kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Chrislam: Christen beim Freitagsgebet in der Hungener Moschee 29. September 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:18

Im Rahmen der Interkulturellen Woche waren Christen in Hungen beim traditionellen Freitagsgebet in der Moschee zugegen. Bereits am Sonntag waren Muslime zur Teilnahme am Gottesdienst in der Ev. Stadtkirche eingeladen.

 

Hungen (us): Vor dem weißen Gebäude in der Schottener Straße wehen die türkische und die deutsche Fahne. Drinnen, im farbenprächtigen Gebetsraum der Mevlana-Moschee, versammeln sich allwöchentlich etwa 40 Männer zum traditionellen Freitagsgebet. Diesmal hatten sie Besuch, auch von Frauen (für die es üblicherweise einen Extra-Raum gibt). Im Rahmen der interkulturellen Woche hatte der deutsch-türkische Kulturverein Hungen Christen zur Teilnahme an der Zeremonie eingeladen, genauso, wie schon die ev. Kirchengemeinde am letzten Sonntag Muslime im Gottesdienst willkommen geheißen hatte. Zudem war ein Gast aus Frankfurt gekommen: Selçuk Dõgruer, der DITIB-Landesbeauftragte für interreligiöse und interkulturelle Zusammenarbeit, zelebrierte das Gebet.

 

 

 

DITIB, die Türkisch Islamischen Union der Anstalt für Religion, zu der auch die muslimische Gemeinde von Hungen gehört, beschreibt auf ihrer Internetseite das Freitagsgebet folgendermaßen: Es handelt sich um ein Gemeinschaftsgebet, das Muslime jeden Freitag am frühen Nachmittag zusammen verrichten. Für Männer ist es verpflichtend, für Frauen gilt es als erwünscht. Das Freitagsgebet zeichnet sich dadurch aus, dass vor dem eigentlichen Gebet (Salat) eine Predigt (Chutba) durch einen Prediger (Chatib) gehalten wird. Wie das vonstatten geht, wie die Männer sich in einer Reihe aufstellen, wie sie niederknieen, gemeinsam Koransuren rezitieren und sich verneigen, konnten die Gäste in der Mevlana-Moschee miterleben. Selçuk Dõgruer betonte in seiner auf Türkisch und Deutsch gehaltenen Predigt, dass der Islam eine tolerante Religion sei. Es sei Pflicht eines jeden Moslem, der »Herzensweite des Propheten« nachzueifern und auch mit Andersdenkenden freundlich umzugehen: nicht kränkend, nicht beleidigend, nicht wütend. Der Islam lehre Barmherzigkeit und die Liebe zu allen Geschöpfen. Später, im gemeinsamen Gespräch, äußerte sich Dõgruer auch zum Mohammed-Film. Er finde das Video nicht in Ordnung, weil es religiöse Gefühle verletzte, sagte der Imam. »Aber man kann das Böse nicht mit Bösem bekämpfen.« Für die Reaktionen radikaler Muslime gebe es keine Rechtfertigung, und ganz bestimmt keine religiöse.

 

In erster Linie bot die Begegnung im Rahmen der Interkulturellen Woche aber die Möglichkeit die Moschee und die islamische Religion (besser) kennen zu lernen. Die Gäste erfuhren, dass die Moschee kein reines Gotteshaus, sondern eher ein Gemeindezentrum ist. Neben dem mit Teppichen und bunten Kacheln ausgestatteten Gebetsraum gebe es zum Beispiel auch eine Bibliothek und einen Jugendraum, erläuterte Refik Aydin, der Vorsitzende des deutsch-türkischen Kulturvereins. Weil die Moscheen im Leben der Muslime eine wichtige Rolle spielten, lege man Wert auf repräsentative Bauten, sagte Dõgruer. Mit Unterwanderung der Mehrheitsgesellschaft, wie manchmal unterstellt, habe das nichts zu tun. Erläutert wurden auch die fünf Säulen des Islam: das Glaubensbekenntnis, das Gebet, das fünfmal am Tag zu verrichten ist, die Almosensteuer, die jährlich als Pflichtabgabe zu entrichten ist, das Fasten im Ramadan und die Pilgerfahrt nach Mekka, die jeder gläubige Moslem, so er die Mittel dazu hat, einmal im Leben unternehmen soll. Pfarrer Marcus Kleinert, der mit seiner Kollegin Dekanin Barbara Alt und mit Pfarrer Bernd Apel, dem Beauftragten für Ökumene der Dekanats-AG, zum Freitagsgebet bekommen war, merkte an, dass seit einiger Zeit enge Kontakte zwischen der evangelischen Kirchengemeinde und der muslimischen Gemeinde bestehen. Die seien übrigens von Refik Aydin angestoßen worden und sollen in Zukunft noch vertieft werden. Man darf also weiter auf interessante Begegnungen hoffen – und darauf, dass viel mehr Menschen solche Angebote nutzen. {Quelle: www.giessener-allgemeine.de}

 

 

Andächtig verfolgt eine Ordensschwester

von der Empore aus das Freitagsgebet in der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee

 

Tag der offenen Tür: Muslime laden Gäste des Katholikentags zum Freitagsgebet ein

Imam predigt auf Deutsch und betont den großen Wert der Religionsfreiheit

 

 

Moschee als Ort der Begegnung

 

Hektisches Gewusel herrscht rund um die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee. Das Freitagsgebet steht an. Doch dieses Mal strömen nicht nur zahlreiche Muslime in den Gebetssaal. Auch hunderte Besucher des Katholikentags sind der Einladung der Muslime gefolgt und nutzen den Tag der offenen Tür des muslimischen Gotteshauses. Offen sei die Moschee eigentlich immer und für jeden, sagt Ismail Cakir vom Verein „Türkisch-Islamische Gemeinde zu Mannheim“. „Wir laden gerne ein – egal wen.“ Von den katholischen Gästen habe es bereits sehr viele positive Reaktionen auf diese Offenheit gegeben.

 

Gastfreundschaft kommt an

 

Die islamische Gemeinde macht es ihren Gästen jedoch auch leicht, sich wohl zu fühlen. Vor der Moschee verkaufen drei muslimische Frauen eifrig türkisches Essen. Obwohl das Gedränge dicht und das Arbeitstempo hoch ist, sind sie freundlich und geduldig – erklären jedem genau, was für Speisen er vor sich sieht. Bei den Christen kommt die Gastfreundschaft an. „Man hört ja sonst immer nur negative Dinge über den Islam. Hier lernt man ihn ganz anders kennen“, sagt Heinz Baumgartel aus Rödermark. Herzlich, teilweise gar überschwänglich begrüßen die Muslime ihre Besucher. „Herzlich willkommen bei uns“, sagt Ismail Bozkurt und schüttelt begeistert Hände. Das Zusammentreffen von Christen und Muslimen ist ihm ein großes Anliegen. „Wir wollen doch am liebsten, dass alle Menschen nebeneinander beten“. Genau das passiert etwas später im Inneren der Moschee. Der riesige Gebetsraum, ausgelegt mit samtweichem, verschnörkeltem rotem Teppich, ist den muslimischen Männern vorbehalten. Die Frauen beten gesondert. Für die christlichen Gäste ist ein Bereich auf der Empore im Gebetssaal reserviert. Der Andrang ist groß.

 

Viele der etwa 300 Katholiken wollen einfach mal schauen. In einer Moschee waren bereits einige, aber die Teilnahme am Freitagsgebet ist dann doch etwas Besonderes. „Dieses Zeremonielle wie das Ausziehen der Schuhe oder das Waschen der Füße finde ich sehr schön“, sagt Stephanie Erbach aus Hardheim. Während des Gebets herrscht auch bei den Christen andächtige Ruhe. Viele gehen in sich, einige beten mit, auch wenn sie zunächst nichts von der Predigt verstehen. Als der Vorbeter, der Imam, Ali Dere wenig später aber auf Deutsch predigt, trifft er genau die Stimmung in der Moschee. „Jede Religion hat eine eigene Vorstellung von Wahrheit. Aber Religionen müssen sich empathisch begegnen und plurales religiöses Leben als Normalität verstehen. Religionsfreiheit bleibt ein universelles, unantastbares Grundrecht“. Bei den Gästen hinterlässt die Predigt tiefen Eindruck. „Es war ein besonderes Zeichen“, sagt Gerhard Fick aus Velen, „und sehr wichtig, um aufeinander zuzugehen.“ Genau das wollen auch die Muslime. „Schauen Sie“, sagt Ismail Cakir und deutet auf die benachbarte Liebfrauenkirche, „Moschee und Kirche stehen zusammen – warum dann nicht auch die Menschen?“ Das gemeinsame Freitagsgebet auf dem Katholikentag war immerhin ein erster Schritt dahin. {Quelle: www.morgenweb.de  – Samstag, 19.05.2012}

 

3 Responses to “Chrislam: Christen beim Freitagsgebet in der Hungener Moschee”

  1. Bernhardine Says:

    Taqiyya und Chrislam

    …die deutschen Evangelen möchten so gerne tolerant und fremdenfreundlich sein und schütten das Kind gleich mit dem Bade aus!

    Kann man denn nicht nett zueinander sein, ohne zweierlei Glauben miteinander zu mischen, vor allem, wenn der Islam so christenfeindlich gestimmt ist und zwar verbindlich im Koran?

    Der islamische Mondgötze Allah(Hubal) hat nun mal absolut nichts mit der christlichen Heiligsten Dreifaltigkeit zu tun.

    Warum nur lassen sich Christen Allah, als angeblich denselben Schöpfergott, unterjubeln? Allah ist noch nicht einmal der gleiche, wie der Christengott. Das kann doch nicht sooo schwer sein, zu verstehen!

    Jesus – im Islam nur ein minderer Prophet hinter dem massenmörderischen Oberprophet Mohammed.

    Jesus – im Christentum ganz Gott und ganz Mensch zugleich.

    Christen, die mit Moslems gemeinsam beten, verraten, degradieren und verleugnen Jesus-Christus!

    Denn der Koran sagt:
    Sure 10:68 Allah hat keinen Sohn

    Ausführlich:

    Sie sagen: „Allah hat Sich einen Sohn genommen.“ … Er ist der Sich-Selbst-Genügende…. Ihr habt keinen Beweis hierfür. Wollt ihr von Allah etwas behaupten, was ihr nicht wisset? [10:68]
    Sprich: „Jene, die eine Lüge gegen Allah erdichten, werden keinen Erfolg haben.“ [10:69]
    Eine Weile Genuß in dieser Welt – dann werden sie zu Uns heimkehren. Dann werden Wir sie die strenge Strafe dafür kosten lassen, daß sie ungläubig waren. [ 10:70 ]

  2. G.K.V. Says:

    Im Rahmen der Interkulturellen Woche waren Christen in Hungen beim traditionellen Freitagsgebet in der Moschee zugegen. Bereits am Sonntag waren Muslime zur Teilnahme am Gottesdienst in der Ev. Stadtkirche eingeladen.

    Beten Muslime dann christlich?==
    Und Christen
    wie beten Sie inder Moschee…zu Gott Vater —

  3. gisfie Says:

    Kein wahre Christ geht ins Satan Allah / Luzifer Moschee


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