kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mursi-Regierung will eine eigene Atombombe bekommen 20. September 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 18:52

 

 

Bisher hatten Muslimstaaten wie Ägypten oder die Türkei keine eigene Nuklearwaffen benötigt, denn sie waren durch gute, solide Verträge an Israel, an die USA oder an die NATO gebunden. So hat die Türkei genug Arsenal im Südosten des Landes, und muß nicht mal dafür bezahlen, denn es ist aufgabe des amerikanischen Steuerzahlers. Und Ägypten fühlte sich durch die Politik der Vergangenheit, die noch von Anwar Sadat  eingeleitet  und vom Mubarak im selben Stil jahrzehntelang fortgesetzt wurde, gut und sicher, was die Gefahr von Außen betraf. Jetzt herrscht aber Mursi von der Muslimbruderschaft und Ägypten will auf einmal Atomwaffen:

 

Das Streben der Muslimbrüder nach Atombomben

 

Die Muslimbruderschaft dominiert die Politik des Landes nahezu total.

Eine Studie zeigt, wie sie die passive Nuklearpolitik der Regierung Mubaraks kritisierte.

Strebt Ägypten nach Nuklearwaffen?

Vor wenigen Tagen hat Raymond Stock, ein amerikanischer Spezialist für Fragen des mittleren Ostens, eine Studie mit dem provozierenden Titel „die Bombe der Muslimbruderschaft“ publiziert. Der erste Satz der Studie führt dann auch schon mitten hinein in ein bisher weitgehend unbeachtetes Problem, das durch die Übernahme der Macht durch die Muslimbruderschaft in Ägypten entstanden ist. „Wir Ägypter sind bereit“, so Hamdi Hassan, Sprecher der Muslimbruderschaft im ägyptischen Parlament im Jahr 2006, „für eigene Nuklearwaffen bis zum Tod zu hungern … für Nuklearwaffen, die als echte Abschreckung entscheidend im arabisch-israelischen Konflikt sein werden“.

 

Hier ist die Studie des Raymond Stock in Englisch:
Egypt: The Muslim Brotherhood Bomb?

by Raymond Stock – September 7, 2012 at 5:00 am

 

 

Nuklearwaffen seien das Gebot der Stunde

 

„Ist es realistisch und diplomatisch sinnvoll“, so Ahmad Diyyab, ein anderes Parlamentsmitglied der Muslimbruderschaft, „eine Zone frei von Massenvernichtungswaffen im mittleren Osten zu fordern angesichts eines unerbittlichen Feindes (Israel), der nicht die Absicht hat, sich jemals an Entscheidungen der internationalen Gemeinschaft zu halten“? Klarer Fall. Man kann davon ausgehen, dass nicht nur Ägypten, sondern bald auch die Türkei sich wieder darauf besinnt, ob man vielleicht eigene Atomwaffen haben möchte. Dafür aber muß man erst die Auslandstürken in Deutschland, Österreich und im restlichen Westeuropa dazu überreden, noch mehr Geld nach Hause zu schicken. Im Rahmen des Nuklearen Teilhabe und der Nutzung der Basis durch die US-Streitkräfte sind auf der Incirlik Air Base bis zu 90 Atomwaffen vom Typ B61 mit einer Sprengkraft von 0,3 bis 170 kT gelagert. (Wikipedia)

 

Diese Staaten begründen ihren sehnlichsten Wunsch

nach Atomwaffen heute natürlich mit Israel:

„Ich glaube, dass es unvernünftig ist, wenn Israel der einzige Staat in der Region mit gegenwärtig 200 nuklearen Gefechtsköpfen ist“. Im Übrigen, so Habib schließlich, habe er in der Frage der Nuklearrüstung die Mehrheit der ägyptischen Bevölkerung auf seiner Seite.

„Feinde in Angst und Schrecken versetzen“

Dass Habib mit dieser Meinung nicht ganz falsch lag, zeigen Umfragen aus den Jahren 2006-2008. So ergab eine von PEW 2006 durchgeführte Befragung, dass 40 Prozent der ägyptischen Bevölkerung davon ausgingen, dass Iran Nuklearwaffen produziere; 44 Prozent sahen diese Entwicklung positiv. Welt Online

 

Und wir können nur sagen: Gnade der Welt, wenn all diese Orientalische Staaten sich eigene Nuklearwaffen zulegen. Wir haben eigentlich mit einer Kultur zu tun, dessen Weltbild noch von der Ethik Wüstenräuber vor 1400 Jahren bestimmt wird. Die Waffen, die dieser kulturellen Entwicklungsstufe entsprechen, sind schon ein wenig mehr als der Pfeil und Bogen, oder der steinzeitliche Schleuder. Es sind die geschmiedeten Metallwaffen, wie Dolche, Säbel und Pferde statt Raketen. Aber die ethische Reife für höhere Waffen sind da nicht mal im Ansatz vorhanden, wie man heute schon feststellen kann, bei den konventionalen Waffen. Was werden sie aber mit den Atomwaffen ausrichten! Wer garrantiert, dass nicht eines Tages ein irrsinniger Wüstenfanatiker sie in die Hände kriegt und…? In dieser Situation ist für Israel das letzte, was es sich wünschen kann, ein Präsident wie Obama in Washington. {Quelle: www.kybeline.com}

 

 

Strebt Ägypten nach Atomwaffen?

 

Schon vor Jahren forderten die Muslimbrüder die Atombombe für Ägypten.

Nun sind sie an der Macht, und die Grundlagen dafür sind gelegt

Die Atomenergiebehörde fand Spuren hochangereicherten Urans

und anderer unerlaubter Nuklearaktivitäten

 

Vor wenigen Tagen hat Raymond Stock, ein amerikanischer Spezialist für Fragen des mittleren Ostens, eine Studie mit dem provozierenden Titel „die Bombe der Muslimbruderschaft“ publiziert. Der erste Satz führt dann auch schon mitten hinein in ein bisher weitgehend unbeachtetes Problem, das durch die Übernahme der Macht durch die Muslimbrüder in Ägypten entstanden ist. „Wir Ägypter sind bereit“, so Hamdi Hassan, Sprecher der Muslimbrüder im ägyptischen Parlament im Jahr 2006, „für eigene Nuklearwaffen bis zum Tod zu hungern, für Nuklearwaffen, die als echte Abschreckung entscheidend im arabisch-israelischen Konflikt sein werden“. Das war noch nicht alles, was die gemeinsame Sitzung des Parlamentsausschusses für auswärtige Beziehungen, arabische Angelegenheiten, Verteidigung und nationale Sicherheit am 4. Juli 2006 zu einem Schlüsselereignis der ägyptischen Nuklearpolitik macht. Hamdi Hassan legte nach. Er verglich Ägypten mit Pakistan, dessen Nuklearwaffenprogramm durch den indischen Nuklear-Test von 1974 ausgelöst worden sei. Den ägyptischen Außenminister Abu al-Ghayth direkt ansprechend, erklärte Hassan, „Sie erinnern mich an Youssouf Wali, der den Ägyptern geraten hat, Melonen anstelle von Getreide anzubauen. Getreide aber ist ebenso ein notwendiges strategisches Gut wie Nuklearwaffen“.

 

Doch die Attacke auf die Regierung Mubarak beschränkte sich nicht auf die direkte Forderung nach Nuklearwaffen. Massive Kritik der Muslimbrüder richtete sich auch gegen Ägyptens langjährige Politik, im mittleren Osten eine Zone frei von Massenvernichtungswaffen zu etablieren. „Ist es realistisch und diplomatisch sinnvoll“, so Ahmad Diyyab, ein anderes Mitglied der Muslimbrüder, „eine Zone frei von Massenvernichtungswaffen im mittleren Osten zu fordern angesichts eines unerbittlichen Feindes (Israel), der nicht die Absicht hat, sich jemals an Entscheidungen der internationalen Gemeinschaft zu halten?“ Die Forderung einer massenvernichtungswaffenfreien Zone reiche daher nicht aus, um Ägyptens nationale Interessen zu sichern. Nuklearwaffen seien das Gebot der Stunde. Komplettiert wurde diese durch die zunehmende und offen ausgesprochene Kritik der Bruderschaft an der ablehnenden Haltung der Regierung Mubarak bezüglich des iranischen Nuklearprogramms. Im April 2006 erklärte Mohammed Habib, der stellvertretende geistliche Führer der Muslimbrüder: „Ich habe kein Problem damit, dass sich Iran mit Nuklearwaffen ausrüstet. Iranische Nuklearwaffen, so Habib weiter, seien ein notwendiger Ausgleich gegenüber dem israelischen Potenzial. „Ich glaube, dass es unvernünftig ist, wenn Israel der einzige Staat in der Region mit gegenwärtig 200 nuklearen Gefechtsköpfen ist.“ Im Übrigen habe er in der Frage der Nuklearrüstung die Mehrheit der ägyptischen Bevölkerung auf seiner Seite.

 

Dass Habib damit nicht ganz falsch lag, zeigen Umfragen aus den Jahren 2006 bis 2008. So ergab eine von PEW 2006 durchgeführte Befragung, dass 40 Prozent der ägyptischen Bevölkerung davon ausgingen, dass Iran Nuklearwaffen produziere; 44 Prozent sahen diese Entwicklung positiv. 2008 waren die erhobenen Daten nahezu identisch. Auf die Frage, was der Iran mit diesen Waffen machen werde, antworteten 30 Prozent, Iran werde Israel angreifen; 45 Prozent meinten, Iran werde die Waffen nicht einsetzen, sondern seinen Einflussbereich vergrößern. Die vorerst letzte öffentliche Forderung in diese Richtung aus den Reihen der Bruderschaft kam 2009, als der Chefjurist der weltweiten Organisation, Scheich Jusuf al-Quaradawi, anlässlich einer im qatarischen Fernsehen übertragenen Gebetsstunde die islamischen Staaten zu nuklearer Aufrüstung aufforderte „um unsere Feinde in Angst und Schrecken zu versetzen“. Diese Sprache war für al-Quaradawi nicht ungewöhnlich. Er, der nach vierzigjährigem Exil nach Ägypten zurückgekehrt war, hatte 2009 alle Muslime aufgefordert, die Juden so „zu bestrafen“, wie Hitler es mit dem Holocaust vorgemacht habe. Wenn sich die Muslimbrüder seitdem kaum noch öffentlich zur Sache äußerten, bedeutete das nicht, dass die Organisation ihre seit 2006 vertretene Meinung geändert hätte. Der Grund lag vielmehr in der Entscheidung der Regierung Mubarak, die zivile Nutzung der Nuklearenergie wieder aktiv zu betreiben. Diese Entscheidung war wesentlich auf Druck der Muslimbrüder zustande gekommen und bedeutete immerhin einen Einstieg in die erste, zivile Phase eines später möglichen Nuklearwaffenprogramms.

 

Dass diese Überlegungen nicht auf die Muslimbrüder beschränkt blieben, zeigte sich am 21. August 2011, als ein pensionierter ägyptischer Armeegeneral namens Abdul-Hamid Umran im Fernsehen die Meinung vertrat, es sei für Ägyptens Sicherheit „absolut notwendig“, ein „nukleares Programm“ zu haben. Dabei machte er klar, dass es nicht um ein rein ziviles Programm gehen könne. Ägypten sollte, wie der Iran, ein friedliches Programm behaupten und gleichzeitig ein militärisches durchführen. Am 6. August 2012 legte der General nach. Ägypten brauche unbedingt Nuklearwaffen, um im Falle eines von Ägypten ausgelösten Krieges Israels nukleares Arsenal zu neutralisieren. Die Brisanz der Äußerungen ist unschwer zu erkennen: die Muslimbruderschaft ist inzwischen nicht mehr nur eine starke Kraft im Parlament, sondern dominiert die Politik des Landes nahezu total und wohl auch auf lange Zeit. Hinzu kommt, was in der westlichen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt blieb: Ägypten hat nicht nur ein weit fortgeschrittenes ziviles Nuklearprogramm, es hat auch viele Jahre lang ein genuines nukleares Waffenprogramm betrieben.

 

Ägyptens nukleares Programm begann 1954, als das Land mit der Sowjetunion einen Vertrag über den Bau eines kleinen Forschungsreaktors im Nildelta schloss. 1961 war der Reaktor – mit der Bezeichnung ETRR-1 – betriebsbereit. Als Brennstoff diente auf 10 Prozent angereichertes Uran 235 aus sowjetischer Produktion. Der Reaktor waren jedoch zu klein, um eine signifikante Menge waffenfähigen Materials herstellen zu können. Als die israelische Regierung im Dezember 1960 den Bau eines nuklearen Reaktors in Dimona ankündigte, wurde den Ägyptern schnell klar, wohin die nukleare Reise ging. In seiner viel zitierten Rede vom 23. Dezember 1960 erklärte der damalige ägyptische Präsident Nasser, dass, wenn Israel Nuklearwaffen entwickle, Ägypten dasselbe tun werde. Dementsprechend wurde noch unter Nasser die Entwicklung nuklearer Waffen ins Auge gefasst. Noch ehe jedoch alle wichtigen Entscheidungen getroffen und vorbereitende Handlungen durchgeführt werden konnten, kam die katastrophale Niederlage im Sechstagekrieg 1967. Politik, Eliten und Bevölkerung Ägyptens waren zutiefst demoralisiert. 1968 unterschrieb das Land den Atomwaffensperrvertrag (die Ratifizierung erfolgte erst 1981), danach konzentrierten sich die einschlägigen Aktivitäten wieder auf die zivile Nutzung der Kernenergie.

 

1975 schlossen die USA und Ägypten einen Vorvertrag über den Bau von acht Kernkraftwerken. Das Projekt scheiterte jedoch. Der Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten von 1979 bestärkte schließlich den Drang nach einem ausschließlich zivilen Nuklearprogramm. Anfang der 90er Jahre schloss Ägypten einen Vertrag mit Argentinien über den Bau eines Leichtwasserreaktors mit einer Leistung von 22 Megawatt. 1998 wurde der Reaktor kritisch. Betrieben wird er – unter der Bezeichnung ETRR-2 – mit auf 19,75 Prozent angereichertem Uran-235, das zunächst von Russland, später von Argentinien geliefert wurde.  Mit der Aufnahme des ETRR-2, der 6 Kilo Plutonium pro Jahr (genug für einen Gefechtskopf) liefern kann, beginnen die aktuellen Probleme mit dem ägyptischen Nuklearprogramm. Zum einen ist unklar, wie viel Plutonium bisher produziert wurde und in welchem Zustand es wo gelagert ist. Zum anderen entdeckte die Wiener Atombehörde (IAEA) 2004 Spuren von hochangereichertem Uran in ägyptischen Nuklearanlagen. 2005 warf die IAEA Kairo vor, den Import von Uran und eine Reihe spezieller Experimente mit und an diesem Material zwischen 1990 und 2003 vertragswidrig verschwiegen zu haben. 2007 und 2008 fand die IAEA erneut hochangereichertes Uran und registrierte unerlaubte Aktivitäten. Das erinnert an die Situation im Iran, als die IAEA zunächst ebenfalls erste Spuren von hochangereichertem Uran fand, die schließlich zu fatalen Erkenntnissen über ein geheimes, groß angelegtes nukleares Waffengeschäft zwischen Pakistan und dem Iran führten.

 

Vor diesem Hintergrund wuchsen in den letzten Jahren der Regierung Mubarak nicht nur Zweifel an der Zurückhaltung bei der militärischen Nutzung der Nuklearenergie; die von Wikileaks veröffentlichten Äußerungen vom Mai 2008, sein Land werde auf die militärische Nuklearisierung Irans mit gleichartigen Aktivitäten reagieren, eröffnete zumindest neue Interpretationsspielräume hinsichtlich dessen, was in ägyptischen Nuklearanlagen tatsächlich vor sich ging – und geht. Zumal Ägypten sich bis heute weigert, das IAEA Additional Protocol, das unangemeldete Kontrollen an jedem beliebigen Ort zulässt, zu unterschreiben. Auch wenn unklar ist in welchem Ausmaß sich Ägypten in den vergangenen Jahrzehnten mit der Entwicklung von Nuklearwaffen befasst hat, weisen die allzeit begrenzten finanziellen Mittel auf ein eher bescheidenes Programm hin. Anders ausgedrückt: nur Geldmangel hat wahrscheinlich verhindert, dass Ägypten nicht ein umfassendes ziviles und militärisches Nuklearprogramm aufgelegt hat.

 

Doch dies könnte sich unter dem neuen Präsidenten Mursi ändern. Er hat auf allen bisherigen Reisen das allgemeine Wohlwollen ihm gegenüber genutzt, um Geld für „Kraftwerke“ zu akquirieren. So hat er anlässlich seines Besuchs in China drei Milliarden Dollar erbeten, um, wie er in einem Gespräch mit Exilägyptern erklärt haben soll, das ägyptischen Nuklearprogramm wiederzubeleben. Einen substanziellen Beitrag hierzu wird wohl Saudi-Arabien beisteuern. Auch Qatar hat zwei Milliarden Dollar Soforthilfe und künftige Investitionen in Höhe von 18 Milliarden Dollar zugesagt. Kein Wunder, wenn Firmen aus Kanada, China, Frankreich, Russland, Korea und den USA ihr Interesse am Ausbau des ägyptischen Nuklearprogramms signalisiert haben – obwohl Mursi noch keine Entscheidung in der Sache verkündet hat. Natürlich ist nirgendwo in all diesen Gesprächen von Nuklearwaffen die Rede. Es ist wohl auch kaum vorstellbar, dass Saudi Arabien und Qatar hierfür Mittel beisteuern würden. Wenn allerdings der Iran bereits im Vorfeld des Besuchs von Mursi Ägypten Hilfe bei der Entwicklung eines Nuklearprogramms angeboten hat, dann darf man nachdenklich werden. Denn im Bereich der zivilen Nutzung der Nuklearenergie hat Iran nichts anzubieten, was Ägypten, das nach Angaben seiner Atomenergiebehörde über 1200 hochqualifizierte Nuklearwissenschaftler verfügt, nicht schon weiß oder kann. Das Angebot des Iran macht daher nur im Kontext eines militärischen Nuklearprogramms Sinn. Es gibt im Übrigen keinen Grund zu der Annahme, dass das iranische Angebot an Ägypten schlechter sein sollte als jenes, das Khamenei 2006 einer sudanesischen Delegation gemacht hat. Mit klarem Bezug zu nuklearen Waffen erklärte Khamenei damals, sein Land sei „bereit, die Erfahrung, das Wissen und die technischen Fähigkeiten seiner Wissenschaftler zu transferieren“. Interessant ist die Aussage von Magdi Hussein vom April 2011. Der Führer der islamischen Labour Party im ägyptischen Parlament berichtete, dass er mit Ali Akbar Salehi, dem iranischen Außenminister, die Frage iranischer Unterstützung bei der Urananreicherung diskutiert habe. Salehi bestätigte das Treffen im Fernsehen mit der Aussage, Irans erfolgreiches Nuklearprogramm „könne den Weg für ähnliche arabische Projekte bahnen“.

 

Die Tatsache, dass Mursi, der ja erst kurze Zeit im Amt ist, zu den früheren Forderungen der Muslimbruderschaft nach Nuklearwaffen bisher schweigt, sagt nichts aus über seine künftige Politik. Allerdings gilt es festzuhalten, dass sich Mursi nie gegen diese Forderungen positioniert hat. Auch die Muslimbruderschaft äußert sich gegenwärtig nicht mehr zum Problem der militärischen Nutzung der Nuklearenergie. Henry Sokolski, Direktor des Nonproliferation Policy Education Center in Washington, vermutet „taktisches“ Schweigen, „um der westlichen Öffentlichkeit zu gefallen“. Man sollte aber die nicht allzu lange zurückliegenden Äußerungen der Muslimbrüder nicht vergessen. „Sie könnten das sein, was zu einem späteren Zeitpunkt wieder auftaucht.“ Vielleicht ist dieser Zeitraum kürzer als viele glauben. Denn die positive Einschätzung der ägyptischen Bevölkerung zur Entwicklung eigener Nuklearwaffen ist ungebrochen. Eine Umfrage vom Mai 2012 ergab, dass im Falle einer militärischen Nuklearisierung des Iran 61 Prozent der Befragten ein gleichartiges Handeln ihrer Regierung begrüßen. Innenpolitisch birgt die Frage für Mursi daher kein Risiko. Im Gegenteil. Es gibt nicht allzu viele politische Probleme auf der aktuellen Agenda, wo die Meinungslage so eindeutig ist. Die eingangs wiedergegebene Aussage von Hamdi Hassan, wonach die Ägypter bereit wären, „für eigene Nuklearwaffen bis zum Tode zu hungern“, weckt rinnerungen an 1965. Damals hatte Zulfikar Bhutto, Außenminister Pakistans, geschworen: „Wenn Indien die Bombe baut, werden wir Gras essen, auch hungern, bis wir eine eigene Bombe haben“. Zehn Jahre nach Bhuttos Ankündigung begann das pakistanische Nuklearwaffenprogramm. Weitere 10 Jahre später war der erste Sprengsatz verfügbar. {Quelle: www.welt.de Von Hans Rühle – Der Autor war von 1982 bis 1988 Leiter des Planungsstabes im Verteidigungsministerium}.

 

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