kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

UN machen Schutz von Christen zum Schwerpunkt 11. September 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 19:19

Christen im Nahen Osten verfolgt und diskriminiert

 

Nach ihren Glaubensbrüdern im Irak,

von denen in den vergangenen Jahren mehr als die Hälfte geflohen ist,

müssen jetzt auch immer mehr Christen Syrien verlassen.

Zehntausende wurden von islamistischen Aufständischen vertrieben,

ihre Wohnungen und Häuser geplündert und zerstört.

Viele suchten Zuflucht im benachbarten Libanon,

den Papst Benedikt XVI. in den kommenden Tagen besucht.

 

 

 

Für die christlichen Bevölkerungen im Nahen und Mittleren Osten haben der Irak- Krieg und der israelisch- palästinensische Dauerkonflikt katastrophale Folgen. Der vom früheren US- Präsidenten George W. Bush propagierte „Kreuzzug“ habe den Christen in der Region allergrößten Schaden zugefügt und es ihnen schwerer gemacht, sich im täglichen Leben zu ihrem Glauben zu bekennen, wie der melkitische (griechisch- katholische) Erzbischof Elias Chacour mehrmals betont hat. Viele fühlen sich von Europa und Amerika im Stich gelassen. In einer radikalisierten islamischen Welt sind die Christen heute nur im Libanon keiner Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Unter den 40 Ländern, in denen die Verfolgung von Christen am stärksten ist, befinden sich nach Angaben von „Pro Oriente“ 30 islamische. Besonders dramatisch stelle sich die Situation für Christen in Afghanistan, Somalia, Eritrea, Ägypten, Nigeria sowie dem Irak und Pakistan dar. Zahlreiche Opfer haben im indischen Unionsstaat Orissa organisierte Ausschreitungen gegen Christen gefordert. Auch in Indonesien, dem bevölkerungsreichsten islamischen Staat, klagen Christen zunehmend über Einschränkung ihrer Rechte und Attacken radikaler Muslime gegen Kirchen.

 

Der alexandrinischer Dom des Heiligen Markus

 

 

Irak: Die Lebensbedingungen der Christen, von denen die mit Rom unierten Chaldäer die zahlenmäßig größte Gemeinschaft bilden, sind seit der US- Militärinvasion 2003 unerträglich geworden. Vor dem Krieg lebten bis zu einer Million Christen in dem Zweistromland, die unter dem säkularen Baath- Regime geschützt waren. Weit mehr als die Hälfte ist seither geflohen. Dutzende von Geistlichen kamen bei Mordanschlägen ums Leben, unter ihnen der entführte chaldäisch- katholische Erzbischof von Mossul, Paulos Faraj Rahho, dessen Leiche auf einer Müllhalde gefunden wurde.

 

Saudi- Arabien:Christen (Zehntausende Gastarbeiter, viele aus den Philippinen) ist jedwede religiöse Betätigung strengstens untersagt. Kreuze und andere christliche Symbole dürfen nicht zur Schau gestellt, religiöse Bücher nicht eingeführt werden. Nach der wahhabitischen Staatsdoktrin des Königshauses ist auf der arabischen Halbinsel, dem Heimatland des Propheten, wegen der dortigen islamischen Heiligtümer jede andere Religion verboten.

 

Ägypten: Die christlichen Kopten mit einem Bevölkerungsanteil von annähernd 20% sind behördlichen Diskriminierungen und wachsender Gewalt seitens fanatisierter Islamisten ausgesetzt, wenngleich die Führung der Muslimbruderschaft und der neue Präsident Mohammed Mursi Toleranz predigen. Der inzwischen verstorbene Kopten- Papst Schenuda III. war unter dem früheren Regime jahrelang in ein Wüstenkloster verbannt.

 

Israel und Palästina: Die überwiegend arabischen Christen machen nur noch etwa zwei Prozent der Bevölkerung im Heiligen Land aus. Immer weniger sehen noch Zukunftsperspektiven für sich und ihre Kinder und wandern aus.

 

Libanon: Die Christen, von denen die mit Rom unierten Maroniten die stärkste Gruppe sind und traditionell den Staatspräsidenten (seit 2008 Ex- General Michel Sleimane) stellen, machen zwischen 35 und 40 Prozent der Einwohner aus. Nach der einmonatigen israelischen Militäroffensive vom Sommer 2006 sind mehrere Zehntausend ausgewandert.

 

Syrien: Unter dem Baath- Regime (Gründer der panarabischen sozialistischen Baath- Partei des heutigen Staatschefs Bashar al- Assad war der Christ Michel Aflak) konnten die Christen (acht Prozent) ihren Glauben uneingeschränkt ausüben und auch hohe Partei- und Staatsämter bekleiden. Vier Patriarchate (darunter das orthodoxe und das melkitische von Antiochien) haben ihren Sitz in Damaskus. Viele Christen stehen heute notgedrungen auf der Seite des Regimes und werden von islamistischen Aufständischen terrorisiert.

 

Iran: Die Bevölkerung ist zu 99,6 Prozent muslimisch (über 90 Prozent Schiiten). Christen (mehrheitlich Armenier), Juden und Mandäer klagen verschiedentlich über Unterdrückungsmaßnahmen, die einem „religiösen Genozid“ gleichkommen würden. Die Baha’i- Religion ist verboten, ihre Anhänger werden brutal verfolgt.

 

Türkei:Es gibt nur noch weniger als 200.000 Christen (mehrheitlich armenische), deren Situation sich infolge des Erstarkens islamisch- fundamentalistischer Kräfte verschlechtert hat. Die christlichen Kirchen sind ohne Rechtsstatus und müssen vielfältige Schikanen erdulden. Das Ökumenische Patriarchat, geistliches Zentrum der Weltorthodoxie, im Phanar in Istanbul darf seit 1970 keinen Priesternachwuchs ausbilden. Patriarch Bartholomaios I. hofft, dass ein EU- Beitritt der Türkei die Lage der Christen im Land verbessern würde. {Quelle: www.krone.at}

 

 

 

 

UN machen Schutz von Christen zum Schwerpunkt

 

Sonderberichterstatter Bielefeldt rückt Religionswechsel in den Fokus

 

Berlin (dapd): Der Schutz verfolgter Christen in islamischen Ländern rückt bei den Vereinten Nationen stärker in den Mittelpunkt. Der zuständige UN-Sonderberichterstatter Heiner Bielefeldt will die Probleme von Menschen, die vom Islam zum Christentum wechselten, zum Schwerpunkt seines Jahresberichts machen, wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ am Sonntag berichtete. Jahresberichte werden der Generalversammlung der Vereinten Nationen vorgelegt und dort geprüft. Ein Thema kann dadurch innerhalb der UN massiv an Bedeutung gewinnen. „Das Recht, seine Religion zu wechseln, muss in seinem Stellenwert als absolute Norm zur Geltung gebracht werden“, sagte Bielefeldt, der auch Professor für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Universität Erlangen-Nürnberg ist. Bielefeldt kritisiert in dem „Focus“ vorliegenden Bericht erneut die Verletzung der Religionsfreiheit in zahlreichen Staaten der Welt. Das Thema steht auch bei der Bundesregierung weit oben auf der Agenda. So war Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) schon Mitte Februar mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York zusammengetroffen und hatte sich dabei für die weltweite Wahrung der Religionsfreiheit und den Schutz verfolgter Christen eingesetzt.

 

 

Experten“ sehen keine systematische Verfolgung

 

Nach erneuten Anschlägen auf Christen in Nigeria drang Kauder auf eine Befassung des UN-Sicherheitsrates. In Briefen an Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und den US-Botschafter in Berlin, Philip Murphy, nannte Kauder es „äußerst dringlich“, dass die Situation der Christen in Nigeria auf die Tagesordnung der Vereinten Nationen gesetzt werde. Union und FDP haben das Werben für Religionsfreiheit und den Einsatz für verfolgte Christen zu einem festen Bestandteil der deutschen Außenpolitik erklärt. Sie verabschiedeten im Bundestag einen Antrag, in dem unter anderem das Recht auf ein offenes Glaubensbekenntnis sowie das Recht auf Glaubensfreiheit für die Menschen auf der ganzen Welt eingefordert wird. Allerdings kamen Experten im Menschenrechtsausschuss des Bundestages im Mai zu dem Schluss, dass von einer systematischen Verfolgung von Christen in Nordafrika und dem Nahen Osten nicht die Rede sein könne. Unter anderem hieß es, außer in Saudi Arabien, wo die Scharia gelte, könnten Christen in allen Ländern der Region ihre Religion ungehindert ausüben. Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte der Unionsfraktion, Erika Steinbach, wies diese Darstellung allerdings zurück. {Quelle: www.welt.de}

 

 

 

Zollitsch: Christenverfolgung ist ein Skandal

 

Mehr christliches Engagement für die Religionsfreiheit sei notwendig!

 

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat die wachsende Diskriminierung und Verfolgung von Christen weltweit als „einen Skandal“ bezeichnet. Mehr Engagement für die Religionsfreiheit sei notwendig. „Das Blut jedes Märtyrers muss unseren Einsatz für Religionsfreiheit verstärken“, sagte er dem Magazin „Focus“ (Montag) in München. Zollitsch äußerte sich im Vorfeld der Libanon-Reise von Papst Benedikt XVI., die am Freitag beginnt. Der Besuch des Kirchenoberhauptes in der Krisenregion soll besonders auch auf die schwierige Situation der christlichen Minderheit im Nahen Osten und den muslimisch geprägten Ländern dort aufmerksam machen. {Quelle: www.kath.net}

 

7 Responses to “UN machen Schutz von Christen zum Schwerpunkt”

  1. …Über Sinn und Erfolgsaussichten des Dialoges der Religionen gibt es seit Beginn religiöser Aufzeichnungen Auseinandersetzungen. Von den zentralen religiösen Akteuren (wie Moses, Buddha, Jesus und Mohammed) sind fast ausnahmslos Gespräche mit Andersglaubenden überliefert, in denen nicht die Bekehrung des anderen im Mittelpunkt steht, sondern Respekt, Frieden und gegenseitiges Lernen, aber auch die Feststellung von Unterschieden und die Wahrung der eigenen Identität.

    Befürworter wie Kritiker des Dialogs der Religionen gehen im Regelfall entweder von essentialistischen oder funktionalistischen Annahmen aus, so dass sich die Diskussion grob in vier Teile gliedern lässt.

    Grundannahme dieser Position ist, dass die Religionen in ihrer eigentlichen Substanz die gleiche Wahrheit anstreben und der Streit zwischen ihnen durch historische Einflüsse, mangelndes Wissen und Missbrauch für Zwecke der Politik entstanden ist. Aufgabe des Dialoges sei es, diese tiefe Einheit wieder ans Licht zu bringen.

    Kritiker bemängeln an dieser Position, sie akzeptiere keine Unterschiede und könne sie auf Dauer kaum tolerieren. Vielmehr vereinnahme sie schon in ihrem Ansatz die Dialogpartner und verprelle damit jene Menschen, die ihre Grundannahme nicht teilen.

    Vor allem – aber nicht ausschließlich – von Politikern wird der Dialog befürwortet, weil er den inneren Frieden sichere, Familienwerte hochhalte, Integration fördere, das kulturelle Leben bereichere.

    Kritik an dieser Position: Sie übergehe den Anspruch der verschiedenen Religionen, wonach aus Wahrheit Frieden erwachse (und nicht umgekehrt). Gläubige sähen sich zudem in der Regel nicht als Vertreter reiner Meinungs- und Neigungsvereine, die gelegentlich Sozialarbeit betreiben, sondern fühlten sich ihrem jeweiligen Glauben verpflichtet. Zum Dialog entschieden sie sich nur freiwillig. Eine Verbesserung des Zusammenlebens durch interreligiösen Dialog stelle sich erst nach sehr langer Zeit ein. Der Dialog tauge daher nicht für Funktionalisierungen in der Hoffnung auf kurzfristige Erfolge bei der Sicherung des sozialen Friedens

    http://de.wikipedia.org/wiki/Interreligi%C3%B6ser_Dialog

    • CARMA Says:

      interessantes statement! die welt hat verschiedene kontinente, verschiedene klimazonen, verschiedene vegetationszonen und eben entsprechend verschiedene ethnien, kulturen und glaubenssysteme. daran ändert auch der weltweite warenaustausch nichts, uralte (archetypische) verhaltensmuster und kulturspezifische eigenheiten lösen sich nicht einfach in luft auf, nur weil man ein schickes handy zu bedienen weiß!

  2. Ibrahaim Says:

    HELFEN WIR DEN CHRISTEN IN ÄGYPTEN, SYRIEN, iRAK, DEM LIBANON UND ANDEREN STAATEN IM

    NAHEN OSTEN UND NORDAFRIKA! BETET FÜR UNSERE SCHWESTERN UND BRÜDERN IN CHRISTUS!

    BETET FÜR DIE MENSCHEN IN DIESEN LÄNDERN! DAS GOTT IHNEN HILFT UND BESCHÜTZT!

    SAGT ALLEN BEKANNTEN; VERWANTEN UND ANDEREN FREUNDEN VON DEN VERFOLGUNGEN IN

    DIESEN LÄNDERN!

    BETET FÜR SIE! SPRECHT ÜBER SIE! SO VIEL IHR NUR KÖNNT! DANKE!!!

  3. CARMA Says:

    schon überraschend, wie prompt, entschieden und ausdrucksstark die jahrzehntelange unterdrückung und verdrängung der orientalischen christen nun von der kirchenaristokratie angeprangert wird!
    und das, obwohl doch der papst durch den kuß des korans den islam geadelt hatte, wie es keinem seiner vorgänger jemals in den sinn gekommen wäre…

    • wenn Die Kirche wollte sich einsetzen für die Kopten-Verfolgten Christen hätten Sie längst!!!! mehr erreicht—lässt Euch dfas mal sagen….!!!!!
      der Kuss Papst -Koran ist echt enorm Grass—das heisst das akzeptieren dieses Buches!!!
      wozu war dass Jesus Christus hier Sg.Papst..

  4. Erich Foltyn Says:

    Gott sei Dank, aber um die UNO schert sich kein Hund und die werden selber massakriert, wenn sie hinein gehen.


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