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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Führt liberale Theologie zum Untergang? 15. September 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 21:10

 

Der katholische US-Publizist Ross Douthat

hat mit einer Kolumne in der New York Times eine Debatte entfacht.

Darin verweist er auf die Mitgliederverluste aller US-Traditionskirchen,

die sich einer liberalen Theologie verschrieben haben.

 

USA (kath.net/idea): Führen eine liberale Theologie und eine gesellschaftspolitische Ausrichtung der Kirchen zu ihrem Untergang? Über diese Frage ist eine Debatte in den USA entbrannt. Auslöser ist ein Artikel des Publizisten Ross Douthat in der New York Times (Ausgabe 14. Juli). Darin verweist er auf die Mitgliederverluste aller US-Traditionskirchen, etwa Anglikaner, Lutheraner, Reformierte, Methodisten, die sich einer liberalen Theologie verschrieben haben und Gesellschaftspolitik in den Vordergrund stellen. Dem jüngsten Jahrbuch der Kirchen und religiösen Sondergemeinschaften in Nordamerika zufolge ist die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika (4,3 Millionen Mitglieder) in einem Jahr um sechs Prozent geschrumpft. Die reformierte Presbyterianische Kirche USA verzeichnete ein Minus von fast 3,5 Prozent (2,7 Millionen), die anglikanische Episkopalkirche um 2,7 Prozent (1,9 Millionen), die Vereinigte Kirche Christi um zwei Prozent (1 Million) und die Evangelisch-methodistische Kirche um 1,2 Prozent (7,7 Millionen). Douthat führt zudem an, dass der Gottesdienstbesuch in der Episkopalkirche im vergangenen Jahrzehnt um 23 Prozent gesunken sei.

 

 

Bischöfin: Umweltschutz wichtiger als Kinderkriegen

 

Diese Kirche habe sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer der progressivsten in den Vereinigten Staaten entwickelt. Die Vorsitzende Bischöfin Katherine Jefferts Schori habe 2006 in einem Interview mit der New York Times die Meinung vertreten, dass ihre Kirche nicht so sehr daran interessiert sei, „ihre Reihen durch Kinderkriegen aufzufüllen“; viel mehr Wert lege sie auf „gute Haushalterschaft“ für die Umwelt.

 

 

Anglikaner: Flexibel bis zur Selbstaufgabe

 

Nach Ansicht des Katholiken Douthat gibt die Episkopalkirche heute in etwa ein solches Bild ab, wie es die römisch-katholische hätte, wenn der Papst jeden Reformvorschlag annähme, den liberale Gelehrte dem Vatikan empfehlen. Douthat: „Sie hat noch Priester und Bischöfe, Altäre und Kirchenfenster, aber sie ist in der Lehre flexibel bis zur Selbstaufgabe, fast jeder Form sexueller Liberalisierung freundlich zugetan, bereit, das Christentum mit anderen Religionen zu vermengen, und darauf erpicht, Theologie zugunsten säkularer politischer Anliegen herunterzuspielen“.

 

 

Soziales Evangelium war früher eine „positive Kraft“

 

Doch Douthat lässt auch theologisch konservative Protestanten und Katholiken nicht ungeschoren. Am erfolgreichsten seien häufig jene politisch Konservativen, die ein seichtes Gesundheits- und Wohlstands-Evangelium predigten. Konservative hätten auch keinen Grund, selbstgefällig auf den Niedergang der Liberalen zu blicken. Denn die Überzeugung, dass der Glaube soziale Reformen wie auch die Frömmigkeit fördern solle – sei früher eine „immens positive Kraft“ gewesen. Sie habe etwa die Bürgerrechtsbewegung vorangetrieben. Niemand könne sich ihre Auslöschung wünschen, sondern sie müsse ihre religiöse Existenzberechtigung wiederfinden. Frühere Repräsentanten des „sozialen Evangeliums“ seien tief gegründet gewesen in Bibelstudium, Gebet und Gottesdienst.

 

 

Metaxas: Keine „klammheimliche Freude“

Der evangelikale Bestsellerautor und Bonhoeffer-Biograf Eric Metaxas (New York) stimmt Douthats Analyse weitgehend zu. Er weist in der Internet-Zeitung Christian Post darauf hin, dass auch theologisch konservative Kirchen schrumpfen, etwa der Bund der Südlichen Baptisten – mit gut 16 Millionen Mitgliedern die größte protestantische Kirche in den USA. Aber nicht nur deshalb verbiete sich „klammheimliche Freude“ über den Niedergang der Traditionskirchen. Metaxas verweist auf einen Artikel des Theologen Timothy George, Vorsitzender der Colson-Zentrums in Lansdowne (Bundesstaat Virginia).

 

 

Versuchungen bei Evangelikalen und Katholiken

Wie er schreibt, seien auch die größten Kirchen in den USA – noch vor den Südlichen Baptisten die römisch-katholische Kirche mit 68,2 Millionen Mitgliedern – Versuchungen ausgesetzt, „das verblassende Ethos des liberalen Protestantismus nachzuahmen“. Oft würden evangelistische Gründe dafür angeführt: Man wolle „religiöse Kulturverächter“ durch eine Art „vager Neo-Spiritualität“ gewinnen. Die Absicht sei zwar ehrenhaft, aber die Folgen wahrscheinlich katastrophal: „ein soziales Evangelium, das allein sozial ist aber kein Evangelium“. Daraus entstehe ein Kirche, die nichts anderes mehr zu sagen habe, als das, was säkulare Eliten schon längst und meist besser gesagt hätten. George sieht die Gefahr eines „horizontalen Glaubens“, der das Zutrauen in Gottes erlösende Liebe verliere.

 

 

Beten für Christen,

die gegen den Strom schwimmen

 

Der Niedergang der liberalen Kirchen sollte Evangelikale vor allem zur Fürbitte anregen. George: „Es gibt keinen Anlass für Selbstgerechtigkeit.“ In jeder Kirche seien treue Christen zu finden, die gegen den Strom schwimmen und „ihre Knie nicht vor Baal beugen“. Sie seien oft Nachstellungen und Diskriminierungen ausgesetzt. Es gelte darum zu beten, dass sie standhaft bleiben und geistliche Gemeinschaft finden. Diese Fürbitte sollte begleitet werden von Gebeten für andere, die neue Gemeinden gründen.

{Quelle: kath.net}

 

6 Responses to “Führt liberale Theologie zum Untergang?”

  1. Emanuel Says:

    Nach den Aussagen der islamischen Lehrer-
    war Aisha 9 Jahre alt als Mohamed die „Ehe mit ihr vollzog“ ! Ist es zutreffend, das so etwas in christlich dominierten Ländern verboten ist ???

    und noch eine kleine Frage: Ist es jetzt verboten oder wird es zensiert, wenn man die Aussagen islamischer Lehrer veröffentlichen möchte ???

    Bitte dringend um Antwort !

    • CARMA Says:

      da mache ich mir auch zunehmend sorgen! wie siehts eigentlich mit unseren persönlichen webadressen aus, wie sicher sind die noch? schützt uns der verfassungsschutz, die polizei? habe keine lust auf eine bärtige horde vor meiner tür – na, zumindest kann ich ihnen einen koran schenken!! geb ich sogar gerne her…(vielleicht sollte ich knoblauch an die türe nageln oder lockt das gar an? – bitte um tipps…)

  2. Wenn also seine Verwerfung (die Verwerfung JESHUAS durch die Juden) die Versöhnung der Welt ist, was wird seine (zukünftige und sich schon jetzt anbahnende) Annahme (durch die Juden) anderes sein als Leben aus den Toten!“ So die genaue Übersetzung von Röm 11,15. Dann wird sich erfüllen, was der Prophet Sacharia gesehen und angekündigt hat und was Jesaja in seinem Trostbuch von der Erlösung Israels (Kap.40-55) schon zwei Jahrhunderte zuvor als Gottes Ratschluss verkündete: „Redet mit Jerusalem freundlich und predigt ihr, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist; denn sie hat doppelte Strafe empfangen von der Hand des Herrn für alle ihre Sünden“ (Jes 40,2). Wenn nun bei dem in Laodizea gefundenen Zeichen auf der mittleren Lampe (die dem Allerheiligsten zugewandt war) das Kreuz steht, so kann doch dies nur bedeuten, dass sich in Jeshua, dem Messias des jüdischen Volkes und dem Heiland der Welt, für beide Teile des Volkes Gottes (siehe Röm 9-11) das Ziel des HERRN mit SEINER Schöpfung erfüllt und vollendet. Das Judentum, symbolisiert durch den Leuchter, ist die Wurzel des Christentums (Kreuz), wie es der Apostel Paulus in Röm 11,17ff eindrücklich erläutert: „…so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich“. Beide, Wurzel und Stamm mit Zweigen, gehören untrennbar zusammen. Trennt sich der Stamm von der Wurzel, wird er unweigerlich früher oder später absterben. Das wurde in der Vergangenheit oft verneint oder vergessen zum Schaden vor allem für die Kirche. Beiden gelten die herrlichen Verheißungen der Zukunft (siehe u.a. Röm 11,25ff), wie sie uns sowohl im ersten wie auch im zweiten Teil der Bibel aufgezeigt sind. So kann das in Laodizea gefundene Symbol für uns alle ein Zeichen der Besinnung und einer neuen Hoffnung für unsere Verbundenheit mit dem jüdischen Volk sein, aus dem unser HErr hervorgegangen ist. Mit Laodizea, später auch Bischofssitz, ist aber auch das siebte Sendschreiben der Offenbarung zu verbinden. Es ist als überaus ernste Mahnung an eine Gemeinde zu verstehen, die offenbar für die Kirche der Endzeit steht: „Ich Kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ICH dich ausspeien aus meinem Munde.“ (Offb 3,15f) Das reiche Laodizea, noch heute gut erkennbar an den farbigen Marmorsäulen, war sich in seiner Wohlhabenheit so sicher, dass es ganz darauf setzte und nicht etwa auf Gott vertraute. Diese Herrlichkeit fand jedoch mit einem Schlag ein Ende, als die Stadt im 6. Jahrhundert durch ein Erdbeben zerstört wurde. Trotz des Versuches eines Wiederaufbaus, sollte Laodizea seine einstige Bedeutung nicht wieder erlangen, seine Trümmer werden erst heute von Archäologen von einer dicken Erdschicht befreit. „Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts! und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm blind und bloß. ICH rate dir, dass du Gold von MIR kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest … Welche ICH lieb habe, die weise ICH zurecht und züchtige sie. So sei nun eifrig und tue Buße! Siehe ICH stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand MEINE Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ICH hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit MIR. …Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“ (Offb3,20f) H. Nowitzky, Okt. 2008

  3. 1. Teil JÜDISCH-CHRISTLICHES SYMBOL IN LAODIZEA ENTDECKT Wer den Spuren des Apostels Paulus in Kleinasien folgt und die frühchristlichen Stätten besucht, kann interessante Entdeckungen machen. Unter Schutt und Erde verborgen liegen in der Türkei sicher noch manche Schätze aus antiker Zeit. Doch dem türkischen Staat fehlt das Geld für umfangreiche archäologische Ausgrabungen oder vielleicht auch das Interesse an der Geschichte vor der osmanischen Eroberung und der folgenden Islamisierung des Landes. Ein Beispiel hierfür ist Laodizea, wo die Gemeinde, an die sich das siebte Sendschreiben in der Offenbarung richtet, beheimatet war. Hier begannen die archäologischen Ausgrabungen erst vor kurzem und stehen zudem unter polizeilicher Kontrolle. Das Fotografieren ist nur begrenzt erlaubt! Doch gerade hier entdeckte ich auf einer umgestürzten und zerbrochenen Marmorsäule ein interessantes etwa 40 Zentimeter hohes und auf dem Stein erhabenes Symbol: der siebenarmige Leuchter, die Menora, aus deren mittlerem Arm sich das Kreuz erhebt. Dieses Zeichen fügt zwei Dinge zusammen, die zusammengehören: Die Menora, heute das Staatssymbol Israels, sollte nach dem Willen des Herrn (Ex 25,31ff) aus feinstem Gold getrieben sein und vor dem Allerheiligsten im Tempel aufgestellt werden. Der etwa mannshohe Leuchter stand links vom goldenen Räucheraltar gegenüber dem goldenen Tisch mit den Schaubroten. Die mittlere Lampe des Leuchters wurde die „Westliche“ genannt. Sie neigte sich hin zum Allerheiligsten, in Richtung Westen. Diese Lampe allein durfte nur mit dem Feuer des Räucheraltars entzündet werden. Insgesamt symbolisiert die Menora die Vollkommenheit (Sieben) und die Herrlichkeit des Herrn (Licht) sowie seine Reinheit (Gold). Im Mittelalter wurde vor allem dieses altjüdische Symbol zum Zeichen für den Dritten Tempel in der messianischen Zeit und somit zur sehnsüchtigen Hoffnung auf den kommenden Messias (Neues Lexikon des Judentums). Als Christen hoffen wir auf den wiederkommenden Messias, den auch Israel „zu der Zeit“ als den gekommenen und wiederkommenden „Sohn Davids“ erkennen wird. Mit dieser Zeit meint der Prophet Sacharja die Zeit, in der der HERR Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen wird. „Alle, die ihn weg heben wollen, sollen sich daran wund reißen; denn es werden sich alle Völker auf Erden gegen Jerusalem versammeln.“ (Sach 12,3ff) Aber zu der Zeit „will ICH (der HERR) ausgießen über das Haus David und über die Bürger Jerusalems den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden MICH ansehen, den sie durchbohrt haben, und sie werden um IHN klagen, wie man klagt um ein einziges Kind und werden sich um IHN betrüben, wie man sich betrübt um den Erstgeborenen“ (Sach 12,9f; Joh 19,37; Mt 24,30; Offb 1,7). Sind wir dieser Zeit nahe? In Röm 11,11ff weist Paulus auf eine wichtige Tatsache hin, die das Verhältnis von Juden und Heiden betrifft: Durch den Fall der Juden ist auch den Heiden das Heil widerfahren, damit Israel ihnen nacheifern sollte. Wenn nun Israels Fall Reichtum für die Welt ist und ihr Schade Reichtum für die Heiden, die Jesus als ihren Heiland annehmen, bedeutet – wie viel mehr wird es Reichtum sein, wenn die Zahl der so geretteten Heiden nach Gottes Ratschluss die Vollzahl erreicht

    • CARMA Says:

      interessante textauswahl – leider ohne quellenangabe zum selber mal studieren.
      PS: wollte dir auch schon anraten, aus gegebenem anlass lieber kein foto reinzustellen – wer weiß?!


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