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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Weshalb das Mohammed-Video nicht verboten werden darf 22. September 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 16:26

Die Debatte um das Mohammed-Video zeigt ein großes Maß an Doppelmoral. Warum sollen Christen größte Schmähungen ihrer Religion dulden, während Muslime durch Eingriffe in die Menschen- und Freiheitsrechte vor Angriffen geschützt werden? Toleranz kann nicht einseitig sein.

 
 
Diplomaten werden getötet. Botschaften brennen. Es gibt Reisewarnungen für Länder der islamischen Welt. Demonstrationen allerorten, nun auch in Deutschland. Der Grund ist ein Video, das den Propheten Mohammed verschmäht. Oder müsste man besser sagen, das schlechte und völlig überflüssige Machwerk ist nicht der Grund, sondern der Anlass? Denn es stellt sich schon die Frage, ob die Proteste wirklich spontan sind. Ob alle, die da auf die Straße gehen und randalieren, sich wirklich mit dem Streifen auseinandergesetzt haben? Oder wurde nur nach einem Zünder gesucht, um die glimmende Atmosphäre zum Lodern zu bringen? Wie auch immer: Der Westen reagiert wieder einmal defensiv. Hierzulande diskutieren wir ernsthaft darüber, ob die Vorführung dieses Videos verboten werden sollte. Warum eigentlich? Wir betrachten das Recht auf freie Meinungsäußerung als Pfeiler unserer Demokratie. Dazu gehört Langmut und Nachsicht – auch gegenüber Dummheit und Geschmacklosigkeit. Wenn aus der öffentlichen Präsentation des Streifens eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung wird, dann nur, weil sich etliche davon provozieren lassen – oder weil sie sich instrumentalisieren lassen.
 

 

 

Messen mit zweierlei Maß stoppen

 

Unsere Gesellschaft fordert regelmäßig Toleranz ein. Vor allem von Christen. Man erinnere sich nur an das Titelblatt eines Magazins, das unlängst den Papst mit durchnässter Soutane zeigte. Es gibt unzählige Filme, die Jesus Christus verhöhnen oder die Mutter Gottes in zwielichtiges Licht rücken. Wer als Gläubiger da Betroffenheit zeigt, gilt nicht selten als gestrig und verklemmt. Von Teilen der Gesellschaft, die in einem anti-kirchlichen Affekt verhaftet sind, der durchaus als salonfähig gilt, wird sogar jede Schmähung als kulturelle Leistung begrüßt. Liegt das nur daran, dass Christenmenschen Gebote achten, in der Regel zivilisiert sind und nicht gleich den erstbesten Kiosk in Brand setzen? Was würde man Katholiken und Protestanten entgegenhalten, wenn sie zu ähnlichen Protesten aufriefen, wenn im Namen ihres Glaubenskampfes geplündert und sogar gemordet würde? Käme dann der Ruf auf, man müsse ihre religiösen Gefühle achten? Würde darüber diskutiert, ob man die Schmähpostillen und Streifen noch zeigen dürfte? Wohl kaum. Es ist höchste Zeit, das Messen mit zweierlei Maß zu stoppen.

 
 
 

Aufklärung täte gut

Man muss nicht so weit gehen, wie der Publizist Henryk M. Broder, und Islamisten mit unerzogenen, rebellierenden Kindern vergleichen. Doch ein Prozess der Aufklärung täte gut. Ein vernünftiges Miteinander verschiedener Kulturen und Religionen kann nicht auf Doppelmoral aufbauen – auf der einen Seite Zumutungen, auf der anderen Rücksichtnahme. Das ist auch nicht im Sinne der Mehrheit der friedlich hier lebenden Muslime. Ihr Glauben wird für politischen Fanatismus missbraucht. Die westliche Welt muss darum entschieden allen Versuchen entgegentreten, Werte von „Andersgläubigen“ mit Füßen zu treten. Wer Toleranz für seine religiösen Gefühle einfordert, muss auch Toleranz gegenüber Menschen- und Freiheitsrechten wahren. Das funktioniert noch nicht in Ländern, in denen Muslime das Sagen haben. Es muss aber hier gelingen – in Deutschland, in Europa. Wer gegen das Video protestieren will, kann das tun – aber gewaltfrei und ohne Belästigung seiner Mitmenschen. Nur wenn das gelingt, wird auf Dauer ein vernünftiges Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen funktionieren. {Quelle: www.focus.de – von FOCUS-Online-Korrespondentin (Berlin)}

 

One Response to “Weshalb das Mohammed-Video nicht verboten werden darf”

  1. Erich Foltyn Says:

    na ja, manche sagen, das Mohammed-Video wäre schlecht und beleidigend gewesen. Aber wenn man aus unserer Sicht ein sogenanntes gutes Video machen würde, in dem kritisch unsere Sicht der Dinge dargelegt wird, glauben denn die, das wäre ihnen recht ? Um nur Gutes zu sagen über den Mohammed muss man lügen, was jeder macht. Und ich werde nie den Koran in die Hand nehmen, so lang die sich aufführen wie die Wilden. Das was ich ihnen sage, ist keine Beleidigung mehr, sondern die gut gemeinte Wahrheit, die so drastisch ausdrückbar ist, dass sie ihnen das Gesicht zerfetzt. Der Islam ist ja eine ökonomische Fehlkonstruktion.


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