kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Erzbischof Louis Sako: „Wir sollten realistisch sein, nicht naiv“! 12. September 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:38

Muslimischer Analphabet verlangt Rausschmiss der Eixl-Kopten aus Ägypten

 

 

Erzbischof Louis Sako über den Besuch des Papstes im Libanon

und die beängstigende Lage der Christen in Nahost

 

Er vertritt nicht nur die Interessen der chaldäischen Katholiken im Irak, sondern ist seit vielen Jahren ein Anwalt der Menschlichkeit und der Versöhnung in dieser leidgeprüften Region, in der seit den Zeiten der Apostel Christen leben. In diesen Tagen sind bei einer Serie von Anschlägen im Irak mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen, wie die irakischen Behörden am Sonntag bestätigten.

 

Exzellenz, am Freitag wird Papst Benedikt XVI. im Libanon erwartet. Was erhoffen Sie sich von diesem Besuch für den Nahen Osten und seine vielen christlichen Gemeinschaften?

Ich denke, dass uns der Besuch des Papstes geistlich, aber auch gesellschaftlich und politisch sehr unterstützen wird. Seine geistliche Unterweisung ist wichtig, aber die Hauptarbeit liegt an uns. Wir sollten danach streben, die Einheit unserer verschiedenen kleinen Kirchen auf eine effiziente Weise zu stärken. Es ist aber auch notwendig, einen echten Dialog mit unseren moslemischen Brüdern zu entwickeln, der eine harmonische und menschenwürdige Koexistenz voranbringen kann.

Der Heilige Vater wird den orientalischen Christen vor allem sein Apostolisches Schreiben überreichen, das an die Nahostsynode von 2010 anschließt. Sie waren damals Synodenvater. Welche Früchte hat die Bischofsversammlung bisher getragen?

Bisher noch keine. Das hat auch damit zu tun, dass die politische Situation im Mittleren Osten nicht hilfreich ist. Schauen Sie auf die Vorgänge in Syrien und zuvor im Irak. Es ist unter diesen Umständen schwierig, langfristig zu planen. Die Situation im ganzen Nahen Osten ist schwierig und instabil. Der Aufstieg des politischen Islam ist ein Grund zur Sorge. Wir sind eine Minderheit und es gibt kein Projekt für eine gleichberechtigte Staatsbürgerschaft. Es gibt keine Vision für eine bessere Zukunft. Dabei spricht jeder von Demokratie und Freiheit, aber in Wirklichkeit sieht es anders aus. Konfessionalistisches Denken gewinnt an Boden und die Mehrheit kümmert sich nicht um die Minderheiten. Ich glaube, dass man sich wirklich sorgen muss, dass nicht noch mehr Christen weggehen.

 

Aber tut die Kirche im Orient Ihrer Meinung nach genug, um diesen Exodus aufzuhalten?

Unsere Hierarchie ist müde geworden. Und es ist traurig, dass wir manchmal so gespalten sind. Aus dem Inneren der Kirchen gibt es keine Dynamik, keinen Mut zu Reformen. Die Frohe Botschaft Jesu Christi sollte dabei helfen, wie man unserem verängstigten Volk Gründe für Hoffnung und Freude geben kann, auch dabei, wie man den Dialog zwischen den Kirchen und besonders mit den Moslems voranbringen kann. Im Moment gibt es aber weder eine wirkliche Vision und Strategie noch konkrete Pläne, um die geschichtlich gewachsene christliche Präsenz im Nahen Osten zu erhalten und zu stärken.

 

Wie könnten solche Pläne beispielsweise im Hinblick auf den Irak aussehen?

Es ist nicht leicht. Die Christen gehen aus vielen Gründen weg. Sie haben kein Vertrauen in die Zukunft, sie haben Familienmitglieder, die schon im Ausland sind. Zudem lockt der Westen. Wir haben keine Zauberformel, die die Probleme löst. Wir tun unser Bestes, um sie hier zu halten, sie zu verteidigen und zu ermutigen, zu bleiben und zu hoffen. Als Hirte geht es mir schlecht, wenn ich sehe, wie unsere Gläubigen für immer weggehen. Ihr Weggang macht unsere Anwesenheit hier noch verwundbarer.

 

Manche sagen, dass sich jetzt entscheidet, ob es in fünfzig Jahren noch Christen im Orient geben wird. Halten Sie das für übertrieben?

Ich bin sehr besorgt, was das anlangt. Wenn sich die Dinge so weiterentwickeln wie im Moment, dann wird die Zukunft der Christen hier schlechter sein. Wir sollten realistisch sein und nicht naiv! {Quelle: www.die-tagespost.de – von Oliver Maksan}

 

 

 

 

Exodus aus dem Zweistromland

 

Kirchen wollen Abwanderung

von Christen aus dem Irak stoppen

 

Osnabrück: Einst war Mesopotamien, das fruchtbare Zweistromland, eines der ersten Siedlungsgebiete früher christlicher Gemeinden. Als der Irak nach der amerikanischen Invasion 2003 im Chaos versank, setzte der große Exodus ein: Hunderttausende irakische Christen haben ihre Heimat bereits verlassen, um Gewalt und Hoffnungslosigkeit zu entkommen. Es werden immer mehr. Die Kirchen wollen diesen Trend aufhalten, indem sie ihren verbliebenenMitgliedern wirtschaftlich auf die Beine helfen. Wenn Shlemon Warduni über die Verwurzelung der Christen im Irak spricht, ist die Geschichte als Argument auf seiner Seite. „Das Christentum ist seit 2000 Jahren im Irak vertreten“, sagt der chaldäisch-katholische Weihbischof von Bagdad. „Wir sind Christen der ersten Generation.“ Als „Söhne der Hoffnung“ bezeichnet er sich und seine Glaubensbrüder – und gibt im nächsten Satz zu: „Manchmal verlieren wir aber die Hoffnung. Wegen der schlimmen Dinge, die wir täglich sehen“. Den Tiefpunkt, sagt der Bagdader Priester Youssef Thomas Mirkis, hätten sie im November 2010 erreicht. Damals nahmen islamistische Al-Kaida-Anhänger Geiseln in einer katholischen Kirche in Bagdad. Die Polizei stürmte das Gebäude, mehr als 50 Menschen starben. Vor und nach dem Vorfall kam es zu weiteren blutigen Anschlägen auf Christen, eine ganze Serie, die die Gläubigen in Angst versetzte. Und obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits eine halbe Million irakischer Christen geflohen war, sagt Mirkis über das Unglück im Gotteshaus: „Dieser Angriff hat die Kirche im Irak komplett destabilisiert“. Er meint damit: Für viele Christen war dies der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen und den Entschluss zur Flucht brachte.

 

 

Christen als Minderheit

Rund 1,2 Millionen Christen lebten im Land zwischen Euphrat und Tigris, bevor der Irakkrieg begann. Sie sind immer eine Minderheit gewesen, die sich auf verschiedene Glaubensrichtungen verteilt: Chaldäer, Melkiten, Armenier, Syrisch-Katholische, Syrisch-Orthodoxe, Assyrer. Die meisten von ihnen gehörten zur Mittel- und Oberschicht, waren gut ausgebildet. Mit Iraks Diktator Saddam Hussein hatten sie sich arrangiert, und er sich mit ihnen – dienten sie ihm doch als Beamte, als Ärzte, als Piloten. Dann kam das Jahr 2003 und mit ihm die Amerikaner und ihre Verbündeten. Die staatliche Ordnung im Irak kollabierte, die Christen gerieten in den blutigen Konflikt zwischen schiitischen und sunnitischen Muslimen und wurden selbst zum Ziel von Entführungen und Anschlägen. Jene Christen, die das Land bis heute nicht verlassen haben, bleiben entweder aus Prinzip – oder weil ihnen schlicht das Geld zum Auswandern fehlt. Dabei sieht die Zukunft für die rund 400000 Verbliebenen im Irak alles andere als rosig aus. Das gefährliche Zentrum um Bagdad haben viele verlassen und sind in den Norden, in kurdisches Gebiet, geflohen. Hier herrsche inzwischen eine relative Ruhe, sagt Harald Suermann, Leiter des Missionswissenschaftlichen Instituts beim katholischen Hilfswerk Missio in Aachen. Und doch gibt es auch hier wenige Perspektiven, die Arbeitslosigkeit ist hoch. „Wir Christen tragen die gleiche Bürde wie alle Iraker“, sagt Mirkis. „Das Land funktioniert einfach nicht.“ Die Sicherheitslage sei katastrophal, eine Infrastruktur nicht vorhanden.

 

„Damit nicht noch mehr Christen das Land verlassen, müssen wir ihnen eine wirtschaftliche Perspektive geben“, sagt Suermann. „Sie brauchen Arbeit und Einkommen, um eine Basis für ihr Leben zu haben.“ Und so haben sich die irakischen Kirchen nun darauf geeinigt, in der kurdischen Stadt Arbil ein gemeinsames Koordinationsbüro zu eröffnen. Von hier aus soll geprüft werden, welche Investitionen mit Kleinkrediten möglich sind, ob eine Schneiderei für Schulkleidung aufgebaut werden kann und wie Hilfsprojekte zu koordinieren sind. An der kritischen Sicherheitslage im Land wird das Büro nichts ändern. Aber: „Wir wollen den Menschen im Kleinen eine Perspektive geben“, sagt Suermann. Um den Exodus der Christen aus dem Zweistromland zu stoppen. {Quelle: www.noz.de}

 

Noz

 

One Response to “Erzbischof Louis Sako: „Wir sollten realistisch sein, nicht naiv“!”

  1. Ibrahaim Says:

    DA SOLLTE SICH DER SALAFIST MAL DAS LESEN UND SCHREIBEN ERLERNEN!!! DIESE DUMMKÖPFE!!

    DER FILM IST NICHT VON KOPTISCHNE CHRISTEN GEDREHT WORDEN SONDERN VON AMERIKANISCHEN JUDEN!!!

    KLARSTELLUNG ZUM FILM ÜBER MOHAMMED:

    DER FILM WURDE IN DEN U.S.A. HERGESTELLT VON EINEM JUDEN ISRAELISCHER HERKUNFT!!!

    QUELLE:

    http://www.welt.de/politik/ausland/article109159464/Wuetende-Muslime-toeten-US-Diplomaten-in-Bengasi.html

    http://WWW.WELT.DE

    ZITAT: ” Ein Sprecher von YouTube erklärte, die Website werde das Video nicht entfernen. Produziert hat den Streifen ein US-Bürger mit israelischen Wurzeln. Sam Bacile, ein 52-jähriger Entwickler von Immobilienprojekten aus Kalifornien. Er bezeichnete den Islam im “Wall Street Journal” als “Krebs”.

    Bereits Anfang Juli war eine 14-minütige Vorschau des Films “Innocence of Muslims” (“Die Unschuld der Muslime”) auf YouTube online gestellt worden. ”

    ZITAT: ” Bacile sagte dem “Wall Street Journal”, er habe den zweistündigen Film 2011 in Kalifornien gedreht. Rund 60 Schauspieler und eine 45-köpfige Crew seien an dem dreimonatigen Projekt beteiligt gewesen.

    Um die Produktion zu finanzieren, habe er fünf Millionen Dollar von rund 100 jüdischen Spendern eingesammelt. Bacile: “Der Film ist ein politischer Film. Es ist kein religiöser Film.” ”

    QUELLE. http://www.welt.de

    DIESER FILM IST ALSO EIN AMERIKANISCHER FILM GEDREHT VON EINEM AMERIKANISCHEN JUDEN

    MIT ISRAELISCHEN WURZELN.


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