kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Das schwierige Leben der Juden in Deutschland 13. September 2012

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 19:58

 

Bedrohte Minderheit

 

 

Juden in Deutschland kennen das Gefühl, bedroht und beleidigt zu werden.

Viele wurden schon tätlich angegriffen.

Trotzdem leben sie gern hier.

Die „Welt am Sonntag“ hat einige getroffen.

 

 

Die Klingel von Walter Rothschild ist mit einer Kamera ausgestattet, und doch sagt der Rabbiner, lege er nicht sonderlich viel Wert auf Kontrolle. „Man muss immer abwägen zwischen Offenheit und Vernunft und ich tendiere immer mehr in Richtung Offenheit“, sagt Rothschild. In seiner herrschaftlichen Altbauwohnung im Berliner Stadtteil Charlottenburg herrscht liebevolles Chaos. Neben der meterhohen Regalwand, vollgestopft mit Büchern und Aktenordnern steht der Wäscheständer und der Chanukka-Leuchter, die Kuscheltiere liegen auf der Sofalehne. Das mit der Offenheit stellt Rothschild dann gleich unter Beweis und beginnt die Wohnungsführung im Schlafzimmer. Fühlt sich Rothschild wohl und willkommen in diesem Land, wo doch die Ex-Präsidentin des Zentralrats der Juden Charlotte Knobloch soeben infrage stellte, ob dieses Land die Juden noch haben wolle. Rothschild findet die Frage komisch. „Was ist denn eigentlich deutsch? Gibt es türkische Deutsche? Deutsche Deutsche? Sind Juden ein Teil von Deutschland? Ist Bayern ein Teil von Deutschland?“, fragt Rothschild. „Juden sind auch Deutsche. Deutsch ist keine ethische oder religiöse Identität, sondern eine Staatsangehörigkeit“.

 

Der Blick von außen: Rothschild hat den Blick von außen, er ist Brite, lebt seit 14 Jahren in Berlin. Die Jüdische Gemeinde ist ihm in vielen Ansichten zu konservativ, Rothschild ist ausgetreten und nun im Vorstand der Union progressiver Juden in Deutschland. „Ich liebe meinen Wein und mein Steak“, sagt er. „Ich bin Ausländer, Europäer, Jude, Vater, ich habe viele Definitionen. Klar fühle ich mich wohl in Deutschland. Ab und zu kommt ein Idiot vorbei und versucht, seine eigene Definition durchzusetzen. Und da ist es eben praktisch eine Mütze über der Kippa zu tragen“. Denn manchmal wolle er eben nicht unbedingt provozieren, sondern in Ruhe zum Bahnhof kommen. Seit dem Überfall auf den 53-Jährigen Berliner Rabbiner Daniel Alter vor zwei Wochen werden Warnungen vor einem wachsenden Antisemitismus laut. Alter trug über seiner Kippa eine Baseballkappe, bevor er von vier arabisch aussehenden Jugendlichen zusammengeschlagen wurde. Auch Rothschild hat solche Attacken erlebt. Er wurde im Park verprügelt, die jüdische Schule, an der er unterrichtete, wurde mit Molotow-Cocktails beworfen. Das war im britischen Leeds. „Juden werden in ganz Europa attackiert, da bildet Deutschland keine Ausnahme“.

 

 

 

Rotschild wurde selbst verprügelt: Auch in Deutschland hat Rothschild Angriffe erlebt. 2001 wurde er von arabischen Jugendlichen in der U-Bahn zusammengeschlagen. Den Angriff ging ein kleiner Wortwechsel voraus. „Ich hasse alle Juden“, sagte einer der Jugendlichen. „Einige hasse ich auch, aber alle? Das ist übertrieben!“ sagte Rothschild. Die Antwort war ein Fausthieb ins Gesicht. Deutschland sei alles in allem ein sehr tolerantes Land, sagt Rothschild. „Ich habe keine Angst hier“. Vielmehr sehnt sich Rothschild nach nichts mehr als danach, normal zu sein. „Wir Juden sind zu so einer Art Obsession geworden. Dabei spielen wir statistisch gesehen überhaupt keine Rolle“! Juden machen in Deutschland etwa 0,8 Prozent der Bevölkerung aus. „Und doch sind wir fast jeden Tag in den Nachrichten. Frau Knobloch hat eingeatmet. Herr Kramer hat einen Schnupfen!“ Rothschild findet das übertrieben. „Es gibt in letzter Zeit mehr körperliche Attacken gegen Juden als in den vergangenen Jahren – vor allem in Ballungsgebieten und Großstädten“, sagte die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane. Belegen lässt sich diese Wahrnehmung nicht.

 

Weniger Antisemitismus: Die Polizei registrierte bundesweit einen Rückgang der antisemitischen Straftaten. 114 antisemitische Schmierereien von Rechtsextremisten im vergangenen Jahr – das macht einen Rückgang um 15% aus. Judenfeindliche Gewalttaten sanken von 37 im Jahr 2010 auf 29 im Jahr 2011. Avital Grinfeld, 16 Jahre, geht in Berlin auf das Jüdische Gymnasium, an dem der niedergeschlagene Rabbiner Daniel Alter früher unterrichtete. Bedroht fühlte sich das Mädchen mit den roten Locken noch nie. Avital empfindet unendliches Mitleid mit Familie Alter. Dennoch: „Es ist sehr weit ausgeholt, ein ganzes Land für die Taten von vier Jugendlichen verantwortlich zu machen“, sagt sie. Ganz im Gegenteil konnte ihre Familie ihren Glauben in Deutschland erst ausleben. Avitals Mutter stammt aus Russland. Sie emigrierte wie Hunderttausende Juden aus der sich auflösenden Sowjetunion. „Als meine Mutter nach Deutschland kam, hatte sie noch nie eine Tora in der Hand gehabt“. Mit 15 Jahren trat Avital einem Projekt des Berliner Senats bei für Mädchen mit Zuwanderungsgeschichte. „Ich war die einzige Jüdin, um mich herum nur muslimische Mädchen“, erzählt sie. Heute sei sie mit einigen befreundet. „Natürlich sind wir alle Deutsche, das stellt überhaupt niemand in Frage“, sagt Avital, hebräisch für Gottes Schatz.

 

Avital – eine liberale Jüdin: Etwa zweimal im Monat trifft sie sich mit anderen jüdischen und muslimischen Jugendlichen im Rahmen des Projekts „Juga – Jung gläubig aktiv“. Avital sieht sich als liberale Jüdin, es ist ihr wichtiger, sich zu engagieren, als die Regeln der Tora nicht zu brechen und etwa am Schabbat keine öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Und doch ist es für sie klar, dass ihr Mann einmal Jude sein wird. „Das, was ich mir erkämpfen musste, soll für meine Kinder selbstverständlich sein“, sagt Avital. Sie betet, geht am Samstag in die Synagoge, isst koschere Speisen. Um den Hals trägt sie einen Davidstern. „Ich will mir nicht verbieten lassen, offen meine Religion zu zeigen“. Am Dienstag wird Avital gemeinsam mit ihrer Freundin Leila an die Jüdische Schule nach Berlin Charlottenburg gehen, an der in der vergangenen Woche jüdische Mädchen beleidigt und bespuckt wurden. Beide wollen dort zeigen, dass sie sich ihre Religion nicht verbieten lassen. 13 jüdische Schülerinnen waren dort von Jugendlichen arabischer oder türkischer Herkunft als „Judenhuren“ beschimpft. Der Studie „Deutsch-Türkische Lebens- und Wertewelten“ zufolge meinen 18 Prozent der Deutsch-Türken, Juden seien minderwertige Menschen. Der im Jahr 2012 vorgestellte Antisemitismusbericht des Deutschen Bundestages stellt allerdings fest, dass rund 90 Prozent aller antisemitischen Straftaten von Tätern begangen werden, die dem politisch rechten Spektrum zugeordnet werden.

 

 

Judenfeindlichkeit ein allen Bereichen: Judenfeindlichkeit und negative Stereotypen ziehen sich demnach durch fast alle Bereiche der deutschen Gesellschaft. 20% der Bevölkerung seien latent antisemitisch eingestellt. Von den Tribünen der Fußballplätze schallen „rassistische, rechtsextreme und antisemitische Parolen“. Sätze wie „Juden gehören in die Gaskammer“ oder „Synagogen müssen brennen“ seien bei Wettkämpfen in der Regionalliga keine Seltenheit. Der Präsident des jüdischen Sportvereins TuS-Makkabi, Alon Meyer, berichtete jüngst von regelmäßigen, fast wöchentlichen antisemitischen Vorfällen. Polizeischutz bei Spielen sei inzwischen keine Seltenheit mehr. „Antisemitische Pöbeleien gehören zum Fußball dazu“, sagt ein 19-jähriger Student aus Frankfurt am Main, der seit Jahren bei Makkabi Fußball spielt. „Die gegnerische Mannschaft tritt häufig mit freudiger Aggressivität und Gewaltbereitschaft gegen uns an.“ Jungspielern werde auf dem Weg zum Auto oder Bus aufgelauert, manche würden verprügelt, einem Freund von ihm sei einmal die Nase gebrochen worden. Auch eine Studie der Antonio Amadeu Stiftung zeichnet ein drastisches Bild. 23% der Deutschen lehnen es ab, dass Juden in diesem Land die gleichen Rechte bekommen sollen. 32,8% sind der Ansicht, die Juden hätte zu viel Einfluss auf die Gesellschaft. 49,9 Prozent glauben, viele Juden versuchten aus der Vergangenheit des Dritten Reiches ihren Vorteil zu ziehen und die Deutschen dafür zahlen zu lassen.

 

Neues, jüdisches Leben: All dieser Zahlen zum Trotz erblüht in Deutschland neues jüdisches Leben. In der Hauptstadt etwa leben mittlerweile rund 18.000 Israelis, die Deutschkurse in den Goethe-Instituten in Tel Aviv und Jerusalem sind ausgebucht. Vor fünf Jahren wurde die erste Direktverbindung zwischen Tel Aviv und Berlin eingeführt, heute gibt es an fast jedem Tag mehrere Flüge. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Übernachtungen israelischer Touristen in Berlin verfünffacht. Nahezu jeder Israeli will nach Berlin oder kennt jemanden, der gerade hier war. Die Sprache ist hart zu lernen, das Wetter ist schlecht, und Strand gibt es auch keinen. Und doch kommen sie. Auch Hamburgs Landesrabbiner kämpft für jüdisches Leben in Deutschland. Sein schmuckloses Büro liegt auf dem Gelände einer Tankstelle – noch. Im Oktober wird das Zentrum in die Rothenbaumchaussee ziehen, ein Etappensieg. „Wir brauchen einfach mehr Platz“, sagt Shlomo Bistritzky. Vor acht Jahren noch fand der Sonntagsunterricht bisweilen in einem privaten Wohnzimmer statt. Sieben Kinder kamen, manchmal acht oder neun. Heute sind es 50. „Jeder Jude lebt seinen Glauben individuell aus“, sagt der 35-Jährige, der vor neun Jahren mit seiner Frau in die Hansestadt zog. Der Landesrabbiner hat sich zum Ziel gesetzt, die Infrastruktur für Juden auszubauen. Dass im Edeka-Markt an der Grindelallee seit zwei Jahren ein breites Sortiment an koscheren Produkten seine Käufer findet, geht auf sein Konto. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es einen jüdischen Weinladen sowie einen Cateringservice. Sein Traum? „Ein jüdisches Museum speziell für Kinder“, sagt der Vater von sechs Kindern. Er werde so oft gefragt, warum er diesen Bart und dieses Käppchen trage, da müsse es etwas geben, wo ganze Schulklassen sich informieren können.

 

Auf offener Straße angesprochen: Auf offener Straße angesprochen wurde er einmal von einer jungen Frau, die ihn am Samstag auf die besondere Festtagskleidung, den langen Mantel, abschätzig ansprach. Er selbst fühlt sich sicher in Hamburg – und das, obwohl er selbst mit dem langen Bart, den Zipfelquasten, die unter dem Hemd hervorgucken, und der Kippa als orthodoxer Jude zu erkennen ist. Der Streit um die Beschneidung jüdischer und muslimischer Säuglinge sei in ihrem Ursprung nicht antisemitisch, sagt Bistritzky, habe aber bei vielen den versteckten Antisemitismus hervorgeholt. Die Debatte tobt nun schon den ganzen Sommer, man könnte meinen, findet der Berliner Rabbiner Rothschild, sie beschäftige Deutschland mehr als die Zukunft der Rente oder des Euro. Nach einem Urteil des Landgerichts Köln aus dem Frühjahr ist eine Beschneidung von Minderjährigen eine rechtswidrige Körperverletzung, da das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes schwerer wiege als die Religionsfreiheit der Eltern.

 

Eingriff wider das Interesse des Kindes: Der Eingriff laufe außerdem dem Interesse des Kindes zuwider, später selbst über seine Religionszugehörigkeit entscheiden zu können. Seither gibt es Bestrebungen mehrerer Parteien, die religiös motivierte Beschneidung im Rahmen einer Gesetzesänderung explizit zu erlauben. Am Mittwoch hatte der Berliner Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) eine Übergangsregelung vorgestellt. Die Berliner Staatsanwälte seien angehalten worden, bei fachkundig vorgenommenen Eingriffen keine Ermittlungsverfahren einzuleiten. Insgesamt will Berlin solche Beschneidungen aber künftig an strenge Auflagen knüpfen. Unter anderem sollen die Eltern nachweisen, dass sie den Eingriff aus religiösen Gründen wünschen. Die Regelung trifft bei jüdischen Organisationen nicht etwa auf Zustimmung – sondern auf Protest. Tamara Guggenheim trägt ein blaues Tuch über ihren widerspenstigen Haaren. Die Religionslehrerin im jüdischen Gemeindezentrum in Düsseldorf bedeckt ihr Haupt seit einiger Zeit wieder häufiger. „Es gibt mir Sicherheit“, sagt sie, denn aus ihrer Sicht ist Ungeheuerliches in Deutschland passiert. So ungeheuerlich, dass ihr Mann ernsthaft gefragt hat, ob sie wegziehen sollen.

 

„Es fehlt der Respekt“: „Das Kölner Beschneidungsurteil hat mich in meinen Grundfesten erschüttert“, sagt die 52-jährige Mutter von fünf Kindern. Guggenheim ist tief verletzt. „Es fehlt der Respekt“, sagt sie. Das Urteil sei ein „Eingriff in das jüdische Selbstverständnis“. Sie findet, dass sich in die Kritik an der Beschneidung antireligiöse, antisemitische Ressentiments mischen. „Die Tonlage ist anders geworden, härter, unhöflicher, kompromissloser“. Am heutigen Sonntag demonstriert sie mit Gleichgesinnten unter dem Motto „Auf Messers Schneide“ auf dem Bebelplatz in Berlin. Sie hofft, dass Juden und Muslime zusammenfinden. Die Attacke gegen Rabbi Daniel Alter, ausgerechnet gegen jemanden, der sich um einen Dialog mit Muslimen bemüht, beunruhigt sie. Es lässt sie an einer multikulturellen Gesellschaft zweifeln. „Muslime mit Kopftuch gehören zum normalen Stadtbild. Warum kann die Kippa nicht genauso dazugehören?“, fragt sie. Viele Juden sehen die Zukunft hoffnungsfroher. „Ich lebe gern in Deutschland und fühle mich hier sicher“, sagt Marian Offman, Münchner Stadtrat (CSU) und Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde. „Ich erlebe eine zunehmende Normalität jüdischen Lebens in Deutschland. Eine Frau, Nichtjüdin, hat mir gesagt: Hier, in der Synagoge, habe sie als junge Deutsche ihre Würde wiedererlangt. Die Möglichkeit, hierhin zu kommen, war für sie eine hilfreiche, versöhnliche Geste von jüdischer Seite. Auch dies ist eine Facette Deutschlands“.

 

1600 Drohanrufe: Diese Menschen seien es, die ausschlaggebend seien für Offmans Zuversicht. „Ebenso die vielen Mitstreiter bei den Demos gegen die Neonazis: Tausende gegen wenige Unverbesserliche“! Auch der Chemnitzer Gastronom Uwe Dziuballa hat seine Lebenslust nicht verloren – auch wenn er das ganze Arsenal antisemitischer Anfeindungen kennenlernen musste. Seit zwölf Jahren führt er sein koscheres Restaurant „Schalom“. Doch Frieden hat der gläubige Jude seither selten: Mehr als 1600 Drohanrufe – Dziuballa hat sie mitgezählt – ein abgetrennter Schweinekopf mit Davidstern vor der Tür; Hakenkreuz-Schmierereien, kaputte Fenster, zerstochene Reifen. Täter hat die Polizei nie gefunden.

 

Mehr Gelassenheit im Umgang mit Juden: Und dennoch sagt der 47-Jährige: „Das Verhältnis von positiven zu negativen Erlebnissen beträgt trotzdem Fünfzehn zu Eins. Wir stehen doch nicht in Schützengräben.“ Eher schon auf einem kulturellen Vorposten: Sein Restaurant sei ein guter Ort, um Ressentiments abzubauen. „Das“, so Dziuballa, „bestärkt uns“. Im Oktober wird das „Schalom“ ein paar Straßen weiter ziehen, in eine belebtere Straße. Dziuballa – 1965 im einstigen Karl-Marx-Stadt geboren – sagt, er wünsche sich vor allem mehr Gelassenheit im Umgang mit den Juden. So wie es in New York und Miami der Fall sei, wo er zeitweise lebte. „Ich will nicht geduldet werden und ich will auch keine hyperaktive Gutmenschen-Solidarität“, sagt er. „Die Leuten soll mir ehrlich sagen, ob ihnen mein Essen schmeckt oder nicht.“ Ohne sich dabei gleich als Antisemit zu fühlen.

{Quelle: www.welt.de – Von Freia Peters – Mitarbeit: Hannelore Crolly, Eva Eusterhus, Kristian Frigelj, Sven Heitkamp, Hermann Weiß}

 

8 Responses to “Das schwierige Leben der Juden in Deutschland”

  1. Emanuel Says:

    Juden und Muslime haben im täglichen Leben beinahe 100 % Übereinstimmung !! Sie bescheiden ihre Söhne, sie haben identische Eß-Regeln, sie trennen Frauen und Männer bei ihren Festen- und einiges mehr … Wir Christen haben diese Rituale durch den Herrn , Jesus Christus abgeschafft – bzw DER HERR hat uns von den Ritualen erlöst – Uns Christen reicht die wahrhafte Taufe und das Abendmahl — Opferfeste, Trinkopfer- Speiseopferfeste, gehören für uns Christen der Vergangenheit an .. Beschneidungsrituale sind für uns nicht mehr nötig, da wir dank des Herrn wissen, das wir uns mit solchen äußeren Ritualen nicht von unseren irdischen Sünden befreien können …. und ihr , Juden und Moslems , könnt euch schon gar nicht davon befreien ….

    • CARMA Says:

      ja, die christen haben sich von allen „lästigen“ ritualen so befreit, dass selbst die Gottesdienste/Sabbathfeier kaum wahrgenommen werden. das bürgerliche gesetzbuch regelt das leben noch tausend mal mehr als die jüdischen vorschriften – statt beschneidung wird auf steinzeitliche weise gepierct, tätowiert und brutalstmögliche muskelberge antrainiert, um den archaischen ur-menschen wiederzubeleben und seine verwilderung zur schau zu stellen…
      im übrigen war auch JESUS beschnitten und hat sich zu diesem thema nicht sonderlich geäußert, wiewohl er den alten bund mitsamt seinen vorschriften weder verurteilt noch aufgehoben hat, sondern nur vor einer verabsolutierung der gesetzlichkeiten warnen wollte. sie „bekleiden“ den glauben, geben ihm eine form, sollen ihn aber keinesfalls ersetzen!
      auch Petrus als begründer der christlichen priesterschaft war beschnitten, einzig der römer Paulus verzichtete auf diese jüdische „signatur“, um mit den „wilden“ heiden das christentum „aufzufüllen“.
      schließlich: wir müssen nicht zum hundertsten male erörtern, was sich der islam alles an jüdischen und christlichen attributen einverleibt hat, um sich das „antlitz“ einer abrahamitischen religion zu verschaffen – die äußere form dieses pseudo-glaubens mit seiner vorgeblichen friedfertigkeit symbolisiert den berühmten schafspelz, in dem sich der reissende wolf verbirgt! genau darauf fallen die „ent-christlichten“ wirrköpfe bei uns herein, bahr jeglicher religiösen differenzierungsfähigkeit…
      lieber emanuel – deine anhaltende verwirrung über die beziehung von juden-u. christentum ist bei deinen sonstigen profunden religionskenntnissen und bemühungen um wahrheitsfindung mehr als verstörend!!
      das dreht sich bei dir seit einem jahr im kreis – notfalls bemühst du den satan selbst um absicherung deiner „thesen“, die angeblich nur an die „reinheit“ des christlichen glaubens appelieren sollen.
      lass Gott über sein auserwähltes volk richten – auf dass du nicht selbst zu fall kommst!

      PS:… und ich bin übrigens weder vom jüdische „propaganda“-ministerium angestellt, noch versuche ich nachkriegsdeutsche schuldkomplexe abzuarbeiten, noch bin ich ein freund so mancher spätkapitalistischen israelischen bonzen oder talmudischer glaubensrassisten, denen es nur um gewinnmaximierung, eitelkeit und macht geht. mich schockiert eher, wie ungläubig, zweifelnd und verweltlicht die meisten israelis heutzutage sind, weshalb die „orthodoxen“ juden umsomehr am bloßen buchstabenglauben festhalten, damit nicht alle dämme brechen?!
      ich versuche die weltgeschehnisse aus den biblischen überlieferungen zu deuten und interpretiere mir nicht ein christentum zurecht, dem seine jüdische herkunft eher peinlich ist und sich davon mit allerlei uminterpretierungen und falschaussagen zu distanzieren sucht.
      das authentische UR-CHRISTENTUM käme vielen so „jüdisch“ vor, dass sie vermutlich erschrocken feststellen würden, wie fremd sich dieser orientalische glaube zu den romanisierten-germanisierten glaubens-formen europas verhielte. davon geben gerade die kopten hier beredtes zeugnis!!

  2. Emanuel Says:

    Lieber Carma !

    Ich habe mehrfach beschrieben, daß ich mich im Prozeß der Glaubensfindung (hört sich geschwollen an)
    befinde. Erst in der letzten Zeit ist mir bewußt geworden, das es ohne die kirchliche Lehre, die Das Wort vermittelt und nahe bringt, nicht geht. Daher studiere ich die Bibel, das halt sehr intensiv, so wie ich es gewohnt bin, wenn mich etwas „gepackt“ hat. Ich muss meinen Glauben aber verstehen!!! Ich kann nicht blind hinter Regeln herlaufen, die ich nicht innerlich akzeptieren kann.

    Nach meinen Glaubenserkenntnissen ist Jesus Christus als „Sohn Gottes“ die „äußere Ausstrahlung des „Vater-Gottes“, der das Sein Gottes ist. Dieses Sein ist dem Menschen nicht zugänglich. Das „Dasein“ = Jesus Christus ist uns über das Wort Gottes = Heilige Geist zugänglich.

    Da der Herr vor mehr als 2000 sich als Mensch hat von Maria gebähren lassen, ist Er sozusagen als Gott uns erschienen und hat durch Sein kurzes Wirken folgendes erschaffen:

    Eine neue Lehre, in der die Liebe zum Nächsten eine Hauptrolle spielt.
    Durch Seinen Kampf gegen die Falschheiten der jüdischen Glaubenslehre, die ausschließlich im Anbeten des äußeren Wortes bestand und die wesentliche Lehre des Herrn verloren hatte, begründete sich die neue Kirche. Diese „Neue Kirche“ bestand aus Juden und Heiden – Die christliche Ur-Kirche bestand in ihrer wunderbaren ursprünglichen Form nur ca. 350 Jahre , bis zum Konzil von Nizäa…

    Wenn ich also heute versuche, mir den christlichen Glauben als den wahren Glauben verständlich zu machen, bedeutet das im wesentlichen den Glauben an Jesus Christus und seinen heiligen Geist
    als den einzigen , alleinigen Gott.

    Damit stehe ich ganz eindeutig im Gegensatz zum Judentum und erst recht natürlich zum Islam, der ja -da sind wir uns wohl einig, kein Glaube ist ….

    Ich akzeptiere aber jeden anderen , der nicht das glaubt und auch jeden der gar nicht glaubt.

    Ich akzeptiere also Juden, Moslems und so weiter …. das ist selbstverständlich !
    Ich bin aber nicht der Lakai der Juden oder der Lakai von sonst wem !

    Also habe ich vor allem auch nicht die Interessen der anderen Glaubensrichtungen zu vertreten …
    Ich suche meinen Weg und hoffe dabei, vom Herrn geleitet zu werden ……

    Ausschlaggebend für uns alle ist nicht das Wort, tatsächlich nicht die Lehre … sondern wie der Herr es immer wieder sagte : An euren taten werden wir euch messen …… !!!!!!!!!!!!!!!!!!!1

    • Emanuel Says:

      „Eine neue Lehre, in der die Liebe zum Nächsten eine Hauptrolle spielt“

      Korrigiere: Keine neue Lehre ! Sondern die erneute Offenbarung der Ur-Lehre Gottes, die in „Vergessenheit“ geriet. Die jüdische Kirche hat lediglich das „äußere Wort“ heilig gehalten und verbreitet !
      Die Göttliche Lehre beinhaltet aber die Liebe zum Nächsten als Hauptmerkmal – Dieses Hauptmerkmal ist heute auch in der christlichen Kirche verloren gegangen ….Deshalb ist die christliche Kirche heute kurz vor ihrer vollkommenen Zerstörung … !!!! (So wie vor 2000 Jahren, die jüdische Kirche am Ende war und durch den Herrn, eine neue Kirche gegründet werden musste!!! Das ist Göttliches Gesetz !!!Ohne eine Neugründung, die damals erfolgte, wären die Menschen bereits damals verloren gewesen!!Jetzt stehen wir wieder vor der gleichen Situation!!)

    • CARMA Says:

      und genau da liegt der hase im pfeffer – religiöse ansichten oder einsichten zu vermitteln sind auch eine tat, an der wir gemessen werden!!
      deine grundthese, mit der du allen vorwürfen geschickt auszuweichen versuchst, lautet so oder so ähnlich:

      >> Da der Herr vor mehr als 2000 sich als Mensch hat von Maria gebähren lassen, ist Er sozusagen als Gott uns erschienen und hat durch Sein kurzes Wirken folgendes erschaffen:
      Eine neue Lehre, in der die Liebe zum Nächsten eine Hauptrolle spielt.
      Durch Seinen Kampf gegen die Falschheiten der jüdischen Glaubenslehre, die ausschließlich im Anbeten des äußeren Wortes bestand und die wesentliche Lehre des Herrn verloren hatte, begründete sich die neue Kirche. Diese “Neue Kirche” bestand aus Juden und Heiden <>GottMenschen<wissen< willst, wer oder was Gott ist, sprich mit ihm in tiefer demut und lausche – Er wird dich auf dauer nicht im ungewissen lassen, wenn du darauf vertraust!! (so ist es jedenfalls bei mir)
      ich denke, dein eigentliches problem ist: sollst du nun zu Gott beten und mit Jesus sprechen, oder besser umgekehrt? wen also soll man anbeten?
      versuche, im irdischen leben Jesus nachzufolgen, quasi "einzuverleiben" und bete zu Gott wie Er selbst tat, damit stellt man sich schon der höchsten aufgabe, die das leben zu vergeben hat…
      denk nicht soviel über Gott – versuche ihn zu fühlen (evangelischer tipp)
      liebe grüße und bis zum nächsten "gefecht"?!


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