kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mitglieder tragen die Erntekrone in die Kirche 29. September 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 20:09

 

Morgen ist Erntedankfest – Heimat- und Trachtenverein lässt Brauchtum aufleben

 

 

Bad Saulgau Morgen wird in Bad Saulgau Erntedank gefeiert.

Auch dieses Mal darf die Erntekrone des Heimat- und Trachtenvereins nicht fehlen:

Sie ziert das Mittelschiff der St.-Johanneskirche.

 

Über das Jahr wird das rund zwei Meter hohe Kronengestell mit den sorgsam aufgebundenen Getreideähren in der Pfarrscheuer beim katholischen Pfarrhaus aufbewahrt. Die Vereinsmitglieder Karl-Heinz Schneider, Josef Harsch und Emma Link haben sich schon Wochen vorher vergewissert, ob das symbolträchtige Utensil – als Dank für die eingebrachte Ernte wurde es früher auf den Bauernhöfen gefertigt – unversehrt geblieben ist. Vor 35 Jahren hat der Heimat- und Trachtenverein dieses Erntedank-Brauchtum wieder aufleben lassen. Zahlreiche helfende Hände bestückten von da an pünktlich zum Fest das Eisen-Kronengestell geduldig mit unzähligen Ähren. Zuletzt wurden 500 Ährensträuße gebunden und anschließend an die Gottesdienstbesucher verteilt. Es ist noch gar nicht lange her, dass am Vorabend des Erntedanksonntags die fast vier Zentner schwere Erntekrone inmitten einer prächtigen Prozession in die Kirche getragen wurde. Inzwischen wird sie direkt von der Pfarrscheuer in die Kirche transportiert.

 

Die Gründe sind nicht nur darin zu suchen, dass, so Schneider, das Interesse an der Erntedankfeier „sehr nachgelassen hat“. Wie in anderen Brauchtumsvereinen auch, fehlt es dem Heimat- und Trachtenverein an Nachwuchs. Der Vorsitzende denkt mit Freude zurück, als es noch eine „starke Jugendgruppe“ gab oder im städtischen Festsaal nach dem vorangegangenen Erntedank-Gottesdienst gemeinsam gefeiert wurde. Auch einen ökumenischen Erntedank-Gottesdienst gab es vor einigen Jahren – passend umrahmt mit Erntemaschinen in einer Halle der Firma Claas. „Das war richtig toll“, erinnert sich Stadtpfarrer Wolfgang Knor, dem es ein Anliegen ist, den Blick beim Erntedankfest grundsätzlich zu weiten und auch für die getane Arbeit in anderen Bereichen zu danken. Und auch die Frage zu stellen: Wie gehen wir mit den Gaben der Schöpfung um? Getreide zur Wärmegewinnung zu verbrennen, hält er für „sehr fragwürdig“. Die gravierend veränderten landwirtschaftlichen Strukturen, das damit verbundene massive Höfesterben und der dadurch oftmals fehlende Bezug zur Ernte hinterlässt auch hier seine Spuren. Dabei war Bad Saulgau einst „Mittelpunkt des bäuerlichen Lebens“ und ließ bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs die Tradition des mehrtägigen landwirtschaftlichen Volksfests zum Erntedank wieder aufleben.

 

Der Erntedank-Sonntag trifft in diesem Jahr mit dem Caritas-Sonntag zusammen, der an die soziale Verantwortung der Christen erinnern soll und in diesem Jahr auf den Zusammenhang von Armut und Krankheit aufmerksam machen möchte. Für Pfarrer Wolfgang Knor passt das sehr gut zusammen. „Beide Anlässe erinnern uns daran, dass alles gerecht verteilt werden muss“. In Verbindung mit dem Gemeindefest feiert die evangelische Kirche ihr Erntedankfest am 7. Oktober. Tags zuvor wird gemeinsam Brot gebacken. Nach dem Erntedank-Familiengottesdienst wird beim Gemeindefest das Erntedankbrot zugunsten von „Brot für die Welt“ verkauft. Im Islam wird zwar kein Erntedankfest gefeiert, doch es gibt das Gebot namens „’Uschr“, nach dem die Bauern ein Zehntel ihrer Ernte als Almosen an notleidende Menschen abgeben sollen. {Quelle: www.schwaebische.de – Von Anita Metzler-Mikuteit}

 Online-Dienst für die Region von Aalen bis zum Bodensee, von Ulm bis zum Schwarzwald - schwaebische.de

 

 

 

 

Dank für die Ernte

 

Mit dem Erntedankfest erinnern Christen an den engen Zusammenhang von Mensch und Natur.

Gott für die Ernte zu danken, gehörte zu allen Zeiten zu den religiösen Grundbedürfnissen.

Traditionell werden die Altäre zum Abschluss der Ernte mit Feldfrüchten festlich geschmückt.

 

Auch Kindern soll das Erntedankfest die Zyklen des Jahreslaufes und der Nahrungsproduktion bewusst machen. Es soll zeigen, wie die Milch in die Tüte und das Gemüse in die Dose kommt. Termin für Erntedank ist in der Regel der erste Sonntag im Oktober, dieses Jahr der 7. Oktober. Viele Gemeinden feiern das Schöpfungsfest in diesem Jahr aber bereits am 30. September. Begangen wird das Kirchenfest seit dem dritten Jahrhundert. Das Fest soll auch deutlich machen, dass der Mensch die Schöpfung Gottes nicht unter Kontrolle hat. Denn der Mensch ist der Bibel zufolge selbst Teil der Schöpfung. Heute spielen die Themen Umweltschutz, Gentechnik und Lebensmittelverschwendung eine immer größere Rolle. Mit der Bitte des Vaterunsers „Unser tägliches Brot gib uns heute“ wird zugleich an die katastrophale Ernährungssituation in den ärmsten Ländern der Erde und die hohen Lebensmittelpreise weltweit erinnert. Im christlichen Verständnis gehören Danken und Teilen zusammen. Erntedank-Gottesdienste sind daher oft mit einer Solidaritätsaktion zugunsten notleidender Menschen verbunden. {Quelle: www.donaukurier.de}

 

 

 

 

 

Aktion zugunsten eines Projekts in Bogota

 

Erntedankfest der evangelischen Kirchengemeinde und gemeinsames Mittagessen

 

Am kommenden Sonntag, 30. September, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Schotten Erntedankfest in der Liebfrauenkirche. Dieser Termin richtet sich nach dem traditionellen Kirchenjahresfest Michaelis, das auf den 29. September festgelegt ist. Der nächste Sonntag danach ist das Erntedankfest. Den Gottesdienst wird gemeinsam mit dem Kreisbauernverband gefeiert. Die Kirchengemeinde trifft sich zum anschließenden gemeinsamen Essen im Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Dieses Mittagessen steht in diesem Jahr unter dem Motto: „5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“, ein Projekt der Konfirmandenarbeit, das die beiden hessischen Landeskirchen (EKKW und EKHN) mit der Bäcker-Innung durchführen. Gemeinsam mit den Konfirmanden aus Betzenrod, Rudingshain und Götzen haben die Schottener die Backstube des Betriebes Haas besucht. Dort haben sie sich über Brotbacken, regionale Ernährung und den Ernährungswert von unterschiedlichen Brotsorten informiert und selbst schmackhaftes Vollkornbrot gebacken.

 

Zum Sonntag wird Zuckerbäcker Haas noch einmal frisches Brot backen, das dann von Konfis beim Mittagessen gegen eine Spende für Brot für die Welt verkauft wird. Die Einnahmen der gesamten Aktion kommen einem Projekt von Brot für die Welt mit angeschlossener Lehrbäckerei in Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens, zu Gute. Dort erhalten Jugendliche die Möglichkeit, zu lernen und vor Arbeitslosigkeit bewahrt zu werden. Selbstverständlich kann das schmackhafte frische Brot gleich zum Mittagessen verkostet werden. Das gemeinsame Essen im Bonhoeffer-Haus ist dieses Jahr so organisiert, dass jede Person oder Gruppe, die daran teilnimmt, etwa soviel an Speisen mitbringt, wie sie selber verzehren mag. Die Speisen können vor dem Gottesdienst im Dietrich-Bonhoeffer-Haus abgegeben werden. Das Ganze ergibt ein buntgemischtes Büffet aus der Region, das nach dem Gottesdienst für die versammelte Gemeinde bereit steht. Dazu bereitet der Kirchenvorstand eine warme Suppe vor. So soll das gemeinsame Essen Dankbarkeit über die Vielfalt der Schöpfung ermöglichen und gleichzeitig dafür gesorgt sein, dass keine Lebensmittel weggeworfen werden müssen. {Quelle: www.giessener-anzeiger.de}

 

One Response to “Mitglieder tragen die Erntekrone in die Kirche”

  1. G.K.V. Says:

    Das Erntedankfest wird in den Kirchen am ersten Sonntag im Oktober gefeiert.

    Man dankt zum Abschluss der Erntezeit Gott für den Ertrag der Ernte eines Jahres,
    der das Überwintern sichern möge.
    Erntedankfeste werden in vielen Kulturen zur Zeit der Ernte gefeiert.

    In der christlichen Kirche wurde es seit dem 3. Jhd. übernommen.

    Einen einheitlichen Termin gab es nicht, da ja auch die Ernte nicht überall zur gleichen Zeit eingebracht wird. In der evangelischen Kirche hat sich der erste Sonntag im Oktober eingebürgert. In Weinanbaugebieten liegt der Termin auch zum Ende Oktober nach Abschluss der Traubenlese.
    Manchmal wird auch der Michaelistag (29.9.) am Erntedanksonntag mitbedacht.
    Die liturgische Farbe des Erntdankfestes ist grün, als Farbe des Wachsens und Reifens

    Das Erntedankfest entspringt einer Zeit, in der viel mehr Menschen als heute in ländlicher Umgebung lebten und die Kreisläufe der Natur, von Aussaat, Wachsen und Ernten unmittelbar erfahren konnten. In einer städtischen Lebensweise wie in Bremen kommen heute immer weniger Menschen damit in Berührung. Darum ist das Erntedankfest eine gute Gelegenheit sich diese Verbindung zur Natur vor Augen zu führen. In den Kirchen kann dies an diesem Tag mit allen Sinnen geschehen. Die Kirchen sind festlich geschmückt, mit Obst und Gemüse, mit Kornähren und Blumen
    Das Erntedankfest entspringt einer Zeit, in der viel mehr Menschen als heute in ländlicher Umgebung lebten und die Kreisläufe der Natur, von Aussaat, Wachsen und Ernten unmittelbar erfahren konnten. In einer städtischen Lebensweise wie in Bremen kommen heute immer weniger Menschen damit in Berührung. Darum ist das Erntedankfest eine gute Gelegenheit sich diese Verbindung zur Natur vor Augen zu führen. In den Kirchen kann dies an diesem Tag mit allen Sinnen geschehen. Die Kirchen sind festlich geschmückt, mit Obst und Gemüse, mit Kornähren und Blumen.

    Mit dem Erntedankfest erinnern Christen an den engen Zusammenhang von Mensch und Natur.
    Der Mensch ist nach der Bibel selbst Teil der Schöpfung. Der Dank in den Gottesdiensten gilt in erster Linie der Vielfalt des Lebens und der täglichen Nahrung. Darüber hinaus ist es eine Gelegenheit auf die persönliche Lebensernte zurückzublicken, auf Erfolge und Gelungenes, auf sorglose Wochen und Monate. Aber es gehört auch die Klage über Niederlagen und Naturkatastrophen dazu. In den Lesungen und Gebeten der Erntedankgottesdienste wird das Vertrauen zum Ausdruck gebracht, dass Gott das Leben schenkt , es bewahren will und Hilfe in der Not bringt.

    Vielfach wird dazu ein Vers aus dem Wochenspruch, dem 145. Psalm, gebetet:
    „Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.“
    In solchen Gebeten wird daran erinnert, dass der Mensch weder sein Leben noch die Natur einfach unter Kontrolle hat, oder nach Belieben darüber verfügen kann ohne sich selbst zu schaden. In dem Bewusstsein, auf Gott angewiesen zu sein, werden auch die Grenzen sichtbar, die bei allem möglichen Fortschritt beachtet werden müssen, um das Leben nicht zu gefährden.

    Nie hatte der Mensch größere Möglichkeiten auf die Kreisläufe der Natur Einfluss zu nehmen als heute.

    Nie wurden im Reich der Natur durch den Menshen so viele Grenzen verletzt.

    Darum spielen Themen des Umweltschutzes, der Gentechnik oder des Klimaschutzes eine immer größere Rolle,

    sowohl im Leben von Christen,
    die sich hier engagieren,

    als auch im thematischen Zusammenhang der Gottesdienste zum Erntedank. Immer schon gab es Trockenzeiten oder Fluten, die die Ernte ruinierten.

    Der fortschreitende Klimawandel und die sich verschärfenden Auswirkungen – bei uns vor allem durch Unwetter und Fluten – bewirken bei vielen Christen aber heute ein Umdenken. Dies betrifft ein Umsteuern bei Lebensgewohnheiten wie dem Reiseverhalten oder dem Verbrauch von Energie.

    Die Erntedankgottesdienste bieten Gelegenheiten, über diese Dinge nachzudenken und mit anderen darüber ins Gespräch zu kommen


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s