kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wir haben Angst vor dem, was danach kommt“ 14. September 2012

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 19:02

Der maronitische Patriarch ist Gastgeber des Papstes im Libanon. In seiner Haltung zumArabischen Frühling“ ist Bechara el Rai gespalten wie andere christliche Kirchenführer in der Levante.

 

 

Er ist freundlich und gewinnend, gilt als offenherzig und guter Zuhörer. Der maronitische Patriarch Bechara el Rai ist in den kommenden drei Tagen der kirchliche Gastgeber von Papst Benedikt XVI. Beide eint die Sorge um die Zukunft der Christen im Nahen Osten, in Syrien und im Irak, im Libanon und in Ägypten. Zufall der Geschichte: Am 15. März 2011, als 38 der weltweit 40 maronitischen Bischöfe Bechara el Rai im Kloster Bkerke nahe Beirut zum neuen Oberhirten wählten, gingen im Nachbarland Syrien die Bürger zum ersten Mal gegen das Regime von Baschar al Assad auf die Straße. 18 Monate später ist aus ihren friedlichen Protesten ein verheerender Bürgerkrieg geworden. Libanons Patriarch wurde am 25. Februar 1940 in dem Bergdörfchen Himlaya geboren, arbeitete nach seiner Priesterweihe 1967 zunächst einige Jahre bei Radio Vatikan und promovierte an der Lateran-Universität in Kirchenrecht. 1986 wurde er zum Weihbischof von Antiochien ernannt, was auf dem Gebiet der heutigen Türkei liegt. Von 1990 bis 2011 war er Oberhirte der Hafenstadt Byblos am Mittelmeer. Er gilt als moderater Mann, der gute Beziehungen zu allen Glaubensgruppen in seiner Heimat pflegt, den Drusen, den Schiiten und den Sunniten. Auch von beiden Lagern der politisch zerstrittenen Christen wird er respektiert. Die Mehrheit der Maroniten unterstützt die prowestliche Allianz des sunnitischen Ex-Premiers Saad Hariri. Eine Minderheit unter der Führung von General Michel Aoun steht dagegen hinter Premier Najib Mikati, die von der Hisbollah, der schiitischen Amal und den Drusen getragen wird.

 

 

In seiner Haltung zum Arabischen Frühling ist der 72-Jährige genauso gespalten wie viele andere christliche Kirchenführer in der Levante. Einerseits befürwortet er den Ruf nach Reformen und Öffnung, andererseits befürchtet er, die Umwälzungen könnten radikale islamistische Führungen an die Macht bringen und den Christen „eine übergroße Last an Leid aufbürden“. Im März sagte er noch: „Wenn ein arabisches Land der Demokratie am nächsten kommt, dann ist es Syrien.“ Zu diesem Zeitpunkt waren im Nachbarland bereits 7000 Menschen gestorben, inzwischen sind es mehr als 26 000. Heute würde Rai diesen Persilschein für Syriens Präsidenten Assad am liebsten ungeschehen machen. „Syriens Christen unterstützen nicht das Assad-Regime“, erklärte er vor wenigen Tagen. „Aber wir haben Angst, was danach kommt“. {Quelle: www.tagesspiegel.de – Martin Gehlen}

 

 

 

Patriarch Rai

Für einen „Christlichen Frühling

 

Für den ma­ro­ni­ti­schen Pa­tri­ar­chen von An­tio­chi­en, Be­cha­ra Bu­tros Rai, kann der Papst­be­such die Chris­ten im Li­ba­non einen und ihnen neue Kraft für ihre Mis­si­on in der Re­gi­on geben. Be­ne­dikt XVI. wird das Ober­haupt der grö­ß­ten christ­li­chen Kon­fes­si­on in dem Land am Sams­tag­nach­mit­tag in Bker­ke be­su­chen. Rai sagte im Ge­spräch mit Radio Va­ti­kan: „Der Li­ba­non kann sich in die­sen Tagen als fried­li­ches, to­le­ran­tes Land prä­sen­tie­ren. Die Reise des Paps­tes bringt dem gan­zen Nahen Osten Hoff­nung. Ich hoffe auf einen ,christ­li­chen Früh­ling’ in der Re­gi­on, der dann auch einen wirk­li­chen ara­bi­schen Früh­ling mit sich bringt ohne Ge­walt und Krieg, einen Früh­ling des Geis­tes“. Er wei­ge­re sich, die Chris­ten im Li­ba­non als „Min­der­heit“ zu be­zeich­nen, so Rai: Sie seien ja nicht vor kur­zem ein­ge­wan­dert, son­dern ge­hör­ten seit jeher zur Be­völ­ke­rung des Lan­des. Sie leb­ten fried­lich mit den Mus­li­men zu­sam­men, und ge­ra­de die Mus­li­me freu­ten sich be­son­ders über den Be­such des Paps­tes. Das Do­ku­ment zur Nah­ost­syn­ode von 2010 im Va­ti­kan werde nicht nur die grö­ß­ten Her­aus­for­de­run­gen für die Chris­ten in der Re­gi­on be­nen­nen, son­dern auch kon­kre­te po­si­ti­ve Lö­sun­gen für die ak­tu­el­len po­li­ti­schen Span­nun­gen im Nahen Osten an­bie­ten, zeig­te sich der Pa­tri­arch über­zeugt. Die ara­bi­sche Welt höre auf re­gio­na­ler und in­ter­na­tio­na­ler Ebene mo­men­tan „lei­der nur die Spra­che der Ge­walt und des Has­ses“, so Rai. Die Kir­che müsse dem nun eine „Spra­che des Frie­dens und Dia­lo­ges“ ent­ge­gen­set­zen.

 

 

Große Ge­bets­vi­gil mit Chris­ten und Mus­li­men in Bei­rut

 

Die Be­geis­te­rung ist auch unter den Mus­li­men im Li­ba­non groß; sie ma­chen neben den Chris­ten den Lö­wen­an­teil der li­ba­ne­si­schen Be­völ­ke­rung aus. Auch das be­ton­te Pa­tri­arch Rai im Ge­spräch mit Radio Va­ti­kan; der Ma­ro­nit hatte sich in Vor­be­rei­tung des Papst­be­su­ches in den ver­gan­ge­nen Tagen mit is­la­mi­schen Geist­li­chen ge­trof­fen. Und von die­sem En­thu­si­as­mus unter der mus­li­mi­schen Be­völ­ke­rung zeugt auch die große Ge­bets­vi­gil und Ma­ri­en­an­dacht, die mit Blick auf Be­ne­dikts Vi­si­te am Mitt­woch­abend in Bei­rut statt­fand: An dem Tref­fen nah­men neben un­zäh­li­gen Chris­ten auch tau­sen­de Mus­li­me teil. Radio Va­ti­kan hat mit ei­ni­gen von ihnen ge­spro­chen: „Maria ist eine Mut­ter für alle Men­schen, nicht nur für Chris­ten. Auch für uns Mus­li­me ist Jesus ein Pro­phet. Ich bin hier, um den Papst zu sehen, ich habe ihn noch nie ge­se­hen. Wir leben seit 2.000 Jah­ren zu­sam­men, und das soll­ten wir wei­te­re 2.000 Jahre tun – in Frie­den und mit Freu­de“. {Quelle: www.muenchner-kirchenradio.de}

 

4 Responses to “Wir haben Angst vor dem, was danach kommt“”

  1. Emanuel Says:

    Angst müssen wahre Christen wahrlich nicht haben…. Die Wahrheit ist für jeden , der den Willen und den Verstand dazu hat, erfahrbar ….

    Fünftes Kapitel
    Katechismus oder die Zehn Gebote,

    nach ihrem äußeren und inneren Sinn erklärt

    282. Es findet sich auf dem ganzen Erdkreis kein Volk, das nicht wüßte,
    daß morden, ehebrechen, stehlen, falsches Zeugnis ablegen, etwas Böses sei,
    und daß es, sofern nicht diesem Bösen durch die Gesetze vorgebeugt würde,
    um das Reich, den Staat und um jede errichtete Gesellschaft geschehen wäre.
    Wer könnte glauben, daß das jüdische Volk vor anderen so blödsinnig gewesen
    sei, daß es nicht gewußt hätte, daß jene Dinge Böses seien? Man könnte
    sich daher wundern, daß jene allenthalben auf Erden bekannten Gesetze von
    Jehovah selbst mit einem so großen Wunder vom Berg Sinai herab verkündet
    wurden; allein man höre: sie wurden mit einem so großenWunder verkündet,
    damit man wisse, daß diese Gesetze nicht bloß bürgerliche und moralische,
    sondern auch göttliche Gesetze seien, und gegen sie handeln nicht bloß wider
    den Nächsten, das heißt, den Mitbürger und die Gesellschaft, sondern auch
    gegenGott sündigen heiße;weshalb denn dieseGesetze durch die von Jehovah
    geschehene Verkündigung vom Berg Sinai herab auch zu Gesetzen der Religion
    gemacht wurden. Es ist ganz offenbar, daß Jehovah alles, was Er befiehlt,
    als zur Religion gehörig befiehlt, und daß man es somit der Seligkeit wegen
    tun soll. Doch bevor die Gebote erklärt werden, muß erst von ihrer Heiligkeit
    gehandelt werden, damit sich herausstelle, daß die Religion in denselben liegt.
    In der israelitischen Kirche waren die Zehn Gebote
    die Heiligkeit selbst
    283. Weil die Zehn Gebote die Erstlinge des WORTES, und somit die
    Erstlinge der beim israelitischen Volk zu gründenden Kirche waren, und weil
    sie in kurzem Abriß eine Zusammenfassung alles zur Religion Gehörigen
    waren, wodurch eine Verbindung Gottes mit dem Menschen, und des Menschen
    mit Gott bewirkt wird, darum waren sie so heilig, daß es nichts Heiligeres
    gab. Daß sie höchst heilig waren, ergibt sich deutlich aus folgenden Umständen:
    daß Jehovah der Herr selbst auf den Berg Sinai im Feuer und mit
    Engeln herniederstieg und sie von da mit lauter Stimme verkündigte, und [daß
    das Volk drei Tage lang sich vorbereiten mußte, um zu sehen und zu hören;]
    daß der Berg umzäunt war, damit niemand hinzutrete und sterbe; daß weder
    die Priester, noch die Ältesten sich nahen durften, sondern bloß Moses; daß
    jene Gesetze mit dem Finger Gottes auf zwei steinerne Tafeln geschrieben
    waren; daß Moses, als er diese Tafeln zum zweiten Male herniedertrug, mit
    dem Angesicht strahlte; daß die Tafeln nachher in der Lade niedergelegt
    wurden, und diese sich im Innersten der Stiftshütte befand, und über ihr der
    Gnadenstuhl gesetzt, und auf diese die Cherube von Gold gestellt wurden; daß
    dieses Innerste der Stiftshütte, in demdie Lade war, das Allerheiligste genannt
    wurde; daß außerhalb des Vorhangs, innerhalb welchem jene Lade war, mehrereDinge
    aufgestelltwurden,welche die heiligenDinge desHimmels und der
    Kirche vorbildeten, undwelchewaren dermitGold überzogene Tisch, auf dem
    die Schaubrote lagen, der goldene Altar, auf dem das Räucherwerk war, und
    der goldene Leuchtermit den sieben Leuchten; dann dieVorhänge ringsherum
    von Byssus, Purpur und Scharlach; die Heiligkeit dieser ganzen Stiftshütte
    beruhte auf nichts anderem, als dem Gesetz, das in der Lade war. Wegen der
    Heiligkeit der Stiftshütte, vermöge des Gesetzes in der Lade, lagerte sich dem
    Befehl gemäß das ganze israelitische Volk um dieselbe her nach der Ordnung
    der Stämme, und zog in Ordnung hinter derselben her, wo dann über derselben
    bei Tag eine Wolke stand, und bei Nacht ein Feuer. Wegen der Heiligkeit
    jenes Gesetzes und der Gegenwart Jehovahs in ihm, sprach Jehovah über dem
    Gnadenstuhl zwischen den CherubenmitMoses, und die Ladewurde ›Jehovah
    hier‹ genannt. [Deshalb war auch bestimmt,] das Aharon nicht anders als mit
    Opfern und Räucherwerk hinter den Vorhang gehen durfte, damit er nicht
    stürbe. Wegen der Gegenwart Jehovahs in jenem Gesetz und um dasselbe her
    waren auch Wunder durch die Lade, in der das Gesetz lag, geschehen, daß z.
    B. die Wasser des Jordans sich zerteilten, und solange die Lade in dessen
    Mitte ruhte, das Volk im Trockenen überging; daß durch ihr Herumgetragenwerden
    dieMauern Jerichos fielen; daß Dagon, der Götze der Philister, vor ihr
    zuerst auf sein Gesicht herabfiel, und hernach, getrennt vom Kopf, mit beiden
    Händen auf der Schwelle des Tempels lag; daß ihretwegen die Bethschemiten
    zu vielen Tausenden geschlagen wurden; daß Usa starb, weil er sie berührt
    hatte; daß jene Lade von David mit Opfern und Jubel nach Zion, und nachher
    von Salomo in den Tempel zu Jerusalem gebracht wurde, in dem sie das
    innersteHeiligtumbildete, und dergleichenmehr;woraus erhellt, daß die Zehn
    Gebote in der israelitischen Kirche die Heiligkeit selbst waren.

  2. Emanuel Says:

    Sorry ! Beim mehrmaligen Lesen dieses erhellenden Textes kam mir eine eigenartige Idee ….

    Die Bundes – Lade ist ja verschwunden … angeblich weiß niemand , wo sie ist .. manche vermuten , sie sei in einer Kirche in Äthiopien .. Das kann nicht sein, da Israel das bereits herausgefunden hätte und die Lade sicher „nach Hause“ geholt hätte …. Der Gedanke , der mir gerade kam – ist ….

    WAS VERBIRGT SICH EIGENTLICH GENAU IN MEKKA ? WAS IST DAS EIGENTLICH, WAS SIE

    „DEN SCHWARZEN STEIN“ NENNEN ?????

    Wer hat eigentlich Zugang zu diesem „Stein“ ?????

  3. Emanuel Says:

    „es gibt keinen Gott außer Gott und Jesus Christus ist Sein Sohn “ diskutieren sie diesen Spruch unter sich, liebe Zensoristen und bilden sie sich
    Ihr eigenes Urteil ….

  4. ich denke,dass ganz Einfach Gott dass so erschaffen wird wie es den Menschen vorherbestimmt ist.Gottes Wille wird einkehren…


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