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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ayaan Hirsi Ali: „Der Westen sollte endlich seine Werte verteidigen“! 18. September 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:19

 

Der belgische TV-Sender „Life!TVund die erste verschleierte Moderatorin Farah

 

Sie wird bedroht, weil sie den Islam kritisierte:

Die in Somalia geborene niederländische Publizistin Ayaan Hirsi Ali

über den Aufruhr in der muslimischen Welt und die Reaktionen darauf.

 

 

 

Die Welt: Eine neue Episode der weltweiten Gewalt und Proteste gegen die Beleidigung des Propheten Mohammed hat begonnen – diesmal ausgelöst durch ein unbedeutendes Youtube-Video. Es gab in der Vergangenheit bereits eine Fatwa (islamisches Rechtsgutachten) gegen den Autor Salman Rushdie, gewaltsame Proteste gegen dänische Mohammed-Karikaturen und Ihren eigenen Fall – Ihren Film über Frauen im Islam, nach dessen Veröffentlichung ihr Filmpartner Theo van Gogh von militanten Muslimen umgebracht wurde und Sie untertauchen mussten. Ist bei den Protesten diesmal etwas anders als bei den vorherigen?

Ayaan Hirsi Ali: Ich würde sagen, dass diese Ausschreitungen alle aus einem Guss sind, denn sie haben alle den selben Ursprung: eine politische Ideologie eingebettet in eine 1400 Jahre alte Religion und Kultur, die keinen Platz bietet für Kritik an ihrem kulturstiftenden Vater und den heiligen Texten. Sobald es um den Koran geht und den Propheten, fühlen sich Muslime beleidigt durch jegliche Arbeit, die sie diesen beiden Symbolen gegenüber als respektlos empfinden: vom aktuellen Koran-Projekt in Deutschland, das eine ernsthafte wissenschaftliche Arbeit darstellt, bis hin zum berüchtigten Video auf Youtube. Für den Durchschnitt der Muslime ist das alles gleichermaßen ein Angriff auf ihren Glauben.

 

Die Welt: Ein Unterschied zu den Protesten in der Vergangenheit ist, dass sie diesmal in der Folge des „arabischen Frühlings“ stattfinden. Mittlerweile können die Massen ihre Meinung frei äußern und haben Führungen wie die Muslimbrüderschaft in Ägypten gewählt. Jetzt sind die Islamisten der Mainstream und sie sind so wütend wie die Menschen, die der Westen sonst als militanten Rand bezeichnet hat. Wie schätzen Sie das ein?

Ayaan Hirsi Ali: Was wir in der Folge der Proteste in der arabischen Welt sehen, ist eine Abneigung gegenüber tyrannischer Herrschaft – egal, ob es ein säkularer Diktator oder eine religiöse Monarchie ist. Dort, wo die Diktatur gestürzt wurde, sehen wir – und das habe ich immer gesagt – eine starke Unterstützung für Regierungen, die sich auf dem politischen Islam gründen. Die Hauptströmung der Bruderschaft hat nie ein Geheimnis aus ihrer Zustimmung zu einem politischen und moralischen Rahmen gemacht, der auf islamischen Rechtsgrundsätzen basiert. Deswegen sollte es uns nicht überraschen, dass die Führer der Muslimbrüderschaft sich durch die negative Darstellung ihrer moralischen Richtlinien beleidigt fühlen.

 

Die Welt: Während US-Präsident Barack Obama nach den Ausschreitungen an der Meinungsfreiheit festhält, sagt der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, die Beleidigung des Propheten könne nicht als Meinungsfreiheit angesehen werden. Lassen sich diese konträren Positionen vereinbaren?

Ayaan Hirsi Ali: Für mich symbolisiert das den „Kampf der Kulturen“, den Samuel Huntington im Jahr 1993 beschrieben hat. Es ist eine unangenehme Realität, der sich beide Kulturen gegenüber sehen: Es gibt gewisse Werte, bei denen können ihre Träger keinen Kompromiss eingehen. Premierminister Erdogan ist unermüdlich damit beschäftigt, Initiativen im Namen der islamischen Nationen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit für eine Gesetzgebung durch die Kanäle des internationalen Gesetzes zum Verbot der Blasphemie voranzubringen. Präsident Obama hat der islamischen Welt unermüdlich mitgeteilt, dass Amerika Freundschaft und Frieden mit den Muslimen auf der ganzen Welt anstrebt. Er hat gelobt, die amerikanischen Truppen aus dem Irak und aus Afghanistan abzuziehen. Er stand auch dem Sturz von Diktatoren, die Verbündete der USA waren, nicht im Weg. Und er hat Israel und einem Teil der jüdischen Bevölkerung in den USA vor den Kopf gestoßen, indem er versucht hat zu zeigen, dass die Palästinenser ebenso ein Partner der USA seien wie die Israelis. In Wirklichkeit ist keiner der beiden Anführer oder der Menschen, die ihn gewählt haben, darauf vorbereitet, dem anderen zu geben, was er möchte: Präsident Obama oder irgendein anderer amerikanischer Präsident wird keinen Kompromiss bei der Meinungsfreiheit eingehen. Und Ministerpräsident Erdogan oder irgendein anderer muslimischer Führer wird sich nicht zurücklehnen und Blasphemie gegen islamische Symbole akzeptieren.

 

Die Welt: Die Demokratisierung der Medien bedeutet, dass jeder auf der ganzen Welt Videos versenden kann – und diese auch von jedem gesehen werden können. Das birgt gewisses Konfliktpotenzial…

Ayaan Hirsi Ali: Genauso ist es. Westliche Staaten beruhen auf dem Prinzip, dass der freie Meinungsaustausch von der Verfassung geschützt ist. So ist den Filmemachern in Hollywood oder den großen Verlagshäusern in New York nichts heilig: Wenn ein Film gut ist, erhält er einen Oscar. Ist er schlecht, wird er in den Rezensionen zerrissen. Dabei ist kein Thema tabu, ob es nun um Jesus Christus, Sex, Geld, Schwule, Juden oder Frauen geht. Erdogan und der ägyptische Präsident Mohammed Mursi wollen offenbar nicht verstehen, dass in einer Verfassungsdemokratie der Premier oder Präsident gar nicht die Macht und das Recht haben, die freie Meinungsäußerung einzuschränken. Wenn Obama sagt, der islamfeindliche Film sei unwürdig und repräsentiere nicht die Meinung der US-Regierung, ist das eben nur seine Privatmeinung – und nicht das Gelöbnis, die Macher des Films zu bestrafen.

 

Die Welt: Was soll der Westen also tun?

Ayaan Hirsi Ali: Als die einzig verbliebene Supermacht stehen die USA vor der großen Herausforderung, so weit es geht Konflikte zu vermeiden. Das ist umso schwieriger, als der amerikanische Einfluss abnimmt und der seiner Feinde wächst. Im Verhältnis zur muslimischen Welt hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten Folgendes gezeigt: Zu propagieren, dass sich gegenseitig ausschließende Moralvorstellungen vereinbaren lassen, löst das Problem nicht – ganz im Gegenteil, es verzögert nur die unausweichliche Auseinandersetzung in diesem ideologischen Streit. Amerika wird genauso wenig von der Meinungsfreiheit abweichen, wie die Muslime nicht akzeptieren werden, dass eine Beleidigung ihrer religiösen Ikonen straffrei bleiben darf. Von daher ist der einzige Ausweg eine wahrhafte Auseinandersetzung, bei der jede Seite versucht, der anderen zu beweisen, dass die jeweiligen Wertvorstellungen überlegen sind. Mit anderen Worten: Der Westen sollte endlich aufhören mit der moralischen Relativierung und damit beginnen, seine Werte zu verteidigen. Das wird im Endeffekt weniger Leben kosten, als sich vorübergehend mit Diktatoren und Tyrannen zu verbünden. {Quelle: www.welt.de – Von Nathan Gardels}

 

5 Responses to “Ayaan Hirsi Ali: „Der Westen sollte endlich seine Werte verteidigen“!”

  1. Erich Foltyn Says:

    Werte verteidigen ist vielleicht zu viel gesagt, der Westen sollte seine Interessen dorthin ausweiten, wo ein Ordnungsruf notwendig ist und dazu sollte er Methoden wählen, die für die Moslems einen hohen Energieverbrauch darstellen. Aber der Krieg in Afghanistan ist das Gegenteil. Und mit dem pflanzt man seit Jahren den Teil der zivilisierten Welt und stellt sich möglichst blöd dabei an, damit die Greise aus den Totenzimmern heraus kommen und ihnen Tips geben, was sie machen sollen. Die haben alle schon den Weltkrieg vergessen und ich war bei Kriegsende ein 2-jähriges Baby. Aber ich könnte ihnen noch genug erzählen… die vergaßen ja den jahrzehntelang dauernden Kalten Krieg von einem Tag auf den anderen. Da haben sie sogar einen Stacheldraht an der Grenze gehabt mit schießenden Wachposten. Niemand ist eingefallen, Bomben zu werfen, damit die Amerikaner abziehen. So eine Erfahrung kann man ihnen nicht auf eine militärische Art verschaffen. Da muss man andere Seiten aufziehen.

    • saphiri1 Says:

      Der Islam stirbt.

      Es hat hunderte von Jahren gedauert, bis das römische Reich aufgebaut und wieder zerstört war. Während dieser langen Zeitspanne in den frühen Jahren der westlichen Zivilisation durften die Bevölkerungen vom Mittelmeer bis nach England größtenteils ihre jeweiligen Götter anbeten, obwohl man von ihnen auch erwartete, dass sie die Götter Roms verehrten

      Nach dem Tod von Mohamed im Jahre 632 n. Chr. verbreitete sich diese Religion, eine kämpferische Sekte deren Anhänger Mohamed tief verehrten, rasch in Nordafrika und bis nach Spanien aus. Heutzutage geht man davon aus, dass der Islam mehr als 1,2 Milliarden Anhänger weltweit hat, wobei sich die meisten von ihnen im Mittleren Osten und in Afrika befinden. Es gibt etwa 31 Millionen Moslems in Europa, über 845 Millionen in Asien und 323 Millionen in Afrika. Etwas mehr als 1 Million Moslems leben in Lateinamerika und etwa 2.9 Millionen in Nordamerika. Der Islam bleibt eine deutlich arabische Religion.

      Der Islam war verbal schon seit seiner Gründung mit all den anderen Religionen im Krieg. Er sieht die Welt als zweigeteilt an. Es gibt die Welt des Islams (Dar es Islam) und die Welt der Ungläubigen (Dar es Harb), welches die Welt des Krieges ist. Das Kalima-Gebet, welches täglich gesprochen wird, besagt „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohamed ist sein Prophet“. Mohamed sagte: „ Das Schwert ist der Schlüssel zum Himmel und zu der Hölle.“ Im Gegensatz dazu sagte Jesus etwa 600 Jahre vorher: „ Derjenige, der mit dem Schwert lebt, soll durch das Schwert verschwinden
      Ein anderes Muster welches entstanden ist sind die islamischen Attacken auf Amerika und andere westliche Zivilisationen und Institutionen. Der Westen wird durch seine Toleranz, seiner säkularen Regierung und seinen Kapitalismus als Bedrohung des islamischen Rechts angesehen, welches im Mittleren Osten angewandt wird. Im Jahr 1993 wurde das World Trade Center erstmals Ziel eines Angriffs und dann schließlich fiel es im Jahr 2001 endgültig als Symbol des Westens in sich zusammen.

      Der Krieg gegen den Westen wird nun immer deutlicher, weil Moslems immer mehr Institutionen angreifen, ganz vorne steht dabei auch die UN. Die Anschläge auf Diplomaten sind ein weiteres Zeichen der Gleichgültigkeit gegenüber jahrelanger Traditionen dass diejenigen beschützt werden sollen denen man anvertraut hat, internationale Konflikte zu lösen. Sobald du Diplomaten als Geiseln nimmst oder sie gar tötest, bedrohst du unweigerlich den Kern einer jeden Zivilisation. Mittlerweile gibt sogar das schüchterne Konglomerat, welches auch EU genannt wird, widerwillig zu, dass sie sich vor dem islamischen Dschihad schützen müssen. Typischerweise wäre ihnen eine gütliche Einigung natürlich lieber als Selbstverteidigung.

      Ein weiteres Zeichen für den Verfall des Islams kann darin erkannt werden, dass nun auch muslimische Länder, die sich mit dem Westen verbündet haben, als Angriffe benutzt werden. Sie sollen so wieder in die Linie des Islams gebracht werden, dessen Ziel die Weltherrschaft ist. Diese Angriffe sind Verzweiflungstaten und sind nicht auf diverse Länder zurück zu führen, sondern auf das Herz des islamischen Fundamentalismus.

      Die perfekte Metapher des Islams ist der Selbstmordattentäter, der sich selbst tötet und dabei noch andere umbringt.

  2. Erich Foltyn Says:

    es ist ja direkt lächerlich, wenn ich hier in Wien ein Wort schimpfe über den Mohammed und in Afghanistan werden deswegen 5 US-Soldaten getötet, dann muss man ihnen doch eine Botschaft zukommen lassen können. Es wird doch Völkern von 800 Millionen Menschen etwas einfallen, sie so zu verspotten, dass sie anfangen zu begreifen, wer sie eigentlich sind. Und wenn sie tobsüchtig werden, dann sollen sie sich zu Tode toben. Das ist ja nicht normal, dass die Europäer ihre eigenen Leistungen verhöhnen, wo sie dauernd arbeitslos sind. Gut wir waren Nazis, aber wir haben ohne Islam aus dem Trümmerhaufen des Weltkrieges blühende Landschaften geschaffen. Die Moslems müssten sich ja fuchsen, weil ihnen ihr ganzer Allah nix nützt und sie könnten sich alle 10 Finger abschlecken, wenn sie so wären wie wir. Und so kann man nicht zu was kommen, indem man dem Westen Feind ist. Und bitte, was helfen ihnen die Saudis ? Das wären ja ihre Glaubensbrüder ? Die rühren nicht einen Finger, die arabische Liga stellt sich absichtlich so blöd an, dass man von ihnen gar nix mehr verlangt. Das sind ja alles lauter faule Pinkel mit einer kontraproduktiven Moral und sie freuen sich noch, wenn amerikanische Botschaften angezündet werden. Unser Gutheit ist ja nicht für die.

  3. Bernhardine Says:

    Salman Rushdies Autobiografie „Die ‚Satanischen Verse‘ würde heute niemand verlegen“

    Salman Rushdie legt seine Autobiografie vor. Sie ist ein Lehrbuch zum Umgang mit Hasstiraden wegen angeblicher Beleidigungen des muslimischen Glaubens. Lebenserinnerungen eines Todgeweihten. http://www.stern.de/kultur/buecher/salman-rushdies-autobiografie-die-satanischen-verse-wuerde-heute-niemand-verlegen-1896832.html

  4. Bernhardine Says:

    Nur mal so:

    Wieviele Redaktionsstuben wurden von Katholiken abgefackelt?
    Wieviele Demos, Straßenschlachten mit Atheisten und der Polizei durch Tausende aufgebrachter Katholiken?
    Über wieviele Journalisten, Möchtegern-Künstler, Theaterfritzen und Filmemacher wurde der Kirchenbann verhängt?
    Wieviele Raketen verschoß der Vatikan?

    „“19. September 2012, 08:00
    Deutscher Presserat: ‚Titanic‘ brachte Beschwerde-Rekord…

    Am kommenden Dienstag entscheidet das Gremium über Beschwerden zum Papst-Titel des Satiremagazins „Titanic“, wie Ernst weiter mitteilte. Der Beschluss des Vatikan, die Klage gegen das Magazin zurückzuziehen, spiele dabei keine Rolle…““
    http://www.kath.net/detail.php?id=38141


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