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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Vom Saulus zum Paulus – Vom Skinhead zum Pastor 27. September 2012

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 21:04

Als Skinhead, Nazi und Gewalttäter kam er einst ins Jugendgefängnis. Doch Johannes Kneifel änderte sich radikal.

 

Kürzlich veröffentlichte er seine Biografie «Vom Saulus zum Paulus»,

in der er seine radikale Verwandlung in Worte fasst.

 

«Vom Saulus zum Paulus» – Der Titel des Buches passt zu dem Lebenswandel von Kneifel wie die Faust aufs Auge. Als Jugendlicher schloss er sich den Neonazis an und wurde Skinhead. Mit 17 schlug Kneifel einen Mann so brutal zusammen, dass er starb. Im Gefängnis fand er zum Glauben an Jesus Christus und begann, sein Leben zu ändern. Heute studiert er Theologie und steht kurz davor, Pastor zu werden. Johannes Kneifel hatte, wie er selbst sagt, eine «bescheidene Kindheit». Einsamkeit prägte sein Leben. Er fand in der Schule keinen Anschluss, hatte keine Freunde, und ein wirkliches Zuhause fand er nie, weder in seiner Heimat in Eschede noch bei seiner eigenen Familie. Seine Mutter hatte Multiple Sklerose, eine schwere Nervenkrankheit, und war seit seiner Kindheit an den Rollstuhl gefesselt. Sein Vater war seit einem Fahrradunfall fast blind. Kneifel erinnert sich: «Ich fühlte mich in meiner eigenen Familie unglaublich fremd». Schon an seinem vierzehnten Geburtstag war er das erste mal richtig betrunken. Ausgerechnet in der rechten Szene fand der junge Kneifel alles, was er in seinem bisherigen Leben so vermisst hatte: Kameradschaft, Rückhalt, Vertrauen, Gemeinschaftsgefühl. Auch ein Internatsbesuch und räumliche Distanz zu seinen rechten Freunden konnten nichts mehr an seiner Einstellung ändern. Er wurde Skinhead und gewaltbereiter Neonazi.

 

 

Denkzettel führt in Tod

 

«Ich stehe vor einem riesigen Scherbenhaufen, und ich bin der, der alles zerschlagen hat», erinnert sich Kneifel. Es ist der 9. August 1999, der im Leben des damals 17-Jährigen alles verändert hat. Er traf sich mit seinem besten Freund Marco S., um Peter Deutschmann aufzusuchen. Dieser hatte zuvor die rechte Gesinnung von Marco S. kritisiert. «Wir wollten ihm einen Denkzettel verpassen», schreibt Kneifel. Die beiden Skinheads suchten stark alkoholisiert ihr einsam lebendes Opfer auf. Sie schlugen ihn brutal zusammen, sodass der 44-jährige kurze Zeit später im Krankenhaus stirbt. Einen Tag später wurden beide Jugendliche verhaftet. Im folgenden Prozess wurde Kneifel wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu fünf Jahren Jugendhaft verurteilt. Im Jugendgefängnis im Hameln legte Kneifel zwar seine rechtsextremistische Einstellung ab, aber Gewaltbereitschaft und Aggressivität blieben vorerst seine Markenzeichen. Im Gefängnis trieb der Jugendliche viel Sport und machte Fitnesstraining, sodass sein muskulöser Körperbau seine Gewaltbereitschaft auch von aussen sichtbar wurde. Er verschaffte sich mit Gewalt und Sprüchen schnell Respekt unter den Mitgefangenen, was sein Leben unter den Mitgefangenen zwar erleichterte, ihm aber besonders unter den Beamten und der Gefängnisleitung nur Schwierigkeiten brachte. Oft wurde er für sein Verhalten mit Einzelhaft bestraft.

 

 

Orientierungssuche im Knast

 

Doch mit der Zeit änderte sich der junge Gefangene. Im Gefängnis fand er keinen guten Draht zu den rechten Inhaftierten und kam mit den Ausländern deutlich besser klar. Sein Weltbild fing an zu bröckeln. Er begann eine Ausbildung zum Zerspannungsmechaniker und nahm sich vor, nicht mehr nur durch Schlägereien und Gewalt aufzufallen. Nach und nach trennte sich Kneifel vom Alkohol und versuchte, möglichst auf Gewalt zu verzichten. Eine andere Frage, mit der er sich verstärkt auseinandersetzte, war die Frage nach dem Sinn seines Lebens. Er begann regelmässig die Gottesdienste zu besuchen, auch wenn es für ihn am Anfang nicht mehr als eine gelungene Abwechslung vom Gefängnisalltag war. Ihn beeindruckte die Liebe und Zuwendung, die die Pastoren den Gefangenen entgegenbrachten. Auch Christen der umliegenden Gemeinden, die ehrenamtlich ins Gefängnis kamen, und die Gottesdienste gestalteten, hinterliessen bei ihm einen bleibenden Eindruck. «Sie gehen menschlich mit uns um, in Gesprächen mit ihnen merke ich, dass ich ihnen wichtig bin», erinnert sich Kneifel. Er ist beeindruckt: «Ausserdem merke ich ihnen an, das ihr Glaube echt ist. Sie heucheln nicht. Es gibt Momente, in denen ich mir das wünsche, was sie haben.» Und der Jugendliche beginnt nach etwas zu suchen, das ihn erfüllt und ihm innere Kraft gibt.

 

 

Kneifel begegnet Gott

 

Wie immer geht Kneifel an diesem Sonntag in den Gottesdienst. «Diesmal ist alles anders. Es sind zwar die Worte des Pastors, die ich höre, aber ich spüre, dass jemand anderes durch diese Worte spricht», erinnert er sich in seiner Biografie. Bis jetzt war er immer davon ausgegangen, dass er aus seinen Problemen nur selbst herauskommen kann. Doch durch dieses Schlüsselereignis begreift er: «Ich muss endlich einsehen, dass ich es allein niemals schaffe. Und ich muss Gott darum bitten, mich nicht mehr allein zu lassen».

 

 

Johannes Kneifel findet Gott

 

Er tat es und ist noch heute beeindruckt, was dann geschehen ist: «Nichts von dem, was ich bisher erlebt habe, hat sich so intensiv angefühlt. Gott ist in mein Leben gekommen, und ich fühle mich auf einmal wie ein neuer Mensch.» Seine Bekehrung hat weitreichende Folgen: Er verändert sich stärker und schneller als je zuvor. Er verschenkt seinen Fernseher, weil ihm die Zeit mit Gott wichtiger ist. Er betet täglich und versucht jetzt, den Mitfefangenen und Beamten, mit Nächstenlieben zu begegnen.

 

 

Aus Hass wird Nächstenliebe

 

In den Knast gekommen war er als Skinhead, Nazi und Gewalttäter. Nun verlässt er das Gefängnis als gläubiger Christ: mit einer Ausbildung mit Bestnote und einer komplett verwandelten Persönlichkeit. Äusserlich ist er der alte Johannes Kneifel, innerlich aber ein neuer Mensch. In der Freiheit angekommen entdeckt er zufällig eine Baptistengemeinde, der er sich kurzerhand anschliesst. Er wird herzlich aufgenommen, seine Vergangenheit spielt keine Rolle mehr. Er engagiert sich, und zu seiner Verwundung wird ihm enormes Vertrauen entgegengebracht. Dass es ein Zufall war, dass er ausgerechnet diese Gemeinde gefunden hatte, daran glaubt Kneifel nicht. Zur Zeit studiert er Theologie am Theologischen Seminar Elstal. Er steht kurz davor, Pastor zu werden. Die Biografie «Vom Saulus zum Paulus» zeigt auf beeindruckende Art und Weise, wie Menschen sich verändern können. Der Gott der Bibel macht auch vor Gefängnistüren nicht Halt und begegnet dort Menschen, die auf ihn warten. Kneifel ist der beste Beweis. {Quelle: Christliches Medienmagazin pro: www.pro-medienmagazin.de –  www.jesus.ch Jesus entdecken Wozu noch glauben? }

 

3 Responses to “Vom Saulus zum Paulus – Vom Skinhead zum Pastor”

  1. Hazafi Says:

    Jesus Christus und sonst niemand kann die Rettung bringen. Auf der ganzen Welt hat Gott keinen anderen Namen bekannt gemacht, durch den wir gerettet werden könnten“ (Apg. 4,12)

    Und Erlösung benötigt jeder Mensch. Es gibt nicht einen Menschen, der gut genug wäre, von sich aus in den Himmel zu kommen. Man kann seine eigene Erlösung nicht durch bestimmte Taten oder Werke erwirken. Das ewige Leben bei Gott ist ein Geschenk. Man muss es nur annehmen. Gott zwingt es niemandem auf. Wer JA zu Jesus sagt und sich im Vertrauen auf das stellvertretende Opfer Jesu beruft, ist errettet. Das ist Gnade. Gott bietet uns an, in diesem Leben für alle Zeiten erlöst zu werden, wenn wir uns an den wenden, der damals bereits für alles bezahlt hat: Jesus. Das ist die einfache Botschaft. Für manche Menschen vielleicht zu einfach. Aber Gott ist eben kein komplizierter oder geheimnisumwitterter Gott. Er sagt uns ganz klar, wie wir zu ihm kommen können und er lädt uns ein, dieses Geschenk anzunehmen.

    „Eva wurde durch die klugen Lügen der Schlange verführt. Ich fürchte, dass eure Gedanken genauso verwirrt werden und ihr Christus nicht mehr rein und ungeteilt liebt. Ihr lasst es euch gefallen, wenn jemand kommt und euch einen anderen Jesus verkündet als den, den ich euch gebracht habe.“ (2 Kor. 11,3-4)

    und dann:

    • „Aber nicht einmal ich selbst oder ein Engel vom Himmel darf euch ein Evangelium bringen, das dem widerspricht, das ich euch gebracht habe. Wer es tut, soll verflucht sein, dem Gericht Gottes übergeben! Ich habe es euch schon früher eingeschärft und wiederhole es jetzt: Wer euch ein anderes Evangelium bringt, als das, welches ihr angenommen habt, soll verflucht sein, dem Gericht Gottes übergeben!“ (Gal. 1,8-9)

    Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufel bestehen könnt.“ (Eph. 6,11)

    Ich möchte diesen Vers noch ein wenig erläutern, damit nicht der Eindruck entsteht, als gäbe es wirklich eine physikalische Rüstung, sozusagen für militante Angriffe gegen die dunkle Seite. Nein, im Brief an die Epheser beschreibt der Apostel Paulus, wie das mit der Waffenrüstung zu verstehen ist. Sie besteht nämlich aus mehreren Teilen:

    Der Gürtel: Das ist die Wahrheit. Die Wahrheit, in die der Heilige Geist jeden Gläubigen leiten wird. Das Erkennen der wahren Zusammenhänge. Ein Leben in Wahrheit.
    Der Panzer: Das ist die Gerechtigkeit. Ein Christ soll ein Leben in Rechtfertigung leben. „Der Gerechte wird aus Glauben leben“ heisst es im Römerbrief. Es bedeutet also auch ein Leben in Gnade, denn niemand kann von sich aus zu seiner Erlösung beitragen. Es ist alles ein Gnadengeschenk Gottes. Und diese können wir allein durch den Glauben in Anspruch nehmen.
    Die Beschuhung: Hier ist also die Bekleidung der Füße gemeint. Paulus benutzt diese als Bild für die Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums. Klar: Um rauszugehen, um die frohe Botschaft zu verkünden, braucht es stabiles Schuhwerk.
    Das Schild: Paulus sagt „Vor allem haltet das Vertrauen auf Gott als Schild vor euch, damit ihr alle Brandpfeile des Satans abfangen könnte“ (Eph. 6,16). Hier ist also das Vertrauen auf Gott in allen Lebenslagen gemeint. Wenn wir Gott vertrauen, schützt uns das vor den Angriffen Satans.
    Der Helm: Das ist ein Bild für die Gewissheit unserer Rettung. Damit ist die Heilsgewissheit gemeint. Jeder gläubige Christ kann sich seines Heils gewiss sein. Es ist also nicht so wie z.B. im Islam, dass sich ein Gläubiger nie ganz sicher sein kann, ob er in den Himmel kommt. Nein, ein Christ kann sich darauf verlassen, das ewige Leben bei Gott durch den Glauben an Jesus Christus zu haben, denn Gott sagt dies in seinem Wort zu.
    Das Schwert: Das ist das Wort Gottes, die Bibel. Mit dem Wort Gottes kann der Satan bekämpft werden. Jesus Christus selbst benutzte das Alte Testament gegen den Teufel, als dieser versuchte, Jesus in der Wüste in Versuchung zu führen (nachzulesen in Matthäus 4). Deshalb ist es so wichtig, in der Bibel zu lesen, um das Wort Gottes zu kennen. Ansonsten fehlt uns ein wichtiges Mittel im Kampf gegen finstere Mächte.

    Das Entscheidende für einen Menschen ist es, zum Glauben an den Sohn Gottes, an Jesus Christus zu kommen. Wer das tut, ist errettet allein durch den Glauben. Die Waffenrüstung Gottes ist also nicht als heilsbringend zu verstehen. Die dort aufgeführten Bestandteile sind aber sehr wichtig für uns und gehören zu einem Christenleben einfach dazu. Denn ein Christ ist vielerlei Anfechtungen ausgesetzt. Die Bibel sagt: „Wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen finstere Mächte und Gewalten“. Der Teufel kann uns, da er besiegt ist, nichts mehr tun. Aber er kann nach wie vor versuchen, uns in Versuchung zu führen, uns aufs Glatteis zu führen oder uns zu verstricken in Lügengerüsten (wie Lichtarbeit & Esoterik) oder anderen Lebenssituationen. Je mehr wir „anziehen“ von der Waffenrüstung Gottes, desto besser können wir gegen die Listen des Teufels bestehen.

  2. Mia Says:

    Eine wirklich schöne Geschichte erinnert total an das Gleichnis Jesu vom verlorenen Sohn … er war tot und lebt nun wieder. Danke Herr! Und willkommen Bruder!

  3. Emanuel Says:

    „Das Entscheidende für einen Menschen ist es, zum Glauben an den Sohn Gottes, an Jesus Christus zu kommen. Wer das tut, ist errettet allein durch den Glauben“

    Wenn man sich auch im wesentlichen Ihrem Text anschließen kann, so ist die obige Aussage s o allerdings nicht stimmig !!! Ich sage das, nach meinen Erkenntnissen.

    1. Es gibt keinen wahren Glaube ohne Liebe

    2. Es ist ein Irrglaube der Kirchen, zu lehren, das alles Sünden durch den Tod des Herrn am Kreuze vergeben sind !!!

    3. Wer den wahren christlichen Glauben auch nur annähernd wirklich versteht, weiß das die Nächstenliebe (richtig verstanden !!!) untrennbar dazugehört !!!!

    4. Glaube ohne christliche Tat ist also kein Glaube und wird auch nicht in die Himmel führen !!!!!!


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