stelle zeigt die Schwierigkeiten, die bestanden, Frauen als wirklich gleichwertig anzuerkennen. Und sie lässt eine gewisse Konkurrenz zwischen Petrus und Maria erkennen.

 

 Maria von Magdala wird von vielen mit der »Frau Jesu« des Papyrusfunds identifiziert.

Theißen: Auf das schon immer viel diskutierte Verhältnis Jesu zu Maria wirft zum Beispiel Logion 55b des in Nag Hammadi gefundenen Philippusevangeliums ein bezeichnendes Licht: »Und die Gefährtin von (Christus) ist Maria Madgalena«, heißt es da. Und weiter: »Der Soter (Erlöser) liebte sie mehr als alle anderen Jünger, und er küsste sie oft auf ihren Mund.« Was es mit dem Küssen auf den Mund auf sich hat, wird zuvor in Logion 31 erklärt: »Denn die Vollkommenen werden durch einen Kuss schwanger und gebären. Deswegen küssen auch wir einander. Wir empfangen die Schwangerschaft durch die Gnade, die unter uns ist«. Des Menschen Seele ist die Braut, Jesus ist der Bräutigam – solche meist gnostisch geprägten Vorstellungen einer engen verwandtschaftlichen Beziehung der »Seele« mit Christus waren in der Zeit damals sehr verbreitet. Thomas ist das aramäische Wort für »Zwilling«, und im Thomasevangelium ist Thomas der Zwilling Jesu, der Jesus ganz gleich ist in der Nachfolge. So werden Familienverhältnisse, Liebesbeziehungen oder Schwangerschaft zum Bild einer ganz engen Verbindung zwischen Mensch und Erlöser, die reale Heirat zum Modell eines spirituellen Geschehens.

 

 Wieso lesen wir diese Texte nicht in der Bibel?

Theißen: Im 2. Jahrhundert ist eine ganze Reihe von Evangelienschriften entstanden, die nicht Aufnahme in den Kanon des Neuen Testaments gefunden haben. Wir bezeichnen sie als apokryphe Schriften. Judenchristliche Evangelienschriften sind darunter, Spruchsammlungen wie das Thomasevangelium, ein Judasevangelium, unter den judenchristlichen Evangelien gibt es im sogenannten Ebionäer-Evangelium ein frühchristliches vegetarisches Zeugnis, unter den gnostischen Evangelien z.B. ein besonders für Frauen attraktives Evangelium der Maria. Die meisten dieser Texte kennzeichnet die Sehnsucht, was man an christlicher Überlieferung hat, zu vollenden oder auch zu ergänzen, mit den besonderen Anliegen, die man noch nicht genug gewürdigt sah. Auch das Ringen um die Stellung der Frau wird in dieser Gestalt geführt. Die meisten dieser Texte sind in Form von Dialogen verfasst und der größte Teil von ihnen ist gnostisch gefärbt, also durch den Glauben, Erkenntnis – also »Gnosis« – Gottes führe zur Vervollkommnung des Menschen und zu seiner Erlösung. Im Kern geht es dabei um die Erkenntnis, dass der in jedem Menschen wirksame Seelenfunke identisch mit dem göttlichen Licht ist. Und Jesus stößt diese Erkenntnis an. Die Gnostiker haben sich in der Kirchengeschichte nicht durchgesetzt, denn für die meisten von ihnen war der Schöpfergott der Christen nur ein stümperhafter Demiurg, neben dem es noch den wahren Gott gab. Und sie bestritten meist die volle Menschwerdung Gottes. Auch der nun diskutierte Papyrus ist ein solcher Dialog. Vieles spricht also dafür, dass er Teil eines dieser gnostisch gefärbten Dialogevangelien ist.

 

 Wenn Jesus »wahrhaft« Mensch war, dann kann ihm eigentlich nichts Menschliches fremd gewesen sein.

Theißen: Diese Frage hat die Christen beschäftigt, wie das Beispiel des Gnostikers Valentinus aus der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts zeigt. Hatte Jesus Verdauung? Für Valentinus war Jesus in dieser Hinsicht nicht menschlich, weil er zwar aß und trank und sein Körper die Nahrung aufnahm, er aber nichts mehr ausscheiden musste.

 

 Und wie war das dann mit der Sexualität Jesu?

Theißen: Es gibt zwar auch keinen Beweis des Gegenteils, aber wir haben keinerlei Indiz dafür, dass es zwischen Maria von Magdala und Jesus Sexualität gab. Doch auch Ende des 2. Jahrhunderts haben Christen offenkundig die Frage der Sexualität diskutiert und wie Jesus zu Frauen stand. Es gab Gruppen in der christlichen Gemeinde, die dafür durchaus Sensibilität hatten.

 

 Weil die von Paulus dominierte Kirche „frauenfeindlich“ war?

Theißen: Paulus ist gar nicht frauenfeindlich, wenn man das Wort vom Weib das in der Gemeinde schweigen soll (1. Korinther 14, 33b-36), als Interpolation, also als nachträglich eingefügt versteht. Es gibt aber die Tendenz, Frauen aus Leitungsämtern auszuschließen, wie die Pastoralbriefe zeigen, also die beiden Timotheusbriefe sowie der Titusbrief, die vermutlich von Paulusschülern verfasst wurden. Frauen werden darin zwar einerseits zurückgedrängt, andererseits bejahen diese Schriften die Sexualität – und auch das Weintrinken. In den etwas später entstandenen apokryphen »Acta Pauli« haben wir das Gegenteil: Sie propagieren ein asketisches Lebensideal. Dafür verwaltet hier eine Frau sogar die Sakramente: Sie tauft sich selbst. Beide Gruppen berufen sich auf Paulus – und für beide hat er die passenden Worte. Immerhin war Paulus der Auffassung: Wenn schon Ehe, dann ist das aber bitte eine Sache auf Gegenseitigkeit. Diese relative Gleichheit der Geschlechter war für antike Ohren schockierend.

 

 Und welche Auswirkungen für die Kirche heute wird der Papyrusfund haben?

Theißen: Ich finde es sehr sympathisch, dass Maria Magdalena es hier für wert befunden wird, Jüngerin zu sein. Rätselhaft bleibt, warum Jesus auch Stellung zu seiner Mutter nimmt. Für Protestanten ist der Papyrus überhaupt kein Problem. Aber wird er die katholische Kirche beeinflussen? Ich glaube kaum. Man wird sagen, dass es sich um den Text einer häretischen Gruppe handelt und dass das alles mit dem historischen Jesus nichts zu tun hat. Aber die katholische Kirche ficht ja auch nicht an, dass in den Pastoralbriefen steht, ein Bischof solle verheiratet sein. Und dass es gute Gründe gibt, den Pflichtzölibat abzuschaffen.

{Quelle: www.sonntagsblatt-bayern.de – von Markus Springer}

 

Professor Gerd Theißen (geb. 1943) ist einer der bekanntesten Neutestamentler des deutschsprachigen Raums. Die Forschungsschwerpunkte des emeritierten Heidelberger evangelischen Theologen sind die Sozialgeschichte des Urchristentums, der »historische Jesus« sowie die Theorie der urchristlichen Religion und Theologie des Neuen Testaments. Theißen gehörte zu den ersten, die das Neue Testament mit soziologischen Methoden untersuchten. Seine 1977 erstmals erschienene »Soziologie der Jesusbewegung« fand weltweit Beachtung, die meisten von Theißens Büchern wurden ins Englische übersetzt. In seinem Jesusbuch »Der  Schatten des Galiläers« hat Theißen seine Forschungsergebnisse zum frühen Christentum verständlich und spannend in Romanform gegossen.

 

11 Responses to “Häresie: Über Jesus, die Frauen und Sexualität”

  1. Emanuel Says:

    Diese elenden Zweifler haben mit dem wahren christlichen Glauben nichts am Hut !

    Sie haben nur einen einzigen Auftrag: Die Christen vollständig zu vernichten !!!!

    Wer als Christ den wahren Glauben hat , ist vom Herrn erleuchtet ! Jeder wahre Christ weiß in seinem Inneren – DAS GOTT DER SCHÖPFER DES UNIVERSUMS UND JESUS CHRISTUS EINER IST !!!

    Wer hier zweifelt … hat den wahren christlichen Glauben nicht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Lächelt über mich ! Denkt der verrückte Emanuel mit seinen Sprüchen ….

    Aber nach 4 Jahren intensiven Lernens und „Gesprächen mit dem Herrn“ ist mir diese wahre christliche Glaubenserkenntnis vom Herrn gesendet worden …….

    • @Lieber Emanuel–nein warum lächelt über mich??

      jeder der an sich arbeitet um Gott näher zu kommen gibt es etwas besseres?nein,.

      .Ein Mann steht im Tor, er schaut ins Land,
      beschattet die Augen mit knochiger Hand.
      Der Sohn ist gegangen vor vielen Tagen,
      sein Glück zu suchen und zu erjagen.
      Der Ruf des grossen Babylon,
      der zog ihn von Zuhaus davon.
      Ein grosser Held wollt er dort werden.
      Die List und Tücke, hier auf Erden,
      die kannt er nur von dem Erzählen.
      Es schien ihm nur billig, diesen Weg zu wählen.

      Mit schwerem Herzen ließ der Vater ihn gehen,
      hoffte im Stillen ihn wieder zu sehen.
      Die Zeit verging, der Sohn blieb aus,
      hat er es vergessen, sein Vaterhaus?
      Liebe und Freude, den Ernst des Lebens,
      war alles umsonst, war alles vergebens?
      Friede und Geborgenheit,
      wer konnt sie ihm geben zu dieser Zeit?
      Und trug er auch schwer an der Last der Jahre,
      waren auch grau die schütteren Haare,
      beugt auch der Rücken zur Erde sich nieder,
      hofft er doch weiter: „Mein Sohn kommt wieder!“

      Und in seinem Hoffen und Bangen,
      kommt eines Tages ein Mann gegangen.
      Sein Schritt ist schwach, schwer fällt das Gehn,
      sein Haupt ist verhüllt, das Gesicht nicht zu sehn.
      Und durch seine Lumpen, da weht der Wind,
      der Vater ahnt, da kommt sein Kind.
      Er rennt ihm entgegen so schnell er vermag,
      er hat ihn erhofft, diesen einen Tag.
      Sie sehen sich an, schämen sich nicht,
      dass Tränen decken ihr Angesicht.

      Lang ist es still, es fällt kein Wort,
      sie sind entrückt aus Zeit und Ort.
      Der Vater hält den Sohn im Arm,
      der spürt es deutlich, sein Herz wird warm.
      Er sieht dem Vater ins Gesicht,
      schwer sind die Worte die er spricht:
      „Vater ich habe gesündigt vor Gott und vor dir.
      Ich wag nicht zu bitten: Vergebe mir!
      Ich bin nicht würdig, dein Sohn zu heissen.“
      Er kann nicht mehr weiter, es will ihn zerreissen.

      Der Vater legt ihm die Hand auf dem Mund,
      nichts hält ihn zurück, er tut allen kund:
      „Dieser mein Sohn, war tot und verloren,
      dieser mein Sohn, ist mir neu geboren,
      dieser mein Sohn, wurd heute gefunden,
      lasset uns feiern in fröhlichen Runden!
      Schlachtet das Mastkalb, holt guten Wein,
      kommt alle zusammen, es sei niemand allein.“

      Bei fröhlichem Lachen und wirbelnden Reigen,
      das Herz des Bruders, konnte nicht schweigen.
      Er diente dem Vater, tagaus und tagein,
      nie gab ihn dieser Mastkalb noch Wein.
      Nun steht er abseits mit seiner Wut,
      sie brennt so heiss, die böse Glut.
      Zorn ist in ihm, auf Bruder und Vater,
      er fühlt sich elend, ihm ist´s alles Theater.

      Der Vater ging zu ihm hinaus,
      sprach sanft zu ihm, nahm ihn ins Haus:
      „Allezeit warst du bei mir mein Kind,
      was ist da schon ein kleines Rind?
      Alles was mein ist, gehört doch auch dir,
      sei fröhlich mein Sohn, mit dem Bruder und mir.“

      Ein Beispiel hat der Herr uns gegeben,
      wie es oft so läuft im Leben.
      Hochmut, Neid und Übermut,
      tun dem Leben nicht sehr gut.
      Die Liebe des Vaters, hat alle versöhnt,
      nun Eintracht und Freude, das Leben verschönt.
      Wenn aus Söhnen, solche Väter werden,
      herrscht Frieden in Deiner Gemeinde auf Erden!

      • Emanuel Says:

        Wunderschön ! Danke liebe Issachar !!!

      • WIPF Says:

        Wenn aus Söhnen Väter werden, dann hatten sie auch Sex. Die Sexualität hat Jesus unglaublicher Weise nicht verkündet. Das ist sehr, sehr schade lieber Gott!

  2. Hazafi Says:

    Ist es so schwer zu verstehen:denkt bitte klar und eindeutig,,wie könnte Gott eine Frau haben müssen?gebrauchen-..- haben Mönche eine Frau??nein
    hat ein Papst eine Faru –nein…
    warum sollte dann Jesus eine Frau gehabt haben„wo doch die Frau von Gott stammt—
    je spiritueller umso weniger benötigt der mensche Eine Frau oder mann schon gar nicht Sex—was ist reinheit..Licht„

    Jesus ist der Mensch gewordene Gott
    Eine lange Reihe von Bibelstellen gibt uns Hinweise darauf, dass Jesus tatsächlich diesen Anspruch erhoben hat. Sie finden sie in diesem Artikel, zusammen mit außerbiblischen Quellen und Fremdaussagen über Jesus, und das Ergebnis ist ein (zumindest für mich) überwältigend deutliches Bild unseres Herrn Jesus als der Mensch gewordene Schöpfergott.

    Auch das Buch Die Bibel im Test kann in dieser Frage entscheidend weiterhelfen.

    Doch auf dieser Website geht es nicht in erster Linie um die Bibel, sondern um eine neue Offenbarung Gottes, die im 18. und 19. Jahrhundert stattgefunden hat. Mehr über die Art und Weise, wie diese entstanden ist und über die Schreiber finden Sie auf der Seite Die Neuoffenbarung. Und darin ist ebenfalls DIE zentrale Aussage, dass Gott eben nicht aus drei Personen „Vater, Sohn und Heiliger Geist” besteht, sondern dass Gott Einer ist und als Jesus Christus Mensch geworden ist.

    „Jesus ist Gott”, und so will ich zuallererst auf die Frage eingehen: Ist Jesus Christus wirklich der Mensch gewordene Gott? Hat Jesus überhaupt den Anspruch erhoben, Gott zu sein?

    „Jesus ist Gott”, und so will ich zuallererst auf die Frage eingehen: Ist Jesus Christus wirklich der Mensch gewordene Gott? Hat Jesus überhaupt den Anspruch erhoben, Gott zu sein?

    • Hazafi Says:

      je spiritueller umso weniger benötigt der Mensch- Eine Frau oder einen Mann, schon gar nicht Sex—was ist Reinheit..und was das Licht“

  3. Emanuel Says:

    Klar , es kommt immer auf die Situation an
    Die Situation der Aleviten in Syrien und die Situation der Christen in Syrien ist die, das sie jederzeit von sunnitischen Extremisten oder Al Kaida Mördern umgebracht werden können … Es kommt immer auf die Situation an .. Sind Sie blind oder dumm ??
    Es kommt eben immer „auf die Situation “ an…

    Türkei: Parlament gibt grünes Licht für Militärschläge
    04.10.2012 | 15:35 | (DiePresse.com)

  4. Erich Foltyn Says:

    es macht ja keinen Sinn, Jesus eine Frau anzudichten, weil wenn man die Bibel liest, fragt man sich, was der ganze Sinn sein sollte, dass Jesus alles inszenierte, damit er auf die umständlichste Weise gekreuzigt wird und dass er sogar aufersteht, damit er nicht nach all den Ereignissen, die damals ins Unkontrollierbare angewachsen waren, umsonst gestorben ist und nach der Auferstehung setzt er sich gemütlich mit einer Frau hinter den Ofen und raucht die Pfeife. Die Öffentlichkeit leidet an Schwachsinn, was man nur entschuldigen kann, weil sie die Bibel nicht gelesen haben. Sie können sie aber gar nicht lesen und keinen Gedanken an den Inhalt fassen, weil sie keine Zeit dafür haben. Bei mir war das deswegen so, dass ich dafür Zeit hatte, weil ich geschieden war, krank und arbeitslos und nie wieder eine Frau haben würde und es war bei der Scheidung eine Auseinandersetzung über die kirchliche Annoullierung der Ehe, aber wem geht es genauso wie mir ? Das Christentum ist nicht für jeden. Gott erlebt man nur, wenn man an die Grenzen seines Vermögens kommt, seine Existenz noch selber zu bestimmen. Und das kann man niemand wünschen, aber Gott ist das, was man hat, wenn man gar nichts hat, weil Gott ist überall drinnen, in der Luft, im Wasser und in allem. Aber bei uns muss man sogar für das Glas Wasser bezahlen, nur fällt es niemand auf, weil immer alle Geld haben. Aber der Christ weiß, er ist in Gott und Gott ist in ihm, aber man beherrscht dadurch nicht die Welt wie ein Nazi oder wie ein Moslem.

  5. Mia Says:

    Ich habe nur einen Satz übrig für die Aussage, Jesus hätte Sex gehabt mit einer Frau …
    „Weiche Satan, diesen Apfel fress ich nicht.“

    Keine Sorge, mir ist kein Fall bekannt, dass mal wer an Sexlosigkeit gestorben wäre … Manche tun ja gerade so, als ob die Leute, inklusive Jesus, Perverse wären, wenn sie tatsächlich nie … hätten. Vor allem in den Letzten 2 Sätzen muss der sexbesessene Spinner noch mal gegen die katholische Kirche treten …

    Und übrigens, Jesus als Jemanden anzusehen, der halt auch schwach wurde, weil er ja auch einen menschlichen Teil hatte, ist so beleidigend und unverschämt herablassend zugleich … vor allem, nachdem er soviel für uns getan hat, und unter anderem, 40 Tage in der Wüste fastete und es schaffte, seine Engel nicht zu rufen, während er von Menschen grausamst geschunden wurde. Das ist für mich eins der größten Wunder Jesu, dass er, obwohl er die Macht dazu gehabt hätte, alle zu vernichten, oder zu stoppen, ruhig und still blieb.

    Wer von uns wäre imstande, so auszuharren und sich all das gefallen zu lassen, nicht nur die unglaublichen Qualen, sondern auch den hämischen Spott, die Erniedrigung in aller Öffentlichkeit, obwohl er nur ein Wort, einen Gedanken denken muss, damit Heerscharen an Engeln herbeieilen und ihn befreien, ihm helfen und dienen ???

    Aber soweit ich den Interviewten verstanden habe, hält er sogar die Besessenheit der Maria Magdalena nur für eine psychische Erkrankung, also was solls, so wer ist ohnehin disqualifiziert …

    Wie ging das Gleichnis von den Leuten nochmal, die von der Welt sind und denen, die nicht von der Welt sind? Das find ich irgendwie passend zu dem Ganzen.

  6. Mia Says:

    Aber irgendwie passt das zum rückgratlosen, labilen Sonntagsblatt, die sind schon so durchseucht. Die sollen endlich zu den Evangelischen konvertieren und uns katholische Katholiken, unsere Heilige Kirche und unseren geliebten, Jesutreuen Papst in Ruhe lassen. Aber das selbstgefällige, intolerante Pack, sieht sich schon als umjubelte Nobelpreisträchtige Vorreiter und Wegbereiter in eine menschliche (und Gottlose) Kirche. Die feiern sich in ihrer Überheblichkeit und ihrer Selbstverliebtheit, schon selber als humane Kirchenhelden. So wie das Scheiß-ZDK. Kein Wunder, dass sie sich genau diesen Interviewpartner geholt haben. Ihr habt den breiten Weg gewählt, aber Jesus warnte davor, dass nur der schmale Weg ins Himmelreich führt …. Aber das kommt eben davon, wenn man ständig den falschen Apfel frisst.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s