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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Häretiker-Evangelium: War Jesus verheiratet? 19. September 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 14:28

Es könnte eine Sensation werden. Ein Papyrusfetzen legt die Vermutung nahe, dass Jesus eine Frau hatte.

 

 

Karen King, eine Historikerin der Universität Harvard, untersuchte den Text, bei dem es sich möglicherweise um einen Auszug aus einem Evangelium handelt, und stellte ihn am Dienstag in Rom vor. Die Herkunft des Dokuments, das aus einer Privaten Sammlung stammt, bleibt ein Geheimnis.   In dem in koptischer Sprache verfassten 3,8 mal 7,6 Zentimeter großen Dokument heißt es in einem Dialog: „Jesus sagte zu ihnen, ‚meine Frau’…“. Die Frau, auf die sich das Zitat bezieht, identifizierte King als „Maria“. Demnach sagt Jesus in den folgenden Zeilen, in denen er mit seinen Jüngern darüber diskutiert, ob Maria würdig sei, Maria könne sein Jünger sein.   Seit den Anfängen des Christentums gibt es eine Debatte darüber, ob Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war und ob er einen weiblichen Jünger hatte. King sagte, das Dokument belege nicht, dass Jesus verheiratet gewesen sei, doch gebe es Hinweise auf das Verhältnis der frühen Christen zu Familie, Sexualität und Heirat.

 

 

Aussagekraft des Dokuments umstritten

 

Die Debatte über Jesus‘ Verhältnis zum anderen Geschlecht ist bis heute aktuell wenn es beispielsweise darum geht, ob Frauen zum Priester geweiht werden dürfen.   Kritiker warnten, die ungewisse Herkunft des Dokuments solle zur Vorsicht mahnen. Der Text gebe keine Gewissheit darüber, dass die Autoren glaubten, Jesus sei verheiratet gewesen.   King und die Wissenschaftlerin Anne Marie Luijendijk von der Universität Princeton sagten indes, das Dokument stamme möglicherweise aus einem kürzlich entdeckten Evangelium über die Frau Jesu. Der Text sei vermutlich eine Abschrift eines ursprünglich in Altgriechisch verfassten Evangeliums aus der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts, denn er weise Ähnlichkeiten mit anderen kürzlich entdeckten Evangelien auf. {Quelle: www.bz-berlin.de}.

 

 

 

Jesus hatte möglicherweise eine Frau

 

Ein neu entdecktes, in koptischer Sprache verfasstes Dokument

aus dem 4. Jahrhundert soll belegen,

dass Jesus eine Frau gehabt hat.

Eine Harvard-Professorin stellte das Fragment auf einem Kongress in Rom vor.

 

Boston: Der Fund eines Papyrus-Fragments aus dem 4. Jahrhundert heizt Spekulationen über Jesus‘ Verhältnis zu Frauen an. Analysiert wurde der Text von Karen L. King, einer 58-jährigen Historikerin der Universität Harvard, die Expertin für koptische Literatur ist. Ein privater Sammler, der um jeden Preis anonym bleiben will, soll ihn ihr zur Verfügung gestellt und um eine Übersetzung gebeten haben. Über den Fundort ist nichts bekannt, laut King könnte er aus Ägypten stammen. Die Wissenschaftlerin stellte den vergilbten Papyrus-Fetzen, der nicht viel größer ist als eine Visitenkarte, am Dienstag auf einem Kongress von Koptologen in Rom vor. Die schwarze Schrift ist nur mit einem Vergrößerungsglas zu entziffern. Zuvor hatten einige ausgesuchte Papyrologen und Linguisten einen Blick auf den Text werfen können. Laut „New York Times“ gehen sie davon aus, dass das Dokument nicht gefälscht ist. In dem in koptischer Sprache verfassten Text heißt es in einem Dialog: „Jesus sagte zu ihnen: ‚meine Frau‘.“ Dabei soll es sich King zufolge um „Maria“ gehandelt haben. In den darauffolgenden Zeilen soll Jesus seinen Getreuen versichern, auch Maria sei würdig, Jünger zu sein.

 

Seit den Anfängen des Christentums gibt es eine Debatte darüber, ob Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war und ob er einen weiblichen Jünger hatte. King schränkte ein, das Dokument belege nicht, dass Jesus verheiratet gewesen sei, doch gebe es Hinweise auf das Verhältnis der frühen Christen zu Familie und Heirat. Vor allem in der katholischen Kirche wird die Debatte aktuell, weil hier Frauen und verheiratete Männer nicht zu Priestern geweiht werden können. Kritiker mahnten angesichts der ungewissen Herkunft des Dokuments zur Vorsicht. Der Text gebe keine Gewissheit darüber, ob Jesus verheiratet gewesen sei. King und die Wissenschaftlerin AnneMarie Luijendijk von der Universität Princeton sagten indes, das Dokument stamme möglicherweise aus einem kürzlich entdeckten Evangelium über die Frau Jesu. Der Text sei vermutlich eine Abschrift eines ursprünglich in Altgriechisch verfassten Evangeliums aus der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts, denn er weise Ähnlichkeiten mit anderen kürzlich entdeckten Evangelien auf. Der private Sammler, der das Dokument an King weitergab, soll es laut „New York Times“ 1997 zusammen mit anderen von einem Deutschen erworben haben. Dem Text beigelegt war demnach eine handgeschriebene, auf Deutsch verfasste Notiz. Darauf wird unter Berufung auf einen inzwischen verstorbenen Berliner Ägyptologen darauf hingewiesen, dass es sich um „das einzige Beispiel“ eines Textes handele, in dem Jesus eine Frau als seine bezeichne. {Quelle: www.spiegel.de}

 

19 Responses to “Häretiker-Evangelium: War Jesus verheiratet?”

  1. Erich Foltyn Says:

    ich glaube das schon deswegen nicht, weil Jesus bei seinem Lebenswandel für eine Frau keine Zeit hatte. Es kann nur jemand glauben, dass er eine Frau hatte, wenn er die Bibel nicht kennt. Es ist ja bekanntlich nicht möglich, eine Frau derart zu einer Nebensache zu machen, wie es Jesus hätte tun müssen, sonst hätte er nie dieses ungeheure Geschehen über die Bühne bringen können. Wenn er in aller Ruhe zuhause gesessen wäre bei seiner Frau und Pfeife geraucht hätte, hätten sie ihn nicht einmal gekreuzigt.

    • ´G.K Says:

      Es bleibt, was Jesus mit Seinen Lehren vermittelte:
      Die Botschaft für die Menschen der damaligen Zeit und der späteren Zeiten,
      dass der Tod nur Illusion und das Sterben nur ein „Übergang“
      zwischen Dimensionen ist, das LEBEN aber EWIG währt –

      und zugleich auch die Verheißung,
      dass das Sterben eines Tages nicht mehr nötig sein wird
      und wir unseren materiellen Körper in einen LICHTKÖRPER verwandeln können,
      mit dem wir direkt ins LICHT und wieder zurückgehen können.

      = Verheißung für eine Zeit 2000 Jahre später,
      die Zeit, die nun kommen wird;

      denn die AUFGABE des Jesus war VORBEREITUNG und VERHEISSUNG – nicht aber ERFÜLLUNG!
      Er erfüllte Seine AUFGABE zur FREUDE GOTTES!

      das dazu zu Jesus horcht hinein ich Euch,..und die Wahrheit wird sich öffnen,..

    • patriot Says:

      @ Erich Foltyn

      Also das wäre ja das kleinste Problem. Seine Frau hätte ja seine ständige Begleiterin sein können. Das sehe ich nicht so eng.

  2. Emanuel Says:

    Klar das „Der Spiegel“ = dreckiges Sprachrohr der Wahhabiten-Sunniten-Salafisten – einen derartigen Shit druckt …. Ekelhaft dieses Schmierblatt !!

  3. Emanuel Says:

    Diese Schmierenredakteure müssen ja eine Retourkutsche zu ihrem Gott und dem „Propheten“ Mohammed liefern, der mit Kindern Sex hatte ….. Als schmierige Antwort jetzt mal schnell den Herrn Jesus Christus, versuchen zu entweihen. Jesus Christus ist Gott in Seiner Menschlichen Form – Gott und Jesus sind Eins – Wer also Jesus Christus beleidigt bzw. als einfachen , sterblichen Menschen darstellt, entweiht den Herrn –
    Wären wir Christen auch nur annähernd so kämpferisch für unseren Glauben, wie Teile der Moslems, der Spiegel hätte keine ruhige Minute mehr .. und die Redakteure müssten um ihr Leben bangen ….

  4. Bazillus Says:

    Sensation nur dann, wenn man eine Sensation draus machen will. Irgendwas wird schon hängen bleiben. Da es um die Zeit um Jesus die zölibatären Essener gab, denke ich, dass Jesus möglicherweise dort vor seinem öffentlichen Auftreten gelebt hatte. Gründe dagegen: Jesus hebt die Jungfräulichkeit um des Himmelreiches willen hervor. Eine Heirat hätte Kinder nach sich gezogen. Jesus wusste, welches Ende er nehmen würde. Allein aus diesem Grunde wird er nicht geheiratet haben im Hinblick darauf, dass er in relativ jungen Jahren sterben werde, wie er es vorausgesagt hätte. Ich denke, dass wir Jesus soviel Verantwortungsbewusstsein getrost zutrauen können. Diese Debatte entfacht wieder einmal die Nebenschauplätze des Zölibats. Wir haben uns zz. wirklich um wichtigere Dinge zu kümmern, als um das Anheizen solcher Spekulationen von Schrifttum aus dem 4. Jahrhundert. Jedenfalls wäre es verantwortungslos von Jesus gewesen, bei der Sachlage, von der er wusste, dass sie auf ihn zukommt andere Menschen in diese Leid mit einzubeziehen. Die Mutter Christi hat genug gelitten. Da müssen nicht noch Frau und Kinder dran glauben.

    • Emanuel Says:

      …und gießt weiter Öl in das Feuer. Der Vertreter des katholischen Glaubens, behandelt den Herrn in seinem obigen Kommentar ebenfalls , wie einen sterblichen Menschen … oder verstehe ich mal wieder etwas falsch ? Gott hat sich zwar von Maria „wie ein Mensch“ gebären lassen und ist auch bis zu Seiner Verherrlichung „wie ein Mensch“ aufgewachsen – aber , werter Bazillus, Mann der Kirche,
      IST DER HERR JETZT GOTT UND GOTT DER HERR oder nicht ??? Könnt ihr nicht mehr oder wollt ihr nicht mehr den wahren christlichen Glauben vertreten ?????????????

      • Bazillus Says:

        Werter Emanuel, ich behandele Jesus überhaupt nicht. Meine Sichtweise über Jesus gleicht der der kath. Kirche. Er ist und bleibt ganz Mensch und ganz Gott. Er hat eben zwei Naturen. Dieses Thema „Heirat“ kann ich göttlicherseits nicht behandeln und abhandeln. War der Hl. Geist verheiratet oder Gott Vater? Dieses Thema verlangt Jesus als Menschen zu sehen, der er ja neben seiner Göttlichkeit auch war. Jesus hat eine menschlich-irdische Entwicklung vom Säugling bis zum Tod am Kreuz durchmachen müssen, besser gesagt, freiwillig durchgemacht. Insofern war er ganz Mensch. Da stellen sich für viele Menschen die Frage, ob er verheiratet war oder nicht. Ich stelle mir die Frage selbstverständlich nicht und habe eine m. E. Antwort versucht zu geben, die auch die Menschen erreichen können, die Jesus nur als Menschen sehen. Diese Menschen gibt es ja auch. Ich bin auch kein Mann der Kirche, bin also kein Geistlicher, sondern ein normaler kath.-gläubiger Christ.

        Wäre Jesus neben Gott nicht auch ganz Mensch gewesen, wäre die Liebestat Gottes weniger wert, werter Emanuel. Er hat als Mensch die tiefsten Tiefen durchlitten – eben wie auch andere normale Menschen – und dies ist, weil er zugleich Gott ist, eben die völlig überhöhte für uns Menschen immer unfassbar bleibende Liebestat Gottes. Er, der unfassbar große Gott neigt sich im Leben Jesu, der irdisch glücklich (Hochzeit von Kanaa), aber auch zutiefst unglücklich (Traurigkeit über die Orientierungslosigkeit der Menschen, die keinen Hirten haben) und für uns und nicht zum Selbstzweck am Kreuz schwerste Schmerzen ge- und erlitten hatte, uns Menschen zu und schenkt uns somit seine unüberbietbare Liebe und zeigt uns a) seine, aber auch b) unsere Stellung. Wir können es schaffen, ihm nachzufolgen, ihm dem Sohn Gottes, dem Bestandteil der Hl. Dreifaltigkeit. Perfekt gelingen wird einem normalsterblichen Christen das m. E. nie.

        Ich hoffe, ich habe meine Antwort klar gestellt. Es gibt Themen, da muss nicht jedes Wort die Göttlichkeit Jesus zum Ausdruck bringen. Ich hoffe, ich werde nicht gewollt missverstanden, nur weil ich kath. Christ versuche zu sein und das gelingt mir auch nicht immer formvollendet, weil ich eben auch nur Mensch bin. Es muss erlaubt sein, auch menschliche Gedanken über Jesus anzustellen. In meiner Antwort habe ich bereits in der Anlage Jesu die Göttlichkeit grundgelegt ohne dies auszudrücken, denn ich habe geschrieben: . Jesus wusste, welches Ende er nehmen würde. Allein aus diesem Grunde wird er nicht geheiratet haben im Hinblick darauf, dass er in relativ jungen Jahren sterben werde, wie er es vorausgesagt hätte.“ Diese Voraussagen und- ahnen Jesu ist göttlich grundgelegt. Das Öl habe ich, werter Emanuel wirklich im Kanister stecken lassen. Schade, dass Sie mich so falsch verstanden haben. Das tut mir leid.

      • Emanuel Says:

        Bitte um Verzeihung , falls ich die falschen Worte gefunden habe – aber ich bin in einer Phase des Kampfes für den Herrn … und möchte IHN für mein Verständnis als den Einzigen Gott, den Schöpfer des Weltalls begreifen und festhalten — Jede Vermenschlichung des Herrn nach Seiner Verherrlichung, das ist die „Auferstehung“ -kann ich nicht akzeptieren …. und ich habe Sie nach nochmaligem Lesen Ihres Beitrages besser verstanden … Danke für Ihr Entgegenkommen …..

        Wenn wir Jesus als „Gottmenschen“ bezeichnen, besteht darin dann Einheit der Meinung ????
        Ganz Mensch – damit habe ich Probleme — Wer war „Sein Vater“ ???? Schon bei Seiner Geburt , war der Herr von Seinem Inneren her Gott – nämlich eben auch Der Vater Selbst – Sein Menschliches hat Er im Grunde von Maria, der irdischen Mutter ! Dieses „Menschliche“ hat der Herr aber nach meinem Verständnis in den Kämpfen abgelegt und somít war Er am Ende des Wirkens auf Erden eben „ganz Gott“

        —Sein „Menschliches“ war eben dann rein „Göttlich-Menschliches“ !!!?? Schwer zu verstehen ???

  5. Emanuel Says:

    Jeder wahre Christ, der offen ist, zu empfangen, das der Herr Jesus Christ und Gott Eins ist – brauchte nur ohne Vorurteile den folgenden Text studieren .. und nach genauer Prüfung des Textes dürfte es unter wahren Christen keine Differenzen über den Kern – und Angelpunkt unseres Glaubens mehr geben ……

    342. Im vorhergehenden Hauptsatz Nr. 336-339 wurde gezeigt, daß der
    seligmachende Glaube ist an den Herrn Gott Heiland Jesus Christus; allein es
    fragt sich, was das Erste des Glaubens an Ihn ist, und die Antwort ist, daß es
    sei die Anerkennung, daß Er Gottes Sohn ist. Dies war das Erste des Glaubens,
    das der Herr, als Er in der Welt war, offenbarte und verkündigte; denn hätte
    man nicht zuerst anerkannt, daß Er der Sohn Gottes und so Gott von Gott war,
    vergebens hätte Er, und nachher dieApostel, denGlauben an Ihn gepredigt.Da
    nun heutzutage etwas Ähnliches stattfindet, aber bei denen, die aus dem
    Eigenen denken, das heißt, bloß aus demäußeren oder natürlichenMenschen,
    indem sie zu sich sagen: Wie kann Jehovah Gott einen Sohn empfangen, und
    wie kann ein Mensch Gott sein? So ist notwendig, daß dieses Erste des Glaubens
    aus demWORT begründet und befestigt werde; und deshalb sollen folgende
    Stellen aus ihm angeführt werden: „Der Engel sprach zu Maria: Du wirst
    empfangen im Leibe, und [einen Sohn] gebären, und Seinen Namen nennen
    Jesus; Dieser wird groß sein, und Sohn des Höchsten genannt werden. Und
    Maria sprach zum Engel: Wie soll dies geschehen, da ich von keinem Manne
    weiß? Der Engel antwortete: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und
    die Kraft des Höchsten wird dich überschatten, darum auch wird das aus dir
    geborene Heilige Sohn Gottes genannt werden“: Luk.1/31,32,34,35. Als Jesus
    getauft wurde, kam eine Stimme aus dem Himmel, welche sprach: „Dieser ist
    Mein geliebter Sohn, an Dem Ich Wohlgefallen habe“: Matth.3/16,17;
    Mark.1/10,11; Luk.3/21,22. Ferner, als Jesus verklärt wurde, kam auch eine
    Stimme aus dem Himmel, welche sprach: „Dieser ist Mein geliebter Sohn, an
    Dem Ich Wohlgefallen habe, Ihn höret“: Matth.17/5; Luk.9/35. „Jesus fragte
    Seine Jünger: Wer sagen die Leute, daß Ich sei? Petrus antwortete: Du bist
    Christus, der Sohn des lebendigen Gottes; und Jesus sprach: Selig bist du,
    Simon, Sohn des Jonas; Ich sage dir: auf diesen Felsen will Ich Meine Kirche
    bauen“: Matth.16/13,16-18. Der Herr sagte, auf diesen Felsen werde Er Seine
    Kirche bauen, nämlich auf dieWahrheit und das Bekenntnis, daß Er der Sohn
    Gottes sei; denn der Fels bedeutet dieWahrheit, und auch den Herrn hinsicht
    lich des göttlichWahren; bei wemdaher nicht das Bekenntnis dieserWahrheit
    ist, daß Er der Sohn Gottes sei, bei dem ist die Kirche nicht; darum wurde
    oben gesagt, daß dies das Erste des Glaubens an Jesum Christum, somit der
    Glaube in seinemUrsprung sei. „Johannes der Täufer sah und bezeugte, daß Er
    der Sohn Gottes sei“: Joh.1/34. Nathanael der Jünger sagte zu Jesus: „Du bist
    der Sohn Gottes, Du bist der König Israels“: Joh.1/50. Die zwölf Jünger
    sprachen: „Wir haben geglaubt, daß Du bist Christus, der Sohn des lebendigen
    Gottes“: Joh.6/69. Er wird genannt der eingeborene Sohn Gottes, der Eingeborene
    vom Vater, Der im Schoß des Vaters ist: Joh.1/14,18; 3/16. Jesus selbst
    bekannte vor demHohenpriester, daß Er der Sohn Gottes sei:Matth.26/63,64;
    27/43; Mark.14/61,62; Luk.22/70. Die im Schiffe waren, kamen und beteten
    Jesuman, und sprachen: „Wahrhaftig, Du bistGottes Sohn“:Matth.14/33.Der
    Kämmerer, welcher getauft werden wollte, sprach zu Philippus: „Ich glaube,
    daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist“: Apg.8/37. „Nachdem Paulus bekehrt
    war, predigte er Jesum, daß Er der Sohn Gottes sei“: Apg.9/20. Jesus sprach:
    „Es wird die Stunde kommen, da die Toten werden die Stimme des Sohnes
    Gottes hören, und die sie hören, werden leben“: Joh.5/25. „Wer nicht glaubt,
    ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen
    SohnesGottes“: Joh.13/18. „DieseDinge sind geschriebenworden, auf daß ihr
    glaubet, daß Jesus ist Christus, der Sohn Gottes, damit ihr glaubend das Leben
    habet in Seinem Namen“: Joh.20/31. „Dieses habe ich euch geschrieben, daß
    ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisset, daß ihr das
    ewige Leben habt, und damit ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes“:
    1Joh.5/13. „Wir wissen, daß der Sohn Gottes gekommen ist, und gegeben hat,
    daß wir den Wahrhaftigen erkennen, und wir sind in dem Wahrhaftigen, in
    SeinemSohne JesusChristus;Dieser ist derwahreGott und das ewige Leben“:
    1Joh.5/20,21. „Jeder, der bekannt hat, daß Jesus ist der Sohn Gottes, in dem
    bleibtGott, und er inGott“: 1Joh.4/15.Dann auch anderwärts, als:Matth.8/29;
    27/40,43,54;Mark.1/1; 3/11; 15/39; Luk. 8/28; Joh.9/35; 10/36; 11/4,27; 19/7;
    Rö.1/4; 2Kor.1/19; Gal.2/20; Eph.4/13; Heb.4/14; 6/6; 7/3; 10/29; 1Joh.3/8;
    5/10; Offb.2/18, außer vielen anderen Stellen, wo Er von Jehovah Sohn genannt
    wird, und Er selbst Jehovah Gott Seinen Vater nennt, wie in folgender:
    „Was der Vater tut, das tut auch der Sohn; wie der Vater die Toten auferweckt
    und belebt, so auch der Sohn; wie der Vater das Leben in Sich selbst hat, so
    hat Er auch dem Sohn gegeben, das Leben in Sich selbst zu haben, damit alle
    den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren“: Joh.5/19-27, und sehr oft anderwärts,
    so wie auch bei David: „Von demBeschlossenen will ich Kunde geben:
    Jehovah sprach zu Mir: Mein Sohn bist Du, Ich habe heute Dich gezeugt.
    Küsset den Sohn, daß Er nicht zürne, und ihr [nicht] umkommt auf demWege;
    denn Sein Zorn wird bald entbrennen: selig alle, die auf Ihn vertrauen“:
    Ps.2/7,12. Hieraus ergibt sich nun der Schluß, daß jeder, der ein wahrer Christ
    sein und von Christus selig gemacht werden will, glauben muß, daß Jesus der
    Sohn des lebendigen Gottes ist. Wer dies nicht glaubt, sondern bloß, daß Er
    der Sohn Marias sei, pflanzt sich mancherlei Vorstellungen von Ihm ein,
    welche schädlich und zerstörend für sein Heil sind, worüber man Nr. 92, 94,
    102 nachsehe. Von solchen läßt sich ähnliches sagen, wie von den Juden, daß
    sie nämlich statt der Königskrone eine Dornenkrone auf Sein Haupt setzen,
    und auch Ihm Essig zu trinken geben und rufen:Wenn du Gottes Sohn bist, so
    steige herab vom Kreuz; oder, wie der versuchende Teufel sagte: Wenn du
    Gottes Sohn bist, so sprich, daß diese Steine Brote werden; oder: Wenn du
    Gottes Sohn bist, so laß dich hinab: Matth.4/3,6. Diese entweihen Seine
    Kirche und Seinen Tempel und machen diesen zur Räuberhöhle. Sie sind es,
    welche Seinen Dienst dem Dienst Mohammeds gleichsetzen, und zwischen
    demwahren Christentum, das der Dienst des Herrn ist, und demNaturalismus
    nicht unterscheiden. Sie können mit solchen verglichen werden, die in einem
    Wagen oder in einer Kutsche auf dünnem Eis hinfahren, und das Eis bricht
    unter ihnen, und sie sinken unter, und sie und die Pferde und Wagen werden
    mit dem Eiswasser bedeckt. Sie können auch solchen verglichen werden, die
    ein Schiffchen aus Binsen und Schilfrohr zusammenflechten und es mit Pech
    verkitten, damit es zusammenhalte, und auf ihm in die See gehen, wo dann
    aber die Verpichung sich auflöst, und sie erstickt von den Gewässern der See
    verschlungen und in deren Grunde begraben werden.

    aus : Wahre christliche Religion, E. Swedenborg, Punkt 342

  6. Mia Says:

    Soweit ich das verstanden habe, handelt es sich mal wieder nur um reine Spekulationen.
    Und weil, wie es eben in der Wissenschaft so üblich ist, jeder immer Angst hat, um seine Rum und Ehre zu kommen, weil wer anderer schneller sein könnte, oder weil das Forschungsgeld knapp ist, werden ständig Sensationsmeldungen gemacht, bevor die angebliche Sensation überhaupt bewiesen und einwandfrei belegt ist … Also mal wieder nur eine ätzend langweilig, voreilig verschrieene Sensation, um neue Gelder aufzutreiben. Schnarch … weckt mich bitte erst wieder, wenn eine echte, gesicherte Sensation ansteht … hab auch nicht vor, mir den Film darüber anzutun, alles muss ich nicht haben.

    Außerdem ist es sowieso absolut lächerlich, dass jemand es wagt, wegen einem halben Satz, in den man zig Dinge hineininterpretieren kann, so laut herumzuschreien. Das hat mit seriöser Wissenschaft nix mehr zu tun. Jesus nannte die Kirche übrigens auch „seine Frau“ oder seine „Braut“ meine Herren und Damen Wissenschaftler …

    (und an eventuell verunsicherte Gläubige: dann waren die großen Heiligen wohl alle ziemlich blöde, wenn sie sich so in Askese geübt haben, wenn ihr Vorbild das nicht eingehalten haben soll. Und, Jesus war kein Lügner oder Falschspieler. Hätte er eine Beziehung gehabt, hätte er auch dafür gesorgt, dass wir davon von Anfang an erfahren hätten. Leute, die Jesus eine Beziehung unterstellen, sollten mal einen Arzt aufsuchen. Denn ja, man kann tatsächlich auch ohne Sex ziemlich gut leben. Und erst recht für einen Gott, dürfte das kein Problem sein. Wer was anderes behauptet, leugnet entweder die Gottessohnschaft, oder, wer sich vorstellen kann, dass Gott Sex mit seiner Schöpfung praktiziert, ist schon ziemlich plemplem, bzw. pervers. Nein, Jesus war eindeutig NICHT pädophil!!!)

    • Emanuel Says:

      Sehr wahr , Schöner Kommentar — kurz und schmerzlos für wahre Christen und schmerzhaft für die „heutigen Schein-Gläubigen“ …

  7. sinaistars Says:

    Leider sind die Informationen wirklich sehr spärlich und das Fragment sollte nun erstmal auf Authentizität überprüft werden…und natürlich ist es wichtig zu wissen, wo es gefunden wurde und in welchem Kontext es steht. Wir haben ja schon wichtige Funde aus Nag Hammadi, die einige apokryphische Funde zutage brachten. Müssig ist, aus dem Textfragment nun eine profane Heirat abzuleiten….vielmehr ist es aber ein Anzeichen für eine Position und Wichtigkeit Marias unter den Urchristen, die fast verlorengegangen war.

    Im 3. Jahrhundert verlieh ihr Hippolyt von Rom die ehrenvolle Bezeichnung Apostola apostolorum – „Apostelin der Apostel“.

    Im Phillippusevangelium heisst es :

    Drei (Frauen) hatten ständig Umgang mit dem Herrn: seine Mutter Maria, ‹seine› Schwester und Magdalena, die „seine Gefährtin“ genannt wird. Denn „Maria“, so heißt seine Schwester; und seine Mutter heißt so; und seine Gefährtin heißt so.“

    – Nag-Hammadi-Codex II,3 Vers 32

    Die Sophia, die genannt wird: die Unfruchtbare, sie ist die Mutter der Engel. Und die Gefährtin [des Erlösers] ist Maria Magdalena. Der [Erlöser liebte] sie mehr als [alle] Jünger und er küsste sie [oft] auf ihren [Mund].“

    – Nag-Hammadi-Codex II,3 Vers 55

    Wichtig und nicht neu ist auch die Tatsache, daß vor allem Kephas ( Petrus) eifersüchtig auf die Position Marias war und schon in den bis jetzt bekannten Schriften versuchte sie zu verstossen…vor allem „weil sie eine des Lebens unwürdige FRAU sei“.
    So ist es sehr wahrscheinlich, daß in der frühen Geschichte der Christenheit in Bezug auf Maria und die Frauen allgemein von der Jerusalemer Gemeinde und anderen gegengearbeitet wurde, um die bestehende männliche Alleinherrschaft zu sichern.

    Dieser Beitrag passt übrigens prima zum Artikel gegen eine Gleichberechtigung der Frau in der christlichen Kirche.
    Dies ist eine Fortsetzung der Zustände unter Jesus´Jüngern damals…..ein Segen für die eh schon von Kriegen gequälte Welt, daß wir Frauen uns überwiegend nicht so sehr für Machtpositionen und Uniformen begeistern und daß wir die als von uns erkannte Wahrheit nicht mit Feuer und Schwert durchsetzen mögen.

  8. Bazillus Says:

    Experten sprechen von einer Fälschung. Ein Beitrag von Michael Hesemann

    Düsseldorf (kath.net) Die Meldung ging durch die internationale Presse und verunsicherte viele Christen. „Papyrus-Fund: Jesus heiratete Maria Magdalena“, titelte etwa die WELT am 19. September 2012. Hatte Dan Brown, Autor des ebenso kirchenfeindlichen wie historisch fragwürdigen Weltbestsellers „Sakrileg: Der da Vinci-Code“ etwa doch Recht? War Jesus von Nazareth, den wir Christen als Sohn Gottes verehren, verheiratet, vielleicht sogar mit Maria Magdalena?

    Koptologen sind Kulturwissenschaftler, die sich auf die Geschichte der ägyptischen Christenheit spezialisiert haben. „Kopten“ (eigentlich: Dar al-Qupt, „Haus der Kopten“) nannten die muslimischen Eroberer die ägyptische Urbevölkerung, die sie 640 n.Chr. unterwarfen; der Begriff ist von dem griechischen Landesnamen „Aigyptos“ abgeleitet, der wiederum dem Altägyptischen „Hai-ku-Ptah“, „Haus des Gottes Ptah“) entlehnt ist. Als „Koptisch“ wird aber eine Weiterentwicklung der altägyptischen Sprache bezeichnet, die seit der Zeit der römischen Besatzung gesprochen wird. Seit dem 2. Jahrhundert wird sie nicht mehr in der den Hieroglyphen entlehnten Volksschrift „Demotisch“, sondern mit den Buchstaben des griechischen Alphabets geschrieben, das um sieben Zeichen für speziell ägyptische Laute ergänzt wurde.

    Auf einem internationalen Koptologenkongress, der am letzten Dienstag in Rom abgehalten wurde, gab die amerikanische Kirchengeschichtlerin Karen L. King von der „Harvard Divinity School“ ihre aufsehenerregende Entdeckung bekannt. Ein Amerikaner hatte im Antiquitätenhandel ein Papyrusfragment erworben und sie um ihr fachmännisches Urteil und eine genaue Übersetzung gebeten, erklärte sie. Das Fragment (siehe Foto), das sie in das 4. Jahrhundert datierte, ist klein wie eine Visitenkarte (4 x 8 cm) und enthält acht Zeilen, die in koptischer Sprache (und in griechischer Schrift) verfasst sind. Darin heißt es:

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    katholischtv

    „nicht (für) mich. Meine Mutter schenkte mir das Le(ben…“)
    Die Jünger sagten zu Jesus: („…“)
    … verneint. Maria ist es (nicht?) wert…
    (…“.) Jesus sagte zu ihnen, „Meine Frau …
    … sie wird meine Schülerin sein können …
    … Lasst schlechte Menschen sich aufplustern …
    Was mich betrifft, ich verweile bei ihr, um …
    ein Bild …“

    Beweist dieser Fund, dass Jesus, der christlichen Tradition zum Trotz, doch verheiratet war? Liegt hier eine authentische Überlieferung der Urchristen vor, die später von der Kirche unterdrückt wurde?

    Zunächst ist einmal Skepsis angesagt. Nichts, aber auch gar nichts weiß man über die Herkunft des Papyrus. Sicher, er stammt aus Ägypten. Frau King datiert ihn in das 4. Jahrhundert, weil die Schrift zumindest paläographische Parallelen zu veröffentlichten Handschriften aus diesem Zeitraum aufweist. Andere Experten melden Zweifel an. Die Schrift wirkt eher unbeholfen, der Schreiber wußte offenbar nicht so richtig mit seinem Schreibinstrument, der Feder, umzugehen. Zweifellos ist das Schreibmaterial selbst antik, doch auch unbeschriftete Papyrusfragmente kann man im Antiquitätenhandel erwerben. Auffallend ist die Regelmäßigkeit des oberen, linken und rechten Randes; er wirkt regelrecht zurechtgestutzt. Das Werk eines Antiquitätenhändlers also, der aus einem Fragment mehrere Stücke zum Verkauf zusammenschnitt?

    Dafür wiederum ist der Text zu konsistent. Anders als bei den meisten erhaltenen Fragmenten, scheint der Dialog nahezu komplett erhalten und ist inhaltlich nachvollziehbar: Jesus macht eine Feststellung über Frauen, die Jünger erheben Einspruch, auf den ihr Meister mit starken Worten reagiert. Einen sensationelleren Text, ein brisanteres Thema kann man sich, speziell nach dem Hype um Dan Browns „Sakrileg“, wohl kaum vorstellen. Mit dem weltweiten Medienecho war zu rechnen. Ist es da noch ein Zufall, dass der natürlich anonyme Besitzer nicht etwa einen Ägyptologen konsultierte, sondern eine Kirchengeschichtlerin mit einem deutlich feministischen Hintergrund , spezialisiert (laut ihrer Biografie auf der website der Harvard Divinity School) u.a. auf „gender studies“? Als Autorin von Werken wie „Das Evangelium der Maria von Magdala: Jesus und die erste Apostelin“, „Bilder des Weiblichen in der Gnosis“ und „Frauen und Göttinnen-Traditionen in der Antike und Gegenwart“ muss sie den zugespielten „Fund“ als Krönung und Bestätigung ihres Lebenswerkes empfunden haben. Doch wie hätte das der stolze Besitzer wissen können, der sich ja gerade an die vermeintliche Expertin wandte, weil er wissen wollte, was auf dem Fragment stand?

    Tatsächlich wurden schon auf der Präsentation in Rom deutliche Zweifel an der Echtheit des Papyrus laut. So zitiert die Presseagentur Associated Press (AP) den deutschen Koptologen Stephen Emmel von der Universität Münster mit den Worten: „Etwas am Erscheinungsbild und der koptischen Grammatik dieses Fragmentes erscheint nicht unbedingt überzeugend“. Alin Suciu, der an der Universität Hamburg Papyrologie lehrt, ist noch direkter: „Ich würde sagen, dass es sich um eine Fälschung handelt. Die Schrift sieht nicht authentisch aus.“ Wolf-Peter Funk, ein renommierter Koptologe der Universität Laval, Quebec (Kanada) und Mitherausgeber der gnostischen Handschriften von Nag Hammadi, hält die Form des Papyrus für „verdächtig“. Doch selbst wenn er antiken Ursprungs wäre, so Funk, könne er „alles und jedes sein“: „Es gibt Tausende Papyrusfragmente, auf denen man verrückte Sachen findet.“

    Selbst in ihrer eigenen Studie zu dem „Evangelium von der Frau Jesu“, wie sie es provokativ nennt, räumt Frau King ein, dass zwei der drei von ihr konsultierten Experten ziemlich sicher waren, dass es sich um eine Fälschung handeln könnte; sie listeten schließlich „eine Reihe von Schwierigkeiten bezüglich der Grammatik und Paläografie des Textes“ auf. Selbst wenn es echt wäre, so räumte der dritte Experte ein, wäre es gewiss nicht zur öffentlichen Verlesung angefertigt worden, sondern „für das private Studium eines Einzelnen oder einer kleinen Gruppe“. Der Schreiber selbst war offenbar selbst nicht von der Authentizität des Textes überzeugt, sonst hätte er sich mehr Mühe gegeben und ihn nicht so nachlässig, ja geradezu schlampig, kopiert.

    Weiter stellt King fest, dass zumindest der erste Satz des Fragmentes aus dem sogenannten „Thomas-Evangelium“ übernommen wurde, während sein zweiter Teil deutliche Parallelen zum „Philippus-Evangelium“ aufweist – zwei gnostischen Handschriften aus dem 4. Jahrhundert, die 1945 in Nag Hammadi in Oberägypten entdeckt worden waren.

    Doch selbst wenn das Fragment tatsächlich aus dem 4. Jahrhundert stammt, so verrät es uns doch mehr über die Welt heterodoxer Sekten als über den historischen Jesus von Nazareth. Denn gerade im Ägypten der Spätantike war auch die synkretistische Bewegung der Gnosis verbreitet, eine Selbsterlösungslehre, die heidnische Inhalte unter (pseudo-)christlichen Bildern und Begriffen vermittelte. Während einige gnostische Sekten die materielle Welt als „Gefängnis der Seele“ ablehnten, gab es andere, die sich durchaus einer weltlich-sexuellen Symbolsprache bedienten und ein Ritual kannten, das sie „Mysterium des Brauchgemachs“ nannten. So glaubten die Autoren des „Philippus-Evangeliums“, dass Mann und Frau ursprünglich eine Einheit bildeten, sie erst bei der Inkarnation getrennt wurden, sich finden und wieder vereinigen müssten, um Erlösung zu finden. Schließlich räumt auch Frau King ein, dass „Anspielungen auf eine intime Beziehung zwischen Jesus und Maria Magdalena weniger als historische Begebenheiten verstanden werden sollten denn als nützlich, um den Symbolismus des Brautgemach-Rituals im Philippus-Evangelium zu illustrieren“.

    Zudem zeugen die gnostischen „Evangelien“, die ihre Autoren bekannten Namen aus dem Neuen Testament zuschrieben, von so wenig Kenntnis vom Judentum und den Stätten des Wirkens Jesu, dass auch ein Laie sie schnell als Pseudepigraphen (also fälschlich zugeschriebene Schriften) identifizieren kann. Bereits im 2. Jahrhundert schrieb Irenäus, Bischof von Lyon, eine ausführliche Abhandlung über die Sekten der Gnostiker, sein Werk „Adversus haereses“ („Gegen die Irrlehren“). Authentisch, so stellt er darin fest, ist nur, was von den Bischöfen gelehrt wird, die noch direkte Schüler der Apostel oder Schülern von Schülern der Jünger Jesu seien. So erklärte er die apostolische Sukzession zum Erkennungsmerkmal wahrhaftiger Verkündigung der Lehren und Taten Jesu. Auch Irenäus, dessen Lehrer noch ein direkter Schüler des Apostels Johannes war, ließ nur die vier kanonischen Evangelien gelten und nicht die Erfindungen und Privatoffenbarungen der Sektierer. Und tatsächlich: Die einzigen Evangelien, die auch archäologisch verifiziert wurden, die authentische Stätten beschreiben und von denen die frühesten erhaltenen Abschriftenfragmente stammen, sind jene des „Neuen Testamentes“.

    So stellt selbst Frau King in ihrer Arbeit fest, dass das von ihr in Rom vorgestellte Fragment „keinen Beweis dafür liefert, dass der historische Jesus verheiratet war“. Denn sicher ist: Er war es nicht. Das gern zitierte Argument, ein Rabbi müsse in geordneten Verhältnissen leben, gilt für das talmudische Judentum der Zeit nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels, also vielleicht ab dem 2. Jahrhundert – nicht aber für die Zeit Jesu. Die breite Bewegung der Essener allein, die aus zölibatären Männern und zölibatär lebenden Ehepaaren bestand, belegt, wie weit verbreitet Ehelosigkeit und Enthaltsamkeit im 1. Jahrhundert war. Seit jeher kannte das Judentum die „prophetische Ehelosigkeit“; wer eine Sendung Gottes in sich spürte, ging in die Wüste, betete und fastete, aber hielt sich fern vom weltlichen Leben. Der Prophet Elias praktizierte sie ebenso wie Johannes der Täufer – und gewiss auch Jesus. Einer, der sagt: „Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann“ (Mt 8,20), der hat keine Familie, kein Heim und keine Frau an seiner Seite. Denn auch an anderer Stelle erteilte der Sohn Gottes der Ehe für jene, die ihr Leben ganz dem Herrn weihen wollen, eine klare Absage: „Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten. Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.“ (Mt 19,11-12)

    Michael Hesemann, Historiker und Autor, befasste sich in diversen Büchern mit dem historischen Jesus und den frühen Quellen des Christentums. In seinem neuesten Buch, „Jesus in Ägypten“, geht er den Ursprüngen der koptischen Kirche auf den Grund in einem Land, das als eine der Wiegen des Christentums gelten kann.

    kath.net-Buchtipp
    NEU:
    Jesus in Ägypten: Das Geheimnis der Kopten
    Michael Hesemann
    Gebundene Ausgabe, 368 Seiten
    ISBN-13: 978-3776626971
    Verlag Herbig; September 2012
    Preis: 25,99 Euro

    Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.

    Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: buch@kath.net

    Für Bestellungen aus der Schweiz: buch-schweiz@kath.net

    kathTube-Foto: Das umstrittene Papyrusfragment

    • Emanuel Says:

      Und „Der Spiegel“ (Welches Bild spiegelt sich wohl im „Spiegel?) bringt es zu welchem Zeitpunkt ????

      Bitte , überlegen wir ein wenig, dann erkennen wir doch leicht, wer dahinter steckt und mit welcher Intention so eine abscheuliche Beleidigung des „Sohn Gottes“ veröffentlicht wird … DENKEN IST ANGESAGT!
      Wer wirklich glaubt, das Jesus Christus der SOHN GOTTES ist , weiß demgemäß auch, das Jesus und Gott
      EINER ist !!!!! Wer das wirklich glaubt, lässt LÜGEN ÜBER DEN HERRN NICHT MEHR ZU !!!

      Die Wahrheit hat Gott in uns selber angelegt … nicht im Spiegel – oder wie diese Teufels/ Satansblätter sich alle nennen …………….

  9. patriot Says:

    Über Jesus kann ich nur sagen, dass er die Frauen im krassen Gegensatz zur Gesellschft aufwertete.
    Sein Benehmen den Frauen gegenüber ist beachtenswert. Er hieß die Frauen unter seinen engsten Anhängern willkommen, damit sie zusammen mit den Männern Gottes Lehre erfahren sollten. Das war höchst ungewöhnlich, da Frauen normalerweise nicht in der Öffentlichkeit mit Männern redeten und noch viel weniger mit ihnen durchs Land zogen. In alten Texten wurden Frauen nur erwähnt, wenn sie gesellschaftlich prominent waren. Das ist ein klarer Hinweis darauf, dass reiohe Frauen die Mission Jesu unterstützten.
    Dass die Botschaft von der Auferstehung Jesus erst den Frauen gegeben wurde, wird von Bibelforschern als stärkstes Zeugnis der geschichtllichen Richtigkeit der Auferstehungsberichte gesehen.
    Johannes berichtet davon, dass Jesus Maria und Martha liebte und sich in Bethanien oft und gern aufhielt. Maria und Martha hatten ebenfalls eine besondere Beziehung zu Jesus und nahmen sein Wort auf und umsorgten ihn. Kurz vor seinem Tode salbte Maria den Herrn Jesus mit einer sehr kostbaren Salbe und bereitet ihn so, ohne dass es ihr selber bewusst wird, auf sein Begräbnis vor. Jesus nimmt sie in Schutz gegen die Vorwürfe derer, denen der Geldwert der Salbe den Blick für die Liebe der Maria trübt.
    Aber das Jesus eine Frau hatte ist mir eigentlich nicht bekannt und lese ich in diesem Artikel zum ersten Mal.

  10. Bazillus Says:

    Ganz Mensch – damit habe ich Probleme — Wer war “Sein Vater” ???? Schon bei Seiner Geburt , war der Herr von Seinem Inneren her Gott – nämlich eben auch Der Vater Selbst –
    Werter Emanuel,
    Verkündigung Mariens: Der Engel sagt: „Siehe, Du wirst einen Sohn empfangen und Du sollst ihm dem Namen Jesus geben …. Der Hl. Geist wird über Dich kommen und die Kraft des Höchsten wird Dich überschatten, usw.“.
    Nun, in etwa so wurde uns die Zeugung Jesus präsentiert. Der allmächtige Gott wird mit Sicherheit Wege gefunden haben, Jesus nicht nach „herkömmlich“ menschlicher Methode gezeugt zu haben. Ihm ist es möglich, auch einen einzelnen Menschen, seinen Sohn, in den Leib Mariens zu transferieren, wenn er die gesamte Menschheit erschaffen hat. Heute ist ja die künstliche Befruchtung im Grunde selbst biologisch-medizinisch auch kein Thema mehr. Wieviel besser und vollkommener wird Gott, der Schöpfer aller Dinge im Positiven im Heiligen Geist an Maria gehandelt haben. Darüber brauchen wir uns letztlich auch keine Gedanken zu machen. Nehmen wir es als weiteres Wunder. Maria war Jungfrau und aus diesem Grunde blieb sie auch Jungfrau, auch wenn sie JEsus geboren hat. Nach biologischen Gedanken schließen sich die bein Begriffe Jungfrau und Mutter aus. Aber nicht nach göttlich-transzendenten Begriffsbestimmungen. Und, werter Emanuel, Gott hat ja im Grunde sich selbst in Maria grundgelegt. Somit braucht Gott doch keinen primitiven menschlich-irdischen Geschlechtsakt, um sich selbst in der Person Jesu in Maria zu manifestieren. Er hätte Jesus ja auch aus dem Nichts als Erwachsenen auf die Menschheit loslassen können. Hat er nicht. Jesus wurde geboren wie ein Mensch (Engel waren um seinen Geburtsort). Er ist für uns weitgehend unbekannt aufgewachsen, bis sein öffentliches Auftreten mit ca. 30 Jahren, seine Predigt, seine Wundertaten, sein KReuz und seine Auferstehung und Himmelfahrt für Aufsehen und Furore gesorgt hat. Gott der Dreifalitgkeit wollte damit die vollendete Solidarität als Gottmensch (ja, werter Emanuel, mit diesem Begriff bin ich voll einverstanden) mit den Menschen – ja mit Haut und Haar, Blut und Schweiß, – zum Ausdruck bringen. Er hat gelebt wie ein Mensch, gelitten wie ein Mensch, Freude, Trauer und Liebe erfahren wie ein Mensch. Er hat ‚Entwicklungen durchgemacht und ist im Grab gelegen wie ein Mensch, als Mensch mit göttlichem Ursprung und Kern. Und Jesus hat seine Sache formvollendet gemacht. Darum dürfen wir in ihm auch zusammen mit dem hl. Geist und Gottvater den Sohn Gottes erkennen.

    • Emanuel Says:

      Werter Bazillus !

      Danke für die Antwort. Ich gehe natürlich davon aus und dachte auch mich verständlich ausgedrückt zu haben – das „Der Vater“ sprich Gott Jesus Christus in Maria hat „wie einen normalen Menschen “ entstehen lassen … Nur somit war der Vater von Jesus eben Gott selber – oder anders ausgedrückt, Gott selber hat sich in Maria als Mensch gebohren …. Also war das Innere des Herrn, Jesus Christus bereits bei Seiner Geburt göttlich !! Ich sage, das Äussere des Herrn war von Maria, also das Äussere des Herrn war das menschliche .. Dieses Äussere ist allerdings mehr als das rein Körperliche !!!
      Jesus hat dieses menschliche äußere im Verlauf Seiner Kämpfe mit dem Bösen ebenfalls vergöttlicht –
      Somit war Er am Ende mit Seinem Göttlichen Inneren = Vater vereint und sein „Menschliches“ war ebenfalls Göttlich !! Ich weiß, das ist nicht einfach zu verstehen .. aber es ist die Erklärung …

      Das Jesus nicht „wie ein Mensch gezeugt wurde“ ist völlig klar und muss zwischen uns nicht problematisiert werden…. Ich hoffe ich habe mich jetzt verständlich ausgedrückt ..

      LG

  11. Mia Says:

    @ danke ich finde auch in ihren Beiträgen einiges recht gut.

    @Ich habe noch nie etwas von diesem „Philippusevangelium“ gehört. Und die angegebene Stelle klingt im Vergleich zur Bibel doch sehr seltsam. Außerdem ist auch hier viel Raum für viel Fantasie. Und dass Petrus so komisch, ja direkt bösartig gewesen sein soll, wo er doch in engem Kontakt mit Jesus war … und spätestens nach der Auferstehung Jesu, hätte er alles getan, um seinen Fehler wieder gut zu machen. (1. erfasst vom Hl Geist und 2. zu gehorsam Gott gegenüber, alles andere wäre Ungehorsam gegen den Schöpfer gewesen, das hätte er nie gewagt.) Und wenn Jesus eine Frau gehabt hätte, hätte Petrus es nie gewagt, sich gegen seinen Herrn zu stellen. Jesus hätte auch nie zugelassen, dass jemand so mit seiner Frau umspringt. Erst recht hätte Jesus dann nie und nimmer ausgerechnet den, auch noch zum Oberhirten seiner Kirche gemacht. Und Jesus hätte seine Frau dann im Himmel wahrscheinlich auch gekrönt. Er wäre dann immer zu zweit erschienen, um sie zu bezeugen. Er hätte nicht zugelassen, dass das so lange an der Welt vorüber gegangen wäre. Er war nie von der feigen Sorte. Nein, da stimmt zu vieles nicht, man muss es nur sehen wollen. Und was mich unheimlich stört, ist auch das Wort Macht in Puncto Priestertum und Kirche. Dieses Wort, das die Erneuerer so wahnsinnig gerne in den Mund nehmen, schließt jede DEMUT aus.

    Wenn man pingelig sein möchte, könnte man sogar sagen, dass auch Maria eine zwar äußerst wichtige, aber -passive- Rolle hatte. Sie hat Jesus nicht aktiv mitgezeugt, sondern in DEMUT angenommen. Gott hat für Frauen andere Pläne als für Männer. Und das nicht etwa, weil sie weniger wert wären, sowas glauben nur stolze Leute, die sich gerne aufhetzen und für einen Kampf gegen die Kirche benützen lassen. Gott hat sie mit anderen Fähigkeiten ausgestattet.
    Und wem die Stellung der Frau nicht wichtig genug ist: welcher Mann kann schon von sich behaupten, Gott selbst unter dem Herzen getragen zu haben, sein Blut mit dem SEINEN vermischt? Ich könnte die Bibel hernehmen und alle Stellen aufschreiben, die eindeutig einer Beziehung zwischen Jesus und einer Frau widersprechen, aber das würde ein zu langer Kommentar werden.
    Wenn Jesus wirklich gewollt hätte, dass Frauen andere Rollen in der Kirche übernehmen, … dann hätte nichts und niemand das so lange verhindern können. Denn wer ist wie Gott? Was er will geschieht! Oder wollt ihr ihm Charakterlosigkeit unterstellen, der nicht zu seiner Frau steht? Oder wollt ihr behaupten, die Kirche hat mehr Macht als er? Schafft Gott es etwa nicht, gegen die Böse, gemeine Kirche, die seine Frau dem Volk unterschlägt? Außerdem sind schon viele Schriften aufgetaucht, inspiriert vom Bösen, um die Schäflein zu verwirren und gegen die Braut Christi, die Kirche, aufzubringen. Nein, Mammon, mich führst du nicht hinters Licht.

    Allein den Gedanken, Jesus könnte eine Frau gehabt haben, finde ich abgrundtief pervers. Er war Gottessohn und schaffte es sogar, 40 Tage und Nächte in der Wüste zu fasten.

    Jesus hat immer die Kirche als seine Braut bezeichnet. Das heíßt, er war mit seinem Dienst an Gott, und dem Menschen verheiratet. Und das darf man tatsächlich wörtlich nehmen.


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