kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kein Grund, sich erpressen zu lassen 20. September 2012

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 14:52

 

Die Zeichnungen zeigen den Propheten Mohammed nackt,

wie er seinen Hintern den Kameras entgegenstreckt.

Sie sind geschmacklos und sie sind auch nicht besonders witzig.

Vor allem aber sind sie brandgefährlich.

Für das, wofür Frankreich und alle anderen westlichen Demokratien stehen:

für die Meinungsfreiheit.

 

Erst vor kurzem beleidigte das deutsche Magazin „Titanic“ den Papst ähnlich, mit vollgepinkelter Soutane. Das fanden viele auch geschmacklos. Aber die katholische Kirche drohte anschließend nicht damit, Botschaften in die Luft zu sprengen. Sie machte sich mit einer Klage einigermaßen lächerlich – und das war’s. Man muss die Meinung von Satireblättern ja nicht teilen. Aber wenn alles, was irgendjemanden beleidigt, darin nicht mehr veröffentlicht werden dürfte – dann wären wir wieder mitten in der schönsten Zensur.

 

 

Satire – auch jenseits des guten Geschmacks

 

Zu Satire gehört unabdingbar dazu, zu überspitzen, bis hin zum Exzess und weit über die Grenzen des guten Geschmacks hinaus. Satire darf wehtun. Wer sich dadurch in seiner Ehre verletzt fühlt, kann klagen. Dafür haben wir Gesetze. „In diesem Fall ist es aber anders“, wenden viele ein, „hier sind Leben in Gefahr, die von extremen Islamisten bedroht werden.“ Tatsächlich lässt Frankreich Botschaften und Schulen in muslimischen Ländern schließen – aus Angst, dass den Franzosen dort etwas passieren könnte.

 

 

Schuld sind die Gewalttätigen – nicht der Film

 

Ja, das ist furchtbar. Aber es ist kein Grund, sich erpressen zu lassen. Wenn Extremisten ein miserables, schlecht gedrehtes Video als Vorwand nehmen, Brände zu stiften, dann ist nicht der Film schuld an der Gewalt bei den Ausschreitungen, sondern diejenigen, die gewalttätig sind. Wenn der Schriftsteller Salman Rushdi mit wesentlich mehr Esprit seine satanischen Verse veröffentlicht, dann ist nicht er schuld daran, plötzlich auf der Todesliste radikaler Islamisten im Iran zu stehen. Er hat – so wie wir alle – das Recht, seine Meinung frei zu äußern. Wie schnell man bereit ist, das zurückzustellen, nur um keinen Ärger zu provozieren, wie viel Einfluss die Angst vor Anschlägen schon bei uns eingenommen hat, darüber sollte man mal wieder nachdenken. Und das ist wohl auch der tiefere Sinn hinter den geschmacklosen Zeichnungen von „Charlie Hebdo“. Der Tolerante muss sich beim Intoleranten nicht für seine Toleranz entschuldigen. Der Intendant des Theaters auf den Champs-Élysées sagte dazu einen bemerkenswerten Satz, als christliche Fundamentalisten vor seinem Theater gegen ein angeblich antichristliches Stück demonstrierten: „Wir hindern euch nicht am Glauben – hindert uns nicht am Denken“. Das gilt für alle. Für Christen, Juden und Muslime. {Quelle: www.tagesschau.de – Von Evi Seibert, SWR-Hörfunkstudio Paris}

 

Während die neuen Mohammed-Karikaturen einer Satirezeitschrift Frankreich spalten, entdeckt Deutschland das Thema Blasphemie für sich. Schärfere Gesetze sind aber nicht wahrscheinlich.

 

Der Westen streitet über Meinungsfreiheit

 

Während die neuen Mohammed-Karikaturen einer Satirezeitschrift Frankreich spalten,

entdeckt Deutschland das Thema Blasphemie für sich.

Schärfere Gesetze sind aber nicht wahrscheinlich.

 

 

Wo endet die Meinungsfreiheit? Diese Frage spaltet derzeit die westliche Welt. Das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo heizte am Mittwoch mit derben Mohammed-Karikaturen die Kontroverse weiter an. Das Blatt zeigt auf dem Titel – angelehnt an das Plakat des Erfolgsfilms „Ziemlich beste Freunde“ – einen Muslim mit Turban im Rollstuhl, der von einem orthodoxen Juden geschoben wird. Auf den hinteren Seiten ist Mohammed nackt zu sehen – der Islam verbietet es, den Propheten als Person zu zeigen. Die Darstellungen sind eine Wende in der Debatte um die Meinungsfreiheit. Bisher hatte sich nur die rechtsextreme Partei Pro Deutschland dafür starkgemacht, den Schmähfilm „Innocence of Muslims“ zu zeigen. Nun aber ist es ein beliebtes Satiremagazin, das die islamische Welt herausfordert. Die Auflage war in Stunden ausverkauft. Bereits der in den USA produzierte Schmähfilm hatte eine blutige Protestwelle ausgelöst, bei der vier US-Diplomaten starben. Nun fürchtet Frankreich Angriffe radikaler Islamisten: Botschaften, Konsulate und Schulen in 20 islamischen Ländern werden geschlossen, die Redaktion des Magazins unter Polizeischutz gestellt. Auch Deutschland verschärft die Sicherheitsvorkehrungen seiner Auslandsvertretungen in islamischen Ländern.

 

Schon im November hatte es einen Brandanschlag auf „Charlie Hebdo“ gegeben,

nachdem das Blatt sich in einer „Scharia-Sonderausgabe“ über den Islam lustig gemacht hatte.

In Frankreich leben rund 3,5 Millionen Muslime.

 
 
Die Debatte führt inzwischen auch in der Sozialistischen Partei von Präsident François Hollande zu Spannungen. Ein Teil der Linken neigt traditionell dazu, republikanische Werte hochzuhalten. Religionen dürfen sich demnach nicht in die öffentliche Debatte einmischen. Der andere Part mahnt zur Deeskalation. Auch im rechten Lager gibt es Anzeichen eines Konflikts. Schon seit Revolutionszeiten wird in Frankreich das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung uneingeschränkt hochgehalten. Gleichzeitig versuchen alle Parteien, Religion und Politik strikt zu trennen. Die Regierung verteidigte am Mittwoch das Recht auf Meinungsfreiheit, schränkte aber zugleich das der Islamisten auf Versammlungsfreiheit ein: Für Samstag beantragte Demonstrationen wurden verboten. So wird der Konflikt zur doppelten Belastungsprobe der neuen Regierung. Außen- wie gesellschaftspolitisch muss sie nun Fingerspitzengefühl beweisen.
 
 
Auch in der Bundesrepublik spaltet die Debatte Politik und Öffentlichkeit. Sowohl Außenminister Guido Westerwelle (FDP) als auch Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) lehnten die Verschärfung des sogenannten Blasphemieparagrafen ab. Der Vize-Fraktionsvorsitzende der Union, Johannes Singhammer, hatte dies gefordert. Demnach soll jede öffentliche Beschimpfung eines religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses strafbar sein. Bisher muss für ein Verbot der öffentliche Friede gefährdet sein. „Ich halte nichts davon, in einer aufgeheizten Einzelfalldebatte über Gesetzesänderungen zu spekulieren“, sagte Friedrich. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hatte dies bereits abgelehnt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, für eine Verschärfung gebe es „keine Pläne“. Dennoch dürfte die Debatte auch in Deutschland an Fahrt gewinnen. Die „Titanic“ will in ihrer Oktoberausgabe nach FTD-Informationen ebenfalls mit einem Islam-Titel herauskommen. „Der Westen in Aufruhr: Bettina Wulff dreht Mohammed-Film“, lautet die Schlagzeile. Das Titelbild zeigt Wulff in den Armen eines islamischen Kriegers mit Turban und Schwert – offenbar der Prophet Mohammed. {Quelle: www.ftd.de –  von Silke Mertins  , Maike Rademaker  Berlin und Lutz Meier  Hamburg}
 

5 Responses to “Kein Grund, sich erpressen zu lassen”

  1. CARMA Says:

    JEDE authentische biographie mohammeds kommt einer realsatiere gleich – ganz ohne lustig zu sein!!

  2. Emanuel Says:

    Also : Die Sa-tieren über Mohammed .. sind durchaus angebracht .. !!!!

  3. andreas Says:

    mir fiel grad ein, die moslems sagen das man keine bilder von mohammed zeigen darf, was ist mit den mohammed filmen auf youtube? es gibt ein paar filme die das leben von ihm schildern und die filme wurden von moslems gemacht. wie schizophren kann man sein?


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