kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

lutherische Kirche in der pakistanischer Stadt Mardan niedergebrannt 23. September 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 18:55

Das sind bloß ein paar tausende Moslems, die den Islam nicht verstehen und sich im Internet radikalisieren!?!

 

 

Pakistan rätselt über Motiv des Kopfgeld-Ministers

 

Ein pakistanischer Minister setzt

aus eigener Tasche ein Kopfgeld auf den Macher des Mohammed-Schmähfilms aus – warum nur?

Nun verdichten sich Hinweise,

dass persönliche Motive dahinterstecken, nicht religiöse.

Tausende Pakistaner hingegen sind den Ruf vom gewalttätigen Volk leid.

 

Die Journalisten im Presseclub von Peschawar staunten nicht schlecht, als der pakistanische Eisenbahnminister Ghulam Ahmad Bilour vor die Mikrofone trat und sagte, er fordere den Kopf von Nakoula Basseley Nakoula, der hinter dem antiislamischen Film „Die Unschuld der Muslime“ steckt. Wer diesen „Gotteslästerer“ töte, dem zahle er 100.000 Dollar aus eigener Tasche, tönte er. Anschließend forderte Bilour sogar die Taliban und das Terrornetzwerk al-Qaida auf zu helfen. Dabei bemüht sich die pakistanische Regierung seit Jahren, Vorwürfe der heimlichen Verbindungen zu Extremisten von sich zu weisen. „Ich begrüße jede Unterstützung, diesen Filmemacher zur Rechenschaft zu ziehen“, sagte Bilour. Ihm sei bewusst, dass es eine Straftat sei, Menschen zum Mord aufzurufen, sagte er weiter. Aber es gebe keine andere Möglichkeit, „Blasphemisten Angst einzujagen“. Und: „Ich würde ihn sogar eigenhändig umbringen“, betonte er.

 

 

Materielle Motivation für das Kopfgeld?

 

Nakoula soll ein in Kalifornien lebender ägyptischer Kopte sein. Er und seine Familie wurden an einen geheimen Ort gebracht. In mehreren islamischen Ländern kam es wegen des Videos, das den Propheten Mohammed als sexhungrigen, blutrünstigen Kinderschänder darstellt, zu Protesten, vielerorts auch zu Gewalt. Die schwersten Ausschreitungen fanden am Freitag in Pakistan statt, mehr als 23 Menschen starben. Der Sprecher von Premierminister Raja Pervez Ashraf distanziert sich zwar von Bilours Äußerungen. Dies sei „absolut nicht die Haltung der Regierung“, sagte er der BBC. Und auch ein Sprecher von Bilours Partei ANP wies die Äußerungen als Einzelmeinung zurück. Doch der Eisenbahnminister ließ sich nicht beirren. Am Sonntagvormittag wiederholte er seine Aussagen im Fernsehen. „Ja, ich zahle demjenigen, der diesen Mann tötet, 100.000 Dollar. Das ist der einzige Weg, unsere Botschaft klarzumachen, nämlich dass wir eine Beleidigung des Propheten nicht akzeptieren“. Journalisten vermuten, dass Bilour vor allem aus persönlichen Gründen gehandelt habe. Aufgrund des durch das Schmähvideo ausgelösten Aufruhr hat der Minister empfindlichen materiellen Schaden erlitten: Bei Protesten in Bilours westpakistanischer Heimatstadt Peschawar wurden unter anderem mehrere Kinos sowie das Gebäude der Handelskammer niedergebrannt. Bilours Familie soll in der Handelskammer mitmischen, und eines der zerstörten Kinos gehörte dem Minister. Es soll sich dabei um ein Porno-Kino handeln, wie mehrere Blogger genüsslich ausbreiten.

 

 

Auch ein Gouverneur aus dem Osten zündelt

 

Auch der Gouverneur der ostpakistanischen Provinz Punjab, Latif Khosa, goss am Wochenende Öl ins Feuer. Khosa kritisierte, der Vatikan verurteile es jedes Mal, wenn Christen in Pakistan wegen Blasphemie angeklagt würden. Aber wenn in der westlichen Welt der Prophet Mohammed beleidigt werde, schweige der Papst. „Die Oberhäupter der (nicht-muslimischen) Religionen in der ganzen Welt, einschließlich des Papstes, schweigen, als ob das Beleidigen des Propheten Mohammed, Friede sei mit ihm, zu ihren Religionen gehört“. Die offizielle Verlautbarung des Vatikans hatte Khosa offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen. Ein Sprecher des Papstes hatte die „Provokationen gegen die religiösen Gefühle der Muslime“ ausdrücklich verurteilt. Am Wochenende wurde das ganze Ausmaß der Zerstörung durch die Proteste am Freitag in ganz Pakistan deutlich. Die Regierung hatte auf Druck von radikalislamischen Parteien zu einem „Tag des Ausdrucks der Liebe für den Propheten“ ausgerufen. Landesweit hatten Hunderttausende demonstriert, Geschäfte blieben geschlossen, auch aus Furcht vor Gewalttaten. Mehr als 20 Menschen kamen ums Leben. In der nordpakistanischen Stadt Mardan wurde eine Kirche niedergebrannt, ein plündernder Mob fiel in die Häuser der umliegend lebenden Christen ein. „Wir haben den ganzen Tag gebetet, und Gott sei Dank ist niemand ums Leben gekommen“, sagte ein Betroffener SPIEGEL ONLINE.

 

 

„Wir protestieren nicht laut genug gegen solche Idioten“

 

In Talkshows, in Zeitungskommentaren und im Internet wurde am Sonntag heftig darüber diskutiert, ob die große schweigende Mehrheit der Bevölkerung eine Mitschuld trage an der Gewalt und an der befremdlichen Haltung des Ministers. „Ich bin sehr traurig darüber, dass wir nicht laut genug gegen solche Idioten protestieren und damit allen Pakistan-Hassern recht geben“, schreibt Bloggerin Mariyam Kanwer. Ein anderer verteidigt die Haltung der Mehrheit: „Was hätten wir tun sollen? Aus Angst um unser Leben haben wir uns alle verbarrikadiert“. Andere kritisierten, man solle einen antiislamischen Film nicht dazu missbrauchen, die Meinungsfreiheit als „westliche Idee“ abzutun. „Die Frage ist doch, weshalb wir beleidigt sind“, schreibt ein anonymer Internetnutzer in einem pakistanischen Blog. „Manche sind beleidigt, wenn der Prophet beschimpft wird. Aber seien wir doch ehrlich, in unserem Land sind manche Leute schon beleidigt, wenn eine Frau ohne Kopfbedeckung herumläuft oder sogar wenn nur irgendwo Musik läuft.“ Das ganze Konzept des Beleidigtseins gehöre „auf den Müllhaufen“, weil „ständig jemand wegen irgendeiner Belanglosigkeit beleidigt ist“. Um der Welt zu zeigen, „dass echte Pakistaner nein zur Gewalt sagen“, hatte der 23-jährige Faran Rafi aus Islamabad die Idee zu einer Aufräumaktion. Für Sonntag rief er über Facebook und Twitter die Bevölkerung dazu auf, auf die Straßen zu gehen und den Müll von den Protesten am Freitag und Samstag zu beseitigen. In den größeren Städten wurden Treffpunkte für die Aktion vereinbart. Bis zum Sonntagmittag kündigten 5220 Menschen ihre Teilnahme an. {Quelle: www.spiegel.de – Von Hasnain Kazim, Islamabad}

 

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